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Jiro und das beste Sushi der Welt – Ein Perfektionist

05 Nov

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Jiro Dreams of Sushi

Gastrezension von Matthias Holm

Gastro-Doku // Aufmerksame Leser des Blogs wissen es – ich mag Japan. Doch nicht nur das Kino der Japaner hat es mir angetan, auch ihr Essen ist für mich immer wieder ein besonderes Highlight. Und da darf das inzwischen überall erhältliche Sushi natürlich nicht fehlen.

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Jiro (3. v. l.) und seine Lehrlinge

Wer allerdings mal ein wenig unterwegs war und in unterschiedlichen Restaurants den rohen Fisch mit Reis gegessen hat, weiß, dass man bei der Zubereitung viel falsch machen kann. Das ist bei Jiro Ono nicht der Fall. Der 1925 geborene Koch hat das weltweit beste Sushi-Restaurant. Das bestätigen sogar Abe Shinzo und Barack Obama.

Drei Michelin-Sterne für ein winziges Restaurant

Doch eigentlich braucht der Mann diese Bestätigung gar nicht – immerhin hat sein Restaurant drei Michelin-Sterne bekommen. Und das, obwohl der winzige Raum nur zehn Plätze hat und die Toilette außerhalb gelegen ist. Dementsprechend besonders muss das Essen sein. Und mit genau diesem Umstand befasst sich die Dokumentation „Jiro und das beste Sushi der Welt“.

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Bei der Arbeit

Regisseur David Geld begleitet Jiro und seine Angestellten bei ihrer Arbeit. Dabei bekommt der Zuschauer sämtliche Themen erklärt, die es zu erklären gibt – Jiros Anfänge, seine Beziehung zu seinen Söhnen und wieso er glaubt, dass das klassische Sushi bald aussterben wird. Dabei gibt es keine kitschigen Off-Kommentare, es kommen nur die gefilmten Menschen zu Wort.

Jiro Ono – unterhalb von perfekt macht er es nicht

Dabei ergibt sich ein vielseitiges Bild des Meisters. Zum einen ist er ein unverbesserlicher Perfektionist. Nach wie vor setzt er alles daran, sein Essen noch besser zu gestalten. Diese Einstellung verlangt er aber auch von seinen Mitarbeitern. So musste ein Lehrling mehr als zwei Monate lang nur Eier-Sushi machen, da es dem Chef nicht gut genug war.

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Fast schon Kunst

Das alles wird in langsamen Bildern geschildert, die im Kontrast zu den hektischen Aufnahmen von Tokio stehen. Auch wird die Zubereitung des Essens immer wieder mit klassischer Musik unterlegt, was im späten Verlauf des Films auch erläutert wird. Schön dabei ist, dass die Darstellungsform nie reißerisch wird – man bekommt Hunger, ohne das der Zuschauer das Sushi unter die Nase gerieben bekommt.

Etwas Kleingeld für den Restaurantbesuch übrig?

Wer am Ende noch mehr wissen will, kann sich in den Extras herausgeschnittene Szenen oder auch Statements von Fischexperten ansehen. Damit bietet „Jiro und das beste Sushi der Welt“ ein wunderbares Rundum-Paket für Sushi-Liebhaber. Allerdings kann es schwer werden, bei Jiro einen Platz zu bekommen: Man muss den Tisch Monate im Voraus reservieren und das Essen kostet ab 30.000 Yen aufwärts – das sind nach aktuellem Kurs mehr als 220 Euro.

Veröffentlichung: 22. Oktober 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 81 Min. (Blu-ray), 78 Min. (DVD)
Altersfreigabe: keine, da INFO-Programm gemäß § 14 JuSchG
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Jiro Dreams of Sushi
USA/JAP 2010
Regie: David Gelb
Zusatzmaterial: Deleted Scenes, Interviews, Trailer, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2015 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2015 Koch Media

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2 Antworten zu “Jiro und das beste Sushi der Welt – Ein Perfektionist

  1. scathach25

    2015/11/05 at 05:50

    Mmmmhhhhh…ich liebe Sushi. Aber ich war noch nie in einem richtigen Restaurant. Ich habe schon oft versucht es selber zu machen, aber irgendwie klappt das geschmacklich mit dem Reis nicht so, wie ich das will^^

     
    • Matthias

      2015/11/05 at 19:35

      Das ist das schöne an Hamburg – es gibt verdammt viele, gute Sushi-Läden.
      Selbst machen ist schon eine Kunst, ich habe es erst einmal probiert und mir ist der Reis viel zu sauer geraten. Aber, wie Jiro in dem Film sagt – man muss versuchen, sich jeden Tag zu verbessern. Also werde ich mich wohl mal wieder ransetzen. 🙂

       

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