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Archiv für den Monat November 2016

Sharknado 4 – The 4th Awakens: Haben sich die Haifische totgestürmt?

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Sharknado 4 – The 4th Awakens

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Unerhört! Jetzt verballhornen The Asylum und Syfy mit den Sharknados auch noch den Krieg der Sterne. Zu schmissigen Fanfarenklängen schiebt sich zu Beginn von unten eine schräge Texttafel vor Weltraum-Hintergrund ins Bild. Wir erfahren, dass seit dem letzten Sharknado fünf Jahre vergangen sind. Dem Technologie-Unternehmen Astro-X ist es gelungen, die Atmosphäre zu stabilisieren und die Entstehung von Tornados zu unterdrücken. Dank Firmenchef Aston Reynolds (Tommy Davidson) herrschen Friede und Wohlstand auf der Erde. Aber die nächste Bedrohung naht …

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Sharknado über Las Vegas

Um seinen Sohn Matt (Cody Linley) zu treffen, reist Haifisch-Bezwinger Fin Shepard (Ian Ziering) mit seiner Cousine Gemini (Masiela Lusha) nach Las Vegas. Dort hat Aston Reynolds gerade sein Event-Hotel „Shark World“ eröffnet, in dem sich in riesigen Bassins etliche Haie tummeln. Es kommt, wie es kommen muss: Ein Sandsturm-Tornado nähert sich, der aus vorerst unbekannten Gründen nicht von den Astro-X-Systemen eliminiert wurde. Er nimmt die Haifische des Hotels auf – schon ist die nächste Katastrophe ausgelöst. Mittendrin wie immer Fin Shepard, der die Sharknados magisch anzuziehen scheint. Fin ahnt nicht, dass seine Frau April (Tara Reid) den Sharknado vor fünf Jahren überlebt hat. Ihr Vater Wilford Wexler (Gary Busey) hat sie gesund gepflegt. Aber als der Mad Scientist, der er ist, hat er sie auch mit ein paar technischen Hilfsmitteln gepimpt. Obendrein hat er April im Glauben gelassen, ihre Familie sei tot.

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Sogar die Chippendales …

Klar, dass auch „The Hoff“ wieder mit von der Partie ist: David Hasselhoff tritt erneut als Fins Vater Colonel Gilbert Grayson Shepard in Erscheinung. Es sind geradezu Weltstars, die einander im vierten Aufguss der „Sharknado“-Saga für Gastauftritte die Klinke in die Hand geben – angeführt von Sarah Knappik, die bei „Germany’s Next Topmodel“ und im Dschungelcamp zu Weltruhm kam. Nach den Cameos der SchleFaZ-Granden Oliver Kalkofe und Peter Rütten in Teil drei ist Deutschland diesmal also noch prominenter vertreten. Respekt! Dem Vernehmen nach sind weitere It-Girls aus anderen Ländern zu sehen, offenbar ein Marketing-Instrument zum Heranlocken weiterer Zielgruppen. Sollen sie doch. Wrestling-Star Seth Rollins ist ebenso dabei wie Mixed-Martial-Arts-Athlet Randy Couture. Cody Linley aus „Hannah Montana“ und David Faustino aus „Eine schrecklich nette Familie“ geben sich ebenfalls die Ehre, begleitet vermutlich von diversen US-Fernsehgrößen, die ich weder kenne noch erkennen würde. In Las Vegas stellen sich auch die Stripper The Chippendales dem Kampf gegen die Haifisch-Invasion. Jedenfalls einige Prominenz, die da gegen die Haifische antritt. Wer entdeckt sie alle?

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… treten gegen die Biester an

Einer verdient besondere Erwähnung: Steve Guttenberg, bekannt aus den „Police Academy“-Filmen der 80er-Jahre. Er tritt in „Sharknado 4 – The 4th Awakens“ als Colton aus „Lavalantula – Angriff der Feuerspinnen“ in Erscheinung. Das zwar nur kurz, aber er erwähnt das Spinnenproblem jenes Films, in dem ja auch Ian Zierings Fin Shepard zu sehen war. Deutet sich da etwa ein „The Asylum Expanded Universe“ an? Nicht auszudenken!

