RSS

Love, Simon – Wie kompliziert die Liebe sein kann

27 Jun

Love, Simon

Kinostart: 28. Juni 2018

Von Iris Janke

Tragikomödie // Niemand hat gesagt, dass es einfach ist, die große Liebe zu finden. Das muss auch der 17-jährige Simon Spier (Nick Robinson, „Du neben mir“) feststellen, als er erwachsen wird. Nur, dass es bei ihm noch ein wenig komplizierter ist. Denn Simon ist homosexuell – und keiner soll es wissen. Weil sich Simon wie all seine heterosexuellen Freunde trotzdem verlieben will, versucht er in einem anonymen Schul-Chat auf gleichgesinnte Mitschüler zu treffen.

Schwarm vieler Mädchen: Simon

Damit, sich tatsächlich ein halbes Jahr vor dem Highschool-Abschluss zu verlieben und sein eigentlich längst fälliges Coming-out zu wagen, rechnet Simon allerdings nicht wirklich. Schließlich führt er ein amerikanisches Bilderbuch-Familienleben mit glücklichen, halbwegs lockeren Eltern (Jennifer Garner, Josh Duhamel), seiner kleinen Schwester Nora (Talitha Eliana Bateman) und seinen besten Freunden Leah (Katherine Langford), Abby (Alexandra Shipp) und Nick (Jorge Lendeborg Jr.).

Schwarm vieler Jungen: Leah (r.)

Als sich einer seiner Mitschüler anonym als schwul outet, ist Simons Interesse geweckt. Simon und der Junge, der sich Blue nennt, tauschen ihre intimsten Gedanken aus. Wer ist Blue? Kompliziert wird es allerdings, als Simons Mitschüler Martin zufällig einen Chat-Verlauf zwischen Simon und Blue entdeckt und abfotografiert. Martin droht Simon mit dem Zwangs-Outing, es sein denn, Simon organisiert ein Date mit seiner besten Freundin.

Nach dem Debütroman von Becky Albertalli

Die Jugendbuchverfilmung „Love, Simon“ von Greg Berlanti („So spielt das Leben“) nach Becky Albertallis Debütroman „Nur drei Worte“ ist eigentlich eine ganz normale Coming-of-Age-Geschichte über eine Teenager-Liebe. Einziger Unterschied: Die Hauptfigur Simon liebt Männer. Die Verfilmung dieses Themas ist ebenso neu, wie traurig – im Jahr 2018 (!) sollte eine gleichgeschlechtliche Liebe unter Jugendlichen in dieser Zeit auf jeden Fall Filmthema sein können, verwunderlich ist nur, dass sie es erst jetzt das erste Mal ist. Umso wichtiger, dass sich ein großes US-Studio wie Twentieth Century Fox des Themas annimmt.

Ganz normaler Schulalltag für Simon (2. v. l.)

Grund für die besonders feinfühlige Herangehensweise von Regisseur Greg Berlanti mag sein, dass er selbst schwul ist. So nahm er sich bereits im Jahr 2000 mit der Tragikomödie „Der Club der gebrochenen Herzen“ dieses Themas an. Demzufolge gerät die Verfilmung von „Love, Simon“ einfühlsam und leicht, agiert niemals mit erhobenem Zeigefinger, ist dabei immer unterhaltsam, mit witzigen Elementen und unverbrauchten, Darstellern gespickt – so wie jede Verfilmung einer ersten Teenager-Love-Story sein sollte.

Ganz normale Eltern: Emily und Jack

Länge: 110 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Originaltitel: Love, Simon
USA 2018
Regie: Greg Berlanti
Drehbuch: Elizabeth Berger, Isaac Aptaker, nach Becky Albertallis Roman „Simon vs. The Homo Sapiens Agenda“
Besetzung: Nick Robinson, Jennifer Garner, Josh Duhamel, Katherine Langford, Alexandra Shipp, Logan Miller, Keiynan Lonsdale, Jorge Lendeborg Jr., Talitha Eliana Bateman, Tony Hale, Natasha Rothwell
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Copyright 2018 by Iris Janke

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2018 Twentieth Century Fox

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

 
%d Bloggern gefällt das: