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Ghostbusters – Mit viel Teamgeist gegen den bösen Spuk

03 Aug

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Ghostbusters

Kinostart: 4. August 2016

Von Andreas Eckenfels

Fantasy-Komödie // Selten gab es im Vorfeld eines Films dermaßen viele Hasskommentare im Internet zu lesen, wie bei „Ghostbusters“. Ein Reboot des Klassikers von 1984 zu inszenieren – eine Unverschämtheit? Und dann auch noch mit einer rein weiblichen Besetzung? Das ging für viele gar nicht. Die unsäglichen rassistischen Tiraden gegen Leslie Jones setzten dem Shitstorm dann die erbärmliche Krone auf.

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Der Spuk beginnt mit einem Geist in einem alten Herrenhaus

Als der erste Trailer veröffentlichte wurde, ging der Spuk erst richtig los: Es schien, als stehe der Weltuntergang bevor, würde sich jemand den Film antun. Inzwischen gibt es mehr als 280.000 Kommentare zum Trailer und mehr als 980.000 Nutzer haben den Dislike-Button unter dem Clip geklickt. Ja, das Internet und die sozialen Netzwerke sind nicht nur ein Segen für die Menschheit …

Remakes gehören zum Geschäft

Es ist traurig genug, dass Hollywood bis auf Remakes, Reboots und die nächste Comic-Verfilmung kaum mehr Neues einfällt beziehungsweise kaum ein Stoff produziert wird, welcher nicht für die Studios zum kalkulierten Hit wird. Auch ein Grund, warum die interessanteren Geschichten derzeit in TV-Serien erzählt werden. Die Wiederaufnahme von bekannten Titeln und Erfolgsformeln gehört nun mal zum Geschäft der Unterhaltungsindustrie dazu. Wie schon bei „Creed – Rocky’s Legacy“, „Jurassic World“ oder „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ wird auch im „Ghostbusters“-Reboot keine originelle Geschichte erzählt und die Klasse des großen Vorbilds nicht erreicht. Dennoch ist der Film ein kurzweiliger Sommerspaß geworden – gerade dank des gut aufgelegten Frauen-Quartetts.

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Die Geisterjägerinnen sind bereit

Geister gibt es wirklich! Davon waren Erin Gilbert (Kristen Wiig) und Abby Yates (Melissa McCarthy) schon immer überzeugt. Doch mit den Jahren ohne nachweisliche Erfolge auf dem paranormalen Forschungsgebiet haben sich die einst besten Freundinnen im Streit getrennt. Erin will als seriöse Physikerin anerkannt werden und hofft auf eine Festanstellung an der Columbia-Universität. Abby spürt gemeinsam mit ihrer etwas verrückten, aber genialen Kollegin Jillian Holtzmann (Kate McKinnon) weiter unglaublichen Phänomenen hinterher.

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Kevin ist nicht gerade die hellste Leuchte im Universum – dafür hat er andere Vorzüge

Als Erin widerwillig ihre Ex-Parterin darum bittet, ein gemeinsam veröffentliches Buch aus dem Verkauf zu ziehen, weil dies ihre Chancen an der Universität verringern würde, willigt Abby unter einer Bedingung ein: Erin soll sie und Jillian zu einem angeblichen Spukhaus begleiten. Als sich dort tatsächlich ein Gespenst manifestiert und bald mehrere Erscheinungen in ganz New York gemeldet werden, ist für Erin und Abby klar: Sie müssen eine Geisterspezialeinheit gründen! Zu ihrem Team stoßen die robuste U-Bahn-Angestellte Patty Tolan (Leslie Jones) und der etwas zurückgebliebene Sekretär Kevin (Chris Hemsworth). Dann kann die Geisterjagd beginnen.

Geballte Comedy-Kompetenz – vor und hinter den Kulissen

Mit „Brautalarm“, „Taffe Mädels“ und „Spy – Susan Cooper Undercover“ schuf Regisseur Peter Feig drei der Hitkomödien der vergangenen Jahre. Wer den Humor darin mochte, macht mit „Ghostbusters“ nichts falsch – auch wenn deren Gagdichte nicht erreicht wird. Feig arbeitete dabei bereits mit zwei der Hauptdarstellerinnen bestens zusammen: Kristen Wiig („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“) und Melissa McCarthy sind ein eingefleischtes und erfahrenes Comedy-Duo.

