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Deadpool – Schlagfertiger Superheld im roten Dress

10 Feb

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Deadpool

Kinostart: 11. Februar 2016

Von Iris Janke

SF-Action // Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) flucht, ballert und prügelt den lieben langen Tag. Nach seinem Auftritt als DC-Superheld „Green Lantern“ (2011) hat Ryan Reynolds für seinen neuen Einsatz als Comicfigur die Anzugfarbe gewechselt – von grasgrün zu knallrot. Reynolds hatte die Marvel-Gestalt Wade Wilson bereits 2009 in „X-Men Origins – Wolverine“ gespielt.

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Die Ex-Prostituierte Vanessa liebt Wade Wilson

Zum coolen Superhelden wird der eigentlich ziemlich langweilige Schönling Wade Wilson ebenso zufällig wie unfreiwillig. Bis es so weit ist, betet er seine hübsche Freundin an, die Ex-Prostituierte Vanessa (Morena Baccarin, „Homeland“). Zudem zehrt er noch immer von seinem halbwegs „normalen“ Ex-Job als Mitglied einer Spezialeinheit und entspannt ab und zu in seiner Lieblingsbar.

Krebstherapie mit Folgen

Als bei ihm Krebs diagnostiziert wird, ist es vorbei mit dem Dasein als Normalo. Wade sieht panisch all seine Lebensgeister schwinden und sämtliche Zukunftspläne in Gefahr. Einzige Chance, die heimtückische, lebensbedrohliche Krankheit zu bekämpfen, scheint in der Teilnahme an einem geheimen Genexperiment des zwielichtigen Ajax (Ed Skrein) zu liegen.

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Deadpool räumt auf – ohne Rücksicht auf Verluste

Vorteil der Behandlung: Wades geschundener Körper bekommt die Möglichkeit zur kompletten und schnellen Regeneration und Gesundung. Einziges Manko: Wade ist entstellt. In einer Art Glassarg wurde er eingeschlossen, sein Körper darin verbrüht und verätzt. Ergebnis: Wade ist zwar gesund und enorm widerstandsfähig, allerdings von hässlichen Tumoren übersät. Er sieht keine andere Möglichkeit, als aus seinem alten Leben zu verschwinden und sich auch vor seiner Freundin zu verstecken – im roten Ganzkörperanzug mit Maske. Aus Wade Wilson wird Deadpool, der unzerstörbare Superheld.

Flammenwerferin greift ein

Mit seinem Äußeren ist Deadpool nun so unglücklich, dass er das Experiment rückgängig machen will. Außerdem will sich Wade am fiesen Ajax rächen. Dabei helfen ihm sein tiefschwarzer Humor und die beiden anderen Superhelden, der riesenhafte, gutmütige Colossus (Stefan Kapicic) und die blutjunge Flammenwerferin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand).

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Mutantin Teenage Warhead unterstützt Deadpool

Insgesamt überzeugt die Marvel-Adaption von Regisseur Tim Miller und den Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick (beide auch „Zombieland“) dank ihrer quietschbunten Comic-Optik, dem passend besetzten Hauptdarsteller Ryan Reynolds, den ebenfalls gut ausgesuchten Nebendarstellern und dem mit Bedacht eingesetzten Budget von 50 Millionen Dollar.

Blutig mit FSK-16-Freigabe

Vielleicht ist es der Not der geringen Finanzen geschuldet, dass die Inszenierung von Tim Miller eher dosiert und eben nicht superheldenmäßig überfrachtet wirkt, vielleicht ist die Reduktion des Mitteleinsatzes aber auch gewollt. Dass es über zehn Jahre gedauert hat, bis es der Comicheld als Hauptfigur im quietschroten hautengen Ganzkörperanzug auf die große Leinwand geschafft hat, lag vermutlich auch daran, dass man den Film möglichst authentisch drehen wollte – und damit eher nicht familientauglich, sondern eben laut, brutal und blutig. Beim Ü-16-Publikum dürfte das gut ankommen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Ryan Reynolds sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 108 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Deadpool
USA/KAN 2016
Regie: Tim Miller
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick
Besetzung: Ryan Reynolds, Karan Soni, Ed Skrein, Michael Benyaer, Stefan Kapicic, Brianna Hildebrand, Kyle Cassie, Taylor Hickson, Naika Toussaint, Randal Reeder
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2016 by Iris Janke
Filmplakat & Fotos: © 2016 Twentieth Century Fox

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2 Kommentare

Verfasst von - 2016/02/10 in Film, Kino, Rezensionen

 

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2 Antworten zu “Deadpool – Schlagfertiger Superheld im roten Dress

  1. Florian

    2016/02/11 at 13:38

    Also ich finde, der Film ist grad, weil nicht die große „Superhelden-Standard-Keule“ ausgepackt wurde, sondern einfach ein bisschen anders ist, so sehenswert. 🙂

     
  2. Mic

    2016/02/10 at 08:13

    Ein kleiner Hinweis zur ansonsten gelungenen Rezi: Green Lantern stammt von DC, nicht von Marvel.

     

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