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Trommeln am Mohawk – Ein Denkmal für den Patriotismus und eine vernachlässigte Western-Epoche

07 Apr

Drums Along the Mohawk

Von Ansgar Skulme

Western // Gil Martin (Henry Fonda) und seine frisch angetraute Ehefrau Lana (Claudette Colbert) ziehen ins Mohawk-Tal, um sich dort an der Seite anderer mutiger Siedler eine neue Existenz aufzubauen. Vor dem Hintergrund des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges scheint ein friedliches Leben in der gefährlichen Gegend beinahe aussichtslos, dennoch lässt sich das junge Paar auf die Herausforderung ein. Schon bald bekommen es die Siedler mit mordlustig brandschatzenden Seneca-Indianern zu tun, die von der britischen Krone loyalen Anhängern der Tory-Bewegung aufgewiegelt werden. Selbst der ortsansässige Prediger (Arthur Shields) greift zur Waffe, um das Land und die christlichen Werte der Gemeinde zu verteidigen – und droht Deserteuren mit dem sofortigen Tod durch den Strang, dies mit einem „Amen!“ bekräftigend. Der immer wieder aufkeimende langwierige Kampf mit den alles Aufgebaute stets zerstören wollenden Feinden fordert Opfer an Land, Leib und Leben, doch Gil und Lana lassen sich auch vom Verlust ihres Grundstücks und einem Neuanfang als Bedienstete der rüstigen Mrs. McKlennar (Edna May Oliver) nicht unterkriegen.

„Trommeln am Mohawk“ ist John Fords erster Farbfilm, aufgenommen in prächtigem Technicolor von Bert Glennon und Ray Rennahan. Glennon hatte mit John Ford bereits kurz zuvor für „Höllenfahrt nach Santa Fé“ („Stagecoach“) zusammengearbeitet, Rennahan schon in den 20er-Jahren Erfahrungen mit Technicolor gesammelt. Ende der 30er, Anfang der 40er war Ray Rennahan der wohl erfolgreichste und gefragteste Farb-Kameramann Hollywoods, mit jahrelanger Reputation, die er sich unter anderem mit den Farbversionen von „Der geheimnisvolle Doktor X“ (1932) und „Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts“ (1933) erworben hatte.

Man bleibt gefesselt – manchmal ohne zu wissen warum

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dass „Trommeln am Mohawk“ hinsichtlich Pathos, Patriotismus und Christentum-Propaganda bedenkliche Maßstäbe setzt, kann sich an großartigen Bildern und den für John Ford typischen, diversen prägnanten, schrägen, kantigen und kauzigen Figuren erfreuen. Auch wenn die Drehbuchautoren mit vielen Oberflächlichkeiten enttäuschen, verstanden es die Macher, die Geschichte kurzweilig und humorvoll, mit gut gefilmten Actioneinlagen und spannenden Wendungen zu erzählen, selbst wenn man sich eigentlich kaum einer Figur so richtig verbunden fühlt, da der Film zu wenig hinterfragt. Die Menschen in der Welt dieses Films zeigen zwar Gefühle und Mitleid – wenn sie denn keine Indianer oder Tories sind –, dienen aber trotzdem fast durch die Bank wie Lämmer ihrer Fahne. Nur ein paar sich ängstigende Frauen und alte Hasen über 60 (die man aber kaum im Bild sieht) stehen allen jüngeren Männern, die per se ohne Wenn und Aber in den Krieg ziehen, gegenüber. Wer Angst hat zu kämpfen, ist pauschal ein Feigling, der exekutiert gehört – solche Moral kennt man aus Propagandafilmen. Zudem nervt die bilderbuchhafte Biederkeit des Protagonisten zuweilen stärker, als dass es seiner Angebeteten gelingt, Sympathie für das junge Glück zu generieren.