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Auf dem Times Square ist die Hölle los

Wer Bedenken hat, dass McCarthy wie etwa in „Tammy“, „Voll abgezockt“ oder zuletzt in „The Boss – Dick im Geschäft“ wieder mal nur die nervende Dampfwalze gibt, darf beruhigt sein: Diese Aufgabe kommt diesmal eher der bei uns relativ unbekannten Kate McKinnon zu – allerdings im positiven Sinne. Das feste Ensemble-Mitglied von „Saturday Night Live“ mit der blonden Dr.-Egon-Spengler-Gedächtnisfrisur sorgt für die meisten witzigen Momente. Dazu bastelt sie als Technik-Nerd einige der coolen Geisterfang-Gadgets, was bei der konfusen Tüftlerin ab und an natürlich zum Scheitern verurteilt ist.

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Bloß nicht die Strahlen überkreuzen!

Leslie Jones, ebenfalls aus „Saturday Night Live“, darf hauptsächlich mal mehr und mal weniger gelungene Sprüche raushauen. Chris „Thor“ Hemsworth als tumber Kevin zeigt nach „Vacation – Wir sind die Griswolds“ erneut sein Comedy-Talent. Zwischen den Darstellern und ihren Figuren ist also ein echter Teamgeist zu spüren, der ansteckend wirkt.

Gruseliger Titelsong

Die Geister sehen toll aus, in der 3D-Version gibt es sogar ein paar Pop-out-Effekte. Leider fehlt es den Gespenstern an Persönlichkeit. Auch wirklicher Grusel will nicht aufkommen, sodass das große Finale am Times Square zwar visuell überzeugt, aber dennoch nicht über ein reines Spezialeffekte-Gewitter hinausgeht. Dazu bleibt der Bösewicht der Geschichte erschreckend blass.

Die einzig wahre Katastrophe, über die sich meiner Meinung nach die Hater zu Recht aufregen, ist der von Fall Out Boy und Missy Elliott neu aufgenommene Titelsong „Ghostbusters (I’m Not Afraid)“. Die Version ist wirklich kaum erträglich, das Original von Ray Parker Jr. bleibt unerreicht.

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Slimer darf natürlich nicht fehlen

„Ghostbusters“-Fans, die sich vor der Neuausrichtung nicht schrecken lassen, dürfen sich auf zahlreiche Anspielungen auf die beiden Kinofilme freuen. Der grüne Schleim, von dem besonders Kristen Wiig häufig einen riesigen Schwall abbekommt, darf natürlich nicht fehlen und sorgt sicher besonders bei jüngeren Zuschauern für Lachanfälle. Highlights sind zudem die Gastauftritte der Originalbesetzung – wer keinen verpassen will, sollte unbedingt bis nach dem Abspann sitzen bleiben!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Kristen Wiig sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Chris Hemsworth und/oder Bill Murray unter Schauspieler.

Länge: 116 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Ghostbusters
USA 2016
Regie: Paul Feig
Drehbuch: Paul Feig, Katie Dippold
Besetzung: Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon, Leslie Jones, Chris Hemsworth, Charles Dance, Karan Soni, Neil Casey, Andy Garcia, Ozzy Osbourne, Bill Murray, Dan Aykroyd, Sigourney Weaver, Ernie Hudson, Elizabeth Perkins
Verleih: Sony Pictures Germany

Copyright 2016 by Andreas Eckenfels

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2016 Sony Pictures Germany

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2 Kommentare

Verfasst von - 2016/08/03 in Film, Kino, Rezensionen

 

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2 Antworten zu “Ghostbusters – Mit viel Teamgeist gegen den bösen Spuk

  1. Andreas

    2016/08/05 at 07:50

    „Taffe Mädels“ hat mir auch nicht besonders gefallen – „Brautalarm“ und „Spy“ dagegen schon. Wenn Du generell mit Komödien von Paul Feig nichts anfangen kannst, dann wirst Du wohl auch mit „Ghostbusters“ keinen großen Spaß haben. Seine Handschrift ist schon sehr deutlich zu erkennen, aber wenigstens spielt McCarthy nicht so übertrieben prollig wie in „Taffe Mädels“ oder „Tammy“ und Co.

     
  2. christianneffe

    2016/08/05 at 07:08

    Ich fand „Taffe Mädels“ unglaublich schlecht, der Film konnte mich nur ein einziges Mal zum Lachen bringen. Also ist „Ghostbusters“ vermutlich auch nichts für mich?

     

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