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Night of the Living Deb – Vom One-Night-Stand in die Zombie-Apokalypse

03 Dez

Night of the Living Deb

Von Volker Schönenberger

Horrorkomödie // Debbie (Maria Thayer) ist es tatsächlich gelungen, sich vom Traummann Ryan (Michael Cassidy) unter den Augen seiner Freundin aus der Kneipe in Portland abschleppen zu lassen. Das Aufwachen am nächsten Morgen gestaltet sich allerdings eher peinlich – Ryan bereut den One-Night-Stand, an den er sich alkoholbedingt gar nicht erinnern kann, und komplimentiert Debbie aus seiner Wohnung. Auch Debbie hat Gedächtnislücken. Der Fehltritt rückt aber schnell in den Hintergrund: Von jetzt auf gleich ist eine Zombie-Pandemie ausgebrochen. Auf den Straßen tummeln sich Untote (respektive Infizierte) und fallen in blutrünstiger Manier über die Lebenden her. Debbie und Ryan treffen schnell wieder aufeinander und müssen sich zusammenraufen und gemeinsam ums Überleben kämpfen.

Eine Untote schreckt Deb auf

„Night of the Living Deb“ lief 2016 auf einigen Festivals weltweit, darunter dem deutschen Fantasy Filmfest. Die Zombiekomödien-Platzhirsche „Shaun of the Dead“, „Braindead“ und „Zombieland“ bleiben erwartungsgemäß auf ihren Thronen sitzen, Night of the Living Deb“ bewegt sich eher auf dem Level von „Dance of the Dead“, „Stalled“ und „Angriff der Lederhosenzombies“.

Die junge Frau weiß sich zu wehren

Die billige deutsche Synchronisation trübt den Zombie-Spaß etwas – die Dialoge sind albern, ohne wirklich lustig zu sein. Da mir zum Sichten keine Original-Tonspur vorlag, kann ich keine Angaben darüber machen, ob die englische Version mehr Pep hat. Speziell zu Beginn fällt es schwer, zu Deb und Ryan eine Bindung aufzubauen. Die ersten Angriffe der Infizierten gleichen das aber aus. Wenn die Untoten ihre blutigen Mahlzeiten einnehmen, gewinnt „Night of the Living Deb“ auf etwas trashigem Niveau an Fahrt und Freude – und das trotz FSK-16-Freigabe ungeschnitten.

Mit Ryan ergreift sie die Flucht

In einer Nebenrolle als Rans Vater ist der unverwüstliche Ray Wise („RoboCop“, „Twin Peaks – Der Film“) zu sehen. Weder markiert „Night of the Living Deb“ einen Höhepunkt in Wises Filmografie noch ist er ein Highlight am Zombiekomödien-Himmel. Einen vergnüglich-leckeren Untoten-Happen für Anspruchslose liefert er allemal. Welche in dieser Rezension noch nicht genannten Zombiekomödien könnt Ihr empfehlen?

Was hat Ryans Vater mit der Pandemie zu tun?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Ray Wise sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Es sind hungrige Mäuler zu stopfen

Veröffentlichung: 7. Dezember 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min. (Blu-ray), 82 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Night of the Living Deb
USA 2015
Regie: Kyle Rankin
Drehbuch: Andy Selsor
Besetzung: Maria Thayer, Michael Cassidy, Julie Brister, Nan’l Meiklejohn, Syd Wilder, Ned Donovan, Grant Garry, Deborah Geffner, Chris Marquette, Ray Wise
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Tiberius Film

 
 

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16 Antworten zu “Night of the Living Deb – Vom One-Night-Stand in die Zombie-Apokalypse

  1. Heidi Weber

    2017/12/18 at 13:07

    Warm Bodies

     
  2. Michael Behr

    2017/12/17 at 16:05

    Wenn ich das richtig überblicke, wurde „Wasting Away“ noch nicht genannt. Auch wenn der ebenfalls nicht am Thron kratzen kann.

     
  3. Matthias Kirsch

    2017/12/17 at 13:02

    es sind schon alle genannt die ich kenne.

     
  4. Michael

    2017/12/15 at 22:35

    Die Nacht der Creeps (USA 1986; R.: Fred Dekker)

     
  5. Dirk B.

    2017/12/15 at 21:13

    Leider alle schon genannt… 😦

     
  6. Rico Lemberger

    2017/12/15 at 18:26

    Als Serie finde ich auch „I Zombie“ nicht schlecht.

     
  7. Rico Lemberger

    2017/12/15 at 18:20

    Alles was mir einfällt wurde leider schon genannt. Eventuell geht ja Planet Terror noch als Komödie ab 18 durch. Sonst müsste man auf Trickfilme wie ParaNorman und Frankenweenie zurückgreifen.

     
  8. Adrian

    2017/12/15 at 14:37

    „Return of the living dead“ ist für mich die Zombie-Komödie Nummer 1. Die beiden „Dead Snow“ Teile sind auch super.

     
  9. Mohrli

    2017/12/15 at 11:54

    Beide schon genannt, aber gern wiederholt: Fido und Warm Bodies

     
  10. Sascha

    2017/12/15 at 11:31

    Big tits Zombies und Juan of the dead waren sehr lustig 😁

     
  11. Otto

    2017/12/15 at 11:10

    Eine der für mich besten Zombiekomödien wurde noch nicht genannt: „Return of the Living Dead“

     
  12. Petra Dietrich

    2017/12/15 at 09:37

    Die besten Filme wie z.B. „Zombieland“ wurden schon genannt…
    Persönlich gefallen mir auch:
    „Warm Bodies“ (Zombie Liebeskomödie) oder einfach nur was zum Tränen lachen wie „Scout v Zombies“ und „Weg mit der Ex“.

     
  13. Melanie Wehrmann

    2017/12/15 at 08:28

    Naja, kennen und empfehlen sind zwei paar verschiedene Schuhe 😀 .
    Der für mich Beste, nämlich Zombieland wurde ja schon erwähnt.
    Was man sich auch mal ansehen kann ist „Scouts vs. Zombies“ oder „Fido“.

     
  14. Sven Plog

    2017/12/15 at 07:12

    Natürlich auf dem FFF gesehen und daher spannend, was die Synchronisation scheinbar kaputt macht, da gerade die Sympathie für Deb in der OV viele andere Schwächen aufwiegt.
    Neben den genannten Filmen ( an Shaun und Braindead ist ja in dem Genre kein vorbeikommen) ist dieser eher auf dem Niveau des ebenfalls lustigen Dead&Breakfast.

     
  15. TomHorn

    2017/12/15 at 06:26

    Ich mag den kanadischen „Fido – Gute Tote sind schwer zu finden“ ganz gerne, gerade wegen des 50s-Flairs. Unbedingt genannt werden sollten noch „Re-Animator“, „Bride of Re-Animator“ und „Beyond Re-Animator“, die alle gorigen und schwarzhumorigen Splatter-Spaß bieten. And what about „Planet Terror“, der dürfte doch den meisten bekannt sein? Wer’s gerne auch in Serie haben mag, dem sei auf jeden Fall „Z-Nation“ ans Herz gelegt, das unterhaltsame Gegenstück zur längst untoten Zombie-Soap „The Walking Dead“.

     
  16. Tomasz Kordula

    2017/12/15 at 05:39

    Wenn „Shaun of the Dead“ noch nicht aufgelistet ist, wird es Zeit!

     

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