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Archiv für den Monat April 2018

Zombies! Überlebe die Untoten – Tony Todd in Endzeitstimmung

Zombies

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Mensch, mal wieder eine Zombie-Apokalypse! Hatten wir lange nicht. Diesmal ist zur Abwechslung der US-Staat Minnesota Schauplatz der Handlung. Zu Beginn sitzt Luke (Steven Luke) auf irgendeiner Polizei-Revierwache in einer Zelle, doch glücklicherweise holt ihn Detective Stanley Sommers (Tony Todd) dort raus. Der kann jede helfende Hand gebrauchen, um die Untoten zu bekämpfen, die die Stadt überrannt haben.

Detective Sommers kommt zur rechten Zeit

Auf der Suche nach Überlebenden trifft Luke auf Haley (Heidi Fellner), eine alte Bekannte. Leider erweist sich die Augenklappen-Trägerin als etwas durchgeknallt. Mehr Glück hat Luke mit Bena (Raina Hein) und ihrer Schwester Tala (Amanda Day), die ihn aus misslicher Lage retten. Gemeinsam schlagen sie sich zur Farm des Vaters (Todd Vance) der beiden jungen Frauen durch.

Die Zombies haben das Land überrannt

„Zombies! Überlebe die Untoten“ fügt dem Untotengenre keinerlei neue Aspekte hinzu – mit einer Ausnahme, auf die ich gleich komme. Drehbuchautor und Regisseur Hamid Torabpour erzählt in seinem ersten Spielfilm einfach eine simple Story, die er als Aufhänger nutzt, um blutige Aufeinandertreffen zwischen Menschen und Zombies zu inszenieren. Immerhin hat er seinen Film so schlicht wie konsequent „Zombies“ betitelt. Um mehr geht es eben nicht. Die Dramaturgie läuft dabei nicht ganz rund, größenteils haben wir es mit einer Aneinanderreihung von Szenen zu tun, ohne dass sich Spannung groß aufbaut. Die im Verlauf der Zombie-Invasion offenbar wahnsinnig gewordene Haley wird sonderbarerweise selbst nicht von den blutrünstigen Kreaturen attackiert. Weshalb das so ist, erfahren wir nicht. Aber was fange ich auch von Logik an?

CGI-Kopfschüsse für FSK 16

Die Effekte von Kopfschüssen und Lukes Machetenhieben sind am Computer entstanden und sehen so aus, wie billiges CGI nun mal aussieht. Ein paar vereinzelte Make-up-Effekte gefallen da schon besser. Von der FSK gab es dafür eine Freigabe ab 16 Jahren für die ungeschnittene Fassung. Das rote FSK-18-Logo auf dem Cover dürfte einigen FSK-18-Trailern im Zusatzmaterial geschuldet sein. Die Zombies sind in diesem Fall Traditionalisten – sie schlurfen eher.

Haley hat sie nicht mehr alle

Am Ende will Torabpour seiner Geschichte mit einer überraschenden Wendung eine Tiefe geben, die leider überhaupt nicht zum vorher Gesehenen passt. Schade eigentlich, diese Wendung ist tatsächlich originell, wirkt aber wie ein Fremdkörper, da der Film bis dahin an der Oberfläche geblieben war. In ihrer Radikalität erinnerte sie mich an das Finale von Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung „Der Nebel“ („The Mist“, 2007), doch der Monsterfilm hatte zuvor schon Tiefe gehabt, da passte es und ließ die Zuschauer geplättet zurück. In diesem Fall hingegen habe ich mich schlicht gefragt, was das denn soll. Hätte der Regisseur zuvor mehr Wert auf Beziehungsaufbau und eine bewegende Endzeit-Atmosphäre gelegt, wäre sein Schlusspunkt womöglich das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Schade um eine verschenkte Idee. So geht „Zombies! Überlebe die Untoten“ als einer von vielen 08/15-Zombiefilmen ins Ziel, den man sich als anspruchsloser Allesgucker schon anschauen kann, der aber zügig der Vergessenheit anheimfallen wird. Wenn schon Zombies und Tony Todd, dann lieber Tom Savinis Romero-Remake „Night of the Living Dead“ von 1990.