Aufgebaut und bald in Trümmern – Gil Martin muss sein Grundstück widerwillig aufgeben

Die Ursache dafür, dass der Film seine Geschichte dennoch ohne Durchhänger ins Ziel bringt, kann man in John Fords inszenatorischer Raffinesse suchen, die alle Schwächen mit extrovertierten, gut gespielten, wenn auch noch so oberflächlichen (Neben-)Figuren und starken Bildern seiner Kameramänner kaschiert. Allein schon die grandiose Aufnahme gen Ende, wenn Gil Martin vor glühendem Himmel zu Fuß drei Verfolgern entflieht, ist die Sichtung des Films wert. Wobei man sich, zugegebenermaßen, während der Verfolgungsjagd wiederholt fragt, wie die wechselnden Abstände zwischen Verfolger und Verfolgtem zu erklären sind – schon fast erwischt, hat Gil Martin wenig später plötzlich wieder einen signifikanten Vorsprung herausgelaufen, ohne dass im Bild ersichtlich gewesen ist, wie es dazu kommen konnte. Den Mann hätte es bei den Olympischen Spielen gebraucht! Dass die einzigen beiden Oscar-Nominierungen an die Kameraleute sowie an Edna May Oliver in der Rolle der Mrs. McKlennar gingen – nicht aber an den Film als womöglich besten des Jahres oder den Regisseur –, weist die Bedeutung der Bilder und Nebenfiguren für „Trommeln am Mohawk“ nach, wobei man John Ford zugutehalten muss, dass es schon fast ein Kunststück ist, diesen Film, trotz aller Oberflächlichkeiten und trotz eines äußerst langweiligen Protagonisten, zu einem schlüssigen Ganzen geformt zu haben. Das Spannendste an Henry Fondas Präsenz in dem Film ist, dass die Vorfahren des Schauspielers wirklich zu den frühen Siedlern im Mohawk-Tal gehört haben sollen.

Viel Unsinn für ein Halleluja

Eine besonders bemerkenswerte Figur – abgesehen von dem bereits erwähnten Prediger, der, selbst aus heutiger Sicht, doch recht mutige, forsche Sprüche, Hetz- und Hasstiraden im Namen der Geistlichkeit von sich gibt – ist ein Indianer namens Blue Back aus dem Volk der Oneida. Gespielt wurde dieser von Chief John Big Tree, der John Ford hier ebenso wie in „Stagecoach“ (1939) als plakativ inszeniertes Indianer-Gesicht in einigen denkwürdigen Aufnahmen diente, offensichtlich angelehnt an historische Fotografien von Persönlichkeiten wie etwa Sitting Bull. Kurios ist der Widerspruch, dass er einerseits in beiden Filmen als Prototyp für das Klischee des schweigsamen, scheinbar nie lächelnden, zunächst fast regungslosen Indianers mit markantem Aussehen eingeführt wird, in „Trommeln am Mohawk“ dann aber, sobald er den Mund aufmacht, fast durchweg nur Absurdes von sich gibt und das zunächst vermittelte äußerliche Bild somit gewissermaßen selbst völlig konterkariert – mit der Bedrohlichkeit ist es dann sehr schnell vorbei, mit der scheinbaren Weisheit und Besonnenheit allerdings auch. Rund zehn Jahre später lieferte Chief Big Tree in Fords „Der Teufelshauptmann“ („She Wore a Yellow Ribbon“, 1949) eine Dialogszene mit John Wayne ab, die man schon als legendär bezeichnen kann, in der er ebenfalls allerlei Kuriositäten von sich gibt – er als stark gealterter Häuptling, Wayne als sichtlich gealterter Soldat.

Caldwell hetzt die Seneca-Indianer auf

Dieser Blue Back in „Trommeln am Mohawk“ – ein treuer Freund und Diener von Gil Martin – wirft wie im Rausch mit dem Schlagwort „Halleluja!“ als Zeichen seiner angeblichen Christlichkeit und mit ein paar Binsenweisheiten um sich, die vom Film als eine Art von pseudo-indianischer, putziger Altersweisheit verkauft werden. Gekrönt wird die Rolle von der Absurdität, dass Blue Back selbst das Wort „Indianer“ als Bezeichnung für die Seneca verwendet, als er in einer Szene seine Siedlerfreunde vor der nahenden Meute warnt. All das in umständlich, stockend vorgetragenen Texten aufgesagt – eine Aussprache, die selbst für Indianer im klassischen Hollywood-Kino recht sonderbar und stellenweise fast senil wirkt. Wenn man jemandem erklären will, was das Wort „radebrechen“ in seiner extremsten Form bedeutet, haben John Ford und Chief John Big Tree hier gewissermaßen den Lehrfilm dazu vorgelegt.

