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The Monster – Ein Filmtitel, der hält, was er verspricht

20 Mrz

The Monster

Von Volker Schönenberger

They are hiding and watching
Just wait and see
Oh, there are monsters
For you and for me
(Children’s nursery rhyme, 1903, Texttafel zu Beginn des Films)

Horror // Das gute alte Creature Feature ist nicht totzukriegen. Trotz einer Vielzahl unterdurchschnittlicher bis -irdischer Beiträge bringt das Genre des Monster-Horrors immer wieder effektive und spannendes Werke hervor, die auch mit schmalem Budget hervorragend funktionieren. „Dark Was the Night“ von 2014 ist nur ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit, nun folgt „The Monster“, dessen schlichter Titel Programm ist.

Unfall in der Nacht – Lizzy und ihre Mutter sitzen auf einer Landstraße im Wald fest

Zu Beginn lernen wir die junge Lizzy (Ella Ballentine) und ihre ebenfalls auffällig junge Mutter Kathy (Zoe Kazan) kennen. Kathy hat ganz offensichtlich ein Problem mit Männern und Alkohol, die kleine Lizzy muss viel mehr Verantwortung übernehmen, als es ein Mädchen ihres Alters tun sollte. Eine nächtliche Autofahrt der beiden findet nach einem Unfall auf regennasser Straße im Wald ein jähes Ende. Kathys Handgelenk wird in Mitleidenschaft gezogen, auf der Fahrbahn liegt nun ein toter Wolf. Während Mutter und Tochter im Auto auf Ambulanz und Abschleppwagen warten, wird langsam klar: Im Dunkel des Waldes lauert etwas …

Erst Home Invasion, dann Found Footage, nun Creature Feature

Regisseur Bryan Bertino bewies 2008 mit dem Home-Invasion-Schocker „The Strangers“ Talent fürs Horrorgenre. Sein zweiter Film „Play – Tödliches Spiel“ allerdings war 2014 ein tiefer Griff ins Found-Footage-Klo. Mit „The Monster“ findet er zu alter Stärke zurück. Allein die Spannungskurve vom Zeitpunkt des Unfalls bis zum Auftauchen der titelgebenden Kreatur ist schon so steil, dass andere Genrevertreter daran abrutschen. Schockmomente sind gut dosiert, die Attacken des Monsters derbe, ohne ausufernd zu geraten. Da nur wenige Personen den Angriffen zum Opfer fallen, sollte niemand einen Splatter-Exzess erwarten. Erklärungen über die Kreatur werden keine geliefert. Besser so als eine hanebüchene Hintergrundgeschichte. Das Creature-Design ist anständig, aufgrund des nächtlichen Settings bleibt das Wesen ohnehin meist im Düsteren. Erfahrungsgemäß werden manche Horrorfans die Kreatur mies gestaltet finden, andere werden sie mögen. Ein typischer Fall von Geschmackssache, also macht euch am besten selbst ein Bild – es lohnt sich!

Was lauert da im Dunkeln?

Die Haupthandlung wird ab und zu von Rückblenden unterbrochen, in denen wir mehr über die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung erfahren – inklusive Scott Speedman („Underworld“) in einer kleinen Nebenrolle als Lizzys Vater. Die kurzen, gut getimten Unterbrechungen lockern den Horror auf und bringen uns die beiden Protagonistinnen näher. „The Monster“ sei Horrorfreunden als simpler, aber packender Genrebeitrag trotz eines etwas vorhersehbaren Finales rückhaltlos ans Herz gelegt. Welche Creature Features könnt Ihr empfehlen?

Jedenfalls nichts Gutes

Veröffentlichung: 23. März 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Monster
USA 2016
Regie: Bryan Bertino
Drehbuch: Bryan Bertino
Besetzung: Zoe Kazan, Scott Speedman, Ella Ballentine, Aaron Douglas, Christine Ebadi, Chris Webb, Marc Hickox
Zusatzmaterial: Behind the Scenes, Impressionen vom Set, Über den Film (Statements der Produzenten William Green und Aaron Ginsburg sowie von Darstellerin Zoe Kazan und Darsteller Aaron Douglas), deutscher und englischer Trailer, Trailershow
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

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22 Antworten zu “The Monster – Ein Filmtitel, der hält, was er verspricht

  1. Dominik Starck

    2017/05/28 at 12:31

    Mein Favorit ist TREMORS, da sowohl eine Hommage auf das Genre bis dahin als auch selbst ein mustergültiger Vertreter des Creature-Feature-Films. Moderne Erben wie der selbstironische LAKE PLACID oder der schräge ARAC ATTACK oder auch der etwas düsterere MIMIC sollten ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

     
  2. Tomasz Kordula

    2017/05/27 at 07:48

    Tarantula ist definitiv ein Klassiker in dem Genre und beherbergte sogar einen frühen Auftritt der damals noch unbekannten Filmlegende Clint Eastwood!