Luke verteilt Kopfschüsse

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Tony Todd sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Bena steht ihm in nichts nach

Veröffentlichung: 3. Mai 2018 als Blu-ray 3D (inkl. 2D-Fassung), Blu-ray und DVD

Länge: 84 Min. (Blu-ray), 81 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16 (Veröffentlichung FSK 18 wg. 18er-Trailern)
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Zombies
USA 2017
Regie: Hamid Torabpour
Drehbuch: Hamid Torabpour
Besetzung: Tony Todd, Steven Luke, Raina Hein, Amanda Day, Aaron Courteau, Marcus Dee, Heidi Fellner, Jim Westcott, Amber Rhodes, Todd Vance
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Label/Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2018 Tiberius Film

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Gewinnspiel: 5 x Duell in Diablo auf DVD

Verlosung

Vier Jahre vor seinem ultrabrutalen „Das Wiegenlied vom Totschlag“ („Soldier Blue“) inszenierte Ralph Nelson 1966 mit „Duell in Diablo“ bereits einen Western, der einige Härten aufwies. Koch Films hat den Film mit James Garner gerade als 52. Beitrag der schönen „Edition Western Legenden“ veröffentlicht und uns fünf DVDs zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns dafür herzlich im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 6. Mai 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die beiden Fragen am Ende des Textes.

Fallen euch keine Antworten ein, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Jens Albers,
– Dirk Busch,
– Mike Hennig,
– Krautkopp,
– Mike Patzer.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Duell in Diablo“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Caprona 2 – Menschen, die die Zeit vergaß: Saurier und Samurai

The People that Time Forgot

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Abenteuer // Was wurde aus Bowen Tyler (Doug McClure)? Um diese Frage zu klären, ist ein Schiff in Richtung Caprona aufgebrochen. Expeditionsleiter Ben McBride (Patrick Wayne) ist gar nicht davon angetan, dass ihm die Fotoreporterin Lady Charlotte Cunningham (Sarah Douglas) als Teilnehmerin aufgenötigt wurde, aber da ihren Eltern die Zeitung gehört, welche den Suchtrip finanziert, blieb ihm keine Wahl. Nach dem Erreichen der hinter Packeis verborgenen Insel fliegt ein Erkundungstrupp per Wasserflugzeug los, wird bald darauf aber von einem Flugsaurier zu Boden gezwungen. Nach Begegnungen mit weiteren Dinosauriern treffen Ben, Charlotte und ihre Begleiter auf die Eingeborene Ajor (Dana Gillespie), die überraschenderweise ein Messer aus der Zivilisation bei sich trägt und des Englischen leidlich mächtig ist. Kann sie den Suchtrupp zu Tyler führen? Das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Durchs Packeis nach Caprona

Im knappen Outfit inklusive ausladendem Dekolleté bringt Dana Gillespie als Ureinwohnerin ein wenig der damaligen Zeit geschuldeten Sexappeal in die bekannte Story um eine Personengruppe, die sich mit den Widrigkeiten einer feindseligen, in diesem Falle urzeitlichen Umgebung herumplagen muss. Wie beim Vorgänger „Caprona – Das vergessene Land“ (1974), führte Kevin Connor („Der 6. Kontinent“) auch bei der zeitlich einige Jahre später angesiedelten Fortsetzung Regie. Wer am Erstling Gefallen fand, wird auch das Sequel mit Genuss schauen, obwohl dort alles ein klein wenig schwächer ausfällt. Die Auseinandersetzungen zwischen den modernen Eindringlingen und ihren eingeborenen Feinden nehmen diesmal noch größeren Raum ein als zuvor. Mit den Na-Gas tritt zudem ein neues Volk auf den Plan, deren Krieger in Samurai-Rüstungen auftreten – warum auch immer.

Smalltalk neben Saurier

Hinter der Maske des Henkers der Na-Gas verbirgt sich ein gewisser David Prowse, der sich einstmals hinter der Maske von Darth Vader in der klassischen „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“-Trilogie verbarg. Hauptdarsteller Patrick Wayne („Sindbad und das Auge des Tigers“) ist der zweite Sohn von John Wayne, konnte jedoch nie an dessen Ruhm anknüpfen. „Caprona 2 – Menschen, die die Zeit vergaß“ nimmt sich gegenüber der Vorlage von Edgar Rice Burroughs einige Freiheiten, die aber nicht weiter von Belang sind. Sicher nicht der spaßigste Beitrag zur „Creature Feature“-Reihe von Koch Films, aber da das Label dort schon den ebenso nostalgischen Vorgänger platziert hat, ist es nur recht und billig, mit dem Sequel ebenso zu verfahren.

Neben diesem Gesellen sollte man Vorsicht walten lassen

Die Reihe „Creature Feature“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Kann Ajor die Gruppe zu Tyler führen?

Veröffentlichung: 12. April 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 87 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The People that Time Forgot
GB/USA 1977
Regie: Kevin Connor
Drehbuch: Patrick Tilley, nach einem Roman von Edgar Rice Burroughs
Besetzung: Doug McClure, Patrick Wayne, Sarah Douglas, Dana Gillespie, Shane Rimmer, Tony Britton, John Hallam, David Prowse, Milton Reid, Kiran Shah, Richard LeParmentier, Jimmy Ray
Zusatzmaterial: Trailer, Interviews, Audiokommentar, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Feindselige Vormenschen lassen sich mit Signalfeuer beeindrucken

Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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