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Immer müssen die Haie auf der Treppe drängeln

Überraschend charmant geraden ein paar Verweise auf „Der Zauberer von OZ“. Kenner des Musicals von 1939 werden sie mit Leichtigkeit entdecken. Diesmal kommt es nicht nur zu Sharknados, wir erleben unter anderen einen Oilnado, einen Firenado, einen Lightningnado und einen Lavanado, sogar einen – Trommelwirbel – Cownado. Zu nicht enden wollendem dramatischem Score geht es von Anfang an rund, die Action ufert aus. Teil 4 hält das Niveau der Reihe, wo immer man es auch ansiedeln mag – die Filme entziehen sich jeder objektiven Bewertung. Manche verabscheuen sie, andere lieben sie. Beides hat seine Berechtigung, auch wenn kritisch anzumerken ist, dass es sich bei vielen Trashfilmen mittlerweile um knallhart kalkulierte Produktionen handelt. Was ist verwerflicher? Schlechte Filme zu drehen, weil man es nicht besser kann? Oder miese Machwerke zu inszenieren, weil es den Markt dafür gibt? Nicht jeder miese Einfall gibt eine gute Trash-Idee ab. Den Vorwurf muss sich mittlerweile auch die „Sharknado“-Reihe gefallen lassen.

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Sturmwarnung: Ein Cownado zieht auf

Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL hatten Oliver Kalkofe und Peter Rütten noch gesagt, würden sie im Rahmen der SchleFaZ-Reihe bei Tele 5 nicht mehr kommentieren. Das hat sich geändert: Am 2. Dezember ab 22 Uhr bildet „Sharknado 4 – The 4th Awakens“ der Adventsstaffel von SchleFaZ mit vier „schlechtesten Filmen aller Zeiten“. Es ist eben ein einziger Trashnado.

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Der Colonel, Fin und April (v. l.) staunen: Was kommt …

Die „Sharknado“-Reihe bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Sharknado (2013)
Sharknado 2 – The Second One (2014)
Sharknado 3 – Oh Hell No! (2015)
Sharknado 4 – The 4th Awakens (2016, geplant)

Sharknado 17 (2029)

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… denn da vom Himmel?

Veröffentlichung: 31. August 2016 als Blu-ray 3D (ink. 2D-Version), Blu-ray und DVD

Länge: 90 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Sharknado 4 – The 4th Awakens
USA 2016
Regie: Anthony C. Ferrante
Drehbuch: Thunder Levin
Besetzung: Ian Ziering, Tara Reid, David Hasselhoff, Gary Busey, Masiela Lusha, Cody Linley, Ryan Newman, Imani Hakim, Tommy Davidson, Cheryl Tiegs, Sarah Knappik, David Faustino, Cody Linley, Colby Lopez (als Seth Rollins), Steve Guttenberg, Hayley Hasselhoff, Taylor-Ann Hasselhoff, Ryan Couture
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

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Der blaue Mustang – Joel McCrea als Pferdeflüsterer

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Black Horse Canyon

Von Volker Schönenberger

Western-Melodram // Ein schwarzer Hengst durchstreift die Wildnis des Westens, dem Dasein als Zuchtpferd ist er entkommen, befreit gar Artgenossen aus menschlicher Gefangenschaft. So putzig beginnt der Technicolor-Western „Black Horse Canyon“ aus dem Jahr 1954 – ja, trotz der Schwarz-Weiß-Fotos handelt es sich um einen Farbfilm. Del Rockwell (Joel McCrae) und sein Adoptivsohn Ti (Race Gentry) haben den Hengst entdeckt und beschließen, ihn einzufangen. Doch eine frühere Besitzerin will das Tier mit dem Namen „Outlaw“ zurückhaben: die junge Aldis Spain (Mari Blanchard), die dem Pferd sogar beibrachte, Gatter zu öffnen – weshalb auch immer sie das getan haben mag.

