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Ingmar Bergman (I): Das siebente Siegel – Komplexes Meisterwerk

08 Apr

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The Seventh Seal

Glückwunsch an Lucas Gröning für seinen 50. Beitrag für „Die Nacht der lebenden Texte“ – weiter so und vielen Dank für die bisherige Kooperation! Dieses kleine Jubiläum nimmt er zum Anlass, einen seiner Lieblingsfilme vorzustellen und damit gleich eine Rezensionsreihe mit Filmen des schwedischen Meisterregisseurs zu starten.

Fantasy-Drama // Der größte Regisseur aller Zeiten! So wurde Ingmar Bergman zumindest bei Jubiläums-Filmfestspielen von Cannes im Jahre 1997 bezeichnet, denn zum 50. Bestehen der Veranstaltung wurde dem Schweden die „Palme der Palmen“ verliehen, sinnbildlich für genau diesen Titel. Nun gibt es viele die an dieser Stelle widersprechen mögen, angesichts einer solchen Vielzahl potenzieller Kandidaten, die diese Ehrung vielleicht ebenso verdient hätten wie Bergman. Man wird, ohne sich groß auf die Suche zu begeben, zahlreiche Filmfreunde finden, die an seiner Stelle andere große Regisseure wie Jean-Luc Godard, Federico Fellini, Alfred Hitchcock, Akira Kurosawa oder Stanley Kubrick nennen. Eine Diskussion, ob diese Ehre nun Bergman, einem der Genannten oder einem ganz anderen Filmemacher zuteil werden sollte, erscheint müßig. Zweifelsfrei muss jedoch festgehalten werden, dass sich der Schwede ohne Mühe in jenem elitären Kreis bewegt und zu den wichtigsten Regisseuren der Filmgeschichte zu zählen ist. Belege für diese These finden sich, angesichts einer solchen Vielzahl grandioser und einflussreicher Meisterwerke, viele. Egal ob man sich, um nur wenige Filme zu nennen, „Wilde Erdbeeren“ (1957), „Das Schweigen“ (1960) „Persona“ (1966), „Szenen einer Ehe“ (1973) oder „Herbstsonate“ (1978) ansieht – nur wenige Regisseure vereinen eine derart kunstvolle, in passenden Momenten regelrecht dokumentarisch anmutende Ästhetik mit solch intellektueller Tiefe wie Bergman. Man kann von Glück reden, dass jenes Genie auch vor der Öffentlichkeit nicht verborgen blieb, wie, neben der Auszeichnung von 1997, eine Vielzahl von Würdigungen zeigen, mit denen seine Werke bedacht wurden. Neben mehreren Preisen in Cannes konnten drei seiner Filme je einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen – nämlich 1961 „Die Jungfrauenquelle“, 1962 „Wie in einem Spiegel“ und 1984 „Fanny und Alexander“.

Während seiner langen Karriere bewies der Schwede enorme Wandlungsfähigkeit, sowohl was die Wahl der künstlerischen Mittel angeht als auch hinsichtlich der thematischen Schwerpunkte innerhalb seines Werkes. Diese sind zwar vielseitig gesetzt, nehmen jedoch stets die ganz großen Fragen hinsichtlich des Menschen, seines Platzes in der Welt, dem Sinn seines Daseins und seine Spiritualität in den Blick. Zugleich war Bergman nicht einfach ein Regisseur, welcher derart interessante und komplexe Fragestellungen nur irgendwie bearbeitete. Das „Wie“ spielte stets eine vielleicht noch größere Rolle im Werk des Autorenfilmers. Es interessierten ihn nicht bloß die Antworten auf seine Fragestellungen, viel wichtiger war die Art und Weise, wie man das Medium Film für ihre Bearbeitung einsetzen konnte. Seine Werke stellen, wie bei jedem großen Regisseur, also immer auch eine Auseinandersetzung mit dem Medium Film und seinen Möglichkeiten dar. Geradezu beispielhaft dafür ist wohl eines der bekanntesten Werke des Filmemachers, welches Gegenstand der hier vorliegenden Betrachtung sein soll: „Das siebente Siegel“ (1957), welcher nach „Das Lächeln einer Sommernacht“ (1955) den zweiten großen kommerziellen Erfolg des Regisseurs darstellte und ihn einer breiten internationalen Öffentlichkeit vorstellte.

