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Maschinenland – Mankind Down: Aliens in Afrika

02 Nov

Revolt

Von Volker Schönenberger

SF-Action // Ein Kaff irgendwo in Kenia: Ein Militär-Hubschrauber stürzt ab, schreiende Menschen fliehen in Panik, Soldaten kämpfen gegen eine vorerst unsichtbare Bedrohung. Werden sie von Gegenfeuer getroffen, dematerialisieren sie sich – offenbar werden unbekannte, mächtige Waffen eingesetzt.

Bo gerät mit kenianischen Soldaten aneinander

Ein Mann in US-Militärklamotten (Lee Pace, „Guardians of the Galaxy“) erwacht in einer Gefängniszelle. Er weiß nicht, wer er ist, er weiß nicht, wo er ist. Die französische Entwicklungshelferin Nadia (Bérénice Marlohe, „James Bond 007 – Skyfall“) klärt ihn darüber auf, wo er sich befindet. Kurz darauf dringen einige paramilitärische Kämpfer in die Polizeistation ein, metzeln einen Gefangenen mit der Machete nieder und öffnen die Zellentüren, um den Typen mitzunehmen und Nadia zu vergewaltigen. Doch die beiden sind alles andere als wehrlos, und kurz darauf bilden Bo – so nennt ihn Nadia fortan – und die Entwicklungshelferin ein Team, um in dem herrschenden Chaos zu überleben. Außerirdische Invasoren haben weltweit die Erde überrannt und das Staatengefüge der Nationen gesprengt.

Er und Nadia werden als Köder eingesetzt

Ein sonderbares Symbol auf seinem Arm gibt Bo zusätzlich zu seinem Gedächtnisverlust Rätsel auf. Bei einem Aufeinandertreffen mit Soldaten der kenianischen Armee deutet sich an, dass es mit den Aliens in Zusammenhang steht. Rührt seine Amnesie von einer Begegnung mit den Außerirdischen her? Was steckt dahinter?

Die Invasoren erscheinen unbesiegbar

Das Science-Fiction-Genre hat immer Konjunktur, 2017 ganz besonders, wie „Alien – Covenant“, „Blade Runner 2049“, „Ghost in the Shell“ und „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ belegen. Mit der Bildgewalt solcher hoch budgetierter Produktionen können kleine Filme wie „Maschinenland – Mankind Down“ natürlich nicht mithalten. Dennoch sieht das in Südafrika gedrehte Langfilm-Regiedebüt von Joe Miale überraschend gut aus. Miale legt den Fokus auf Action und setzt sein afrikanisches Setting gekonnt für spektakuläre Aufnahmen ein. In seiner visuellen Kraft erinnert der Film dann auch an Neill Blomkamps formidablen „District 9“ von 2009, ohne ganz dessen inhaltliche Tiefe zu erreichen. Die Action hingegen ist atemraubend. Beispielhaft genannt sei eine Sequenz, in der Nadia und Bo im Auto vor einer gewaltigen Horde außerirdischer Roboter (oder Maschinenwesen) flüchten. Auch „Starship Troopers“ lässt phasenweise grüßen.

Ungleicher Kampf

Dem ungleichen Duo wünscht man das Überleben, ihre Charaktere sind anständig herausgearbeitet – da hat man im Genre schon weitaus mieser modellierte Abziehbilder von Figuren gesehen. Das emotionale Moment stimmt. Der wuchtige Score treibt die Handlung voran. Das Finale erzeugt dann zwar leider nur ein Gefühl von „Okay, kann man so machen“, insgesamt kann „Maschinenland – Mankind Down“ aber auf ganzer Linie überzeugen. Wer Action-orientierte Science-Fiction mag, kann unbesorgt zugreifen.

Bo und Nadia ergreifen die Flucht

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von und/oder mit Jason Flemyng sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 26. Oktober 2017 als Blu-ray im Steelbook, Blu-ray und DVD

Länge: 107 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Revolt
GB/RSA 2017
Regie: Joe Miale
Drehbuch: Rowan Athale, Joe Miale
Besetzung: Lee Pace, Bérénice Marlohe, Jason Flemyng, Sibulele Gcilitshana, Wandile Molebatsi, Sekoati Sk Tsubane, Leroy Gopal, Welile Nzunza, Patrick Bakoba, Tom Fairfoot
Zusatzmaterial: Making-of, Trailer
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

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