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Wrong Trail – Tour in den Tod: Mit dem Mountainbike ins Verderben

04 Jul

Downhill

Von Volker Schönenberger

Horror // Nach einem der mittlerweile im Horrorgenre üblichen mysteriösen Prologe sehen wir faszinierende Bilder eines Mountainbike-Downhill-Rennens, gefilmt mit Helmkamera. Der beste Freund von Montainbike-Star Joe (Bryce Draper) erleidet dabei einen tödlichen Unfall, woraufhin sich Joe vorerst vom Wettkampfsport zurückzieht. Dann jedoch organisiert seine Freundin Stephanie (Natalie Burn) mit seinem Kumpel Pablo (Ariel Levy) Joes Teilnahme an einem bedeutsamen Renn-Event in Chile. Der überrumpelte Joe sagt schließlich zu.

Noch ahnt Stephanie nichts Böses

Bei einem Trainingslauf im Wald bemerken Joe und Stephanie ein Auto mit einem Verletzten. Der Mann ist mit Pusteln übersät, leidet an einer Infektion. Ein herbeigerufener Helfer stellt obendrein eine Schusswunde fest. Unmittelbar darauf wird die kleine Gruppe beschossen.

Mit dem verletzten Mann beginnt das Unheil

„Downhill“ lautet der Originaltitel des Films, dessen Außenaufnahmen in Chile entstanden sind. Recht unverhohlen springt der deutsche Titel „Wrong Trail – Tour in den Tod“ auf den „Wrong Turn“-Zug auf, hinzu kommt mehr als eine Prise „Cabin Fever“. Wir haben es mit einer Backwoods-Menschenjagd in Kombination mit Infektions-Horror zu tun – das ist immerhin originell genug und bringt auch Spannung. Die Skrupellosigkeit der Jäger und das Interesse an der Auflösung halten die Zuschauer bei der Stange. Das ekstatische Finale mit einer bizarren Sexorgie, Ziegen und Tentakeln bringt dann eine völlig andere Tonalität.

Magdalena und Pablo bekommen Probleme

Einige sonderbare Verhaltensweisen trüben das Sehvergnügen. Dass Pablos Freundin Magdalena (Ignacia Allamand) ihren Freund bei einer Party zu Beginn ohrfeigt und sich mit Joe zu einem Schäferstündchen zurückzieht – geschenkt. Dass sie dann jedoch in brenzliger Situation einen der Jäger (Luke Massy) ebenfalls ohrfeigt, muss man nicht verstehen. Und wenn sich Pablo zu Beginn der Flucht von den anderen trennt, weil er allein schneller unterwegs ist, erinnert man sich sofort, dass es noch nie eine gute Entscheidung war, wenn sich eine bedrohte Gruppe im Horrorfilm aufteilt.

Stephanie ergeht es nicht besser

Die deutsche Synchronisation hält das niedrige Niveau der Schauspieler. Ob die Original-Tonspur etwas herausreißt, entzieht sich meiner Bewertung – zur Sichtung lag mir nur die synchronisierte Fassung des Films vor. Sie hat im Übrigen ohne Beanstandungen oder Schnittauflagen eine FSK-18-Freigabe erhalten. „Wrong Trail – Tour in den Tod“ atmet aus jeder Pore „billig“, aber das Segment des B-Horrors hat viele Fans – einige von ihnen werden daran Gefallen finden, andere sich mit Grausen abwenden. Welche südamerikanischen Horrorfilme könnt Ihr empfehlen?

Auch Joe erleidet Ungemach

Veröffentlichung: 6. Juli 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 81 Min. (Blu-ray), 78 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Downhill
CHL/KAN/F 2016
Regie: Patricio Valladares
Drehbuch: Barry Keating, Patricio Valladares
Besetzung: Bryce Draper, Natalie Burn, Ignacia Allamand, Luke Massy, Ariel Levy, Eyal Meyer, Matías López
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Einer der Jäger – auch nackig gnadenlos

Fotos & Packshot: © 2017 Tiberius Film

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20 Antworten zu “Wrong Trail – Tour in den Tod: Mit dem Mountainbike ins Verderben

  1. Petra Dietrich

    2017/07/18 at 14:07

    Einen Horrorfilm aus Südamerika den ich empfehlen kann🤔
    Würde sagen,
    Piranhas II – Die Rache der Killerfische
    besonders in 3D zu empfehlen, die Fische kommen sehr schön raus.

