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Jean-Claude Van Damme (XVIII): Kickboxer – Die Abrechnung: Mal wieder gegen ein Monstrum kämpfen

26 Apr

Kickboxer – Retaliation

Von Volker Schönenberger

Action // Erinnern wir uns: 18 Monate zuvor war es Kurt Sloane (Alain Moussi) gelungen, den Tod seines Bruders zu rächen – siehe „Kickboxer – Die Vergeltung“ (2016). Er schwor den illegalen Kämpfen ab, verließ Thailand und schlug eine legale Karriere als Kampfsportler ein. Doch nun holt ihn die Vergangenheit wieder ein: Sloane wird entführt und landet in einem Knast nördlich von Bangkok. Hinter der Aktion steht Thomas Tang Moore (Christopher Lambert), Promoter illegaler Kämpfe. Der will Sloane überreden, für eine Million Dollar gegen den Champion Mongkut (Hafþór Júlíus Björnsson) zu kämpfen. Sloane lehnt ab und lässt sich auch durch konstante Drangsalierungen im Knast nicht umstimmen. Als seine Frau Liu (Sara Malakul Lane) nach Thailand kommt, um ihren Ehemann zu suchen, nutzt Moore die Gelegenheit und kidnappt sie, um ein Druckmittel gegen Sloane in der Hand zu haben.

Im thailändischen Knast trifft Kurt Sloane auf …

Der siebte, bei uns ungeschnitten ab 16 Jahren freigegebene Aufguss der „Kickboxer“-Reihe entpuppt sich als Nummernrevue, aber letztlich sind Martial-Arts-Actionfilme ja oft nichts anderes. Interpretiert man den Vorgänger „Kickboxer – Die Vergeltung“ als Reboot des ersten „Kickboxer“-Films „Karate Tiger 3 – Der Kickboxer“, handelt es sich bei „Kickboxer – Die Abrechnung“ um den zweiten Teil. Teil 3 ist längst in Planung, trug vormals anscheinend den Titelzusatz „Syndicate“, der mittlerweile aber offenbar durch das kernigere „Armageddon“ ersetzt wurde.

… den schlagkräftigen Amerikaner Briggs

Im thailändischen Knast muss sich Kurt Sloane anfangs einige Thailänder vom Leib halten, was ihm nicht schwer fällt. Dann stört er die Meditation des Amerikaners Briggs, der von keinem Geringeren als dem ehemaligen Box-Weltmeister Mike Tyson verkörpert wird. Nach einer anfänglichen Auseinandersetzung raufen sich die beiden zusammen, zumal sie gemeinsam ausgepeitscht werden – das verbindet. Briggs führt Sloane eines Nachts zu dessen ehemaligem Trainer Durand – Auftritt Jean-Claude Van Damme.

Auch Coach Durand mischt wieder mit

Während seiner Trainingseinheiten hinter Gittern wird Kurt Sloane einmal sogar mit Fußbällen beschossen, die ein gewisser Ronaldinho tritt – eine kuriose Einlage, letztlich aber nur ein Gimmick. Der isländische Strongman Hafþór Júlíus Björnsson, Darsteller von Kurt Sloanes Endgegner Mongkut, spielt seit der vierten Staffel von „Game of Thrones“ den so bösartigen wie monströsen Kämpfer Gregor „Der reitende Berg“ Clegane. Christopher „Highlander“ Lambert ist leider seit langer Zeit nur noch ein Schatten früherer Star-Zeiten, sein schmieriger Auftritt in „Kickboxer – Die Abrechnung“ passt da gut ins Bild.

Promoter Moore zieht die Fäden

Wie im Genre üblich, dient die Handlung lediglich als Aufhänger für ausgiebig zelebrierte Kampfeinlagen. Und die haben es in sich. Die Besetzung ist gespickt mit Kampfsport-erfahrenen Athleten: Renato Sobral, Frankie Edgar, Renzo Gracie, Maurício „Shogun“ Milani Rua und Rico Verhoeven spielen sich selbst oder andere Figuren. Der aus dem Stuntman-Sektor kommende Hauptdarsteller Alain Moussi kann da glücklicherweise durchaus bestehen. Die spektakulären Kampfszenen sind erwartungsgemäß ansprechend und ideenreich choreografiert – Fans des Genres kommen voll auf ihre Kosten. Und für die ist „Kickboxer – Die Abrechnung“ schließlich auch gemacht. Welche Martial-Arts-Klassiker sind eure Favoriten? Welche Geheimtipps könnt Ihr empfehlen?