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Ti (M.) und Rockwell (r.) werden des Pferdediebstahls bezichtigt

Weil Rockwell und Ti Pferde gefangen haben, die Outlaw befreit hatte, hält der Rancher Jennings (Murvyn Vye) die beiden für Pferdediebe und will sie aufhängen lassen. Dazu kommt es nicht, weil Aldis bestätigt, dass Outlaw die Pferde aus den Koppeln geholt hat. Auch Jennings ist scharf auf den Hengst, es gelingt ihm sogar, ihn zu fangen. Doch Outlaw trampelt einen Cowboy des Ranchers tot und entkommt erneut.

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Ti verknallt sich in Aldis …

Eine sonderbare Pferdeoper hat Jesse Hibbs da gedreht. Der Regisseur hat in den 50er-Jahren einige Filme für die zweite Reihe inszeniert, oft mit Audie Murphy, und ist am Ende jenes Jahrzehnts zum Fernsehen gewechselt, wo er noch etwa zehn Jahre lang Serienfolgen verantwortete. Ein Western wie „Black Horse Canyon“ mit seinem Verzicht auf große Schurken und tödliche Schießereien ist mir selten untergekommen. Rancher Jennings ist zwar ein klar definierter Antagonist, letztlich aber auch nur auf den Hengst aus und kein echter Schurke.

Liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde?

Mehr als um Gut und Böse geht es um die Liebe. Die junge Aldis, in der deutschen Synchronisation in Helen umgetauft, verliebt sich zügig in den knorrigen Rockwell. Dessen junger Partner Ti verknallt sich parallel leider über beide Ohren in Aldis und lässt keine Gelegenheit aus, sich zum Narren zu machen. Was tut man nicht alles, um der Dame seines Herzens zu imponieren? Dabei hat sich doch längst die holde Juanita (Pilar Del Rey) in Ti verguckt, die auf der Ranch von Aldis arbeitet. Reichen derlei naive romantische Verwirrungen, „Der blaue Mustang“ in den Legendenstatus zu erhaben? Weshalb überhaupt hat dem Pferd der deutsche Titel blaue Farbe verpasst? Fragen über Fragen … Jedenfalls müssen menschliche wie tierische Hengste gebändigt werden. Wer Pferde und die Liebe mag, kommt auf seine Kosten. Ein Kuriosum des Westerngenres ist „Black Horse Canyon“ allemal, gönnen wir ihm die Einreihung in die „Edition Western Legenden“ von Koch Films – in etwas uneinheitlicher Bildqualität und nur auf DVD.

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… und übersieht ganz, dass ihm Juanita schöne Augen macht

Die „Edition Western Legenden“ von Koch Films:

