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Horror für Halloween (V): Katzenauge – Spannung und Spaß aus den 80ern

06 Okt

Cat’s Eye

Von Matthias Holm

Episoden-Horror // Stephen King ist momentan dank des „Es“-Remakes mal wieder in aller Munde. Umso logischer, manche Filme, die auf seinen Geschichten basieren, neu aufzulegen. „Katzenauge“ vereint dabei drei Kurzgeschichten zu einem Film, die als verbindendes Element eine Straßenkatze haben.

Eine alte Bekannte?

In „Quitters Inc.“ will Dick (James Woods) mit dem Rauchen aufhören. Allerdings wendet er sich dafür an eine Firma, die ihre Aufgabe vielleicht ein bisschen zu ernst nimmt. Anschließend muss sich Johnny Norris (Robert Hays) auf eine perfide Wette mit dem reichen Cressner (Kenneth McMillan) einlassen. Dabei spielt „Der Mauervorsprung“ eine wichtige Rolle. Zuletzt bekommt die Straßenkatze den Namen „Der General“ und hilft Amanda (Drew Barrymore), gegen einen bösen Kobold zu bestehen.

So ganz geheuer ist Dick das alles nicht

Bereits der Beginn von „Katzenauge“ dürfte ein Fest für King-Fans sein. Während der Zuschauer der Katze durch die Straßen folgt, wird sie von einem Hund entdeckt, der wohl nicht zufällig an „Cujo“ erinnert – Regisseur Lewis Teague hatte bereits die Verfilmung dieses King-Romans inszeniert. Wenn dann noch der rote 58er Plymouth Fury aus „Christine“ vorbeifährt, sollten die Zuschauer bereits merken, dass sich der Film nicht ganz so ernst nimmt. In vielen Szenen gibt es humoristische Auflockerung, die dem ansonsten ernsten Treiben erstaunlich gut zu Gesicht steht – auch wenn es etwas übertrieben anmutet, wenn eine Katze zu heroischer Musik aus einem Tierheim flieht oder der paranoide Dick in einem zugequalmten Raum „Every Breath You Take“ hört.

Auftritt Kobold

Dabei wirken die beiden ersten Geschichten, die aus dem Sammelband „Nachtschicht“ stammen, weniger wie Horrorepisoden. Sie sind eigentlich nur Übertreibungen bekannter Themen, die aber in der Konsequenz auch heute noch leicht verstörend wirken. Dabei gelingt es Teague immer wieder, den Zuschauer am Ball zu halten, spannend ist „Katzenauge“ auf jeden Fall auch heute noch. Wenn dann in „Der General“ mit dem Kobold ein übernatürliches Element in den Film Einzug hält, wirkt dies ein wenig deplatziert, auch weil der Kampf zwischen Tier und bösem Wesen sehr slapstickartig ist.

Mit der Fluppe im Mund sollte man vorischtig sein

Allerdings hat der Zahn der Zeit vor allem an den Effekten genagt. Immer wenn Computer zum Einsatz kamen, sieht man dies nur allzu deutlich. Zum Glück kommt dies nicht häufig vor, gerade die „Schauspielkunst“ der Hauptkatze ist auch heute noch beeindruckend. „Katzenauge“ ist ein wunderbares Kleinod aus den 80ern, welches man auch heute noch gut gucken kann und muss sich hinter heutigen Anthologie-Filmen nicht verstecken. Welche Episoden-Horrorfilme könnt Ihr empfehlen?

Am Abgrund

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Stephen-King-Adaptionen sind in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Amanda schreit um Hilfe

Veröffentlichung: 20. September 2017 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD, ELA-Media), 14. September 2017 als Blu-ray und DVD, 5. November 2014 als DVD

Länge: 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Cat’s Eye
USA 1985
Regie: Lewis Teague
Drehbuch: Stephen King, nach seinen eigenen Vorlagen
Besetzung: Drew Barrymore, James Woods, Alan King, Kenneth McMillan, Robert Hays, Candy Clark, James NAughton, Tony Munafo, Court Miller, James Rebhorn
Zusatzmaterial: Trailer, Audiokommentar des Regisseurs, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 
 

