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Zombie Shark – The Swimming Dead: Immerhin weiß man sofort, was man bekommt

26 Apr

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Zombie Shark

Von Volker Schönenberger

Horror // Hätte es ohne Steven Spielbergs meisterhaften „Der weiße Hai“ (1975) wohl je diese Riesenwelle an Haifisch-Horror-Trash gegeben, die seit Jahren über uns hinwegschwappt und zuverlässig immer neue Billigreißer produziert? Wir werden es nie wissen. Wie denkt wohl Spielberg darüber? Hat ihn mal jemand gefragt?

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Prolog mit Frau und Flosse

„Zombie Shark“ beginnt mit einer schönen Surferin, die in einem kurzen Prolog erstes Opfer einer noch unbekannten Kreatur wird. Es folgt in der nächsten Szene eine erwartungsgemäß dämlich inszenierte Wirtshaus-Rauferei inklusive Freidrinks zur Beruhigung der Gemüter. Drei der gutgebauten Kellnerinnen reisen kurz darauf in Begleitung des Freunds einer von ihnen auf eine sonnige Insel. Dort liegt alsbald ein toter Hai am Strand, der eine riesige Bisswunde aufweist – und plötzlich als Zombie-Hai erwacht und noch blutrünstiger wird, als es Haie nach Einschätzung vieler Horrorfilm-Regisseure ohnehin sind. Bald geht’s rund.

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Sind das die Verantwortlichen?

Der US-Fernsehsender Syfy hat „Zombie Shark“ im Juli 2015 im Rahmen der „Shark Week“ erstausgestrahlt. Produktionsfirma waren diesmal nicht die Spezis von „The Asylum“, sondern ein Unternehmen namens „Active Entertainment“, das in seiner Filmografie so vielsagende Titel wie „Mosquito Man“, „Snake Man“ „Sharkman“, „Alien Tornado“, „Arachnoquake“ und „Ghost Shark“ stehen hat. Genug Erfahrung im Trash-Sektor, keine Frage.

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Der tote Hai erwacht zum Dasein als Zombie

Der Zombie-Hai ist Ergebnis militärischer Forschung zur Schaffung einer ultimativen Killermaschine. Nichts Neues also. Schauspieler und Figuren sind gleichermaßen austauschbar. Ein immerhin minimal origineller Aspekt ist, dass die Zombifizierung auch vor der Artengrenze nicht Halt macht – das nur, um mal etwas Positives sagen zu können. Zombie-Puristen können sich aber darüber empören, dass der Zombie-Hai auch zombifizierte Menschen angreift. Wo bleibt da die Solidarität unter Untoten?

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Abschied

Dass „Zombie Shark“ schlecht ist, ist zu verkraften – diese Filme sind ja ausnahmslos mies. Über unterirdische Storys, Tricks und Schauspieler kann man im Trash-Bereich gnädig hinwegsehen, Leider verbreiten die untoten Haie über weite Strecken gepflegte Langeweile. Ein paar nette Kills und die obligatorische Großattacke reißen das auch nicht raus. Na ja – wer auf Haifisch-Trash steht, wird vielleicht auch das hinnehmen. Hauptsache, es gibt neuen Stoff. Wem das ausreicht, der möge sich „Zombie Shark“ zur Überbrückung bis zum nächsten Beitrag geben – dass der kommen wird, davon ist auszugehen.

Veröffentlichung: 29. April 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Originaltitel: Zombie Shark
USA 2015
Regie: Misty Talley
Drehbuch: Greg Mitchell
Besetzung: Cassie Steele, Jason London, Roger J. Timber, Ross Britz, Laura Cayouette, Leslie Castay, Carter Burch
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Splendid Film / WVG Medien GmbH

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2016 Splendid Film / WVG Medien GmbH

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