01. Die weiße Feder (White Feather, 1955)
02. Rache für Jesse James (The Return of Frank James, 1940)
03. Der letzte Wagen (The Last Wagon, 1956)
04. Union Pacific (Union Pacific, 1939)
05. Rio Conchos (Rio Conchos, 1964)
06. Schiess zurück Cowboy (From Hell to Texas, 1958)
07. Herrin der toten Stadt (Yellow Sky, 1948)
08. Die schwarze Maske (Black Bart, 1948)
09. Ritt zum Ox-bow (The Ox-Bow Incident, 1943)
10. 100 Gewehre (100 Rifles, 1969)
11. Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill (Shoot Out, 1971)
12. Der große Aufstand (The Great Sioux Uprising, 1953)
13. Der Tag der Vergeltung (Untamed Frontier, 1952)
14. Duell mit dem Teufel (The Man from Bitter Ridge, 1955)
15. Grenzpolizei Texas (The Texas Rangers, 1936)
16. El Perdido (The Last Sunset, 1961)
17. Trommeln des Todes (Apache Drums, 1951)
18. Drei Rivalen (The Tall Men, 1955)
19. Quantez, die tote Stadt (Quantez, 1957)
20. Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders, 1950)
21. Die Höhle der Gesetzlosen (Cave of Outlaws, 1951)
22. Western Union (Western Union, 1941)
23. Ritt in den Tod (Walk the Proud Land, 1956)
24. Vorposten in Wildwest (Two Flags West, 1950)
25. Santiago der Verdammte (The Naked Dawn, 1955)
26. Verschwörung auf Fort Clark (War Arrow, 1953)
27. Vom Teufel verführt (The Rawhide Years, 1955)
28. Der große Bluff (Destry Rides Again, 1939)
29. Gold aus Nevada (The Yellow Mountain, 1954)
30. Rivalen im Sattel (Bronco Buster, 1952)
31. Feuer am Horizont (Canyon Passage, 1946)
32. Noch heute sollst du hängen (Star in the Dust, 1956)
33. Frisco Express (Wells Fargo, 1937)
34. Schieß oder stirb (Gun for a Coward, 1957)
35. Der große Minnesota Überfall (The Great Northfield, Minnesota Raid, 1972)
36. Mit roher Gewalt (The Spoilers, USA 1955)
37. Die Welt gehört ihm (The Mississippi Gambler, USA 1953)
38. Rebellen der Steppe (Calamity Jane and Sam Bass, USA 1949)
39. Der Vagabund von Texas (Along Came Jones, USA 1945)
40. Auf verlorenem Posten (The Lone Hand, USA 1953)
41. California (California, USA 1947)
42. Der blaue Mustang (Black Horse Canyon, USA 1954)
43. Die Meute lauert überall (Raw Edge, USA 1956)
44. Rächer der Enterbten (The True Story of Jesse James, USA 1957)
45. Schüsse peitschen durch die Nacht (Showdown at Abilene, USA 1956)
46. Flucht vor dem Tode (The Cimarron Kid, USA 1952)
47. Stunden des Terrors (A Day of Fury, USA 1956)
48. Der große Zug nach Santa Fé (Cattle Drive, USA 1951)
49. Der eiserne Kragen (Showdown, USA 1963)

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Ein ganzer Kerl: Del Rockwell

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Joel McCrea sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 1. Dezember 2016 als DVD

Länge: 78 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Black Horse Canyon
USA 1954
Regie: Jesse Hibbs
Drehbuch: Daniel Mainwaring (als Geoffrey Homes), David Lang, nach einem Roman von Les Savage Jr.
Besetzung: Joel McCrea, Mari Blanchard, Race Gentry, Murvyn Vye, Irving Bacon, John Pickard, Ewing Mitchell, Pilar Del Rey
Zusatzmaterial: Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Booklet
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Koch Films

 

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Caged to Kill – Wenn im Knast nach Herzenslust geprügelt wird

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Riot

Von Volker Schönenberger

Knast-Action // Ein Hochsicherheitsgefängnis irgendwo in den USA – von dort betreibt der russische Drogenbaron Balam (Chuck Liddell) seine kriminellen Geschäfte, gedeckt und abgeschirmt von korrupten Wärtern, bewacht von seiner muskelbepackten Leibgarde, ein komfortables Leben führend. Ein neuer Insasse bringt das Gefüge etwas in Bewegung: Jack Stone (Matthew Reese), vom Cop zum Cop-Killer und Bankräuber mutiert. Doch Jack verfolgt einen Plan: Er hat sich bewusst schnappen lassen, um an Balam heranzukommen. Der hat Jacks Frau auf dem Gewissen.

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Der Neuankömmling wird von den Wärtern freundlich in Empfang genommen …

Eine hanebüchene Story ist als Vorwand für kernige Knast-Action so gut wie die andere. Das gilt auch für „Caged to Kill“, an dem Hauptdarsteller Matthew Reese („Osombie“) so sehr lag, dass er ihn mit seiner jungen Firma Matthew Reese Films kurzerhand selbst produzierte. Als Oberschurken verpflichtete er den Mixed-Martial-Arts-Athleten Chuck Liddell, der immerhin ein wenig Actionfilm-Erfahrung hat, darunter in „War Pigs“ und „Kick-Ass 2“. In „Caged to Kill“ hält sich Liddell als Kämpfer lange Zeit zurück – bis zum obligatorischen Aufeinandertreffen mit Reese, versteht sich. Dessen Jack Stone hat bis dahin einiges einstecken müssen und austeilen dürfen.

