RSS

Ostwind – Aufbruch nach Ora: Auf Spurensuche in Spanien

07 Dez

Ostwind – Aufbruch nach Ora

Von Volker Schönenberger

Familien-Abenteuer // Mika (Hanna Binke) träumt mal wieder – diesmal von einem seltsamen Symbol, das Pferde ins Heu getrampelt haben. Ihr Freund Milan (Jannis Niewöhner) weist sie darauf hin, dass es sich bei dem Symbol um ein Brandzeichen handelt – das ihres Hengstes „Ostwind“. Mika geht der Spur der Herkunft ihres Pferdes nach und findet heraus, dass „Ostwind“ offenbar von einem alten Gestüt im spanischen Andalusien stammt. Ihre Tätigkeit als „Pferdeflüsterin“ im zum Therapiezentrum umfunktionierten Gestüt Kaltenbach nervt sie sowieso gerade – zu viele ignorante Pferdebesitzer ohne Gespür für ihre Tiere erwarten Wunderdinge von ihr. Also auf nach Andalusien! Natürlich nicht ohne „Ostwind“, ist ja klar.

Abschied von Milan – Mika bricht nach Andalusien auf

Nachdem „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ (2013) und „Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach“ (2015) hauptsächlich rund um das Gestüt Kaltenbach spielten, geht es in Teil 3 auf die iberische Halbinsel. Diesmal muss Mika vollständig ohne ihre von Nina Kronjäger und Jürgen Vogel verkörperten Eltern auskommen, und Gestütsbesitzerin Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess) sowie Herr Kaan (Tilo Prückner) sind eher Randfiguren zu Beginn und am Ende. Immerhin reisen ihr ihre Freundin Fanny (Amber Bongard) und Kumpel Sam (Marvin Linke) bald hinterher. Der Wiedererkennungswert ist also trotz allem hoch.

Ora zu finden, erweist sich …

Neu an Bord ist Sam 2: Sam(antha) (Lea van Acken, „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“) ist die Tochter des andalusischen Gestütsbesitzers Pedro (Thomas Sarbacher), der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Mika kommt dort als Saisonaushilfe unter und freundet sich nach schwierigem Start mit Sam an. Deren Tante Tara (Nicolette Krebitz) hat sich mit ihrem Bruder – Sams Vater – zerstritten und lebt als Eremitin in der Ruine eines alten Gestüts – eben jenes Gestüts, von dem „Ostwind“ stammt.

… als gar nicht so einfach

Ging es im ersten Film um ein Mädchen, das zu sich selbst und seiner Bestimmung finden muss, und im zweiten um die finanzielle Schieflage des Gestüts Kaltenbach und ein geheimnisvolles weißes Pferd im Wald, so ist diesmal ein andalusischer Pferdehof zu retten. Das soll mit der Wiederbelebung eines traditionsreichen Pferderennens gelingen, das zuletzt vor Jahrzehnten ausgetragen worden war.

An der Quelle

Mehr noch als die beiden Vorgänger setzt „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ auf Pferdebilder. Die setzt Regisseurin Katja von Garnier („Bandits“) gewohnt eindrucksvoll in Szene, zumal auch andalusische Wildpferde eine Rolle spielen. Der Soundtrack spielt dabei eine wichtige Rolle, schwillt zu den gern in Zeitlupe gehaltenen Bildern der anmutigen Tiere in Bewegung stets an. Die Story ist dabei nicht unbedingt nebensächlich, ihre Wendungen sind allerdings recht vorhersehbar und simpel. In Teil 2 wurde das Gestüt Kaltenbach am Schluss auch eher im Vorbeigehen gerettet, das ist hier nicht viel anders.

Der Start mit Sam gestaltet sich schwierig

Nicht jeder situationskomische Gag sitzt, aber der Komödienanteil bildet auch keinen Schwerpunkt. Etwas unfreiwillig komisch wirkt allerdings der an sich versierte Martin Feifel in der Rolle des ersten spanischen Reiters, dem Mika begegnet – später bekommt seine Figur noch anderweitige Bedeutung. Klar, dass er Mika als „Chica“ ansprechen muss. Vielleicht hätte man bei der Besetzung einiger Rollen erwachsener Spanier etwas über den Tellerrand deutscher TV-Schauspieler hinausschauen müssen, das gilt auch für den Rancher Pedro und seine Schwester.

Wieder vereint

Bleibt abschließend die Bewertung durch die Zielgruppe: Meine neunjährigen Zwillingstöchter waren wie von den beiden Vorgängern auch von „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ begeistert, ihre Freundinnen ebenfalls. Also wohl alles richtig gemacht.

„Ostwind“ ist zu Hause

Veröffentlichung: 7. Dezember 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 105 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Ostwind – Aufbruch nach Ora
D 2017
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Lea Schmidbauer
Besetzung: Hanna Binke, Jannis Niewöhner, Amber Bongard, Marvin Linke, Lea van Acken, Tilo Prückner, Cornelia Froboess, Thomas Sarbacher, Nicolette Krebitz, Martin Feifel
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Packshot & Trailer: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH, Fotos: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH / SamFilm GmbH / Marc Reimann

Werbeanzeigen
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

 
%d Bloggern gefällt das: