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Shark Lake – Lundgren im Infight mit dem Haifisch

08 Apr

Shark Lake

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Zwei Polizeibeamte dringen des Nachts in ein Haus ein. Ihnen stockt der Atem: exotische Schlangen, Mini-Krokodile in der Badewanne. Endlich ist die Obrigkeit dem Schwarzhändler und Schmuggler exotischer Tiere Clint Gray (Dolph Lundgren) auf die Spur gekommen.

Attacke aus dem See

Fünf Jahre später wird Clint Gray aus dem Knast entlassen. Er kehrt in sein Haus am Lake Tahoe in Nevada zurück, wo ihn jedoch schon zwei Handlanger seines damaligen Auftraggebers Don Barnes (James Chalke) erwarten. Der will nicht hinnehmen, dass Clint aus dem Geschäft raus ist. Parallel häufen sich am See tödliche Zwischenfälle. Anfangs glaubt die Polizei, es mit einem Bär zu tun zu haben.

Die Polizistin Meredith tritt den Haifischen entgegen …

Da es schon der Titel verrät, ist es wohl kein Spoiler: In „Shark Lake“ machen Haifische den Lake Tahoe unsicher. Die mit Billiganimation am Computer entstandenen Kreaturen machen die Produktion zum Trashfilm, auch wenn das Regiedebüt des Werbefilmers Jerry Dugan an sich womöglich kein Trash sein sollte. Dugan und Dolph Lundgren gehörten zu den Produzenten, das macht der schwedische Hüne mittlerweile gern.

… sorgt sich aber auch um Carly

Wie Haifische in einen Süßwassersee gelangen, offenbart sich nach einiger Zeit. Ob das logisch erscheint, kann bei einem Trashfilm dahingestellt bleiben. Der Thriller-Aspekt rund um den Gangsterboss bringt etwas Abwechslung, hinzu kommt, dass Clint Gray nach seiner Zeit im Gefängnis endlich seine kleine Tochter Carly (Lily Brooks O’Briant) wiedersehen will. Die übereifrige Polizistin Meredith Hernandez (Sara Malakul Lane) hatte das Mädchen seinerzeit adoptiert und setzt alles daran, die Begegnung zu verhindern. Sie stellt sich aber gleichzeitig mithilfe des Wissenschaftlers Peter Mayes (Michael Aaron Milligan) der Bedrohung durch die Haifische entgegen.

Clint Gray will seine Tochter wiedersehen

Das liest sich vielleicht ein wenig so, als hätten die Drehbuchautoren die Story etwas zu sehr vollgestopft. Trotzdem gibt es im Mittelteil ein wenig Leerlauf. Es ist kein Trash-Inferno, dafür nimmt sich die Handlung zu ernst. Die Rührseligkeit der Familiengeschichte lockt ebenfalls keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Als Dolph-Lundgren-Vehikel mag „Shark Lake“ mangels ausreichender Screentime für den Kerl auch nicht herhalten. Lundgren- und Hai-Trash-Komplettisten können sich das Machwerk ins Regal stellen, wo es nach einmaliger Sichtung sicher Staub ansetzen wird. Alle anderen dürfen „Shark Lake“ ignorieren.

Die Biester sind hungrig

Ob Trashfilme wie „Sharknado“ und „Sharktopus“, ein Meisterwerk wie „Der weiße Hai“ oder ein gelungener Actioner wie „Deep Blue Sea“ – das Filmgeschäft hat den Haifischen leider einen denkbar schlechten Ruf verpasst. Welche Filme könnt Ihr darüber hinaus empfehlen?

Der Ex-Knacki begibt sich in Gefahr

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Dolph Lundgren sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 6. April 2017 als Blu-ray 3D (inkl. 2D-Version), Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Shark Lake
USA 2015
Regie: Jerry Dugan
Drehbuch: Gabe Burnstein, David Anderson
Besetzung: Dolph Lundgren, Sara Malakul Lane, Lily Brooks O’Briant, James Chalke, Michael Aaron Milligan, Ibrahim Renno
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Tiberius Film

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11 Antworten zu “Shark Lake – Lundgren im Infight mit dem Haifisch

  1. martinb62

    2017/04/23 at 17:21

    Deep Blue Sea

     
  2. Falko

    2017/04/21 at 19:37

    Da ich keinen weiteren Haifilmen gefrönt habe, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider keine Empfehlungen aussprechen.

     
  3. Darth Oedel

    2017/04/21 at 17:33

    Ich kann mich einigen Vorrednern hier nur anschließen: „The Shallows“ und „Open Water“ sind zwei empfehlenswerte Vertreter des Genres.

     
  4. Ingo Maaßen

    2017/04/21 at 16:16

    „The Shallows“ ist sehr gelungen und bietet einen sehr authentischen Hai. Lediglich das Finale ist ein wenig überzogen und unrealistisch!
    Ansonsten schaue ich mir auch gerne diverse Hai-Adaptionen von The Asylum an. Ich mag Trash, daher ist bei mir jeder weitere Tierhorror-Streifen herzlich willkommen!

     
  5. Filmschrott

    2017/04/21 at 15:56

    Wenn schon scheiße, dann wenigstens richtig. Deshalb empfehle ich natürlich „Hai Alarm auf Mallorca“.

     
    • V. Beautifulmountain

      2017/04/21 at 16:02

      Boah ey. Den hab ich sogar irgendwann mal gesehen.

       
      • Filmschrott

        2017/04/22 at 13:00

        Damit bist du einer der wenigen „Glücklichen“, die in den Genuss dieses Mülls kamen. Schade, dass man da nicht so leicht ran kommt, sonst würde ich den nochmal für den Schrottplatz gucken.

         
  6. Thomas

    2017/04/21 at 14:52

    Mir hat auch der 2. Teil vom Weißen Hai recht gut gefallen.

     
  7. teamo

    2017/04/21 at 14:09

    Sharkboy – auch so ein grandioser No-Budget Film vom SciFi Chanel 🙂

     
  8. Wulf Brandt

    2017/04/21 at 13:22

    Open Water – wenn die Haie hier auch nicht als blutrünstige Monster dargestelllt werden (die sie auch nicht sind!), so finde ich das Szenario als Taucher ziemlich beklemmend – zumal es auf Tatsachen basiert!

     
  9. Michael Behr

    2017/04/21 at 13:09

    Wie inzwischen wahrscheinlich auf dieser Seite bekannt ist, habe ich ein Herz für Trashfilme allgemein und die von The Asylum im Besonderen. Gerade diese Woche habe ich 3-Headed-Shark Attack gesehen. Ein herrlicher Spaß!

     

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