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South of Hell – Die komplette Serie: Mena Suvari gegen Dämonen

10 Nov

South of Hell

Von Matthias Holm

Horror-Serie // Der Serien-Boom hat auch vor dem Horrorgenre nicht haltgemacht. Produktionen wie „True Blood“, „Supernatural“ oder „American Horror Story“ erfreuen sich auch nach vielen Jahren immer noch großer Beliebtheit. Bei so einer Konkurrenz fällt es neuen Produktionen schwer, sich zu etablieren. Dementsprechend gibt es bisher auch nur eine Staffel von „South of Hell“ – obwohl mit Blumhouse und Eli Roth berühmte Namen mit Genre-Affinität dahinterstehen.

Dämonen und Sekten

Die Handlung folgt Maria Abascal (Mena Suvari). Sie hat es geschafft, zusammen mit ihrem Bruder David (Zachary Booth) vor ihrem wahnsinnigen Vater Enos (Bill Irwin) und dessen Sekte zu fliehen. Das Problem: Enos hat eine Dämonin namens Abigail in Marias Körper verpflanzt. Abigail giert nach Seelen, doch Maria will niemanden töten, also schließen die beiden einen Kompromiss: Maria und David suchen weitere Besessene, exorzieren sie und Abigail darf die ausgetriebenen Dämonen vernaschen. Doch die Sekte ihres Vaters ist den Geschwistern stets auf der Spur.

Maria hat mit einer in ihr lauernden Dämonin zu kämpfen

Leider macht „South of Hell“ zu wenig richtig, um wirklich gut zu sein. Der eigentliche Plot braucht zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen, was bei einer Staffellänge von nur acht Episoden negativ auffällt. Dadurch fühlen sich die einzelnen Folgen gern mal deutlich länger an, als sie eigentlich dauern. Auch schaffen es die Macher nicht, der Serie ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Obwohl bekannte Namen wie eben Eli Roth und auch Ti West auf dem Regiestuhl Platz genommen haben, eine eigene Handschrift erkennt man nicht.

Schminke soll helfen

Trotzdem kann man Spaß an der Staffel haben. Das liegt zum einen an der Mythologie, die darin aufgebaut wird. Der Wirrwarr aus Religion, Dämonen, Drogen und Hexen macht durchaus Lust auf die Welt, sodass es schade ist, davon noch nicht mehr gesehen zu haben. Ein großer Pluspunkt ist zudem Mena Suvari. Es tut enorm gut, die „American Beauty“-Darstellerin mal wieder zu sehen, und sie hat auch sichtlich Spaß an ihrer Rolle, die zwischen überfordertem Mensch und lüsterner Dämonin hin und her schwankt. Auch wenn viele andere Figuren eher nerven, Maria und Abigail halten den Zuschauer dran.

Seichte Serienkost

„South of Hell“ ist keine große Serien-Unterhaltung. Dafür ist die Geschichte nicht spannend genug, sind die Effekte zu schlecht, und dem Zuschauer werden zu wenige Sympathieträger gegeben. Dennoch gibt es sehr schöne Aspekte, die dem einen oder anderen gefallen werden. Nur gruselig ist das Ganze eher weniger.

Nettes Kerzenambiente

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Eli Roth und/oder Ti West sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet. Welche von Roths Regiearbeiten, Produktionen oder auch Schauspielauftritten sollen wir noch rezensieren?

Veröffentlichung: 2. November 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 344 Min. (Blu-ray), 328 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: South of Hell
USA 2015
Regie: Eli Roth, Ti West u. a.
Drehbuch: diverse
Besetzung: Mena Suvari, Zachary Booth, Lamman Rucker, Paulina Singer, Drew Moerlin, Bill Irwin, Luna Lauren Velez, Slate Holmgren, Lydia Hearst
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Matthias Holm
Fotos &Packshot: © 2017 Tiberius Film

 
 

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26 Antworten zu “South of Hell – Die komplette Serie: Mena Suvari gegen Dämonen

  1. Ralf

    2017/12/03 at 09:58

    Auch wenn die Kritiken nicht wirklich toll sind: Irgendwie habe ich wirklich Bock auf diese Serie. 🙂

    Was Eli Roth betrifft, so finde ich ihn als Regisseur und Autor ziemlich schrecklich („Cabin Fever“ ist einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe – trotz des witzigen Post Credits-Gags), aber sein Beitrag zu „Inglourious Basterds“ war durchaus gelungen – und dieser Film sollte hier sowieso nicht fehlen … Ansonsten wäre auch der von ihm mitgeschriebene „The Man with the Iron Fists“ eine Idee, der ist zwar kein Hit, aber zumindest ganz nett.

