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Knight Rider – Das 80er-Traumpaar K.I.T.T. & Michael

27 Okt

Knight_Rider-Box

Knight Rider

Gastrezension von Sven Wedekin

SF-Action-Serie // Es gab eine Zeit, als man glaubte, die moderne Technik könne alle Träume wahr machen und das Leben der Menschen auf eine geradezu märchenhafte Weise verändern und prägen. Das war Anfang der 80er-Jahre, der Personal Computer war gerade erfunden, als vor allem die Vereinigten Staaten von einer wahren Technik-Euphorie erfasst wurden. Es schien keine Grenzen zu geben, alles schien machbar zu sein. In dieser Zeit flimmerte zum ersten Mal eine TV-Serie über die Mattscheibe, welche diesen ungebremsten Optimismus aufgriff und zum Kult wurde, indem sie ihn mit der Begeisterung der Amerikaner für schnelle Sportflitzer verband: „Knight Rider“, jene Serie über einen Mann und sein mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattetes Auto namens K.I.T.T., mit dem er gegen Unrecht aller Art kämpfte.

Ein Auto als Superheld

Jenes Wunderauto verfügte über gar unglaubliche Fähigkeiten: Es konnte sprechen, von allein fahren, halsbrecherische Geschwindigkeiten erreichen und mit Hilfe des berühmten Turbo-Boost über Hindernisse hinwegspringen. Daneben besaß der umgebaute Pontiac Firebird Trans Am noch viele andere technische Spielereien, die wohl auch der Hauptgrund dafür waren, warum die Serie vor allem bei Jungs im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren beliebt war.

Nostalgiefaktor: enorm

Für die etwas älteren Zuschauer ist die Serie heutzutage wohl vor allem wegen ihres Nostalgiefaktors interessant. Wenn man sich heute das kultige (!) Intro anschaut, weiß man: „Knight Rider“ ist ein typisches Relikt der 80er-Jahre, als TV-Serien noch unschuldig waren und nicht versuchten, ihr Publikum durch Sex und Gewalt vor die Fernsehschirme zu locken. Eltern konnten ihre Kinder getrost „Knight Rider“ schauen lassen, ohne sich sorgen zu müssen, dass die Serie könne irgendeinen negativen Einfluss auf deren Entwicklung haben – dafür waren die Abenteuer von Michael Knight und seinem Blechgefährten einfach zu harmlos.

Die gute alte Zeit

Genau darin liegt bis heute der eigentümliche Reiz der Serie: Die Mischung aus Naivität und Technikbegeisterung, gepaart mit einem familienfreundlichen Humor, lässt „Knight Rider“ ewig jung wirken und versetzt die Zuschauer zurück in die Zeit ihrer Entstehung. Damals waren im US-Fernsehen Actionserien in Mode, die in jeder Folge abgeschlossene Geschichten erzählten und in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse klar definiert waren. Es war die Zeit von Shows wie „Ein Colt für alle Fälle“, „Das A-Team“ und „Airwolf“, die damals große Erfolge feierten, heute jedoch sowohl inhaltlich als auch visuell reichlich antiquiert wirken. Und obwohl auch „Knight Rider“ aus dieser speziellen Periode der Fernsehgeschichte stammt und die Fähigkeiten von K.I.T.T. total übertrieben wirken, hat sich die Serie ihren enormen Unterhaltungswert bewahrt. Sie ist nach wie vor Teil der Popkultur, die allen ein Begriff ist, die in den 80er-Jahren aufgewachsen sind.

The Hoff – der Schauspielgott

Natürlich sind die schauspielerischen Fähigkeiten von David Hasselhoff begrenzt, die Actionszenen wurden oft mit höchst unecht aussehenden Modellen realisiert und die Episoden strotzen vor Logikfehlern. Für Freunde der anspruchsvollen Fernsehunterhaltung ist „Knight Rider“ eher uninteressant. Wer jedoch das Kind in sich bewahrt hat und wenigstens für 45 Minuten vergessen will, in was für einer kalten und zynischen (TV-)Welt wir heute leben, dem werden die Geschichten um „den Mann und sein Auto“ eine schöne Zeit vor dem Fernseher bescheren.

Lieferprobleme gibt es bei uns nicht. Die vier Staffeln mit insgesamt 90 Folgen sind einzeln auf DVD erhältlich, auch eine 26 DVDs enthaltene Gesamtbox ist erschienen.

Veröffentlichung: 16. Oktober 2014 als Box mit 26 DVDs

Länge: 4189 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Knight Rider
USa 1982–1986
Regie: diverse
Idee: Glen A. Larson
Besetzung: David Hasselhoff, Edward Mulhare, Patricia McPherson, Rebecca Holden, Peter Parros
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2015 by Sven Wedekin
Packshot: © 2014 Universal Pictures Germany GmbH

 

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