Blue Back hat sich der Kultur der Siedler angepasst

Der Begriff „Indianer“ ist ohnehin fragwürdig genug, als Bezeichnung für die von Hollywood generierten Stereotypen aber sinnvoll, da das, was man in den klassischen Western sieht, zumeist eben stilisierte Kunstfiguren sind, die bestimmte Images erfüllen und eben nicht „nordamerikanische Ureinwohner“, wie sie wirklich waren. Aber dass ein „Indianer“ wie Blue Back andere Ureinwohner einfach nur als „Indianer“ bezeichnet bzw. mit dem für klassische Western typischen Warnruf „Indians!“ auf den Lippen die ehrbaren Siedler in Angst und Schrecken versetzt, anstatt wenigstens den Namen des Volkes zu gebrauchen, vor dem er warnt, kann man schon eine Dreistigkeit der Autoren nennen – wenn die Szene denn wirklich so im Drehbuch gestanden haben sollte. Unter allen klassischen Western wirklich bekannter, populärer Regisseure dieses Genres, zeichnet „Trommeln am Mohawk“ zweifellos eines der oberflächlichsten Indianer-Bilder überhaupt. Ich behaupte sogar: Mehr als Dreiviertel aller A-, B- und C-Farbwestern der 30er bis 50er sind in dieser Hinsicht besser als der vorliegende John-Ford-Film – und zudem natürlich auch viele schwarz-weiße Genrebeiträge. Wenngleich natürlich historisch überliefert ist, welche Ureinwohner-Völker sich den Briten bzw. den ihnen loyalen Kräften im Land, welche sich hingegen der nach der Unabhängigkeit Amerikas strebenden Seite angeschlossen hatten und wenngleich, notfalls unter Zuhilfenahme des Romans, letztlich irgendwie klar wird, welchen Völkern die im Film gezeigten Indianer angehören, bemüht sich der Film so gut wie gar nicht um Klarstellung und lässt die Namen der Völker praktisch völlig aus dem Spiel. Die Seneca – mit zunehmender Dauer des Krieges im Film mutmaßlich auch mit Kriegern anderer Stämme vermischt – sind hier nichts anderes als betrunkene, brandstiftende Wilde, namenlose „Rothäute“ und Folterer ohne Sinn und Verstand, die sich von ein paar wenigen Tories, die man kaum zu Gesicht bekommt, aufhetzen lassen, ohne dass man dazu auch nur annähernd so etwas wie Details erfahren würde. Sie sind eine abstrakte, krakeelende, brutale Meute von dummen Säufern – und sonst nichts. Am Ende des Films wird vorsichtig eine Art Häuptling erahnbar, der plötzlich auftaucht, aber auch genauso schnell wieder verschwunden ist, ohne in irgendeiner Weise so etwas wie ein Statement zu hinterlassen – wenn man denn sein verächtliches Schweigen nicht als solches werten will. Der friedfertige Blue Back steht all dem zwar durch eine stärkere Präsenz und so etwas wie Individualität entgegen, führt sich wiederum aber trotz seines hohen Alters wie ein äußerst naiver, kleingeistiger Waldschrat auf – und redet dann über die anderen Ureinwohner auch noch so, als sei er selbst keiner oder hätte es bereits vergessen. Die Moral von der Geschichte scheint zu sein, dass alle Indianer entweder zutiefst ungebildet oder brutal oder beides sind. Kurzum: Entweder sie sind aufgrund ihrer Dummheit lustig, naiv oder gewalttätig – aber in jedem Fall dumm. Jeden, der so etwas als geschichtsrevisionistische Propaganda auslegt, die das Erbe der nordamerikanischen Ureinwohner mehr oder minder bagatellisiert, kann man da nur schwer entkräften.

