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Sharkansas Women’s Prison Massacre – Trotz sensationellen Titels etwas zu züchtig

06 Jun

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Sharkansas Women’s Prison Massacre

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Horror-Trash mit aktueller Umweltbotschaft – Respekt! „Arkansas Fracking Industries“ lesen wir gleich zu Anfang auf dem Auto zweier Geologen, die in Arkansas für ihr Unternehmen einige Sprengungen auslösen. Dieses umweltschädliche Tun holt aus irgendwelchen unterirdischen Gewässern urzeitliche Haie an die Oberfläche.

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Knastbrigade – an die Arbeit!

Gleichzeitig machen sich die fünf Strafgefangenen Sarah (Skye McDonald), Michelle (Christine Nguyen), Shannon (Amy Holt), Samantha (Tabitha Marie) und Anita (Cindy Lucas) überwacht von Carl (John Callahan) und einem weiteren Aufseher aus dem nahe gelegenen Frauenknast in das sumpfige Waldgebiet auf, um ein paar Baumstümpfe zu entfernen. Schnell endet eine von ihnen als Haifischfutter. Als ihr Verschwinden bemerkt wird, macht sich die kleine Gruppe flugs von dannen. Der Gefängniswagen wird aber von Honey (Dominique Swain) gestoppt, die die Damen befreit und die Aufseher als Geiseln nimmt. Die Frage, wer die Waffengewalt und damit die Oberhand hat, gerät jedoch bald in den Hintergrund – die prähistorischen Haie sind sehr hungrig.

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Honey holt die Damen raus

Haifische, von denen nur die Rückenflosse zu sehen ist, obwohl sie durch seichtestes Wasser schwimmen – damit kann man leben. Später pflügen sich die gefräßigen Urzeitfische sogar durch den Boden. Der ungezügelte Appetit macht’s möglich. Immerhin ist appetitliches Promi-Fischfutter am Start: Dominique Swain machte 1997 in der Titelrolle von Adrian Lynes „Lolita“ mit Jeremy Irons auf sich aufmerksam, ist aber mittlerweile doch eher im Billigsegment zu Hause. Als Detective Kendra Patterson darf auch Traci Lords ab und zu durchs Bild spazieren, die aufgrund ihrer Mitwirkung in Pornofilmen als Minderjährige in den 80er-Jahren in den USA einen Skandal auslöste und später in John Waters‘ „Cry-Baby“ (1990) an der Seite von Johnny Depp und im Vampirfilm „Blade“ (1998) neben Wesley Snipes zu sehen war.

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Zwischendurch mal in den Whirlpool

Weiße Leibchen und Jeans-Shorts als Knast-Bekleidung – da lacht das Herz der Frauenknast-Aufseher, das Herz der Feminismus-Beauftragten vermutlich weniger. Wer angesichts von Inhalt und Besetzung jedoch einen offenherzigen, alles zeigenden Horror-Actioner mit vielen Nackedeis erwartet hat, wird enttäuscht werden, das belegt schon die FSK-Altersfreigabe ab zwölf Jahren – Blu-ray und DVD haben nur aufgrund einiger Trailer im Zusatzmaterial das blaue FSK-16-Logo verpasst bekommen. Es geht doch recht züchtig zu, von ein paar heißen Küssen unter Frauen mal abgesehen – beim Thema Frauengefängnis kommen Filmemacher darum wohl nicht herum. Sollen sie. Und so knapp die Knastklamotten der straffälligen Damen auch geraten sind, die letzte Hülle fällt nicht. Menno.

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Offenherziger wird’s leider nicht mehr

Auch mit blutigen Details spart das „Sharkansas Women’s Prison Massacre“. Die Haifische attackieren mit kernigem Sprung, aber Aufprall auf und Biss in die menschlichen Körper bleiben der Einbildungskraft der Zuschauer überlassen – schade drum, wegen dieser Details sehen wir doch all den Haifisch-Trash. Lieber miese Tricks als keine Tricks beim Splatter! Klar, der Film ist fürs Fernsehen – einmal mehr für Syfy – produziert worden, aber da hat der Sender doch schon deutlich Härteres über den Bildschirm flimmern lassen.

