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Archiv für den Monat September 2018

Gewinnspiel: 2 x Der Glückspilz auf Blu-ray

Verlosung

„Der Glückspilz“ zeigt das Traumpaar Jack Lemmon und Walter Matthau als Schwäger, die nach einem Unfall bei einem Football-Spiel die Versicherung betrügen wollen. Koch Films hat Billy Wilders Komödie von 1966 kürzlich erstmals auf Blu-ray und in Neuauflage auf DVD veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Simons Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 7. Oktober 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Imke,
– Sören Prescher.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Der Glückspilz“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

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Doctor Mordrid – Von Zauberern und Dinosauriern

Doctor Mordrid

Von Andreas Eckenfels

Fantasy-Abenteuer // Vor langer Zeit wurde der aus einer anderen Dimension stammende Dr. Anton Mordrid (Jeffrey Combs) auf die Erde geschickt, um diese vor finsteren Mächten zu beschützen. Getarnt als Wissenschaftler lebt der Zauberer gemeinsam mit seinem Raben Edgar Allan in einem Appartement-Komplex in New York City. Die Zeit des Wartens ist für Doctor Mordrid bald vorbei: Sein ebenfalls magiebegabter Erzfeind Kabal (Brian Thompson) kann sich aus seinem Gefängnis befreien und will die Erdenbewohner versklaven. Mit Unterstützung seiner Nachbarin Samantha (Yvette Nipar) bereitet sich Doctor Mordrid auf den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse vor.

Der Franchise-Traum

Mitte der 1980er-Jahre schwebte B-Movie-Produzent Charles Band Großes vor: Der Gründer von Empire Pictures holte keinen Geringeren als den legendären Marvel-Comiczeichner Jack Kirby („Fantastic Four“, „Iron Man“, „X-Men“) an Bord und plante, mit ihm ein weit verzweigtes Film-Franchise zu erschaffen, welches durch viele verschiedene Figuren eng miteinander verzahnt werden sollte. Denn was seit Jahrzehnten auf dem Comicmarkt gang und gäbe ist, muss doch auch im Filmbusiness funktionieren. Doch es kam anders. Empire Pictures ging nach einigen Hits wie „Ghoulies“ (1984), „Re-Animator“ (1985) und „Troll“ (1986) im Jahr 1988 pleite. Band hatte sich mit dem Zukauf eines italienischen Studios übernommen und war auch sonst schlicht überschuldet.

Doctor Mordrid soll die Erde beschützen

Dennoch ließ er sich nicht unterkriegen und gab nach dem Bankrott gleich die Gründung eines neuen Studios bekannt: Full Moon Entertainment. Mit ihm wollte Band sein lange geplantes Filmhelden-Universum nun endlich verwirklichen. Den Auftakt übernahm der große, kleine „Dollman“ (1991), der in der Fortsetzung „Tod im Spielzeugland“ (1993) bereits zum Duell mit den fiesen „Demonic Toys“ (1992) antrat. Ein weiterer Charakter war mit der von Jack Kirby aus alten „Empire Pictures“-Tagen entworfenen Figur des „Doctor Mortalis“ schnell gefunden. Dessen mehr als offensichtliche Anleihen an den berühmten Marvel-Zauberer „Doctor Strange“ waren sicherlich beabsichtigt. Nachdem der Name der Figur aus nicht ganz geklärten Gründen leicht verändert wurde, kam 1992 „Doctor Mordrid“ auf den amerikanischen „Direct to Video“-Markt.

Der böse Kabal kann sich von seinen Ketten befreien

Warum das Franchise nicht wirklich in die Gänge kam, erzählt Torsten Dewi, Mit-Autor der englischsprachigen Charles-Band-Biografie „Empire of the ’B’s“, ausführlich im informativen Booklet und zusammen mit Marco Erdmann im Audiokommentar der vorzüglichen Mediabook-Veröffentlichung von Wicked-Vision Media.

Es bleibt in der Familie

Charles Band erklärte die Inszenierung kurzerhand zur Familienangelegenheit, teilte sich mit seinem Vater Albert („Zoltan, Draculas Höllenhund“, 1977) die Regie, Bruder Robert war für den Soundtrack zuständig. Sogar Charles Bands damals elfjähriger Sohn Alex hat gegen Ende als Kind im Museum einen Kurzauftritt. Alex Band feierte Anfang 2000 kurzzeitig als Sänger von The Calling („Wherever You Will Go“) ein paar Charterfolge.

Samantha unterstützt Mordrid

Gleichzeitig verpflichtete Charles Band einen alten Bekannten für die titelgebende Hauptrolle: Nachdem er zuvor meist durchgeknallte Figuren gespielt hatte, durfte der charismatische Jeffrey Combs als geheimnisvoller Doctor Mordrid in seinen Morgenmantel gehüllt endlich auch mal in einer Heldenrolle glänzen. Im Gegensatz zu Doctor Strange ist das Full-Moon-Pendant nicht egozentrisch, sondern introvertiert und wortkarg angelegt, was ihn um einiges sympathischer als die von Benedict Cumberbatch verkörperte Figur macht. Gleichzeitig harmoniert Combs bestens mit Yvette Nipar, die vor und nach „Doctor Mordrid“ hauptsächlich durch TV-Serien wie „21 Jump Street“ und „RoboCop“ tingelte. Mit seiner kantigen Visage erweist sich Brian Thompson („Die City-Cobra“, „Moon 44“) ein weiteres Mal als Idealbesetzung für einen B-Movie-Bösewicht.

