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The Boss – Dick im Geschäft: Man lacht trotzdem

20 Apr

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The Boss

Kinostart: 21. April 2016

Von Matthias Holm

Komödie // Michelle Darnell (Melissa McCarthy) ist am Ende. Durch den Verrat ihres ehemaligen Geliebten Renault (Peter Dinklage) wird die reiche Unternehmerin verhaftet. Bei ihrer Entlassung haben alle ehemaligen Geschäftspartner Michelle verlassen, nur ihre ehemalige Assistentin Claire (Kristen Bell) kümmert sich – mehr oder minder freiwillig – um sie. Um wieder an Geld zu kommen, heckt die skrupellose Geschäftsfrau einen Plan aus, der Claires Backkünste involviert.

Keine Innovation bei der Geschichte

Bereits mit dem Einstieg, in dem gezeigt wird, wie die elternlose Michelle von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht wird, ist dem Zuschauer klar, wohin die Reise geht. Natürlich lernt die Bindungen scheuende Karrierefrau während ihrer Zeit bei der alleinerziehenden Mutter Claire, wie wichtig eine Familie und Freunde doch sind. Auf der dramaturgischen Ebene darf man also keine großen Heldentaten erwarten.

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Claire (r.) bleicht ihrer Chefin sogar die Zähne

Dennoch kann man mit „The Boss“ durchaus Spaß haben. Das liegt zum größten Teil an Hauptdarstellerin Melissa McCarthy. Ihre Art des Humors muss man nicht mögen. Dennoch hat die Frau genügend Präsenz auf der Leinwand, um einen Film zu tragen. Ihre Michelle hat ein derart loses Mundwerk, dass man manchmal schon erstaunt im Kinosaal sitzt – bei so vielen Beleidigungen ist das R-Rating in den USA kein Wunder.

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Michelle freundet sich mit Claires Tochter Rachel an

Dennoch ist es schön zu sehen, dass bei einer, seien wir ehrlich, niveaulosen Komödie wie „The Boss“ man sich nicht der Fremdscham ergeben muss. Der Film geht unter die Gürtellinie, aber nie so tief, dass es für die Zuschauer unangenehm wird – vielleicht haben aber auch Filme wie „Dirty Grandpa“ die Latte entsprechend niedrig gelegt. Mit Ausnahme einiger Slapstick-Einlagen, die man aus 50 Metern Entfernung riechen kann, sitzt ein Großteil der Gags.

Gut besetzte Nebenrollen

McCarthy kann sich außerdem auf ihre Nebendarsteller verlassen, sodass der Film nie zu einer One-Woman-Show wird. Ob es die ewig süße Kristen Bell ist, die tolle Jungdarstellerin Ella Anderson oder „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage – sie alle hatten sichtlich Spaß dabei, den Film zu drehen.

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Zusammen gründen die Damen …

Das dramaturgische Korsett hemmt den Film enorm und viele der besten Gags kennt man, wie meist heutzutage, aus den Trailern. Aber dennoch ist „The Boss“ für die anderthalb Stunden, die er dauert, solide Unterhaltung mit einer guten Hauptdarstellerin. Vielleicht wird es ja doch etwas mit dem „Ghostbusters“-Reboot.

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… ein Brownie-Imperium

Länge: 99 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: The Boss
USA 2016
Regie: Ben Falcone
Drehbuch: Ben Falcone, Steve Mallory, Melissa McCarthy
Besetzung: Melissa McCarthy, Kristen Bell, Peter Dinklage, Ella Anderson, Tyler Labine
Verleih: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2016 by Matthias Holm

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2016 Universal Pictures Germany GmbH

 

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