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Im Zentrum der Handlung steht zunächst der strenggläubige Ritter Antonius Block (Max von Sydow), der mit seinem Knappen Jöns (Gunnar Björnstrand) von den Kreuzzügen aus dem Heiligen Land nach Hause kehrt. Seine einstige Heimat ist nur noch ein Schatten der prachtvollen Vergangenheit, denn die Pest wütet unaufhörlich und hat bereits viele Menschenleben gefordert. Kaum an der Küste angekommen wird der edle Ritter selbst vom leibhaftigen Tode (Bengt Ekerot) erwartet und aufgefordert, mit ihm über die Schwelle des Jenseits zu treten. Doch Antonius ist noch nicht bereit zu sterben und so unterbreitet er dem Tod einen Vorschlag: Besiegt Antonius den Leibhaftigen in einer Partie Schach, darf er weiter auf Gottes Erden wandeln, verliert er das Spiel jedoch, muss er mit ihm kommen. Doch der Tod ist im Angesicht der wütenden Pest schwer beschäftigt und so muss das Schachspiel immer mal wieder unterbrochen werden, findet seine Fortsetzung also nur in Etappen.

Die dadurch gewonne Zeit will der Ritter aufwenden, um den großen noch zu klärenden Fragen auf den Grund zu gehen. Worin besteht der Sinn seines Daseins auf Erden und seines Lebens allgemein? Warum prüft der so barmherzige Gott die Menschen auf derart grausame Weise? Worin zeigen sich überhaupt die Existenz Gottes und der große Plan des Allmächtigen? Fragen über Fragen, die sich Antonius stellen und eine große Glaubensprüfung, die der Ritter im Rahmen ihrer Beantwortung bestehen muss. Auf seinem Weg durch die Lande begegnet er dabei einer Vielzahl von Menschen, von denen er sich Antworten erhofft. So trifft er das Schauspielerpärchen Jof (Nils Poppe) und Mia (Bibi Andersson) sowie ihren kleinen Sohn Mikael (Tommy Karlsson), den Schmied Plog (Åke Fridell) und seine Gattin Lisa (Inga Gill) und außerdem eine der Hexerei bezichtigte junge Frau (Maud Hanssen). Es bleibt abzuwarten, ob jene Figuren dem Edelmann tatsächlich dabei helfen können, Antworten auf jene Fragen von der wohl größten anzunehmenden Komplexität zu finden.

Der Glaube an Gott

Es sind Fragen, welche sich die Menschheit seit jeher stellt und welche vermutlich in 1.000 Jahren noch nicht beantwortet werden können. Dabei ist es natürlich möglich, eine subjektive Seinsbestimmung zu formulieren, einen objektiven, allumfassenden Sinn für das menschliche Dasein scheint es jedoch vielleicht überhaupt nicht zu geben – aus einer wissenschaftlichen Perspektive heraus mag dieser auch nicht belegbar zu sein. Dennoch suchen die Menschen seit jeher nach Antworten auf diese Fragen, welche sich oft, schlussfolgernd aus den mangelnden Möglichkeiten empirischer Beweisführung und einiger unbefriedigender Antworten aus der Philosophie, im Glauben und der Religion niederschlugen. Auch das Christentum, jene Religion welcher sich Antonius Block in „Das siebente Siegel“ zugehörig fühlt, befindet sich seit jeher auf der Suche nach diesen Antworten. Den gemeinsamen Nenner aller so unterschiedlichen Perspektiven der abendländischen Glaubensrichtung stellt dabei das Ziel dar, eine Gemeinschaft mit Gott zu bilden, sowohl im Leben als auch im Tod. Hierbei werden der bedingungslose Glaube und die Liebe zu Gott eingefordert, sodass die von Jesus durch den Tod am Kreuz ermöglichte Erlösung aller Menschen kommen möge. Soweit zu einer zwar stark verkürzten Darstellung der Zielsetzung des Daseins im Christentum, jedoch soll uns dies für eine Besprechung von Bergmans Film zunächst reichen.

