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Jurassic Monster – Erst Spring Break, dann Reptilienfutter

29 Nov

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Monster – The Prehistoric Project

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Ein verängstigter Typ im bunten Hemd stammelt in irgendeinem Wald einen letzten Gruß in die Kamera, während er sich selbst filmt. Dann schreckt er hoch, läuft davon. Die Kamera fällt zu Boden, wir sehen ihn ebenfalls am Boden liegen. Die Beine eines mannsgroßen Reptils stapfen auf ihn zu … Es folgt der Vorspann von „Jurassic Monster“.

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„Her mit den Handys!“

Im Anschluss finden sich zwei Navy Seals auf der Insel wieder, auf der sich besagter Wald befindet. Sie haben den Auftrag, dort ein „Paket“ sicherzustellen, finden aber auch einen Chip, dessen Inhalt sie sogleich auf dem Laptop checken. Er enthält Amateur-Filmaufnahmen, die ein gewisser Garrett (Robin Daniel Egan) angefertigt hat. Er und etliche andere junge Leute nehmen an einer Spring-Break-Party teil (was dazu führt, dass wir minutenlang tanzende Bikinischönheiten zu sehen bekommen).

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Sally und Fred hören Gebrüll

Mit Fred (Tim Younger), Dawn (Charlotte Lilt), Sally (Regisseurin Lisa Palenica), Misty (Tarah McDaniel) und Alec (Mark Justice) macht Garrett einen Flugzeugtrip auf eine abgelegene Insel vor Florida. Ein Sturm führt zur Bruchlandung. Weil der Pilot (Joe Ricci) vor dem Start die Smartphones der Passagiere einkassiert hat, ist der Kontakt zur Außenwelt abgeschnitten. Er selbst ist verschwunden, womöglich beim Absturz ums Leben gekommen. Bei der Erkundung der Insel wird die Gruppe von lautem Gebrüll aufgeschreckt, dass von einem großen Tier zu kommen scheint.

Immer mit der Kamera drauf!

Bitte sehr. Alles gut hier draußen. Berühmte letzte Worte, denen in Billigst-Horrorstreifen wie diesem gern mal das sofortige Ableben der Person folgt, die sie geäußert hat. Aber Hauptsache, Garrett filmt fleißig alles mit. Da die Gruppe mehr oder weniger aus Unsympathen besteht, weint man keinem der Opfer eine Träne hinterher.

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Wasndas?

Zwei Soldaten schauen sich Found Footage an – vermutlich hält Regisseurin Lisa Palenica die unfassbar lahme Rahmenhandlung für einen originellen Kniff. Noch ein Zitat gefällig? Gern: Ich verstehe. Jetzt ist also jeder mit ’ner Kamera ’n scheiß Filmemacher, oder was? So spricht’s der Pilot zu Garrett, als die Clique das Flugzeug besteigt. Ob Lisa Palenica ahnte, dass sie damit das perfekte Statement zu ihrem Machwerk in „Jurassic Monster“ einbaut? Damit ist nämlich alles gesagt. Wer kann Saurier-Horror jenseits der Familien-Abenteuer aus dem „Jurassic Park“ empfehlen?

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Tricktechnik in Perfektion

Veröffentlichung: 1. Dezember 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 83 Min. (Blu-ray), 80 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Monster – The Prehistoric Project
USA 2015
Regie: Lisa Palenica
Drehbuch: Carlos Perez
Besetzung: Robin Daniel Egan, Mark Justice, Charlotte Lilt, J. Lyle, Tarah McDaniel, Joe Ricci, Tim Younger, Lisa Palenica
Zusatzmaterial: Outtakes, deutscher und englischer Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Tiberius Film

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11 Antworten zu “Jurassic Monster – Erst Spring Break, dann Reptilienfutter

  1. Tanja Hammerschmidt

    2016/12/13 at 22:28

    Age of Dinosaurs – Terror in L.A. gefiel mir recht gut. Aber so kenne ich nicht wirklich welche 😀
    lg junibrummer@gmx.de

     
  2. Darth Oedel

    2016/12/11 at 18:35

    Dann werfe ich mal „The Dinosaur Project“ in die Runde.

     
  3. Andreas Wesp

    2016/12/11 at 17:36

    Außer Jurassic Park natürlich, hat mir, auch wenn es Low Budget Filmr sind:
    Pterodactyl
    Dinocroc
    Carnosaurus
    Sabertooth – Angriff des Säbelzahntigers
    Megalodob
    empfehlen.

     
  4. Marcel thomsen

    2016/12/11 at 16:54

    Land of the lost natürlich 😉
    (In Land der saurier )

     
  5. celluloidbuff

    2016/12/11 at 16:35

    Ich glaube Dinocroc vs. Supergator ist (bisher!) mein Favorit. Der hat echt ziemlich viel Spaß gemacht.

     
  6. Gleske Daniel

    2016/12/11 at 10:54

    Da hab ich leider nix zu bieten.

     
  7. Patrick

    2016/12/10 at 22:26

    Nunja, es ist zwar kein wirklicher Horrorfilm, weil mir tatsächlich keiner Einfällt, aber „Raptop Island“ ist ein mindestens genauso guter Film wie Jurassic Monster 😀
    Da ich aber auf Trashfilme stehe, würd ich mich auch wirklich freuen, wenn ich eine der Blu Rays gewinne würde 🙂

    Mit freundlichen Grüßen
    Patrick

     
  8. Aileen

    2016/12/10 at 15:00

    Da fällt mir als erstes Dinocroc ein.
    In einem Naherholungsgebiet verschwinden seit neuestem immer wieder Angler und Wassersportler im See, spurlos. Die Ermittlungen weißen schließlich auf ein Versuchsinstitut hin…..

     
  9. Ingo Maaßen

    2016/12/10 at 13:22

    Dinosaurier in New York (1953) – ein typischer Monsterfilm aus der Zeit!

     
  10. Michael Behr

    2016/12/10 at 13:00

    „Sherlock Holmes“ von The Asylum 😉

     
  11. Filmschrott

    2016/12/10 at 09:44

    Da fällt mir natürlich direkt „Tyrannosaurus Azteca“ ein. Ein ähnlich großartiges Machwerk. https://filmschrott.wordpress.com/2015/12/03/geografisch-undurchsichtige-echsenjagd/

     

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