Als Saurier die Kinowelt beherrschten

Wer schon vorher nichts mit den eigenwilligen Full-Moon-Produktionen anfangen konnte, bei dem wird die Waage auch mit „Doctor Mordrid“ wohl kaum umschwenken. Dennoch gehört der „Doctor Strange“-Klon zweifelsohne zu den qualitativ besseren Filmen aus der Low-Budget-Schmiede. Wieder gibt es eine Vielzahl von belanglosen Dialogen, welche die mit knapp 70 Minuten sowieso knappe Laufzeit in die Länge ziehen. Die Gespräche werden diesmal aber dafür genutzt, die Hintergrundgeschichte und die Fähigkeiten des Superhelden näher zu beleuchten. Denn wer die Comic-Vorlage nicht kennt, muss natürlich erst mal erklärt bekommen, warum der Doktor seinen Geist vom Körper isolieren kann.

Die Actionszenen sind rar gesät, aber immerhin gibt es beim großen Finale eine Szene, die man garantiert nicht so schnell vergisst: Im Naturkundemuseum erwecken die Zauberer die Urzeit-Skelette eines Tyrannosarus Rex und eines Mammuts zum Leben und lassen sie gegeneinander antreten. Das Gigantenduell wurde unter anderem von David Allen per Stop-Motion-Technik umgesetzt. Der Effektemeister arbeitete bereits bei „Trancers“ (1984), „Ghoulies II“ (1988) und „Puppetmaster“ (1989) mit Charles und Albert Band zusammen. 1986 erhielt David Allen für seine Mitarbeit an Barry Levinsons „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ sogar eine Oscar-Nominierung.

Doctor Mordrid nutzt seine Kräfte

In Zeiten, in denen gerade „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (1991) und „Jurassic Park“ (1993) die Möglichkeiten von Spezialeffekten in neue Sphären hievten, verlieh die von Ray Harryhausen perfektionierte alte Technik auch „Doctor Mordrid“ einen nostalgischen und magischen Charme. Gleichzeitig sorgten diese Sequenz und der Erfolg von Steven Spielbergs Saurier-Abenteuer auch beim deutschen Verleiher von „Doktor Mordrid“ für eine Kuriosität: Highlight entschied sich nicht nur dazu, das VHS-Cover nachträglich zu ändern und darauf statt des Helden das Dinosaurier-Skelett abzubilden – gleichzeitig wurde auch noch der Titel in „Rexosaurus“ geändert. Sachen gibt’s …

Für Nachschub ist gesorgt

Die Fans der Trash-Schmiede scharren schon länger mit den Hufen: Der Nachschub an Veröffentlichungen der Full-Moon-Collection von Wicked-Vision Media ist ins Stocken geraten. Aber keine Sorge: Wie Labelchef Daniel Perée im „Movieside“-Forum verriet, wird es auf jeden Fall weitergehen. Innerhalb der Collection sollen drei weitere Filme erscheinen, voraussichtlich als nächstes „Creepzone“ (1987). Danach ist geplant, eine oder zwei Boxen mit mehreren Filmen aus den Häusern Full Moon Entertainment und Empire Pictures zu veröffentlichen. Wir freuen uns schon drauf!

Dinos im Duell

Die Filme der Wicked-Vision-Media-Reihe „Full Moon Collection“:

01. Lurking Fear (Lurking Fear, 1994)
02. Doctor Mordrid (Doctor Mordrid, 1992)

Veröffentlichung: 7. April 2017 als 2-Disc-Mediabook-Edition (Blu-ray & DVD) in drei limitierten Covervarianten (Cover A: 222 Stück, Cover B: 333 Stück, Cover C: 444 Stück)

Länge: 75 Min. (Blu-ray), 71 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Doctor Mordrid
Deutscher Alternativtitel: Rexosaurus
USA 1992
Regie: Albert Band, Charles Band
Drehbuch: C. Courtney Joyner
Besetzung: Jeffrey Combs, Yvette Nipar, Jay Acovone, Keith Coulouris, Ritch Brinkley, Brian Thompson, Pearl Shear, Jeff Austin
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Regisseur Charles Band und Hauptdarsteller Jeffrey Combs, Audiokommentar mit Torsten Dewi und Marco Erdmann, Videozone „Doctor Mordrid“, Uncut Footage: Hinter den Kulissen, Interviews, Trailer, Bildergalerie, 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Torsten Dewi und einem exklusiven Interview mit Lee MacLead
Label/Vertrieb: Wicked-Vision Media

Copyright 2018 by Andreas Eckenfels

Szenenfotos & Packshots: © 2017 Wicked-Vision Media

 

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Cold Skin – Insel der Kreaturen: Angriff der Amphibienwesen

Cold Skin

Von Volker Schönenberger

Horrordrama // Mit „Frontier(s) – Kennst du deine Schmerzgrenze?“ reihte sich Xavier Gens 2007 im (nicht mehr ganz so) neuen französischen Terrorkino weit vorn ein. Ich selbst fand den Backwoods-Horrorfilm mit Torture-Porn-Elementen nur „ok“, aber er hat eine treue Fangemeinde um sich geschart – vielleicht gebe ich dem Werk in Kürze mal wieder eine Chance. Im selben Jahr ließ Gens die Videospielverfilmung „Hitman – Jeder stirbt alleine“ (2007) folgen, 2011 das Endzeitdrama „The Divide – Die Hölle sind die anderen“. 2017 hat er sich gleich mit einem Doppelpack wieder ins Horrorgenre begeben: Dem Exorzismusfilm „The Crucifixion“ folgte die Verfilmung des Debütromans „Im Rausch der Stille“ des katalanischen Schriftstellers Albert Sánchez Piñol. Der Originaltitel des in etliche Sprachen übersetzten Bestsellers lautet „La pell freda“, was so viel bedeutet wie der Filmtitel „Cold Skin“ – zu deutsch: „Kalte Haut“.

Noch ahnt der junge Ire nicht …

Um das Wetter zu beobachten, reist ein junger Ire (David Oakes) im Jahr 1914 auf eine abgelegene Insel im Atlantik unweit des südlichen Polarkreises. Sein Vorgänger war angeblich an Typhus gestorben. Am Ziel erwartet ihn lediglich der verschlossene Leuchtturmwärter Gruner (Ray Stevenson). Doch gleich in der ersten Nacht ist es mit der vermeintlichen Ruhe vorbei: Seine Hütte wird von fremdartigen Kreaturen angegriffen, humanoiden Amphibien. Gruner, der den irischen Neuankömmling „Friend“ tauft, weiß offensichtlich mehr über die Wesen.

… was ihn erwartet

Die faszinierenden Kreaturen schuf der Spanier Arturo Balseiro, der schon bei Guillermo del Toros „Pans Labyrinth“ (2006) zum Make-up-Team. Eine ganze Weile müssen der Leuchtturmwärter und der Wetterbeobachter ständig die nächtlichen Angriffe der immer zahlreicher auftretenden Amphibien abwehren – die Wesen müssen einen hohen Blutzoll entrichten. So packend das inszeniert ist, führt es beim Schauen doch irgendwann zu leichten Ermüdungserscheinungen. Mit seiner Spieldauer von eindreiviertel Stunden ist „Cold Skin“ vielleicht einen Hauch zu lang geraten, aber Gens kriegt dann glücklicherweise doch die Kurve.

Jedenfalls ein missmutiger Zeitgenosse

Ist’s ein Kampf gegen Monster? Ein Kampf gegen das Monster im Menschen? Oder ein Kampf gegen die Natur? Diese nicht allzu neuen Themen kleidet Xavier Gens in wunderbare Bilder der schroffen Insellandschaft – er drehte auf Lanzarote sowie im Inselstaat Island. Ihm helfen auch die bei uns noch unverbrauchten Gesichter von David Oakes („Die Borgias“) und Ray Stevenson („Die Bestimmung – Allegiant“). Während Gruner den Kampf gegen die Kreaturen auf unerbittliche Weise führt, wird Friend von Zweifeln geplagt. Als weibliche Kreatur ist Aura Garrido („The Body – Die Leiche“) zu sehen, wenn auch nicht zu erkennen. Friend nennt sie Aneris, ein Anagramm von „Sirena“ (spanisch für Sirene).

Tagsüber hat der Leuchtturm seine Ruhe

„Cold Skin“ durchlief ab September 2017 einige Auftritte auf Genrefilm-Festivals, darunter im Januar 2018 die Fantasy Filmfest White Nights in diversen deutschen Städten. Nach einer einmaligen Platzierung in deutschen Kinos am 17. August veröffentlicht Tiberius Film Xavier Gens’ Regiearbeit nun auf Blu-ray und DVD. Die niedrige FSK-12-Altersfreigabe der ungeschnittenen Fassung ist angetan, manche Horrorfans abzuschrecken, aber Gens ging es nun mal nicht um harte Gewaltausbrüche wie in „Frontier(s)“. Wer Monsterfilmen verschiedener Schattierung mit naturalistischem Unterbau etwas abgewinnen kann, kann unbesorgt ins abweisende Insel-Szenario von „Cold Skin – Insel der Kreaturen“ abtauchen. Welche Horrofilme mit humanoiden Monstren könnt Ihr empfehlen?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Xavier Gens sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Aneris – rätselhafte Kreatur aus dem Meer

Veröffentlichung: 4. Oktober 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Cold Skin
SP/F 2017
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Jesús Olmo, Eron Sheean, nach einem Roman von Albert Sánchez Piñol
Besetzung: David Oakes, Ray Stevenson, Aura Garrido
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshot & Trailer: © 2018 Tiberius Film

 
 

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