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In der Höhle lauert das Unheil

Diese visuelle Zurückhaltung macht das „Sharkansas Women’s Prison Massacre“ zu einem recht schmalbrüstigen und zahnlosen Vergnügen. Der Wahnsinnstitel und das liebevoll gestaltete Cover versprechen viel mehr als der Film dann zeigt. Für einen kurzweiligen Trash-Abend reicht’s so gerade. Den kann man aber deutlich aufwerten, indem man im Anschluss „Killer Beach“ schaut, der kurz zuvor ebenfalls bei Tiberius Film erschienen ist. Oder habt Ihr andere Tipps dies- und jenseits von „Sharknado“?

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Wo sind die Haie?

Veröffentlichung: 9. Juni 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 84 Min. (Blu-ray), 81 Min. (DVD)
Altersfreigabe Veröffentlichung: FSK 16 (Film: FSK 12)
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sharkansas Women’s Prison Massacre
USA 2015
Regie: Jim Wynorski
Drehbuch: William Dever, Jim Wynorski
Besetzung: Dominique Swain, Traci Lords, Cindy Lucas, Christine Nguyen, John Archer Lundgren, Corey Landis, Amy Holt, Skye McDonald, Tabitha Marie
Zusatzmaterial: Deutscher Trailer, englischer Trailer, Trailershow
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Tiberius Film

 
 

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15 Antworten zu “Sharkansas Women’s Prison Massacre – Trotz sensationellen Titels etwas zu züchtig

  1. Melanie

    2016/06/19 at 18:34

    Ich glaube, wie kennen nur die absolut gängigen Filme a la Sharknado, wir sind echte Newbies auf dem Trashsektor

     
  2. diaet

    2016/06/19 at 10:33

    Mehr Haitrash, bitte.

     
  3. Jan Jörg Gardetzki

    2016/06/15 at 19:40

    Ich möchte den unbedingt sehen bitte

     
  4. Michael

    2016/06/13 at 18:47

    Das traurige ist in diesem Zusammenhang ja, dass der Urvater aller Hai-Streifen mit seinem dritten und vierten Teil eigentlich schon alles vorweg genommen hat, was es an Trash so gibt. Ich nominiere also „Der weiße Hai“ Teil 3 und 4.

    Und dass mir keiner was negatives über den Megashark schreibt! 😉

     
  5. Staffmann

    2016/06/10 at 21:42

    Meine absolute Empfehlung ist „Megapiranha“. Das ist nochmal ein anderes Level als Sharknado etc.. Dafür ist der Film aber auch zehnmal witziger und vor allem trashiger!

     
    • V. Beautifulmountain

      2016/06/11 at 05:57

      Sehr schön. Den hatte ich gerade mal wieder gesehen. Sogar eine Rezension geschrieben.

       
      • Staffmann

        2016/06/11 at 11:19

        Echt? Die muss ich dann mal nachholen!

         
      • V. Beautifulmountain

        2016/06/12 at 09:12

        Ist noch nicht online. Aber gleich!

         
  6. Alexa Nitsch

    2016/06/10 at 13:01

    Hi ich kenne mich mit den Filmen nicht so aus, daher kann ich leider keinen Tipp geben. Aber die Blu-Ray wäre für einen wirklich supertollen Freund, der totaler Trashfan ist und vor allem die Scharknado Reihe total liebt. Würde mich freuen wenn es mal klappt 🙂

     
  7. Filmschrott

    2016/06/10 at 08:34

    Diese ganzen Haifilme sind ja eigentlich eh alle gleich, aber „Deep Blue Sea“ ist da immer noch mein Favorit an trashigem Haiquatsch. IMmerhin mit Samuel L. Jackson und LL Cool J mit einem Papagei. Was will man mehr?

     
  8. H. Schramm

    2016/06/10 at 08:26

    Mein Tipp: Sky Sharks! Nazi Zombies die auf riesigen Haien reiten. Mal im Ernst, was will man mehr? 😉

     
  9. iansaiker

    2016/06/10 at 07:23

    da gibt es ja mittlerweile soviele verschiedene rictig traschige Filme. Wie wäre es mit „Sand – The Beach is the Killer“

     
  10. Adrian Lübke

    2016/06/10 at 06:37

    Zombiber und Sand Sharks

     
  11. Frederic

    2016/06/10 at 05:28

    Ja, wenn der Film das ist, was ich erwarte, dann reichen auch 90er Softpornos.

     

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