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Verónica – Spiel mit dem Teufel: Finger weg vom Hexenbrett!

04 Nov

Verónica

Von Volker Schönenberger

Horror // Lange nicht vernommen! In den 90ern hörte ich die spanische Rockband Héroes del Silencio ganz gern. Da „Verónica – Spiel mit dem Teufel“ im Spanien des Jahrs 1991 spielt, ist es nur folgerichtig, sie einzubauen. Die Titelheldin Verónica (Sandra Escacena), Schülerin im Teenageralter, ist Fan der Band, die ihre größten Hits mit „Entre dos tierras“ und „Maldito duende“ feierte.

Ein Ouija-Ritual nimmt böse Formen an

Das Mädchen muss sich nach dem Tod ihres Vaters um die drei jüngeren Geschwister kümmern, da die Mutter Ana (Ana Torrent) einen anstrengenden Job hat. Während einer totalen Sonnenfinsternis, bei der an der katholischen Schule alle anderen Schüler und die Nonnen-Lehrerinnen draußen sind, setzt Véronica mit ihren Freundinnen Rosa (Ángela Fabián) und Diana (Carla Campra) ein Ouija-Brett ein. Sie hofft, mit ihrem Vater Kontakt aufzunehmen. Doch was als harmloses Gruselspielchen gedacht war, nimmt eine so unerwartete wie bedenkliche Wendung.

Verónica erleidet Beängstigendes …

Mit „[Rec]“ gelang dem spanischen Drehbuchautor und Regisseur Paco Plaza ein bemerkenswerter, in Found-Footage-Technik gedrehter Beitrag zum Zombie- bzw. Infiziertengenre, dem er selbst zwei Fortsetzungen folgen ließ; bei einer dritten übernahm mit Jaume Balagueró sein Ko-Drehbuchautor der vorherigen Filme die Regie. Mit „Verónica – Spiel mit dem Teufel“ gewinnt er dem an sich ausgelutschten und etwas lahmen Hexenbrett-Sujet ein paar neue Facetten ab – jedenfalls deutlich mehr als „Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel“ (2014) und dessen immerhin gelungener Fortsetzung „Ouija – Ursprung des Bösen“ (2016).

Schauspieldebüt von Sandra Escacena

Die Spannung resultiert dabei nicht aus der Originalität der Story, denn ausgesprochen originell gibt sich der Horrorfilm nicht gerade, sondern aus gezielt eingesetzten Schockmomenten und der Unwägbarkeit, wann das nächste beängstigende Ereignis Verónica und ihre Geschwister heimsucht. Obendrein ist „Verónica – Spiel mit dem Teufel“ anständig ausgestattet, sodass er tatsächlich nach Anfang der 90er aussieht. Schauspiel-Debütantin Sandra Escacena verleiht dem Ganzen zudem eine Ernsthaftigkeit, die dem Film über ein paar Untiefen hinweghilft.

… und muss ihre Geschwister beschützen

Zu Beginn erfahren wir, dass der Film von einer wahren Begebenheit inspiriert worden ist. Was davon wirklich wahr ist, kann dahingestellt bleiben. So oder so stellt „Verónica – Spiel mit dem Teufel“ einen der sehenswerteren Beiträge zum Hexenbrett-Setting dar. Zum Ende zieht der Schauer-Faktor auch noch einmal kräftig an.

Weiß die blinde Nonne mehr?

Veröffentlichung: 26. Oktober 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 101 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Verónica
SP 2017
Regie: Paco Plaza
Drehbuch: Fernando Navarro, Paco Plaza
Besetzung: Sandra Escacena, Bruna González, Claudia Placer, Iván Chavero, Ana Torrent, Consuelo Trujillo, Ángela Fabián, Carla Campra, Chema Adeva, Miranda Gas
Zusatzmaterial: Bildergalerie, deutscher und spanischer Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 

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