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… und darf sogleich duschen, um ausgiebig seinen Waschbrettbauch zu zeigen

Während Jack drinnen seine Pläne verfolgt, recherchiert draußen die Reporterin Trisha Sinclair (Renny Grames) die Hintergründe des Geschehens – ein leidlich unterhaltsamer Nebenstrang. Dann gibt es da auch noch den Nebentrakt Frauenknast, wo sich die sexy Alena (Danielle Chuchran) gegen andere sexy Insassinnen behaupten muss. Das wirkt anfangs sehr selbstzweckhaft – man sieht es als Actionfan ja immer gern, wenn Frauen aufeinander losgehen; immerhin bekommt Alena später doch noch die Kurve zur Haupthandlung.

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Ahnt Jack Stone, worauf er sich eingelassen hat?

Noch jemanden vergessen? Ach ja – Dolph Lundgren, alter Schwede! Der Hüne ist als Knacki William anfangs Beiwerk, ein unauffälliger Häftling, der fleißig den Boden wischt und den Kopf unten hält, um nichts abzukriegen. Ein prominenter Name, verpflichtet, um das Cover aufzuwerten und Käufer anzulocken, so könnte man denken. Glücklicherweise ändert sich das bald – einen Film mit Dolph Lundgren schauen wir ja auch seinetwegen. Seine Rolle macht Spaß, der Gute weiß schon lange, was sich Actionfans von ihm erhoffen, und liefert das zuverlässig. Der 1957 Geborene merkt sicher auch, dass er sich langsam aus der ersten Actionreihe zurückziehen und die Hauptrollen anderen Recken überlassen darf. Wenn er das so löst wie in „Caged to Kill“, sehen wir ihn auch künftig gern als graue Eminenz. Da verzeihen wir dem Publisher auch den leichten Etikettenschwindel, Dolph Lundgren auf dem Cover am prominentesten abzubilden und Hauptdarsteller Matthew Reese überhaupt nicht.

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In Wärter-Uniform kämpft es sich gleich viel besser

Auch die FSK hat nicht gezickt, sondern die ungeschnittene Fassung mit einer FSK-18-Freigabe durchgewinkt. Die Kämpfe sind ausufernd und schmerzhaft – gut so. Die Fighter auf beiden Seiten machen durch die Bank eine gute Figur, sodass gar nicht groß mit vielen Schnitten der Schein über das Sein hinwegtäuschen muss. Actionfans mit einer Neigung zu Martial Arts kommen voll auf ihre Kosten. Über die albernen Masken der Wärter kann man hinwegsehen. Bei allen Gefängnis-Klischees, die „Caged to Kill“ zelebriert – so darf Knast-Action aussehen. Welche Knastfilme könnt Ihr empfehlen?

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William hält sich lange zurück

Dolph Lundgren bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts (1985)
Red Scorpion (1988)
The Punisher (1989)
Universal Soldier (1992)
Men of War (USA/SP 1994)
Icarus / KGB – Killer, Gejagter, Beschützer (2010)
Battle of the Damned (2013)
Electric Boogaloo – Die unglaublich wilde Geschichte der verrücktesten Filmfirma der Welt! (2014)
The Expendables 3 (2014, Gastrezension Matthias Holm)
The Expendables 3 (2014, Gastrezension Florian Schneider)
Skin Trade (2014)
Caged to Kill (2015)
The Good, the Bad and the Dead (2015)
War Pigs (2015)

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Dann greift er ein

Veröffentlichung: 1. Dezember 2016 als Blu-ray 3D, Blu-ray und DVD

Länge: 87 Min. (Blu-ray), 83 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Riot
USA 2015
Regie: John Lyde
Drehbuch: Spanky Dustin Ward
Besetzung: Dolph Lundgren, Matthew Reese, Danielle Chuchran, Chuck Liddell, Michael Flynn, Renny Grames, Eve Mauro, Melanie Stone, Andrew Troy
Zusatzmaterial: deutscher und englischer Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

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Auch Alena hat etwas vor

Fotos & Packshot: © 2016 Tiberius Film

 
 

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