In welchem Dilemma befindet sich Antonius Block? Um dies zu erklären, sei zunächst festgehalten, dass der Ritter wohl das ist, was man einen idealen frommen und gläubigen Christen nennen würde. Keine Gelegenheit lässt er aus, sich zum Gebete zu knien und so seine Unterwürfigkeit gegenüber dem Allmächtigen zu zeigen. Keine Gelegenheit bleibt ungenutzt, um den Mitmenschen seine tiefste Nächstenliebe auszudrücken, egal ob in Form von guter Tat oder zumindest dem Zeigen von Mitleid. Den aber größten Beweis für sein unumstößliches Vertrauen in den Herrn legte Antonius wohl mit seiner Teilnahme an den Kreuzzügen dar – ein Gebaren, das man nach modernen oder gar religionsfreien Maßstäben aus tiefer Überzeugung ablehnen muss. So viel Leid brachte der Ritter in deren Verlauf über andere, so viele Menschenleben hat er im Namen des Herrn gefordert. Gleichwohl ist es das Riskieren der eigenen Existenz für eben jene abstrakte Figur, welche für einen gläubigen Christen über der Schöpfung des Menschen steht. Die Tatsache, dass es jedoch keine wissenschaftliche rationale Erklärung für das Werk Gottes gibt, sondern dass allein die vorgefundene Welt als Beweis für die Existenz eines übermenschlichen Wesens herhalten muss, zeugt von einem tiefen Glauben an eine Macht, welche über allem Irdischen angesiedelt ist. Es ist dabei aber vor allem eine Macht, die der Ritter lediglich aus der heiligen Schrift kennt und dessen Repräsentation sich für ihn nicht in der realen Welt finden lässt. Dies stellt die spirituelle Ausgangslage für Antonius dar, mit der er seine alte Heimat betritt. Gleichwohl zeigt der Film sehr präzise, dass der Kreuzritter mit dieser Position nicht allein vertreten ist, denn auch das Schauspielerpärchen ist als gläubig zu betrachten – ihre Namen Jof und Mia verweisen sogar auf Josef und Maria – genauso wie die sich in ständiger Selbstgeißelung befindliche Prozessionsbewegung sowie die Gruppe von Leuten, welche eine junge Frau für ihre vermeintliche Identität als Hexe bestrafen will. Darüber hinaus finden sich auch in kurzen Gesprächen mit Nebenfiguren deutliche Hinweise darauf, dass wir es hier mit einer durch und durch christlichen Welt und mit Menschen zu tun haben, die sich vom Glaubensideal eines Antonius Block zumindest nicht abgrenzen.

Zweifel am Allmächtigen

Doch der Glaube all dieser frommen oder vermeintlich frommen Leute wird auf eine harte Probe gestellt. Sie manifestiert sich in „Das siebente Siegel“ in Form der Pest. Die Pandemie erfüllt im Rahmen der Handlung mehrere Funktionen: Zum einen sorgt sie unter den Menschen, sowohl den Gläubigen als auch den Nichtgläubigen, für spürbare Unruhe. Sämtliche Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens werden hinterfragt. Kann es angesichts des Schwarzen Todes überhaupt noch ein gesellschaftliches Zusammenleben geben, oder sollten sich die Menschen lieber in Form kleiner Gruppen oder als Einzelne durch die Welt begeben? Gibt es überhaupt noch so etwas wie Rast und Verwurzelung, oder ist der Mensch von nun an auf ein Leben im transitorischen Raum begrenzt, in dem sich die Figuren des Films fast ausschließlich befinden? Mit der Pest und dem Hinterfragen der bisherigen Umstände des Daseins geht jedoch zugleich ein Hinterfragen des Spirituellen einher. Die Seuche fungiert hierbei als ein Mittel, die Menschen, welche man vorher noch in gläubig und ungläubig einteilen konnte, in gewisser Weise gleichzusetzen. Egal ob jemand an den Allmächtigen glaubt, oder ob er dies nicht tut – niemand ist vor dem Schwarzen Tod sicher. Bisher ging mit dem bedingungslosen Glauben an Gott das Versprechen einher, in der Gunst des Überirdischen zu stehen, während die Ungläubigen im Umkehrschluss bestraft werden. Folglich stellt sich die Frage, ob es überhaupt einen Gott gibt, wenn dieses, eigentlich gewollte, Ungleichgewicht durch Krankheit und Tod ins Wanken gebracht wird. Zusätzlich kann man fragen, warum ein allwissender und gütiger Gott überhaupt so etwas wie den Menschen erschaffen hat, wenn das Resultat lediglich Schmerz und Tod durch etwas derart Furchtbares wie die Pest bedeutet. Welchen Sinn hat die Schöpfung des Menschen in diesem Fall überhaupt? Hier liegt die entscheidende Krux für den Protagonisten. So viel Leid brachte er im Rahmen zahlreicher Schlachten über andere Menschen, stets im Glauben, das Richtige und von Gott Gewollte zu tun. Die scheinbare Sinnlosigkeit, mit der er nun im Angesicht der Pest konfrontiert wird, lässt auch seine schlimmen Taten der Vergangenheit sinnlos erscheinen. Somit ist es die Unfähigkeit, das Sinnlose zu ertragen und, sollte sich jene Sinnlosigkeit bestätigen, die mangelnde Fähigkeit, mit seiner gewalttätigen Vergangenheit zu leben, die den Ritter all seine Lebensumstände hinterfragen lassen.

