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Archiv für den Monat Mai 2017

Gewinnspiel: 3 x The Void auf Blu-ray

Verlosung

Okkulter und blutiger Horror im Krankenhaus mit ein paar Lovecraft-Einflüssen – das ist „The Void“. Von Ascot Elite Home Entertainment haben wir drei Blu-rays zum Verlosen erhalten. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Für das Monster in den Lostopf

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort bis Dienstag, 6. Juni 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Könnt Ihr sie mangels ausreichender Sichtung solcher Filme nicht beantworten, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Aufgrund von Erfahrungen mit vorherigen Gewinnspielen gilt: Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Dirk,
– Gabor,
– Xelif Ferox.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Meine Rezension von „The Void“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

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Albion – Der verzauberte Hengst: Mit dem magischen Pferd in die Fantasy-Welt

Albion – The Enchanted Stallion

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Abenteuer // Mit ihren zwölf Jahren muss Evie (Avery Arendes) bereits Erwachsenen-Verantwortung übernehmen: Sie lebt allein mit ihrem Vater Connor (Stephen Dorff), einem versehrten und depressiven Kriegsveteran, und muss sogar an Weihnachten ihren Job im Pferdestall ausüben. Doch just an dem Tag begegnet dem Mädchen in freier Wildbahn ein majestätischer schwarzer Hengst – ein magisches Pferd, wie sich schnell herausstellt. Das Tier führt Evie schnurstracks in die fantastische Welt von Albion, wo gerade der ewige Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen auf einen neuen Höhepunkt zusteuert.

General Eeder isst gern

Bekannte Produktionen hat die junge Filmemacherin Castille Landon in ihrer 2007 begonnenen Laufbahn noch nicht vorzuweisen. Dennoch hat sie Gelegenheit bekommen, nach einem 2014 entstandenen Kurzfilm 2016 mit „Albion – Der verzauberte Hengst“ ihren ersten Langfilm zu inszenieren – wenig später schon gefolgt von „Apple of My Eye“. In beiden spielt sie auch mit, in erstgenanntem die junge Eriu, die mit wallender Mähne für das Gute kämpft.

Sein Handlanger Erémon geht auf die Jagd

Meinen neunjährigen Töchtern – die eine liebt Pferde, die andere mag Fantasy – hat „Albion – Der verzauberte Hengst“ gefallen, das ist schon mal einiges wert. Ob sie ihn so toll fanden, dass sie ihn wiederholt schauen wollen, muss die Zeit zeigen.

Disput zwischen Gut und Böse

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Zwar wartet „Albion – Der verzauberte Hengst“ mit einigen gern gesehenen Fantasy-Elementen auf, wie magischen Wesen, einer schönen Königin (Debra Messing) und fiesen Finsterlingen; das Fantasy-Universum von Albion wirkt aber unausgegoren und simpel, eher am Reißbrett entstanden. Ein Wow-Effekt angesichts einer völlig neuen Welt stellt sich nicht ein. Das wäre vielleicht auch des Guten zu viel gewesen, zielt der Film doch eher auf eine kindliche Zielgruppe, die die Produzenten womöglich nicht mit einem komplexen Universum überfordern wollten. Etwas mehr Fleisch hätte Albion aber vertragen.

Die wilde Eriu …

Gefreut hatte ich mich auf Monty Pythons John Cleese, doch der entpuppte sich als Oberschurke General Eeder mit unappetitlichem Hautausschlag, Schwabbelkörper und miesen Essmanieren als schlechte Karikatur von Baron Vladimir Harkonnen aus David Lynchs „Der Wüstenplanet“ („Dune“, 1984). Was mag ihn bewogen haben, die Rolle anzunehmen? Eine üppige Gage wird es nicht gewesen sein. Stephen Dorff („Blade“) sehe ich an sich gern – und viel zu selten –, aber seine Rolle gibt nichts her. Evies Vater taucht zu Anfang und am Ende auf, dient schon irgendwie als Bindeglied, hat jedoch nicht viel zu melden. Auch die übrigen Rollen sind mit durchaus namhaften Serienstars besetzt: Jennifer Morrison kennen wir aus „Once upon a Time“ und „Dr. House“, Liam McIntyre aus „Spartacus“, Debra Messing aus „Will and Grace“ und Daniel Sharman aus „Fear the Walking Dead“ und „The Originals“. Bleibt die junge Hauptfigur. Avery Arendes müht sich redlich, ihre Evie hat auch Profil, aber der Funke will nicht recht überspringen. So bleibt „Albion – Der verzauberte Hengst“ ein Fantasy-Abenteuer, das man als Erwachsener mit seinen Kindern durchaus mal schauen kann, das später aber voraussichtlich kaum wieder aus dem Regal gezogen werden wird.