Die Epochen des Westerns

Für wichtig halte ich persönlich diesen Film, neben seinen großartigen Bildern und der Tatsache, dass er zu den frühesten Western im Drei-Farben-Verfahren von Technicolor gehört, vor allem deswegen, weil er einer der bekanntesten klassischen Hollywood-Western aus einem allgemein eher wenig beleuchteten Feld ist – dem der im 18. Jahrhundert spielenden Filme des Genres – und hierfür gewissermaßen Werbung macht. In den USA spricht mancher in diesem Zusammenhang auch gar nicht unbedingt von „Western“, sondern von „period pictures“ bzw. „Kostümfilmen“. Die in dieser Epoche spielenden Western zeigen die früheste Besiedlung unberührter Gebiete, interpretieren die Grundsteinlegung der Vereinigten Staaten, wenn man so will. Bis auf „Trommeln am Mohawk“, den wenig später veröffentlichten „Nordwest-Passage“ (1940) von King Vidor und „Die Unbesiegten“ (1947) von Cecil B. DeMille, hat es kaum ein klassischer Western, der im Zeitraum der Begründung der Vereinigten Staaten von Amerika spielt – also grob in einem Fenster von den 1740ern bis zu den 1780ern, das von historischen Eckpfeilern wie dem sogenannten Siebenjährigen Krieg und dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg dominiert wird –, zu wirklicher Bekanntheit gebracht. Diverse populäre Western-Regisseure haben schlichtweg nie einen Genrebeitrag gedreht, der in diesem Zeitraum spielt. Es gibt dennoch ein paar weitere interessante klassische Western, die in dieses Zeitfenster fallen und eine nähere Betrachtung lohnen; zum Beispiel „Als die Rothäute ritten“ (1951), „Battles of Chief Pontiac“ (1952), dazu einige gelungene, aber heute kaum noch bekannte James-Fenimore-Cooper-Adaptionen aus den 30ern, 40ern und 50ern (besonders hervorzuheben: Phil Karlsons „The Iroquois Trail“, ein zu Unrecht fast vergessener, wirklich guter Film – mit dem verwirrenden deutschen Titel „Auf Winnetous Spuren“) oder nehmen wir den ersten 3D-Western aller Zeiten: „Fort Ti“ (1953) von William Castle. Erst recht wenige Filme, wie „El Tigre“ (1955) sowie der auf der Pocahontas-Geschichte basierende „Steppe in Flammen“ (1953) oder „Der Hauptmann von Kastilien“ (1947), gehen sogar noch weiter in die US-Historie zurück.