Gott als Schreckensgespenst

Im Laufe des Films sehen wir, wie erwähnt, einige gläubige Menschen, die sich in einer ähnlichen Glaubenskrise befinden, jedoch auch andere, die selbst im Angesicht der Sinnlosigkeit an ihrem Glauben festhalten. Eine Person die im Gegensatz dazu von Beginn an eine religionsskeptische Position einnimmt, ist Antonius’ Knappe Jöns. Immer wieder verspottet er seinen Herrn für im Angesicht des Schwarzen Todes vollkommen sinnlose Ansichten. Diese Verspottung muss jedoch zu jeder Zeit auch eine Verspottung Gottes und seines vermeintlichen Schaffens beinhalten, eine gesonderte Bestrafung für den Knappen bleibt jedoch aus. Bis zum Ende geht er den gleichen Weg wie sein Herr und andere, in ihrer Spirutualität vollkommen unterschiedliche oder teils undefinierte Charaktere. Die einzige Sicherheit, welche all diese Leute in ihrem Leben schlussendlich haben, ist der Tod, welcher in seinem Umgang mit den verschiedenen Figuren keinen Unterschied macht. Der Tod stellt in diesem Zusammenhang die einzige rationale Wahrheit dar, die im gesamten Film artikuliert wird. Die Botschaft hier ist klar: Egal wie sehr du dich in den Dienst des Herrn stellst, egal wie sehr du dich selbst geißelst, egal wie viele Sünden du begangen hast und egal welchen Rang du dir in der Gesellschaft erarbeitet hast, dem Tod kannst du schlussendlich nicht ausweichen und am Ende erwartet alle das gleiche Schicksal. In besonderer Weise wird diese Gleichsetzung in den letzten Minuten des Films sichtbar, wenn sich sowohl Jöns und Antonius als auch andere komplett unterschiedliche Menschen demselben Übel gegenüberstehen. Gerade für Antonius stellt jene Konfrontation auch eine Konfrontation mit seiner verschwendeten Vergangenheit dar und der Unmöglichkeit, einen barmherzigen Gott in der realen Welt aufzufinden. Die einzige Repräsentation des Herrn zeigt sich aus seiner Perspektive in Form der Pest, die als klar negativ bewertet werden kann. Diese schreckliche, lediglich tod- und leidbringende Repräsentation des Allmächtigen bleibt für Antonius die einzige real existierende Form all dessen, nach dem er sein bisheriges Leben in bedingungsloser Weise ausgerichtet hat. Die Möglichkeit, oder besser; die Fähigkeit, Gott als etwas Schönes in der Welt vorzufinden, hatte der Ritter in seinem Leben zu keinem Zeitpunkt.

Die Freuden des Lebens

Wie aber nun damit umgehen? Wie ist es möglich, der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens zu begegnen und ihm trotz der Unausweichlichkeit des Todes Sinn und Freude abzugewinnen? Eine Antwort darauf gibt Ingmar Bergman mit Jof und Mia sowie ihrem kleinen Sohn. Zwar haben wir es bei der Familie mit durch und durch christlichen und gläubigen Menschen zu tun – ihr erster Auftritt führt bereits auf diese Fährte –, doch legt ihre Charakterisierung einen vollkommen anderen Umgang mit der eigenen Konfession nah, als dies bei Antonius der Fall ist. Während dieser versucht, sich die Beziehung zwischen Gott, der Welt und einem übergeordneten Sinn auf intellektuelle Weise, rein in seine Gedanken oder in Gespräche mit anderen Menschen vertieft zu erklären, ist der Zugang von Jof und Mia ein gänzlich anderer, viel sinnlicherer. Ihr Erkennen der Welt und des Werkes Gottes ist keiner, der auf besonders komplexen Denkmustern beruht oder in einer festgefahrenen streng akademischen Tradition zu verorten ist. Bei ihnen geht es vielmehr um das Sehen des Alltäglichen, des Schönen und des Bewahrenswerten. Das beginnt beim Erkennen des gemeinsamen Familienglücks und setzt sich vor allem in der Szene fort, in der Jof und Mia Antonius zum ersten Mal begegnen – eine Szene, die gleichsam prädestiniert dafür scheint, den Gegensatz zwischen dem Paar und dem Kreuzritter zu veranschaulichen. Mia und Jof bieten Antonius in dieser Szene nämlich mit Erdbeeren und der Milch zwei fundamentale Produkte an, die in keiner Form irgendeine Künstlichkeit aufweisen, sondern direkt aus der Natur entnommen sein müssen. In Bezug auf das Paar hat diese Szene etwas wunderbar Alltägliches. Es stellt also keine Besonderheit in ihrem Leben dar, sondern der Genuss des Schönen und Natürlichen, und damit auch der Schöpfung des Allmächtigen, ist in all seiner Pracht etwas vollkommen Normales. Beide Figuren zeichnet somit nicht nur durch ihre Namen, sondern auch durch ihren Umgang mit der Umgebung eine untrennbare Verbindung zu Gott aus, die aber eben nicht in einem intellektuellen Zwang des Verstehens mündet, sondern in einem schlichten Genießen des Vorhandenen.

Dies ist bei Antonius nicht der Fall. Bei ihm ist es gerade das unaufhörliche Denken und das fortwährende Hinterfragen des Sinnes von allem, was ihn daran hindert, die Schönheit der Welt, die Schöpfung Gottes und somit, nach mittelalterlicher Lehre, Gott selbst in der Natur zu erkennen. Die Pest fungiert hierbei als Mittel, genau jene Pracht zu verschleiern und dafür zu sorgen, dass der Ritter die Taten seines Herrn lediglich auf die Schrecken der Pest reduziert. So stellt die Szene mit den Erdbeeren und der Milch für Antonius eben nicht die Repräsentation seiner Normalität dar, sondern sie hat eher etwas von einer Pause oder Rast auf seinem eigenen Weg. Zwar artikuliert er gegenüber dem Paar seine Bewunderung und seinen Wunsch, die eigene Lebensrealität in eine ähnliche Richtung zu bewegen, doch zugleich wird klar, das das niemals passieren wird. Viel eher schildert die Szene für Antonius eine Momentaufnahme, die auch nur als eine solche akzeptiert wird, bevor es wieder auf jene verzweifelte Sinnsuche geht, die der Ritter bereits zuvor vergeblich bestritt. Doch diese wird final keine Befriedigung bringen, denn nur ein Sehen der Welt, also nicht das Zerdenken derselben, kann schlussendlich dazu führen, ihre Schönheit zu erkennen und dem eigenen, zeitlich begrenzten Leben Sinn und Freude zu entlocken. Man könnte also sagen: Antonius muss sich überhaupt nicht auf die Suche nach Gott begeben, er hat ihn bereits gefunden, ist jedoch nicht in der Lage, ihn zu erkennen. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten, sich die Welt zu erschließen, werden in Bergmans Film auch auf visuelle Weise repräsentiert. Haben wir es in den Szenen, in denen Jof und Mia gezeigt werden, mit zumeist weiten, ausufernden Kameraeinstellungen zu tun, die auch uns Zuschauern viel von der Schönheit der Umgebung zeigen, sind Antonius’ Szenen oftmals durch enge Nah-und Halbnahaufnahmen gekennzeichnet, die eine auf sich und die eigene Gedankenwelt projizierte Konzentration unterstützen. Bergman überträgt diese Form der Darstellung im Verlauf des Films auch auf andere, weniger prominente Figuren, und legt somit die Vermutung nahe, dass diese Ignoranz für die Welt ein Problem ist, das nicht nur den Kreuzritter kennzeichnet.

Der Film als Fenster zur Welt

Welche Möglichkeiten aber gibt es nun, die Wirklichkeit zu erkennen und sich dem Schönen der Welt zuzuwenden? Gerade eine oftmals festgefahrene Alltäglichkeit begünstigt doch viel mehr ein Abfinden mit dem Status quo und das Akzeptieren einer oftmals trüben Normalität. Zumindest das Potenzial, einen Weg heraus aus dieser Lethargie zu finden, bietet nun vor allem die Kunst, die zu genau jenem Zweck ihre Aufgabe als Organ der Kritik und als Mittel zur ästhetischen Erfahrung des Schönen wahrnehmen muss. Selbstverständlich ist das Medium Film ebenfalls in dieser Tradition zu betrachten und Bergman nutzt diese Kunstform hier zu genau diesen Zwecken. Zunächt muss man anführen, dass „Das siebente Siegel“ ein enorm schöner Film ist, in dessen Bildern man sich ohne Umwege verlieren kann. Dabei verschleiert er seine Künstlichkeit an keiner Stelle. Nie haben wir es mit dokumentarisch anmutenden Szenen zu tun, die irgendeinen Bezug zur Realität haben. Sowohl die klar strukturierten Bildanordnungen, die reduzierte Farbdarstellung auf schwarz und weiß, das historische Szenario, die Einbindung übernatürlicher Begebenheiten, traumartigen Sequenzen und Figuren als auch die künstlichen Dialoge kennzeichnen den Film als Kunstwerk, welches zunächst nichts mit der Lebensrealität der Zuschauerschaft zu tun hat. Zugleich jedoch bietet der Film einige Szenen, die so ähnlich einen Bezug zu unserer Realität haben und die ich hier „utopische Momente“ nennen möchte.

