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Horror für Halloween (I): Presence – Es ist hier! Geisterjäger mal wieder im Spukhaus

02 Okt

The Dead Room

Im Horroctober – wahlweise Horrorctober – erhöhen wir auch bei „Die Nacht der lebenden Texte“ wieder die Taktzahl der Horrorfilme – als würden wir das Genre ansonsten missachten, hehe. Freut euch auf einen bunten Mix verschiedenartiger Monster und Subgenres!

Von Volker Schönenberger

Horror // Bislang haben die beiden neuseeländischen Geisterjäger Scott (Jeffrey Thomas) und Liam (Jed Brophy) nicht viel gerissen. Ob ihr neuer Fall die paranormalen Ermittler in die Erfolgsspur bringt? Mit der medial begabten Holly (Laura Petersen) im Schlepptau dringen sie in ein abgelegenes Farmhaus, das schon bessere Tage gesehen hat. Eine Spukgestalt hat dort angeblich so sehr gewütet, dass die dort lebende Familie fluchtartig das Weite gesucht hat. Der Einsatz lässt sich ruhig an, doch tatsächlich bemerkt das Trio nach einiger Zeit außergewöhnliche Phänomene. Holly beginnt, eine Präsenz zu spüren, die nichts Gutes im Schilde führt.

Auf Gespensterjagd: Scott (l.) und Liam

Na klar: „Presence – Es ist hier!“ beruht auf wahren Begebenheiten. Damit gesellt sich der Spukhaus-Schocker in eine Reihe mit Filmen wie „Amityville Horror“ (1979) und „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013). Das Haunted-House-Rad lässt sich dabei schwerlich neu erfinden, und so verwundert es nicht, dass die Arbeit des neuseeländischen Regisseurs Jason Stutter nicht an die beiden genannten Werke heranreicht. Immerhin setzt er die Räume des Farmhauses visuell gekonnt in Szene, auch wenn sich manche Fluchtpunkt-Einstellung des langen Flurs wiederholt.

Ob sich hier ein Geist verbirgt?

Ein bedächtiger Auftakt, es kommt zu ersten Ereignissen, hier klopft es, dort fällt eine Tür wie von Geisterhand (hihi) zu, hier wackelt eine Deckenlampe, dort fliegt ein Gegenstand durchs Zimmer – „The Dead Room“, so der Originaltitel, klappert die üblichen Versatzstücke des Spukhaus-Sujets ab, um leider auch mit zunehmender Eskalation auf ausgetretenen Pfaden zu verweilen. Originalität ist Mangelware. Das kann man wohlwollend als „bewährt“ oder gar „oldschool“ bezeichnen, weniger wohlwollend auch als „schon x-mal gesehen“ oder „langweilig“. Zumindest nimmt sich das Geschehen nicht allzu ernst. Eine Szene wie auf dem Cover der deutschen Veröffentlichung habe ich übrigens nicht bemerkt.

Oder hier?

Nicht zuletzt dank Peter Jackson hat sich in Neuseeland eine kleine, aber feine Filmszene entwickelt. Die beiden Hauptdarsteller Jed Brophy und Jeffrey Thomas waren 2012 mit kleinen Nebenrollen in Jacksons „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ zu sehen, Brophy auch 2002 in „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ sowie 2005 in „King Kong“. Obendrein hatte er 1992 einen denkwürdigen Part in – Trommelwirbel! – „Braindead“, ebenfalls unter der Regie von Peter Jackson. Als Rowdy Void mutierte er darin zum Zombie und endete mit einer Harke im Schädel. „Presence – Es ist hier!“ enthält trotz eines gegenüber dem vorherigen Verlauf der Handlung dann doch etwas actionreicheren Finals weniger erinnerungswürdige Momente als „Braindead“. Freunde von Spukhaus-Geschichten können Gefallen dran finden, sofern sie sich an dem Mangel an Eigenständigkeit nicht stören. Welche neuseeländischen Horrorfilme könnt Ihr empfehlen?

Holly jedenfalls spürt etwas

Veröffentlichung: 2. Oktober 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min. (Blu-ray), 82 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Dead Room
NZ 2015
Regie: Jason Stutter
Drehbuch: Kevin Stevens, Jason Stutter
Besetzung: Jed Brophy, Jeffrey Thomas, Laura Petersen, Carolyn McLaughlin, Elliot Conlon, Eleanor Conlon, Acushla-Tara Kupe, Cohen Holloway, Sophie Hambleton, Justin B. Carter, James R. W. Smith
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshot & Trailer: © 2018 Tiberius Film

 
 

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Eine Antwort zu “Horror für Halloween (I): Presence – Es ist hier! Geisterjäger mal wieder im Spukhaus

  1. Sascha Grunert

    2018/10/06 at 04:47

    The Frighteners
    Black Sheep
    Deathgasm
    Housebound

     

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