Schärfer, schicker, schöner

Da „Trommeln am Mohawk“ hierzulande bisher schon in zwei verschiedenen Auflagen auf DVD erschienen ist, hätte man sich vielleicht den einen oder anderen noch unveröffentlichten Klassiker vorrangig als nächsten Beitrag der „Edition Western Legenden“ von Koch Films gewünscht. Erstmals jedoch gibt es nun eine Blu-ray dazu und selbst auf der DVD merkt man die deutlichen Bildverbesserungen – vor allem hinsichtlich der Schärfe. Schon die Veröffentlichung von 2004 war farblich und darüber hinaus qualitativ annehmbar, doch nun werden auch HD-Ansprüche bestens erfüllt. Dazu gesellt sich weiteres Bonusmaterial, unter anderem ein Audiokommentar von Julie Kirgo und Nick Redman sowie deren Dokumentation „Becoming John Ford“. Bedauerlich ist, dass die deutsche Kinosynchronfassung von 1949 offenbar nicht mehr aufzutreiben ist. Ein Label wie Koch Films hätte sie mit Sicherheit gern als Zusatz veröffentlicht. Stattdessen muss man auch hier erneut mit der im Auftrag des ZDF entstandenen Synchronfassung von 1978 vorliebnehmen, die zwar mit vielen bekannten Stimmen zu gefallen weiß, aber neben dem (unvermeidlich) merklich zu modernen Sound vor allem daran krankt, dass man nicht auf die separate Musikspur zugreifen konnte, was zur Folge hat, dass die Musik zuweilen auffällig während Dialogen verschwindet und dann wieder einsetzt – ein bei Jahrzehnte später entstandenen Synchronfassungen des Öfteren anzutreffendes Phänomen. Andererseits kann man es auch positiv sehen, dass wenigstens keine ersatzweise Musik eingespielt wurde, die nicht der Originalmusik entspricht. Schließlich gab es bei einigen deutschen Fernsehsynchronisationen von frühen US-Tonfilmen aus den 30ern und 40ern durchaus berüchtigte Entgleisungen mit fragwürdiger neuer Musik – beispielsweise bei den 70er-Synchronfassungen der Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy, die im Auftrag des ZDF erstellt wurden. Der vielleicht interessanteste, sympathischste Aspekt der auf der DVD enthaltenen Synchronfassung, ist, dass man den renommierten deutschen Schauspieler Wolfgang Lukschy, der sich bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg als Sprecher großer Rollen in der Synchronbranche etablierte, aber auch schon während des Krieges als Synchronsprecher aktiv gewesen war, hier als Blue Back hört. Lukschy, der zu dem vergleichsweise kleineren Teil der Schauspieler zählte, die parallel zur erfolgreichen Synchronkarriere (als Sprecher großer Stars) auch in erfolgreichen Kinofilmen (als Nebendarsteller) vor der Kamera präsent blieben, war noch bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1983 im Synchronstudio aktiv. Für mich gehört er zu den Sprechern, die mit dem Alter sogar immer besser und stimmlich interessanter wurden. Denkwürdig etwa seine Einsätze für Walter Matthau in „Ein seltsames Paar“ (1968), „Die Kaktusblüte“ (1969) und „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“ (1974). Sich den mittlerweile über 70 Jahre alten Lukschy, einen Schauspieler dieses Formats und dieser Erfahrung, im Synchronstudio beim Vertonen einer zum einen recht kleinen und obendrein hochgradig abstrusen Rolle wie ausgerechnet Blue Back vorzustellen, wild „Halleluja!“ herumschreiend und wirres Zeug palavernd – einschließlich einer Szene, in der der alte Indianer seinem Freund Gil Martin Ratschläge zur Ehe gibt, die Frauenrechtlerinnen auf die Palme bringen dürfte –, zaubert dem Betrachter, wenn er darum weiß, unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht. Angewiesen war Lukschy auf diese Rolle sicherlich nicht im Geringsten – aber er dürfte einigen Spaß damit gehabt haben. Welche John-Ford-Filme, die keine Western sind und in denen John Wayne nicht mitspielt, haltet Ihr für unverzichtbar?

Der Reverend predigt Brandreden – die Gemeinde lauscht andächtig

Die „Edition Western Legenden“ von Koch Films:

01. Die weiße Feder (White Feather, 1955)
02. Rache für Jesse James (The Return of Frank James, 1940)
03. Der letzte Wagen (The Last Wagon, 1956)
04. Union Pacific (Union Pacific, 1939)
05. Rio Conchos (Rio Conchos, 1964)
06. Schieß zurück Cowboy (From Hell to Texas, 1958)
07. Herrin der toten Stadt (Yellow Sky, 1948)
08. Die schwarze Maske (Black Bart, 1948)
09. Ritt zum Ox-bow (The Ox-Bow Incident, 1943)
10. 100 Gewehre (100 Rifles, 1969)
11. Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill (Shoot Out, 1971)
12. Der große Aufstand (The Great Sioux Uprising, 1953)
13. Der Tag der Vergeltung (Untamed Frontier, 1952)
14. Duell mit dem Teufel (The Man from Bitter Ridge, 1955)
15. Grenzpolizei Texas (The Texas Rangers, 1936)
16. El Perdido (The Last Sunset, 1961)
17. Trommeln des Todes (Apache Drums, 1951)
18. Drei Rivalen (The Tall Men, 1955)
19. Quantez, die tote Stadt (Quantez, 1957)
20. Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders, 1950)
21. Die Höhle der Gesetzlosen (Cave of Outlaws, 1951)
22. Western Union (Western Union, 1941)
23. Ritt in den Tod (Walk the Proud Land, 1956)
24. Vorposten in Wildwest (Two Flags West, 1950)
25. Santiago der Verdammte (The Naked Dawn, 1955)
26. Verschwörung auf Fort Clark (War Arrow, 1953)
27. Vom Teufel verführt (The Rawhide Years, 1955)
28. Der große Bluff (Destry Rides Again, 1939)
29. Gold aus Nevada (The Yellow Mountain, 1954)
30. Rivalen im Sattel (Bronco Buster, 1952)
31. Feuer am Horizont (Canyon Passage, 1946)
32. Noch heute sollst du hängen (Star in the Dust, 1956)
33. Frisco Express (Wells Fargo, 1937)
34. Schieß oder stirb (Gun for a Coward, 1957)
35. Der große Minnesota Überfall (The Great Northfield, Minnesota Raid, 1972)
36. Mit roher Gewalt (The Spoilers, USA 1955)
37. Die Welt gehört ihm (The Mississippi Gambler, USA 1953)
38. Rebellen der Steppe (Calamity Jane and Sam Bass, USA 1949)
39. Der Vagabund von Texas (Along Came Jones, USA 1945)
40. Auf verlorenem Posten (The Lone Hand, USA 1953)
41. California (California, USA 1947)
42. Der blaue Mustang (Black Horse Canyon, USA 1954)
43. Die Meute lauert überall (Raw Edge, USA 1956)
44. Rächer der Enterbten (The True Story of Jesse James, USA 1957)
45. Schüsse peitschen durch die Nacht (Showdown at Abilene, USA 1956)
46. Flucht vor dem Tode (The Cimarron Kid, USA 1952)
47. Stunden des Terrors (A Day of Fury, USA 1956)
48. Der große Zug nach Santa Fé (Cattle Drive, USA 1951)
49. Der eiserne Kragen (Showdown, USA 1963)
50. Garten des Bösen (Garden of Evil, USA 1954)
51. Trommeln am Mohawk (Drums Along the Mohawk, USA 1939)
52. Duell in Diablo (Duel at Diablo, USA 1966)
53. Massai – Der große Apache (USA 1954)
54. Zwischen zwei Feuern (The Indian Fighter, USA 1955)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von John Ford sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Henry Fonda in der Rubrik Schauspieler.

An jedem Anfang waren Siedler, wo heute Dörfer und Städte sind

Veröffentlichung: 12. April 2018 als Blu-ray und DVD, 13. Oktober 2011 als DVD (EuroVideo), 25. November 2004 als DVD (Ascot Elite Home Entertainment)

Länge: 104 Min. (Blu-ray), 100 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Drums Along the Mohawk
USA 1939
Regie: John Ford
Drehbuch: Lamar Trotti, William Faulkner, Bess Meredyth & Sonya Levien, nach einem Roman von Walter D. Edmonds
Besetzung: Claudette Colbert, Henry Fonda, Edna May Oliver, John Carradine, Ward Bond, Chief John Big Tree, Arthur Shields, Roger Imhof, Francis Ford, Russell Simpson
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Julie Kirgo und Nick Redman, Dokumentation „Becoming John Ford“, US-Kinotrailer, Bildergalerie, Booklet
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Ansgar Skulme
Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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17 Antworten zu “Trommeln am Mohawk – Ein Denkmal für den Patriotismus und eine vernachlässigte Western-Epoche

  1. Sascha Nolte

    2018/04/22 at 17:32

    Mir fällt da The Lost Patrol von ’34 ein, ein Kriegsdrama in dem man die Wüstenhitze förmlich spüren kann und mit einem als psychisch labiler Fußsoldat brillant besetztem jungen Boris Karloff.

     
  2. Michael Behr

    2018/04/16 at 16:24

    Was bleibt mir da schon groß hinzuzufügen. „Früchte des Zorns“ wurde ja schon oft genannt, aber absolut zu Recht.