Das Familienglück von Jof und Mia

Dazu gehören vor allem die Szenen mit Jof und Mia. Ihre Einführung gleicht bereits einem Traum und zeigt ein Familienglück in wunderschöner natürlicher Umgebung, welches wohl die meisten Menschen in ähnlicher Form so unterschreiben würden, zumindest gemäß des Falls, sie bewerten das Konstrukt Familie überhaupt positiv. Gleichsam zeichnet sich diese Familie durch eine immer wieder auch visuell artikulierte Rastlosigkeit aus, die man zwar, wie erwähnt, auch bei anderen Figuren des Films findet, jedoch bei keiner mit einer derart positiven Konnotation wie bei Jof und Mia. Ist es bei den meisten Menschen des Films eher die Pest, die sie dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen und einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden, so ist es bei dem Paar die freiheitlich konnotierte Ungebundenheit des Künstlerdaseins, die in jener Rastlosogkeit resultiert. Es ist also weniger der Zwang zum Umherreisen als vielmehr die Möglichkeit, weitere prachtvolle Flecken der göttlichen Schöpfung zu sehen und somit auch den Zuschauern ihren Anblick zu ermöglichen. Auch und gerade in Bezug zu der Szene, in der es um das Teilen der Erdbeeren und der Milch geht, artikuliert sich in diesem Zusammenhang eine aus mehreren Momenten bestehende Gesamtutopie, die als Alternative zum Lebensstandard eines Menschen moderner Gesellschaften fungieren kann. Die schier unendliche Freiheit, die Bescheidenheit und die hier gezeigte Naturverbundenheit fern jeglicher monetärer Zwänge stellen eine Art ideale Form des Lebens dar, welche auch von den Zuschauern als ideal erachtet werden kann.

Welche Schlussfolgerungen kann man also aus den Szenen mit Jof und Mia ziehen? Kann es vielleicht dazu führen, das die Betrachter des Films jene Idealisierung zum Anlass nehmen, die tatsächliche Realität ebenfalls in diese Richtung verändern zu wollen? Und falls dies in Bezug auf ihre persönliche Realität nicht möglich ist, beispielsweise aufgrund bestimmter systemischer Zwänge, hat der Film dann vielleicht sogar das Potenzial, politische Handlungen seiner Betrachter zu begünstigen?

Die Utopie in der Dystopie

In jenem Fall hat das Medium Film die Möglichkeit, Utopien und Dystopien in ansprechender Weise darzustellen, um bestimmte Wunsch -und Schreckensszenarien zu zeigen, die entweder bejaht oder abgelehnt werden können. „Das siebente Siegel“ präsentiert uns in Bezug auf diesen Faktor beides. Der Film zeigt, wenn man so will, eine Utopie inmitten einer Dystopie. Während die Pest wütet und alles Leben zerstört, während sich die Menschen um Antonius und die christlichen Fundamentalisten auf eine ins Nichts führende Sinnsuche begeben und sich dabei von den Menschen und der Natur entfernen, sehen Jof und Mia das Schöne in der Welt und bieten den Zuschauern damit eine Art Anleitung zum Leben. Ganz in der Tradition der Philosophie eines Epikur blicken sie auf die kleinen Schönheiten des Lebens und machen nicht, wie Antonius, den Fehler, die falschen großen Aufgaben und Ziele anzugehen. Zugleich bietet der naturnahe und bescheidene, freie Lebensstil des Paares, noch dazu in jenem historischen Setting, eine vorindustrielle Utopie, die im Kontrast zum Lebensstandard der zeitgenössischen Betrachter, und noch viel mehr im Kontrast zu einem Betrachter des 21. Jahrhunderts steht. Der Film stellt also die Frage, ob jene modernen Standards westlicher Gesellschaften in dieser Form derart erstrebenswert waren, wenn doch dadurch vielmehr eine Entfremdung zu dem stattgefunden hat, was in „Das siebente Siegel“ noch als Schöpfung deklariert werden kann und, aus der Sicht eines atheistischen Menschen, schlichtweg als nicht religiös konnotierte Natur verstanden wird. Damit soll nicht gemeint sein, dass moderne, wissenschaftliche Errungenschaften einfach hinfortgewischt werden sollen – Medizin, Strom, das Internet usw. sind großartig – sondern dass sie vielleicht fern eines kapitalistischen Wachstumsfetischs für das Wohl der Gemeinschaft eingesetzt werden, um eine Ko-Existenz von Mensch und Natur zu ermöglichen. Gerade auf aktuelle Diskussionen rund um den Klimawandel kann man „Das siebente Siegel“ wunderbar beziehen und der Film ist hier durchaus in der Lage, eine politische Wirkmacht zu entfalten.

