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Caprona 2 – Menschen, die die Zeit vergaß: Saurier und Samurai

26 Apr

The People that Time Forgot

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Abenteuer // Was wurde aus Bowen Tyler (Doug McClure)? Um diese Frage zu klären, ist ein Schiff in Richtung Caprona aufgebrochen. Expeditionsleiter Ben McBride (Patrick Wayne) ist gar nicht davon angetan, dass ihm die Fotoreporterin Lady Charlotte Cunningham (Sarah Douglas) als Teilnehmerin aufgenötigt wurde, aber da ihren Eltern die Zeitung gehört, welche den Suchtrip finanziert, blieb ihm keine Wahl. Nach dem Erreichen der hinter Packeis verborgenen Insel fliegt ein Erkundungstrupp per Wasserflugzeug los, wird bald darauf aber von einem Flugsaurier zu Boden gezwungen. Nach Begegnungen mit weiteren Dinosauriern treffen Ben, Charlotte und ihre Begleiter auf die Eingeborene Ajor (Dana Gillespie), die überraschenderweise ein Messer aus der Zivilisation bei sich trägt und des Englischen leidlich mächtig ist. Kann sie den Suchtrupp zu Tyler führen? Das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Durchs Packeis nach Caprona

Im knappen Outfit inklusive ausladendem Dekolleté bringt Dana Gillespie als Ureinwohnerin ein wenig der damaligen Zeit geschuldeten Sexappeal in die bekannte Story um eine Personengruppe, die sich mit den Widrigkeiten einer feindseligen, in diesem Falle urzeitlichen Umgebung herumplagen muss. Wie beim Vorgänger „Caprona – Das vergessene Land“ (1974), führte Kevin Connor („Der 6. Kontinent“) auch bei der zeitlich einige Jahre später angesiedelten Fortsetzung Regie. Wer am Erstling Gefallen fand, wird auch das Sequel mit Genuss schauen, obwohl dort alles ein klein wenig schwächer ausfällt. Die Auseinandersetzungen zwischen den modernen Eindringlingen und ihren eingeborenen Feinden nehmen diesmal noch größeren Raum ein als zuvor. Mit den Na-Gas tritt zudem ein neues Volk auf den Plan, deren Krieger in Samurai-Rüstungen auftreten – warum auch immer.

Smalltalk neben Saurier

Hinter der Maske des Henkers der Na-Gas verbirgt sich ein gewisser David Prowse, der sich einstmals hinter der Maske von Darth Vader in der klassischen „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“-Trilogie verbarg. Hauptdarsteller Patrick Wayne („Sindbad und das Auge des Tigers“) ist der zweite Sohn von John Wayne, konnte jedoch nie an dessen Ruhm anknüpfen. „Caprona 2 – Menschen, die die Zeit vergaß“ nimmt sich gegenüber der Vorlage von Edgar Rice Burroughs einige Freiheiten, die aber nicht weiter von Belang sind. Sicher nicht der spaßigste Beitrag zur „Creature Feature“-Reihe von Koch Films, aber da das Label dort schon den ebenso nostalgischen Vorgänger platziert hat, ist es nur recht und billig, mit dem Sequel ebenso zu verfahren.

Neben diesem Gesellen sollte man Vorsicht walten lassen

Die Reihe „Creature Feature“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Kann Ajor die Gruppe zu Tyler führen?

Veröffentlichung: 12. April 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 87 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The People that Time Forgot
GB/USA 1977
Regie: Kevin Connor
Drehbuch: Patrick Tilley, nach einem Roman von Edgar Rice Burroughs
Besetzung: Doug McClure, Patrick Wayne, Sarah Douglas, Dana Gillespie, Shane Rimmer, Tony Britton, John Hallam, David Prowse, Milton Reid, Kiran Shah, Richard LeParmentier, Jimmy Ray
Zusatzmaterial: Trailer, Interviews, Audiokommentar, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Feindselige Vormenschen lassen sich mit Signalfeuer beeindrucken

Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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Eine Antwort zu “Caprona 2 – Menschen, die die Zeit vergaß: Saurier und Samurai

  1. Andreas

    2018/04/27 at 08:27

    Empfand die Fortsetzung immer als enttäuschenden Nachklapp zum gelungenen Erstling. Bis auf den Anfang ist der Film weitestgehend langatmig. Den Handlungsstrang mit dem neuen Volk halte ich für misslungen. Offensichtlich war dies aber billiger, als das eine oder andere Monster mehr zu zeigen. „Warlords of Atlantis“ ist sicherlich der beste Film von Kevin Connor.

     

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