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The Lost Boys – Die Blutsauger von der Strandpromenade

15 Mrz

The Lost Boys

Von Volker Schönenberger

Horror // Sonnenschein, ein Vergnügungspark – im kalifornischen Küstenstädtchen Santa Carla lässt es sich eigentlich gut leben. Wäre da nur nicht die Clique der Halbstarken um ihren Anführer David (Kiefer Sutherland), die auf Motorrädern die Gegend unsicher machen – und offenbar ein düsteres, gar tödliches Geheimnis hüten. Oder weshalb sonst wird Santa Carla auch als „Mordhauptstadt der Welt“ bezeichnet?

In diesen nur vermeintlich idyllischen Ort verschlägt es die Brüder Michael (Jason Patric) und Sam (Corey Haim), die mit ihrer Mutter Lucy Emerson (Dianne Wiest) nach Lucys Scheidung zum skurrilen Grandpa (Barnard Hughes) ziehen. Schnell gerät Michael in den Bann von David und dessen Kumpels, zumal er sich in die hübsche Star (Jami Gertz) verliebt. Anfangs ahnt er nicht, dass es sich bei der Clique um eine Bande Vampire handelt, die ihn zu einem der Ihren machen wollen. Kann Sam seinem älteren Bruder helfen? Mit seinen neuen Freunden Edgar und Alan Frog (Corey Feldman, Jamison Newlander) begibt er sich auf Vampirjagd.

80er-Jahre-Spektakel

Ah, die 80er – ein goldenes Jahrzehnt für Horrorfans. Viele damals entstandene Genrebeiträge genießen heute noch zu Recht einen hervorragenden Ruf, auch wenn manche der Filme arg in ihrer Zeit verhaftet sind. Die damals angesagten Klamotten und Frisuren haben eben ihren ganz eigenen – nun ja – Stil. Das gilt auch für „The Lost Boys“, speziell dessen Haarmode. Auch der Synthie-Score trägt das Seine dazu bei. Das ändert nichts daran, dass die mit ironischen Elementen angereicherte Blutsauger-Schauermär auch heute noch viel Freude bereitet. Zwar durchaus mit Respekt vor den Kreaturen der Nacht inszeniert, nimmt sich der Film doch nie zu ernst und entwickelt er sich im Verlauf zu einem höllischen Spektakel.

Entstanden im selben Jahr wie „Near Dark“

An den im selben Jahr unter der Regie der späteren Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow („Tödliches Kommando – The Hurt Locker“) entstandenen „Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis“ kommen die verlorenen Jungs zwar nicht heran, trotzdem hat sich „The Lost Boys“ eine verdiente Anhängerschaft erarbeitet. Beide Produktionen weisen ein paar Parallelen auf, so die Ansiedlung im damaligen Hier und Heute sowie die Story um einen jungen Mann, den Vampire in ihre Reihen aufzunehmen versuchen.

Ursprünglich sollte Richard Donner Regie führen. Er drehte dann aber lieber „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ und fungierte für „The Lost Boys“ als Executive Producer. Auf dem Regiestuhl landete Mary Lambert, die zuvor vornehmlich Musikvideos inszeniert hatte und später immerhin „Friedhof der Kuscheltiere“ drehte. Sie wurde aber vor Beginn der Dreharbeiten durch Joel Schumacher („Batman Forever“) ersetzt, der kurz zuvor mit „St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief“ reüssiert hatte.

Oscar-Preisträgerin im Cast

Bemerkenswert, dass in einem solchen Genrefilm mit Dianne Wiest eine Schauspielerin mitwirkte, die im selben Jahr für ihre Nebenrolle in Woody Allens „Hannah und ihre Schwestern“ einen Oscar gewann. 1995 erhielt sie – ebenfalls unter Allens Regie – die Trophäe sogar ein zweites Mal: für „Bullets over Broadway“.

Gedreht wurde im kalifornischen Santa Cruz, das an sich auch als den Ort der Handlung bilden sollte. Weil die Stadtoberen sich aber angesichts der Bezeichnung als Mörderhauptstadt um das Image ihres Orts sorgten, wurde daraus letztlich das fiktive Santa Carla. Mit „Lost Boys 2 – The Tribe“ (2008) und „Lost Boys – The Thirst“ (2010) entstanden mehr als 20 Jahre später zwei Fortsetzungen als Direct-to-Video-Produktionen. In beiden tritt erneut Corey Feldman als Vampire jagender Edgar Frog auf, im zweiten auch Jamison Newlander als sein Buder Alan.

Veröffentlichung: 16. Oktober 2008 als Blu-ray, 12. September 2008 als 2-Disc Premium Edition DVD, 22. Oktober 2004 als 2-Disc Special Edition DVD, 11. Dezember 1998 als DVD

Länge: 97 Min. (Blu-ray), 93 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: The Lost Boys
USA 1987
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Jan Fischer, James Jeremias, Jeffrey Boam
Besetzung: Kiefer Sutherland, Jason Patric, Corey Haim, Corey Feldman, Dianne Wiest, Barnard Hughes, Edward Herrmann, Jami Gertz, Jamison Newlander
Zusatzmaterial: keine Angabe
Label/Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Packshot Blu-ray: © 2008 Warner Home Video

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2 Antworten zu “The Lost Boys – Die Blutsauger von der Strandpromenade

  1. Michael Kleu

    2018/03/16 at 15:38

    Cry little sister *träller

    😉

     
  2. bullion

    2018/03/15 at 06:46

    Einer meiner 80er Jahre Lieblinge. Mag ich sehr!

     

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