Der Film als Propagandainstrument

Ingmar Bergman zeigt hier also durchaus, in welcher Weise Film dazu prädestiniert ist, als Medium zum Erkennen der Realität und des Schönen zu fungieren sowie als Mittel, unsere Vorstellungen von der Realität zu formen, sodass schlussendlich vielleicht sogar politische Handlungen davon beeinflusst werden. Das Medium hat aber auch eine dunkle Seite, die der Regisseur in der wohl imposantesten Szene des Films auf beeindruckende Weise zeigt. Gemeint ist die Prozession, die an Jofs und Mias Theatervorstellung anschließt. In Kombination mit sakralem Gesang läuft eine Gruppe sich selbst geißelnder Menschen an der Kamera vorbei, während, parallel dazugeschnitten, eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Personen auf die Knie sinkt und sich somit den Geistlichen unterwirft. Die anschließende Rede des Führers der Prozession deutet auf die Strafe Gottes durch die Pest und die Unausweichlichkeit des Todes in diesem Zusammenhang hin. Wir haben es hier also mit einer durch und durch autoritären Bewegung zu tun, denn der bedingungslose Glaube an Gott und die damit einhergehende Selbstgeißelung, stellen, fern von allem was der Mensch selbst leisten kann, die einzige Alternative im Umgang mit dem eigenen Leben dar. Es ist eine Autorität, die sich visuell in der Szene des Ankommens in formidabler Weise äußert. Es ist hier nicht so, dass sich die Menschen einfach irgendwann auf die Knie begeben, sondern sie warten, bis das Bild sie im Lauf einer rechtsgerichteten Kamerafahrt erfasst. Ihr Handeln wird also direkt von der Kamera und somit auch vom Regisseur bestimmt, während sie eine Handlung vollziehen, die im Sinne einer autoritären Bewegung ausgeführt wird.

Zugleich ordnen wir Zuschauer uns selbst dieser Prozession unter, denn auch wir sind in dieser Szene in gewisser Weise unterwürfig. Zunächst betrachten wir die Vorstellung von Jof und Mia und reagieren, angesichts der teils lächerlichen Darbietung, eigentlich genauso wie die Zuschauer vor der Bühne, nämlich mit Ablehnung und einer gewissen Befremdlichkeit. Diese Identifikation mit dem Publikum setzt sich jedoch in der Ankunft der Prozession fort. Zunächst blicken wir auf den eintreffenden Zug und sind angesichts der schrecklichen, jedoch faszinierenden Choreografie der Selbstgeißelung, in Kombination mit dem monumentalen Gesang, Gefangene dieser audiovisuell grandios geglückten Vorstellung. Wir blicken also von einer theatralischen Aufführung zur nächsten, nur sind wir bei der ersten, viel unschuldigeren jedoch künstlerisch anspruchsloseren, nicht in gleichem Maße emotional involviert, wie bei der ideologisch fragwürdigen, jedoch künstlerisch viel imposanteren. Diese Faszination für die Vorstellung resultiert in einer kurzzeitigen Vereinnahmung und somit auch in einer Identifikation mit der Prozession, die ihre Artikulation in den folgenden Einstellungen findet, wenn die Gläubigen an den unterwürfigen Leuten vorbeiziehen. Deren Unterwürfigkeit erleben wir dabei als Zuschauer aus Sicht der Bewegung, womit also eine Identifikation von Prozession, Kamera und eben Zuschauer erreicht wird. Wir werden von den vorherigen Aufnahmen mitgerissen und mit der folgenden Identifikation selbst zu Zeugen, und sogar Akteuren, der autoritären Bewegung. Das ist sensationelles Filmemachen, denn Ingmar Bergman zeigt hier zwölf Jahre nach Ende des NS-Regimes in nur wenigen Aufnahmen, wie Filmpropaganda funktioniert. Er schildert hier, wie Filmaufnahmen zur sinnlichen Addressierung des Zuschauers genutzt werden, um ihn letztlich zu einem Teil der Bewegung und einem Komplizen der gezeigten Ideale zu machen – etwas, das den Nationalsozialisten in ihrem Kino bedauerlicherweise, vor allem mit den künstlerisch enorm ansprechenden Filmen von Leni Riefenstahl, beispielhaft gelungen ist. Film, das zeigt der schwedische Filmemacher hier, ist also nicht nur die sinnliche Erfahrung des Schönen und das Fenster in eine andere Welt, es ist auch ein Medium der Verfälschung derselben und schlussendlich zur Vermittlung brutalster, mitreißender Ideologie.