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34 Antworten zu “Horror für Halloween (V): Katzenauge – Spannung und Spaß aus den 80ern

  1. Stefan Doblinger

    2017/10/22 at 10:28

    Geschichten aus der Gruft

     
  2. Renate Busch

    2017/10/21 at 11:15

    Nightmare on Elmstreet

     
  3. Melanie Wehrmann

    2017/10/21 at 06:47

    Mein absoluter Favorit ist „Geschichten aus der Gruft“.
    Als Kind schon geliebt und nachts heimlich geschaut ;-).
    Dann auf jeeeeeden Fall noch „Campfire Tales“.
    Was einige hier noch erwähnt haben , nämlich VHS, damit kann ich persönlich nicht wirklich was anfangen.

     
  4. Jan

    2017/10/20 at 21:37

    Geschichten aus der Gruft

     
  5. Sören

    2017/10/15 at 12:18

    Bei Episoden-Horrorfilmen fallen mir spontan zwei aus den 90ern ein:
    „Geschichten aus der Schattenwelt“ (1990) und „H.P. Lovecrafts Necronomicon“ (1993). Beide sind nicht unbedingt pures Gold, haben aber durchaus ihre Momente.

     
  6. Andi N

    2017/10/14 at 19:31

    The ABCs of Death oder die V-H-S Reihe

     
  7. Sascha

    2017/10/14 at 17:42

    V H S finde ich super, aber ich schau ich immer wieder gerne Obsession – tödliche Spiele
    Und Snoop Doggs Hood of Horror

     
  8. Jose Magalhaes

    2017/10/14 at 15:22

    Da viele der üblich Verdächtigen bereits genannt worden sind, hoffe ich das meine Empfehlung noch nicht genannt wurde. Zumindest konnte ich auf die Schnelle nichts dazu lesen.
    Also meine Empfehlung ist „Holidays“.
    Der hat meines Wissens nach nicht berauschend abgeschnitten.
    Dennoch fand ich ihn gar nicht mal so verkehrt…

     
  9. Ralf

    2017/10/14 at 12:20

    Mit dem richtigen Publikum ist „Chillerama“ sehr unterhaltsam. 🙂
    Aber richtig toll fand ich die letztes Jahr beim Fantasy Filmfest gezeigte animierte Edgar Allen Poe-Kollektion „Extraordinary Tales“ – mit Christopher Lee, Bela Lugosi, Guillermo del Toro, Julian Sands und Roger Corman als Erzählern!

     
  10. Stephan Lankenau

    2017/10/14 at 09:16

    Hier eine kleine auswahl die sehr gut finde.Tolle Aktion Übrigens,-)))))Ttrick or Treat, Geschichten aus der Schattenwelt,P.O.E Project of Evil,Tom Hollands Twisted Tales,Scary or die

     
  11. Dirk

    2017/10/13 at 19:00

    Viele die ich mag wurden schon erwähnt, einer fehlt noch: Southbound. Fängt sehr stark an, im dritten Viertel fällt er ein wenig ab und hat ein starkes Ende.

     
  12. Frank Hillemann

    2017/10/13 at 17:18

    Body Parts und auch Creepshow. Aber bei Creepshow nur Teil 1.

     
  13. Domi Prechtl

    2017/10/13 at 17:11

    Southbound – Highway To Hell

     
  14. Silvia Wilts

    2017/10/13 at 15:28

    Empfehlung von mir Geschichten aus der Gruft.
    Lieben Dank für die coole Aktion 🤘🏻

     
  15. Christiane

    2017/10/13 at 15:03

    Da kenne ich Geschichten aus der Gruft und Trick or Treat fällt mir da auf anhieb ein .

     
  16. Adrian

    2017/10/13 at 15:03

    „Tales of Halloween“ ist ein super Episodenfilm. Nicht ganz so gut wie Trick R Treat, aber auf jeden Fall sehenswert.