     
  3. Dennis Reichenbach

    2018/04/16 at 16:18

    mir fällt auf Anhieb keiner ein,aber warum auch ich liebe gerade seine Filme mit John Wayne

     
  4. Christoph

    2018/04/16 at 12:50

    Neben Früchte des Zorns sollte man Stadtgespräch mal gesehen haben.

     
  5. A key to my World

    2018/04/15 at 18:18

    Ich denke „Früchte des Zorns“ fällt mir auf Anhieb nur ein 😊

     
  6. Ralf

    2018/04/15 at 13:18

    „Früchte des Zorns“ habe ich leider noch nicht gesehen, aber „Keine Zeit für Heldentum“ (gemeinsam mit Mervyn LeRoy) gedreht ist eine sehr unterhaltsame Kriegs-Tragikomödie mit herausragender Besetzung (Henry Fonda, James Cagney, William Powell, Jack Lemmon). Kein Meisterwerk, aber definitiv sehenswert!

     
  7. Mike Hennig

    2018/04/14 at 22:22

    Da fällt mir jetzt nur der Kriegsfilm Die letzte Patrouille aus dem Jahr 1934 ein. War meiner Erinnerung nach u.a. mit Boris Karloff.

     
  8. Rico Lemberger

    2018/04/13 at 19:50

    Als Nicht-Western fällt mir nur der GEFANGENE DER HAIFISCHINSEL ein.

    M. E. war FORD aber vor allem im Westerngenre wegweisend. Bei den anderen Genres waren andere viel besser.

     
  9. Michael Hug

    2018/04/13 at 14:29

    Eindeutig die Verfilmung des Pulitzer-Preis gekrönten Romans „The Grapes of Wrath“ (Die Früchte des Zorns) von John Steinbeck, für die John Ford damals einen Regie-Oscar bekommen hat. Insgesamt hatte der Film 1941 sieben Oscar-Nominierungen. Derzeit rangiert der Film auf Platz 23 in der Liste des American Film Institute der 100 besten Filme aller Zeiten.

     
  10. Mr. Majestyk

    2018/04/13 at 14:21

    Die Liste an unverzichtbaren Ford-Filmen ist lang.
    Definitiv „How Green Was My Valley“ sowie „The Grapes of Wrath“ und für mich persönlich auch „Mogambo“.

     
  11. holly

    2018/04/13 at 11:19

    für mich how green was my valley von 1941 ,grapes of wrath von 1940 und mogambo von 1953

     
  12. Christian Anger

    2018/04/13 at 09:48

    Definitiv „The Grapes Of Wrath“ – ein großes, berührendes, dass auch nach fast 80 Jahren fesselt und dessen Blick auf die Flüchtlingsthematik bedrückend realistisch und aktueller denn je ist.

     
  13. Holger Jekel

    2018/04/13 at 09:19

    Kein Western? Ohne John Wayne?
    Nun ja. Dann eben Henry Fonda. 😉
    DER JUNGE MR. LINCOLN
    und
    FRÜCHTE DES ZORNS.

     
  14. Lars Johansen

    2018/04/13 at 08:17

    Lost Patrol
    Sergeant Rutledge
    Cheyenne Autumn
    Und so viel mehr. 😉

     
  15. Andreas

    2018/04/13 at 06:37

    „Cheyenne“,ein wichtiges Spätwerk von Ford, sowie „Schlagende Wetter“, „Faustrecht der Prärie“ und „Früchte des Zorns“ würde ich da nennen. Zudem noch den Klassiker „Mogambo“. Sehr gerne sehen würde ich mal den in Deutschland nahezu unbekannten Ford-Film „Das letzte Hurra“ mit Spencer Tracy aus dem Jahre 1958.

     
  16. Thomas

    2018/04/13 at 05:30

    Da fällt mir das Drama „Früchte des Zorns“ (auch mit Henry Fonda) ein.

     
    • V. Beautifulmountain

      2018/04/13 at 05:39

      Wichtiger Film in der Tat. Wichtiger Roman, auch heute noch aktuell, auch wenn er in einer ganz anderen Zeit spielt.

       

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