     
  3. Frank

    2017/05/24 at 08:18

    Es sind hier schon einige richtige Granaten genannten worden.
    Spontan fallen mir da noch weiter ein: The Descent , Der Nebel , Predator , Das Ding aus einer anderen Welt , Gate – Die Unterirdischen , Species , Tremors , Die Fliege , Gremlins , Jeepers Creepers , Splice , Mimic , Der Schrecken vom Amazonas….mit der Gewissheit, dass ich den Rest des Tages wieder nur am überlegen bin. 😉
    Danke mal wieder fürs Gewinnspiel Volker…und wie immer allen viel Glück…

     
  4. martinb62

    2017/05/22 at 16:54

    C2 – Killerinsect

     
  5. Ingo Maaßen

    2017/05/21 at 13:18

    Selbstverständlich gibt es da eine Vielzahl an Filmen, die ich kenne und auch empfehlen könnte. Am liebsten mag ich allerdings die Klassiker aus diesem Genre, also solche Filme wie TARANTULA oder FORMICULA!

    Danke an alle anderen, die kommentiert haben. Da waren einige Filme dabei, die noch auf meiner Wunschliste fehlen! 🙂

     
  6. Mike Hennig

    2017/05/19 at 20:48

    Ich stehe immer noch voll auf den guten alten Pumpkinhead.

     
  7. Tina Willkomm

    2017/05/19 at 20:26

    xtro

     
  8. Dirk

    2017/05/19 at 19:14

    Monsters von 2010 fand ich noch recht gut, wenn man diesen eigentlich ruhigen und fast harmonischen Film dazu zählen kann. Die Fortsetzung Dark Continent hab ich leider noch nicht gesehen, liegt hier noch im Stapel. Ansonsten definitiv auch Alien, Feast (nur der 1.) und The Hallow.

     
  9. Darth Oedel

    2017/05/19 at 17:48

    „Outlander“ mit Jim Caviezel fand ich noch ganz gut.

     
  10. lacyleech

    2017/05/19 at 17:44

    Das Relikt

     
  11. Michael Behr

    2017/05/19 at 16:25

    Oh Gott, wo anfangen, wo aufhören …

    Ich schmeiße einfach mal „Lavalantua“ rein, den ich spaßig fand. Ansonsten natürlich alle (klassischen) japanischen Monsterfilme. Was man gesehen haben sollte, ist „Robot Monster“, danach wisst ihr, was ein WIRKLICH schlechter Film ist.

     
  12. Sven Plog

    2017/05/19 at 16:01

    The Hallow aus jüngster Zeit. Allgemein ist es wegen der sehr starken Vorlage “ Das Relikt “

    The Monster würde ich so gern gewinnen

     
  13. Mohrli

    2017/05/19 at 15:59

    Dog Soldiers

     
  14. Robin M

    2017/05/19 at 14:22

    Empfehlen kann ich viele, aber ich nenne jetzt mal nen etwas neueren Beitrag.
    Nämlich der deutsche „Stung“

    Gönnt euch 😉

     
  15. Thomas

    2017/05/19 at 12:53

    Ich fand den „C2 – Killerinsect“ gut.

     
  16. Claudia benz

    2017/05/19 at 12:14

    Feast ist Mega geil ich steh voll drauf und The Monster würde ich gerne gewinnen 🙂

     
  17. Wulf Brandt

    2017/05/19 at 12:00

    Gilt ‚Life‘ (war gerade im Kino) als Creature Film? War jedenfalls super spannend (obwohl ich kein ausgewiesener Science-Fiction / Outer Space Fan bin!)

     
  18. Double D

    2017/05/19 at 10:27

    The Hallow

     
  19. Filmschrott

    2017/05/19 at 10:08

    Ich liebe ja die Monster-Trash-Granaten aus den 60ern. Mein absoluter Favorit ist da „Sting Of Death“ mit dem Jellyfishman. Muss man gesehen haben, schon alleine für das geniale Tauchanzug/Müllbeutel-Kostüm des Jellyfishman.

     
  20. Erwin

    2017/05/19 at 10:06

    Ich möchte euch FEAST (2005) empfehlen – was hatte ich für einen Spass! Und solch Belagerungszustände, hier eine Bar mit teils skurrilen Figuren, punkten bei mir sowieso oftmals.

     
  21. Dirk Busch

    2017/05/19 at 10:02

    Meine Empfehlung in Sachen Creature Horror ist u. a. Feast & natürlich Alien 1. 🙂

     

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