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Landmine Goes Click – Der falsche Schritt

29 Sep

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Landmine Goes Click

Von Volker Schönenberger

Horrorthriller // Drei amerikanische Backpacker in der Wildnis des Südkaukasus: Das Pärchen Daniel (Dean Geyer) und Alicia (Spencer Locke) ist mit Daniels bestem Kumpel Chris (Sterling Knight) in Georgien unterwegs. Alica und Chris plagen Gewissensbisse, weil sie vor einiger Zeit in einem unbedachten Moment miteinander ins Bett gegangen sind. Dennoch verbringen sie eine schöne Zeit, so scheint’s. Morgens stößt der undurchsichtige Devi (Giorgi Tsaava) zu ihnen, den Daniel und Alicia immerhin kennen. Er will ein Foto des Trios schießen und stellt die drei zurecht. Ein Klick – und ehe er es sich versieht, ist Chris auf eine Landmine getreten. Für den jungen Mann lautet nun die Devise: „Nicht bewegen“. Devi bietet an, Hilfe zu holen. Doch er harrt in sicherer Entfernung aus und beobachtet das weitere Geschehen.

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Trio auf Tour: Chris (l.), Alicia und Daniel

Früh kommt es zu einer ersten Wendung, weshalb die Handlung an dieser Stelle nicht weiter erzählt werden soll. In der Folge stößt der Wanderer Ilya (Kote Tolordava) mit Hund dazu, der Unruhe bringt, aber Hilfe anbietet.

Der Mann auf der Mine

Die Prämisse verspricht Hochspannung: Ein Mann steht hilflos auf einer Mine, und als sei das nicht beängstigend genug, muss er mit ansehen, wie um ihn herum sonderbare Dinge geschehen. Spannung ist auch durchaus vorhanden. Leider trüben nicht nachvollziehbare Verhaltensweisen das Vergnügen – die zwecks Spoiler-Vermeidung nicht detailliert ausgeführt werden können. Dass Chris wiederholt jemanden wüst beschimpft, der ihm helfen kann – und obendrein bewaffnet ist –, ist noch das kleine Übel und in seiner Ausnahmesituation vielleicht sogar nicht ganz auszuschließen. Schwerer wiegt Daniels Gebaren, das letztlich Auslöser für vieles ist. Ilya schließlich ist ein hibbeliger Geselle, der für seine Unterstützung beunruhigende Forderungen stellt. Das treibt das Geschehen zwar voran, als Zuschauer will man wissen, wie es weitergeht; glaubwürdig ist das aber mitnichten. Zu allem Überfluss verschwinden zwei vermeintlich wichtige Figuren früh von der Bildfläche, um nie wieder thematisiert zu werden – ärgerlich.

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Landmine Goes Click?

Da die Handlung anscheinend keinen Anderthalbstünder hergab, gibt es nach einer guten Stunde mit einem abrupten Szeneriewechsel eine weitere Überraschung, die mit der Landmine überhaupt nichts mehr zu tun hat. Auch die neue Sequenz ist sehr spannend, und sie leidet ebenfalls daran, dass das Benehmen mindestens einer der handelnden Figuren wenig glaubhaft wirkt. Es ist zwar aufgrund der vorangegangenen Ereignisse nachvollziehbar, aber die dort zur Schau gestellte Abgebrühtheit der Person ist nicht gut gespielt und arg konstruiert. Das Ende soll dann aufwühlen, das misslingt aber aufgrund des überzogenen Schauspiels und der Dialoge. Speziell die deutsche Synchronisation ist sehr missraten.

Hochspannung trotz übler Dialoge

Tja, das lässt vermutlich manchen Leser ratlos zurück. Aber will man sich die Spannung erhalten, ist es besser, nicht mehr zu wissen, als ich verraten habe. Schauspielerisch gerät das leider unterdurchschnittlich, ob es an den Schauspielern liegt oder an ihrer Führung durch den Regisseur. Wer das und ein paar mies zusammengeschriebene Dialoge ertragen kann, bekommt immerhin einen fesselnden georgischen Horrorthriller mit einigen Überraschungen geboten, dessen FSK-18-Wertung aufgrund der gezeigten psychischen und zum Teil physischen Gewalt gerechtfertigt ist.

Veröffentlichung: 30. September 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 99 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Landmine Goes Click
GEO 2015
Regie: Levan Bakhia
Drehbuch: Adrian Colussi
Besetzung: Sterling Knight, Spencer Locke, Dean Geyer, Kote Tolordava, Giorgi Tsaava, Helen Nelson, Nana Kiknadze
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Studio Hamburg Enterprises

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