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Robot Overlords – Herrschaft der Maschinen: Jugendliche gegen außerirdische Blechbüchsen

13 Sep

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Robot Overlords

SF-Abenteuer // Wie aus dem Nichts kamen sie aus dem All: gigantische Roboter, die innerhalb kürzester Zeit die Menschheit unterwarfen. Die Überlebenden stehen in ihren Häusern und Wohnungen unter Hausarrest. Wer draußen angetroffen wird, wird nach kurzer Warnung getötet. Ein elektronisches Implantat an der Schläfe macht jeden einzelnen Menschen lokalisierbar. Kollaborateure agieren als Vermittler, die bedingungslos die Anweisungen der Metallmaschinen befolgen und weitergeben. Die Roboter versichern, in friedlicher Absicht gekommen zu sein. Man wolle die Menschheit lediglich eine Weile studieren und werde im Anschluss von dannen ziehen …

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Robin Smythe ist nicht zu trauen

Das sind die Rahmenbedingungen des in naher Zukunft angesiedelten „Robot Overlords – Herrschaft der Maschinen“. Viel Geld war nicht im Spiel, was man daran sieht, dass die titelgebenden Roboter so arg viel Bildschirmzeit nicht haben. Wenn sie zu sehen sind, sieht das natürlich auch nicht nach dem modernsten Stand der Technik aus, wirkt aber immerhin nicht trashig. Die Invasion aus dem All bekommen die Zuschauer nicht zu sehen – vermutlich ebenfalls dem geringen Budget geschuldet, per Texttafel erfahren wir immerhin, dass der Widerstand nach elf Tagen gebrochen war.

Der Wille zum Widerstand gegen die Herrschaft der Roboter

Die Handlung folgt einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die per Zufall entdecken, wie man die Implantate deaktiviert. So können sie endlich mal wieder draußen herumstromern. Aus dieser wiedergewonnenen Freiheit erwächst bei den jungen Leuten bald der Wille, ernsthaft Widerstand zu leisten. Sean (Callan McAuliffe) entdeckt obendrein, dass er – aus nicht näher geklärter Ursache – in der Lage ist, die Roboter mittels Gedankenkraft zu kontrollieren.

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Robin macht sich an Kate ran

Gefahr droht nicht nur von den Robotern, sondern auch von Robin Smythe (Ben Kingsley), dem für ihr Gebiet zuständigen Kollaborateur. Da Seans Vater, ein Kampfpilot, seit der Invasion verschwunden ist, sieht er die Chance, bei Seans Mutter Kate (Gillian Anderson) zu landen. Sean und seine Freunde sind ihm dabei eher ein Dorn im Auge.

Die Logik kann zu Hause bleiben

Das klingt alles krude zusammengeschustert und ist es auch. Die Logik wird nicht unbedingt bemüht. So wird beispielsweise überhaupt nicht thematisiert, wie sich die unter Hausarrest stehende Menschheit ernährt. Ein Lebensmittel-Lieferservice vom Supermarkt findet jedenfalls nicht statt. Der von Ben Kingsley verkörperte Kollaborateur erinnert auf merkwürdige Weise an die zum Kollaborieren genötigten Judenräte während des sogenannten Dritten Reichs. Ob da irgendein Zusammenhang besteht oder eine Botschaft hintersteckt, ist aber nicht festzustellen.

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Kate und ihr Sohn Sean in Gefahr

Man muss also sehr gnädig sein und den festen Willen haben, dem Film eine Chance zu geben. Wem das gelingt, der bekommt immerhin ein anständiges Abenteuer geboten, das über anderthalb Stunden durchaus unterhält. Was Kingsley zum Mitwirken bewogen hat, frage man ihn am besten selbst. Aber der Oscar-Preisträger („Ghandi“, 1982) hat in seiner Filmografie ja einige absurd anmutende Werke. Auch „Akte X“-Star Gillian „Dana Scully“ Anderson ist dabei. Sie trägt den Film nicht unbedingt voran, das liegt aber nicht an ihr, sondern daran, dass der Fokus auf den jungen Leuten liegt.

Im Trend der Science-Fiction mit jungen Leuten

„Robot Overlords – Herrschaft der Maschinen“ ist ein sonderbares SF-Abenteuer, bei dem man nicht recht weiß, was es uns eigentlich sagen will. Vielleicht will der Film auch nur auf den gerade gut gefüllten Zug der Science-Fiction mit jugendlichen Protagonisten aufspringen. An die „Panem“- und die „Maze-Runner“-Reihe kommt das natürlich nicht einmal annähernd heran. Wer seine Ansprüche in der Hinsicht herunterschraubt und geneigt ist, ob der genannten fragwürdigen Aspekte Gnade walten zu lassen, darf in „Robot Overlords – Herrschaft der Maschinen“ vorsichtig hineinlinsen. Vielleicht gehöre ich als lange Erwachsener auch einfach nicht zur Zielgruppe.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Ben Kingsley sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

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In der Gewalt des Kollaborateurs

Veröffentlichung: 27. August 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Robot Overlords
GB 2014
Regie: Jon Wright
Drehbuch: Mark Stay, Jon Wright
Besetzung: Gillian Anderson, Ben Kingsley, Callan McAuliffe, Milo Parker, Ella Hunt, James Tarpey, Tamer Hassan, Geraldine James, Steven Mackintosh
Zusatzmaterial: Making-of, Visual Effects, deutscher Trailer, 2 englische Trailer, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2015 Koch Media

 
 

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Eine Antwort zu “Robot Overlords – Herrschaft der Maschinen: Jugendliche gegen außerirdische Blechbüchsen

  1. Mic

    2015/09/13 at 09:37

    Bei Kingsley habe ich inzwischen wirklich den Eindruck, dass er alles spielt, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Interessant finde ich, dass er seine Reputation dadurch noch nicht ganz verloren und sein Name immer noch einen guten Klang hat.

    Aber bei dem Weg, den er geht, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er in einem Asylum-Film auftaucht. Mich persönlich würde es freuen ;-).

     

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