     
  2. Heidi Weber

    2017/12/02 at 19:38

    Hostel

     
  3. lacyleech

    2017/12/02 at 18:10

    Hostel

     
  4. Thomas

    2017/12/02 at 09:01

    In Piranha (2010) spielt er mit, den könnte man mal rezensieren.

     
  5. Claudia benz

    2017/12/02 at 07:49

    78/52 und hostel 3 🙂 übrigens fand ich die Serie cool und würde mich freuen diese zu gewinnen❤️❤️❤️

     
  6. Dirk B.

    2017/12/01 at 21:14

    2001 Maniacs, aber wurde schon erwähnt. 🙂

     
  7. Mike Hennig

    2017/12/01 at 19:35

    Eine Rezension zu Canon Fever (Original) wäre Mal interessant, obwohl ich persönlich das hier schon besprochene The new Outbreak etwas gelungener finde. Es ist meiner Meinung nach sehr viel straffer inszeniert und verzichtet weitgehend auf den Humor des Originals. Dadurch wirkt das Remake auch düsterer.

     
    • V. Beautifulmountain

      2017/12/01 at 21:00

      Canon Fever – schön. 😉

       
      • Mike Hennig

        2017/12/03 at 19:48

        Haha….sehe es jetzt auch gerade. Blöde Autokorrektur. 🙂

         
  8. MissShiva

    2017/12/01 at 19:30

    Hostel2…unrated..deutsch😎

     
  9. IFlorian

    2017/12/01 at 17:42

    the green inferno

     
  10. Darth Oedel

    2017/12/01 at 16:37

    Wird mal Zeit für „Hostel“, oder?

     
  11. Wulf Brandt

    2017/12/01 at 15:22

    Hostel – würde mich schon interessieren, wie ihr den findet!

     
  12. Sascha

    2017/12/01 at 11:53

    Cabin fever original
    und inglorious bastards

     
  13. Sascha Bommes

    2017/12/01 at 10:06

    Der letzte Exorzismus zb

     
  14. Melanie Wehrmann

    2017/12/01 at 09:59

    Ich würde mich freuen etwas über 2001 Maniacs zu lesen, der hat mir wirklich gut gefallen.

    Was mir von Roth ebenfalls sehr gut gefallen hat ist Green Inferno, aber über den hattet ihr ja schon berichtet.
    The Stranger widerrum war für mich persönlich ne absolute Gurke. Vielleicht bin ich auch mit zu viel Erwartung rangegangen.

     
  15. Michael Behr

    2017/12/01 at 07:43

    Keine „Werkschau“ von Eli Roth ist komplett ohne wenigstens den ersten „Hostel“ zu beinhalten.

     
  16. Ingo Pierdzioch

    2017/12/01 at 07:40

    Hostel und Hostel 2. Außerdem könnte man Inglorious Bastards in den Blick nehmen.

     
  17. Dominik Starck

    2017/12/01 at 06:09

    Roth‘ Beteiligung an dem „Grindhouse“-Projekt von Rodriguez und Tarantino könnte im Fokus eines Beitrages stehen.

     
  18. Rico Lemberger

    2017/12/01 at 05:52

    Hostel und Hostel 2.

     
  19. Claudia

    2017/12/01 at 05:52

    Weis nicht mir fallen keine ein.

     
  20. Tomasz Kordula

    2017/12/01 at 05:42

    Man könnte Tarantino’s „Inglourious Basterds“ in Angriff nehmen. Man könnte dann in Bezug auf Roth das Film-im-Film-Segment „Stolz der Nation erwähnen, bei dem er ja auch Regie führte.

     
  21. Wortman

    2017/11/10 at 23:24

    Ich fand sie gar nicht sooo schlecht auch wenn man da mehr draus hätte machen können.

     
    • Matthias Holm (@MatzeHolm)

      2017/11/12 at 12:18

      Es ist halt Fast Food. Nicht sonderlich toll, gut weg schaubar. Das mag manchmal reichen, aber ist halt wenig nachhaltig.

       
      • Wortman

        2017/11/13 at 12:24

        Hast du da etwas Besonderes erwartet? Ich nicht so wirklich und habe mich deswegen auch gut unterhalten gefühlt.

         

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