… findet in Evie eine Bundgenossin

Veröffentlichung: 26. Mai 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Albion – The Enchanted Stallion
USA/BUL 2016
Regie: Castille Landon
Drehbuch: Castille Landon, Ryan O’Nan, Sarah Scougal
Besetzung: Avery Arendes, Jennifer Morrison, Daniel Sharman, Debra Messing, Stephen Dorff, John Cleese, Liam McIntyre, Richard Kind, Johnny Sequoyah,Castille Landon, Ryan O’Nan
Zusatzmaterial: Trailer
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 

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Michael Cimino (II) / Clint Eastwood (XVII): Die Letzten beißen die Hunde – Rumtreiber auf Raubzug

Thunderbolt and Lightfoot

Von Simon Kyprianou

Krimikomödie // Schaut man die Filme von Michael Cimino, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, Cimino verstehe sich als Chronist der jüngeren Geschichte der USA: In seinem berüchtigten Western „Heaven‘s Gate“ (1980) beleuchtet er die Entstehung der modernen Gesellschaft; mit „Die durch die Hölle gehen“ (1978) dreht er einen Heimatfilm über den Vietnamkrieg; in „Im Jahr des Drachen“ (1985) und „Die Letzten beißen die Hunde“ (1974) erforscht er die Spätfolgen und gesellschaftlichen Auswirkungen jenes Krieges.

Schule abgerissen, Beute futsch

Der Dieb Thunderbolt (Clint Eastwood) und der Rumtreiber Lightfoot (Jeff Bridges) treffen sich zufällig, als Thunderbolt von seinen alten Kumpanen (George Kennedy, Geoffrey Lewis) verfolgt wird, die er um die Beute eines früheren Raubzugs betrogen hat. Lightfoot hilft ihm bei der Flucht, die beiden werden Freunde. Gemeinsam wollen sie die Beute des Raubzugs aus Thunderbolts Versteck – einer alten Schule – holen, aber das Gebäude wurde mittlerweile abgerissen, das versteckte Geld ist futsch. So irren die beiden Freunde mehr oder weniger ziellos durchs Land, immer verfolgt von den geprellten Komplizen. Als diese die beiden schließlich stellen, beschließen die vier, trotz gegenseitiger Feinseligkeiten einen neuen Diebeszug zu machen.

Ciminos Film lässt sich strukturell ebenso frei treiben wie seine beiden Protagonisten, die ziellos und ohne Perspektive durch das Land streunen und nach einem Nutzen, nach einem Sinn suchen. Zuerst ist „Die Letzten beißen die Hunde“ ein bizarres Roadmovie ohne genaues Ziel, dass sich dann plötzlich und unerwartet zum hochspannenden Heist-Film wandelt.

Die US-Gesellschaft nach Vietnam

Ein Jahr nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Vietnam entstanden, bilden der Krieg und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Spannungen den Hintergrund, vor dem Ciminos orientierungslose Figuren existieren. Es fällt auf, dass es dem Filmemacher oft um Männer geht, die nach dem Krieg orientierungslos weiter existieren. Am Ende von „Die Letzten beißen die Hunde“ sagt Lightfoot im Auto nach dem (mehr oder weniger) geglückten Raub zu Thunderbolt: „You know … you know somethin‘? I don’t think of us as criminals, you know? I feel we accomplished something. A good job. I feel proud of myself, man. I feel like a hero.“ Die Gesellschaft hatte keinen Nutzen, keine Aufgabe mehr für sie, für ihre ganze Generation übrig, also haben sie eine neue Aufgabe für sich gefunden. Durch das erfolgreich über die Bühne gebrachte Verbrechen lässt Cimino seinen Figuren Stolz und Würde zukommen.

Cimino inszeniert sein Regiedebüt – zuvor hat er die Drehbücher zu „Lautlos im Weltraum“ (1972) und „Dirty Harry II – Callahan“ (1973) geschrieben – erstaunlich souverän, obwohl er vor allem narrativ einige Wagnisse eingeht – zu nennen ist etwa der plötzliche Genre- und Tempowechsel. Eastwood – dem Cimino laut eigener Aussage seine Karriere verdankt – äußerte einmal, Cimino müsse das Drehbuch in halluzinatorischem Zustand geschrieben haben, aber Cimino gelingt es, in seiner Inszenierung alle Teile seiner Geschichte zusammenzufügen. Ein starkes Debüt.

Noch keine deutsche Blu-ray

In Deutschland ist „Die Letzten beißen die Hunde“ bislang nur auf DVD erschienen – singularisiert als „Den Letzten beißen die Hunde“. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Michael Cimino oder Clint Eastwood sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Jeff Bridges in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 7. Mai 2007 und 30. Juni 2003 als DVD

Länge: 111 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
Originaltitel: Thunderbolt and Lightfoot
USA 1974
Regie: Michael Cimino
Drehbuch: Michael Cimino
Besetzung: Clint Eastwood, Jeff Bridges, Geoffrey Lewis, George Kennedy, Gary Busey, Catherine Bach, Jack Dodson, Roy Jenson
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2017 by Simon Kyprianou
Packshots: © Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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