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Game Night – Spaßiger Spieleabend

01 Mrz

Game Night

Kinostart: 1. März 2018

Von Matthias Holm

Komödie // Bei allem wollen sie die Besten sein: Max (Jason Bateman) und Annie (Rachel McAdams) sind ein äußerst kompetitives Ehepaar. Natürlich veranstalten sie mit ihren Freunden Ryan (Billy Magnussen), Michelle (Kylie Bunburry) und Kevin (Lamorne Morris) regelmäßig Spieleabende. Doch eines Tages kommt Brooks (Kyle Chandler), der erfolgreiche Bruder von Max, zu Besuch und mischt die Veranstaltung auf – statt Scharade und Risiko soll es ein überaus realistisches Krimi-Dinner geben. Das Ganze läuft bald aus dem Ruder, und plötzlich muss sich die Spielegruppe mit echten Gangstern und einem anhänglichen Nachbarn (Jesse Plemons) herumärgern.

Möge die Nacht der Spiele beginnen

Es wäre ein Leichtes gewesen, diese abstruse Ausgangssituation immer weiter zu steigern und die spießigen Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben. Allerdings ist es den Regisseuren John Francis Daley und Jonathan Goldstein sowie dem Drehbuchautor Mark Perez hoch anzurechnen, dass sie diesen Fallstrick, über den so viele aktuelle Komödien stolpern, zu großen Teilen umgehen. Max und Annie sind ein typisches Paar aus der amerikanischen Vorstadt, und das legen die beiden bis zum Schluss nicht ab, egal, wie merkwürdig sich die Situation um sie herum entwickelt. Bateman und McAdams bilden perfekte Identifikationsfiguren für die Zuschauer, man schaut den beiden gern auf ihrer Odyssee zu.

Brooks ist ein Angeber

Während der Nacht werden zudem verschiedene Konflikte aufgebaut. So geht es bei Max und Annie darum, ob sie sich als Familie vergrößern wollen, Michelle und Kevin haben wohl doch nicht die komplett perfekte Beziehung seit der Highschool, und der tumbe Ryan, der sonst immer nur Frauen vom Typ jung, blond und ziemlich blöd mit zum Spieleabend brachte, hat dieses Mal mit Sarah (Sharon Horgan) eine ältere Begleitung, die ihm Kontra gibt. Der Ausgang all dieser Erzählstränge ist von vornherein abzusehen, deshalb verschwendet der Film auch nicht allzu viel darauf – sie dienen lediglich dem Zweck, den Figuren etwas Profil zu geben, und liefern einige schöne Gags. Außerdem kann der Zuschauer so von den immer absurderen Kapriolen der Haupthandlung Luft holen.

Sinn für Bildgestaltung

Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die technische Gestaltung legen. „Game Night“ ist nicht nur einfach heruntergekurbelt worden, gerade bei Verfolgungsjagden und Zoom-Ins wird mit dem Thema der Gesellschaftsspiele experimentiert. Da sehen die Autos dank einer speziellen Perspektive auf einmal aus wie Modellwagen, oder die Kamera geht von augenscheinlichen Haus-Modellen nahtlos in die richtige Szene über. Das sind alles Spielereien, die dem Zuschauer die Passion für das Thema vermitteln und ihn weiter in diese spezifische Welt ziehen.

Etwas unheimlich: Nachbar Gary

„Game Night“ ist eine kleine Überraschung. Obwohl sich der Film eher harmlos gibt und wenig Risiko eingeht, ist es doch genau deswegen eine der besten Komödien der vergangenen Jahre. Es tut gut, mal wieder sympathische Menschen auf der Leinwand zu sehen, die sich nicht direkt anbrüllen oder mit Exkrementen um sich werfen. Wenn dann noch die meisten Gags zünden und das alles so kreativ verpackt wird wie in diesem Fall, steht einem unbeschwerten Kinoabend nichts mehr im Wege.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Kyle Chandler sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

So haben sich Max und Annie den Spieleabend nicht vorgestellt

Länge: 100 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Game Night
USA 2018
Regie: John Francis Daley, Jonathan Goldstein
Drehbuch: Mark Perez
Besetzung: Jason Bateman, Rachel McAdams, Kyle Chandler, Billy Magnussen, Lamorne Morris, Sharon Horgan, Kylie Bunburry, Jesse Plemons
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2018 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2018 Warner Bros. Entertainment GmbH

 

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