     
  17. TomHorn

    2017/10/13 at 13:27

    Ich liebe ja die alten Amicus-Sachen: „Die Todeskarten des Dr. Schreck“, „Der Foltergarten des Dr. Diabolo“, „Totentanz der Vampire“, „Geschichten aus der Gruft“, „Asylum“, „In der Schlinge des Teufels“ & „Tür ins Jenseits“

     
  18. diaeter

    2017/10/13 at 13:24

    Creepshow, Geschichten aus der Gruft und unheimliche Schattenlichter

     
  19. Rhode

    2017/10/13 at 13:03

    Ich kenne keine Episoden-Horrorfilme.

     
  20. Petra Dietrich

    2017/10/13 at 12:57

    Geschichten aus der Gruft,
    sollte man gesehen haben, fand ich immer sehr spannend und kann sich auch heute noch sehen lassen. Da waren immer unterschiedliche Episoden, also für jeden was dabei, kann man eindeutig empfehlen.

     
  21. Andres Nilsson

    2017/10/13 at 12:33

    Ich würde „Der grauenvolle Mr. X“ mit Vincent Price empfehlen.

     
  22. Dirk Busch

    2017/10/13 at 11:25

    Neben V.H.S hat mir auch All Hallows Eve gut gefallen.Beide Teile von ABC’s of Death fand ich auch sehr gelungen.

     
  23. pia merkens

    2017/10/13 at 11:19

    Die unheimlich verrückte Geisterstunde (Creepshow) von 1982

     
  24. Julian Conrad

    2017/10/13 at 11:09

    The ABC´s of Death fand ich sehr unterhaltsam!

     
  25. Ingo Maaßen

    2017/10/13 at 09:42

    Auf jeden Fall „Body Bags“ (1993) von John Carpenter & Tobe Hooper!
    Und natürlich die Klassiker aus der Amicus-Schmiede:
    Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)
    Der Foltergarten des Dr. Diabolo (1967)
    Asylum – Irrgarten des Schreckens (1972)
    Geschichten aus der Gruft (1972) – NICHT Tales From The Crypt mit dem Crypt-Keeper!
    In der Schlinge des Teufels (1973)

    Da ist für jeden was dabei 😉

     
  26. Filmschrott

    2017/10/13 at 09:39

    Ich kann empfehlen niemals die Horror-Episodenfilme „Holidays“ oder „V/H/S“ zu gucken, weil sie unfassbar schlecht sind.

     
  27. Otto

    2017/10/13 at 09:36

    Creepshow 2 ist klasse, mit einer meiner Lieblings King Short Stories: „Das Floß“. Zu empfehlen ist auch die 8-teilige Serie „Nightmares and Dreamscapes“

     
  28. Mike Hennig

    2017/10/13 at 09:03

    Neben den üblichen Verdächtigen Ala Creepshow, Golden Tales oder House of the ceeping Death fällt mir da tatsächlich die chinesisch-südkoreanisch-japanische Co-Produktion Three Extremes ein, die ich vor Ewigkeiten zuletzt gesehen habe, mich aber nachhaltig beeindruckt hat. Gerade die Episode Dumplings mit Bai Ling ist mir da noch gut im Magen….äh….Gedächtnis geblieben. 😉

     
  29. Gumble316

    2017/10/13 at 08:37

    Trick R Treat fand ich sehr gelungen.

     
  30. Thomas

    2017/10/13 at 08:28

    Die unheimlich verrückte Geisterstunde (Creepshow) von 1982

     
  31. Tomasz Kordula

    2017/10/13 at 07:06

    Kenne keine „Episoden-Horrorfilme“, zumindest fällt mir jetzt keiner ein…

     
  32. Michael Behr

    2017/10/13 at 06:46

    Mir hat „The ABCs of Death“ sehr gut gefallen, auch wenn bei der Masse an Episoden natürlich nicht jede einzelne gezündet hat.

     
  33. Stepnwolf

    2017/10/07 at 13:57

    Oh, der steht auf meiner #Horrorctober – Liste, den schaue ich also auch noch diesen Monat. 🙂

     
    • Matthias Holm (@MatzeHolm)

      2017/10/09 at 09:03

      Ich gehe auch stark davon aus, dass die Veröffentlichung nicht zufällig gewählt ist – aber eine schöne Wahl für den Horrorctober 🙂

       

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