     
  2. Yvonne Arndt

    2017/07/16 at 12:08

    Hidden in The Wood, Visceral und Snuff 102 fallen mir da spontan ein 🙂

     
  3. Michael Behr

    2017/07/14 at 21:12

    Außer „Aftershock“ fällt mir gerade gar kein passender Film ein.

     
  4. manuela witt

    2017/07/14 at 20:40

    the stranger und Hidden in the Woods….

     
  5. TomHorn

    2017/07/14 at 16:04

    Horrorfilme, die nur in Südamerika spielen, gibt es ja einige. Aber bei südamerikanischen Produktionen schaut’s bei mir schon schmaler aus. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die Coffin-Joe-Filme „At midnight i’ll take your soul“ und „This night i’ll possess your corpse“ aus den 60ern von José Mojica Marins. Er hat auch noch einige andere Horrorfilme gemacht und immer Probleme mit der Zensur in Brasilien gehabt. Ich selbst kenne allerdings nur die drei Coffin-Joe-Filme (der letzte im Bunde, „Embodiment of Evil“, ist recht lahm und in DE auch noch cut). Die Giallo-Hommage „Francesca“ der argentinischen Onetti-Brüder ist wohl Geschmackssache. Ein interessanter Film, aber wohl an dieser Stelle nicht wirklich von Belang, da er zwar eine argentinisch-italienische Ko-Produktion ist, aber in Italien gedreht wurde, soweit ich mich erinnere. Sie haben davor auch einen Giallo in Argentinien abgedreht, aber den kenne ich leider nicht.
    Und da verließen sie ihn auch schon.

     
  6. Sascha Dubrau

    2017/07/14 at 12:38

    Aftershock und Turistas fallen mir da ein…fand beide recht gut….

     
  7. Andreas Wesp

    2017/07/14 at 12:38

    Da könnte ich The silent house u.a. empfehlen. Müsste aus Paraguay oder Uruguay sein. Die beiden verwechsele ich immer 😉

     
  8. Ingo

    2017/07/14 at 12:18

    Außer „The Stranger“ fällt mir kein Horrorfilm aus Südamerika ein…😉

     
  9. Oli Brand

    2017/07/14 at 11:28

    Ehrlich gesagt schau ich nicht so genau hin woher die Filme kommen 😦

     
  10. Sascha Grunert

    2017/07/14 at 08:43

    Turistas fällt mir da spontan ein.

     
  11. Jan

    2017/07/14 at 08:41

    Francesca und The Silent House!!!!!

     
  12. Claudia benz

    2017/07/14 at 08:39

    The stranger und aftershock sind Mega ❤️

     
  13. Tomasz Kordula

    2017/07/14 at 08:37

    Südamerikanisch?
    Gute Frage, nie einen gesehen.

     
  14. Dirk Busch

    2017/07/14 at 07:55

    The Stranger war auch mein erster Gedanke.
    Wake Up And Die aus Kolumbien hat mir auch sehr gut gefallen.

     
  15. Jens Langer

    2017/07/14 at 07:55

    Aftershock – die Hölle nach dem Beben … der Horrorthriller war ganz ansehnlich.

     
  16. Sven Plog

    2017/07/14 at 07:21

    36 Pasos spaltet ja auch sehr die Meinung;)
    Und nur des Titels wegen muss natürlich Attack of The Killer Hog genannt werden;)

     
  17. Daniel

    2017/07/14 at 06:42

    Knock knock und the stranger.

     
  18. Dirk

    2017/07/06 at 18:55

    Silent House, KnockKnock und the Stranger hatten mir sehr gut gefallen.

     
    • Dirk

      2017/07/14 at 22:58

      Dann möchte ich meinen Kommentar gerne wiederholen, hoffe, er ist so gültig, weil ich ihn ja schon vor dem Gewinnspiel gab?!

       
      • V. Beautifulmountain

        2017/07/15 at 07:56

        Natürlich ist er das. Ich bin nicht päpstlicher als der Papst.

         

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