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Seekers – Futter für Found-Footage-Verächter

07 Apr

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Seekers

Von Volker Schönenberger

Horror // Nach einem Trip zum Geocaching in den Wäldern Polens verschwinden vier Freunde nebst Kameramann spurlos. Die Polizei findet Filmaufnahmen.

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Der Trip nach Polen beginnt unbeschwert …

Dies erfahren wir zu Beginn von „Seekers“ mittels Texteinblendungen. So weit, so altbekannt. Ein weiterer Found-Footage-Horrorfilm also im breiten Fahrwasser, das das „Blair Witch Project“ von 1999 noch immer hinter sich her zieht. Die 3,8-Userwertung in der IMDb lässt nicht viel erwarten, ist aber bei 25 abgegebenen Stimmen (Stand April 2016) noch nicht allzu repräsentativ.

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… und ausgelassen

Da Found Footage von manchen Horrorfans von vornherein als billige Geldmacherei abgelehnt wird, muss man sich von widrigen Wertungen ohnehin nicht abschrecken lassen. Von ein paar Seiten habe ich Gutes gehört, geben wir dem deutschen (!) Genrebeitrag also eine Chance. Nennenswerte Schauspielerfahrung findet sich in den schmalen Filmografien der Darsteller nicht gerade, aber das lässt sich mit der Found-Footage-Technik ja gut kaschieren.

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Erfolg beim Geocaching

Zu Beginn lernen wir die fünfköpfige Gruppe etwas kennen, man ist ausgelassen, freut sich auf den Trip in den Wald. Die Geocaching-Fundstücke sind bald gefunden. Nach einiger Zeit stoßen die jungen Wanderer auf ein verlassenes Hotel, das dem Verfall anheim gegeben wurde. Die zwei Frauen und drei Männer quartieren sich für die Nacht dort ein. Bald sind beängstigende Vorzeichen zu bemerken: Auf einem Grabkreuz findet sich ein Anhänger, den die Gruppe kurz zuvor beim Geocaching als Gabe für die nächsten Suchenden zurückgelassen hatte. Ein Notizblock offenbart grausige Kinderzeichnungen. Dem Quintett steht eine Nacht des Grauens bevor, die – wie wir von vornherein wissen – niemand überstehen wird.

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Wo geht’s lang?

Nun ja – originell ist anders. Die bekannten Settings Wald und verfallendes Gebäude sind immerhin recht reizvoll inszeniert. Ein paar Einstellungen sind wirklich gruselig geraten. Leider hat man nahezu alles schon anderswo gesehen. Eine auf die Schlafenden gerichtete Kamera fängt ein, wie sich eine junge Frau erhebt und schlafwandlerisch den Raum verlässt, um eine Weile später zurückzukehren – kein neues Motiv, bekannt etwa aus „Paranormal Activity“ und wo sonst noch.

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Das Grauen …

„Seekers“ ist Wasser auf die Mühlen derjenigen Horrorfans, die Found Footage sowieso in Bausch und Bogen verdammen. Wer die Technik der gefundenen Aufnahmen und generell Low-Budget-Horror mag und auf eine allumfassende Auflösung verzichten kann, wird auch an diesem Film etwas finden, wenn auch nichts Neues oder gar Eigenständiges.

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… hat begonnen

Veröffentlichung: 18. März 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 90 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: keine
Originaltitel: Seekers
D 2016
Regie: Michael Effenberger
Drehbuch: Michael Effenberger
Besetzung: Robin Czerny, Melanie Fuerst, Verena Puhm, Joel Sansi, Oliver Peter Kaiser Troska, Christine Winter
Zusatzmaterial: Outtakes, Trailershow, Wende
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Lighthouse Home Entertainment / Matador Film / Kinokater

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