Möchten Sie gegen diesen Herrn antreten?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jean-Claude Van Damme sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Sloane wagt es

Veröffentlichung: 27. April 2018 als Blu-ray und DVD sowie als Teil der Blu-ray-Box „Ultimate Kickboxer Collection“ im Verbund mit „Kickboxer – Die Vergeltung“

Länge: 111 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Kickboxer – Retailiation
USA 2018
Regie: Dimitri Logothetis
Drehbuch: Dimitri Logothetis
Besetzung: Alain Moussi, Christopher Lambert, Jean-Claude Van Damme, Mike Tyson, Sara Malakul Lane, Hafþór Júlíus Björnsson, Sam Medina, Steven Swadling, Renato Sobral, Frankie Edgar, Renzo Gracie, Maurício „Shogun“ Milani Rua
Zusatzmaterial: Interviews: Meet the Fighters, Wendecover
Label: Ascot Elite Home Entertainment
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2018 Ascot Elite Home Entertainment

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7 Antworten zu “Jean-Claude Van Damme (XVIII): Kickboxer – Die Abrechnung: Mal wieder gegen ein Monstrum kämpfen

  1. Daniel

    2018/05/20 at 15:05

    Zu den Lieblingsklassikern zähle ich alle Bruce Lee Filme.. Das Schwert des gelben Tigers..Bloodsport.. Karate Tiger..American Fighter 1-2, Night Hunter.. A Chinese Ghost Story..Once Upon a Time in China ..36 Kammern der Shaolin..Shogun Assassin
    Geheimtipps würde ich die folgenden wahrscheinlich nicht gerade nennen..da sie doch zu bekannt sein sollten:
    Story of Ricky..The Raid 1-2… Under Control..Ip-Man

     
  2. Rico Lemberger

    2018/05/11 at 20:27

    Ich finde TIGER AND DRAGON richtig gut. HERO kann ich auch sehr empfehlen. Als Geheimtipp zählen eventuell die älteren Filme von Jet Li: ONCE UPON A TIME IN CHINA, TAI CHI und BLACK MASK.

     
  3. TomHorn

    2018/05/11 at 13:37

    Meine liebsten Kumite-Filme sind immer noch „Der Mann mit der Todeskralle“ und „Bloodsport“. Wenn es an Martial-Arts-Epen geht, wird es schwer, da gibt es so viele gute. Ich selbst stehe ja sehr auf Schwertkampf-Filme, also empfehle ich mal „Die Todespagode des Gelben Tigers“, „Das Schwert des Gelben Tigers“ und „Meister des Schwertes“. Lustig ist auch „Das Duell der Giganten“ mit Wang Yu, dort gibt es einen Kämpfer mit dehnbaren Extremitäten, der wohl eindeutig für den Charakter des Dhalsim in den „Street Fighter“-Arcade-Spielen Pate gestanden haben dürfte. Ein Klassiker aus den frühen Tagen des Privatfernsehens ist auch Cory Yuens Erstling „Ninja Kommando“. Ich mag auch Splatter-Trash wie „Der unbezwingbare Super-Chan“. Noch mehr 70s-Feeling gibt es bei Sonny Chiba als „Streetfighter“ aka „Der wildeste von Allen“. Wo wir gerade in Japan sind, kommmen wir zu den „echten“ Ninja-Filmen; „Band of Assassins“ aka „Ninja“ (1962), „Castle of Owls“ (1963) und „Ninja 2“ (1963) bspw. dürfte vielen kaum bekannt sein, gelten im Land der aufgehenden Sonne aber als Ninja-Klassiker, und dass noch lange bevor Cannon „American Fighter“ mit Michael Dudikoff oder „Die Rückkehr der Ninja“ mit dem Japaner Sho Kosugi drehte (die ich aber auch sehr mag). Und wer auf Hardcore-Trash abfährt, den dürften vielleicht Tomas Tang und Godfrey von Filmark (Schöpfer solch billiger Streifen wie „Frauenlager der Ninja“ und „Robo Vampire“, die teils als Patchwork entstanden) oder ihr Weggefährte Joseph Lai („Bionic Ninja – Formel des Todes“ oder „Das Todesschwert der Ninja“) ein Begriff sein.
    So, genug Namen, die Interessierte mal durchforsten können. Viel Spaß dabei!

     
  4. Andreas H.

    2018/05/11 at 11:02

    Favoriten sind „Die 36 Kammern der Shaolin“ und natürlich die 4 großen Bruce Lee-Filme, allen voran „Der Mann mit der Todeskralle“. Dazu „Ip-Man“. Einen Geheimtipp habe ich nicht.

     
  5. Holger Jekel

    2018/05/11 at 08:30

    Fav: BLOODSPORT

    Geheimtipp: GYMKATA 😉

     
  6. TomHorn

    2018/04/26 at 05:51

    Lamberts Charakter heißt wirklich Thomas Tang? Gnihi…

     

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