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Nirgendwo – Should I Stay or Should I Go?

23 Okt

Nirgendwo-Plakat

Nirgendwo

Kinostart: 27. Oktober 2016

Von Matthias Holm

Drama // Für viele junge Menschen ist es ein großer Schritt, aus der heimischen Provinz wegzuziehen – oftmals in Großstädte, um zu studieren. Da passiert es nicht selten, dass zu Hause einige Probleme liegen bleiben oder sogar neue entstehen. Dieses Themas nimmt sich Regisseur und Drehbuchautor Matthias Starte in seinem ersten Kinofilm an.

Nirgendwo-10_LudwigTrepte(Danny)

Danny hatte ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater

Danny (Ludwig Trepte) studiert BWL. So wollte es sein Vater. So richtig zufrieden ist Danny damit aber nicht, das Verhältnis zu seinem Erzeuger ist ohnehin mehr als schwierig. Als sein Vater aus heiterem Himmel stirbt, kehrt Danny für die Beerdigung in seine Heimat aufs Land zurück. Dort findet er nicht nur seine alte Clique wieder, er muss sich obendrein damit auseinandersetzen, wie sein Leben weitergehen soll. Denn eigentlich gefällt es ihm ganz gut in der ruhigen Idylle. Auch die Nähe zu seiner Jugendliebe Susu (Saskia Rosendahl) trägt dazu bei.

Ein Hoch aufs Landleben

Am Anfang läuft „Nirgendwo“ Gefahr, zu eindeutig Stellung zu beziehen – dort die große, graue, anonyme Stadt, hier das malerische Idyll der Provinz. Zum Glück erzählt Matthias Starte nicht wie im thematisch ähnlich gelagerten „Tränen der Erinnerung“ vom tollen Landleben. Bei ihm stehen die Figuren im Mittelpunkt der Erzählung: Dannys Freunde haben alle ihr Päckchen zu tragen. Seine Adoptivschwester Kirsten (Amelie Kiefer) ist schwanger, das ewige Pärchen Mischa (Jella Haase) und Tom (Ben Münchow) steckt in einer Krise, Rob (Dennis Mojen) fühlt sich von seinen Eltern unter Druck gesetzt und Fresi (Frederick Götz) träumt vom Leben als Aussteiger in Indien.

Nirgendwo-09_FrederikGoetz(Fresi)+DennisMojen(Rob)+LudwigTrepte(Danny)+BenMuenchow(Tom)

Die Jungs sind wieder zusammen

Das ist für die Laufzeit von 105 Minuten manchmal etwas viel, das eine oder andere Problem hätte man gern etwas tiefer behandeln können. Gerade der Generationskonflikt mit den Eltern kommt ein wenig zu kurz. Wie Starte aber seine Figuren führt, macht das Ganze wieder wett: Die Dynamik der Clique ist einfach wunderbar geworden. Man merkt ihnen das gemeinsame Aufwachsen an – das ist als Kompliment an die Schauspieler gedacht. Auch der Wechsel zwischen flapsigen und ernsten Gesprächen funktioniert einwandfrei. So trumpft der Film immer dann besonders auf, wenn alle Figuren versammelt sind und sich einfach nur unterhalten – auch wenn dabei Unmengen an Gras geraucht werden.

Mehr davon!

Gelegentlich driften die Dialoge etwas zu sehr in Lebensweisheiten ab, auch die Inszenierung mancher Szenen mit extremen Zeitlupen wirkt etwas zu pathetisch. Unterm Strich ist „Nirgendwo“ aber ein interessantes Langfilmdebüt geworden. Gern mehr davon – auch und besonders von Hauptdarsteller Ludwig Trepte („Ihr könnt euch niemals sicher sein“, „Kombat Sechzehn“).

Nirgendwo-01_AmelieKiefer(Kirsten)+SaskiaRosendahl(Susu)+JellaHaase(Mischa)

Auch die Mädels haben Spaß

Länge: 105 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Nirgendwo
D 2016
Regie: Matthias Starte
Drehbuch: Matthias Starte
Besetzung: Ludwig Trepte, Saskia Rosendahl, Jella Haase, Ben Münchow, Dennis Mojen, Amelie Kiefer, Frederik Götz
Verleih: polyband Medien GmbH

Copyright 2016 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2016 polyband Medien GmbH

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