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American Ultra – Vom Kiffer zum Killer

15 Okt

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American Ultra

Kinostart: 15. Oktober 2015

Gastrezension von Iris Janke

Actionkomödie // Langweilig, langweilig, langweilig – so ist das Leben des jungen kiffenden Mike (Jesse Eisenberg, „The Social Network“, „Zombieland“). Mike lebt in einer amerikanischen Kleinstadt und arbeitet in einem Supermarkt. Er ist komplett verpeilt, ziemlich faul und führt gemeinsam mit seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart, „Twilight“-Saga, „Still Alice“) ein sehr durchschnittliches Leben – mit dem einzigen Ziel, Phoebe endlich einen Antrag zu machen.

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Noch ist die Welt von Mike und Phoebe in Ordnung

Mikes Leben würde sicher ewig so dahinplätschern, wenn, ja wenn nicht mitten in dieses vernebelte Idyll plötzlich ein Codewort platzt, das Mike als Agenten aktiviert. Der Killer im Kiffer ist geweckt. Nun wird es laut, düster, schnell und leider auch ein bisschen verworren. Angekündigt hat sich dieser Einbruch ins Idyll bereits in den ersten Szenen des Films: Mike sitzt in einem Verhörraum und wird dazu genötigt, zu erzählen, wie „alles“ passiert sei …

Im Fadenkreuz der CIA

Mikes Erinnerung ist mehr als milchig. Tatsächlich sind in seine heile, dahinplätschernde Supermarkt-Welt Killer eingedrungen, die er selbst kurzerhand mit geübten Handgriffen liquidiert. Warum diese Fähigkeiten in ihm schlummern, ist ihm selbst ein Rätsel. Dass ihn der CIA-Agent Adrian Yates (Topher Grace, „Interstellar“) als Überbleibsel eines ehemaligen Geheimdienstprogramms erkannt hat und mit dem Killerkommando eliminieren wollte, ist ihm ebenfalls nicht klar. Dann ist da noch Mikes ehemalige Vorgesetzte Victoria Lasseter (Connie Britton, TV-Serie „Nashville“), die sich als Gegenspielerin von Yates für ihren Ex-Schützling Mike verantwortlich fühlt.

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Ein Killerkommando im Supermarkt weckt Mikes Superkräfte

Kristen Stewart und Jesse Eisenberg standen für „American Ultra“ nach „Adventureland“ (2009) bereits zum zweiten Mal gemeinsam vor der Kamera. Ein durchaus sehenswertes Team – das meinte offenbar auch Regisseur Woody Allen und holte die beiden Schauspieler erneut gemeinsam für seinen neuen Film.

Das Superagenten-Programm gab es wirklich

Regisseur Nima Nourizadeh („Project X“) ließ sich für „American Ultra“ vom realen Versuch der CIA inspirieren, Super-Agenten zu kreieren. Das ehemals geheime Programm namens „MK Ultra“ wurde in den 1950er-Jahren gestartet, um aus normalen Bürgern Agenten auf Superheldenniveau zu machen. Geforscht wurde in Menschenversuchen zur Zeit des Kalten Krieges über die Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle. Ziel der Versuche: ein perfektes Wahrheitsserum entwickeln und die Möglichkeiten der Gedankenkontrolle erforschen.

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Mikes Freund Rose: Drogendealer und Helfer in der Not

Als Drehbuchautor Max Landis („Chronicle“ – Wozu bist du fähig?“) erfuhr, dass sich die US-Regierung entschied, das Gehirn der Versuchspersonen aus dem Experiment wie eine Computerfestplatte zu „löschen“, kam ihm die Idee zu „American Ultra“: „Was, wenn ein total durchschnittlicher Typ involviert wäre? Wie würde er reagieren?“ Denn im Gegensatz zu einer Festplatte könne man ein menschliches Gehirn nicht ohne Schäden löschen. In der Realität war zwar für die US-Regierung der Plan gescheitert, „Jason-Bourne“-artige Superkiller zu produzieren – nicht allerdings für Autor Max Landis.

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Hat einiges auf dem Kerbholz: Phoebe

Ob „American Ultra“ das Potenzial zum Kultstatus hat, ist fraglich. Das liegt daran, dass sich Regisseur Nima Nourizadeh beim Genre seines zweiten Films nicht festlegen will. Der Streifen würde als Komödie taugen, ist ein bisschen Actionfilm und Thriller. Unterhaltsam ist der Film dennoch, was größenteils an den guten Darstellern liegt, aber auch an der zwar etwas verworrenen, aber durchaus originellen Story.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Kristen Stewart sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Länge: 96 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: American Ultra
USA/CH 2015
Regie: Nima Nourizadeh
Drehbuch: Max Landis
Besetzung: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Topher Grace, Connie Britton, Walton Goggins, John Leguizamo, Bill Pullman, Tony Hale, Stuart Greer
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

Copyright 2015 by Iris Janke

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2015 Concorde Filmverleih GmbH

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