Etwas Großes

Gerade jene Auseinandersetzung mit dem Medium macht den Status von „Das siebente Siegel“ als Meisterwerk der Filmgeschichte aus. Dieses Werk reflektiert nicht bloß über die großen existenziellen Fragen und beleuchtet in diesem Zusammenhang verschiedene Perspektiven, es bietet auch eine überaus intelligente Auseinandersetzung mit der Frage, was Film, schlussendlich aber auch Kunst allgemein, eigentlich ist. Film wird hier als schöne, sinnliche Erfahrung alternativer Realitäten verstanden, die in ihren Extremen, utopisch oder dystopisch, das Potenzial zum Abgleichen von Lebensrealitäten mit fiktionalen Figuren in sich trägt, genauso wie sie eine politischen Partizipation in der tatsächlichen Realität begünstigen kann. Sie kann also eine agitierende Wirkung enthalten und dafür sorgen, dass bestimmte festgefahrene Muster der alltäglichen Lebensrealität ihrer Rezipienten hinterfragt und kritisch betrachtet werden. Zugleich kann eben jene agitierende Wirkung aber auch das Entstehen von ideologischen Ansichten fördern und somit als Mittel der Propaganda dienen, wie man es in autoritären Regimen, aber auch bereits in den Werken von Unterhaltungskonzernen finden kann. „Das siebente Siegel“ ist in jedem Fall ein enorm komplexer Film und die hier dargelegten Punkte können bei weitem nicht das Ende der Diskussion sein. Es handelte sich lediglich um einige Ansätze der Interpretation, man kann wohl unendlich über diesen Meilenstein sprechen.

Die Offenbarung des Johannes

Den Titel seines Films entnahm Ingmar Bergman der Bibel, genauer: dem Beginn des 8. Kapitels der Offenbarung des Johannes, wo es heißt: Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwa eine halbe Stunde lang. 1957 unterlag „Das siebente Siegel“ in Cannes William Wylers Bürgerkriegsdrama „Lockende Versuchung“ beim Rennen um die Goldene Palme. Immerhin erhielt Bergman den Spezialpreis der Jury. In der Rückschau hat sich das schwedische Meisterwerk womöglich zum bedeutsameren Film entwickelt, aber sei’s drum, nichts gegen William Wyler. Für „Das siebente Siegel“ bestehen in Deutschland keine Beschaffungsprobleme, diverse Editionen und Bergman-Kollektionen sind lieferbar oder auf dem Gebrauchtmarkt zu finden. Ob die Blu-ray in puncto Bild- und Tonqualität der DVD vorzuziehen ist, vermag ich mangels Vergleich beider Formate nicht zu bewerten.

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Für mich, den Autoren dieses Textes, bedeutete „Das siebente Siegel“ vor einigen Jahren den Einstieg ins klassische europäische Autorenkino. Das erste Mal hatte ich damals mit dem Ende eines Films das Gefühl, in diesem Medium etwas ganz Großes gesehen zu haben, was meinen Horizont in noch nie dagewesener Weise überstieg. Bis heute ist dieses Werk in vielerlei Hinsicht ein Mysterium, dem ich mich nun, im Rahmen meiner 50. Rezension für „Die Nacht der lebenden Texte“, einmal schriftlich annähern durfte. Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei Blogbetreiber Volker Schönenberger für diese Möglichkeit und hoffe, im Laufe der vergangenen 50 Texte einen, zumindest in kleinen Teilen, bereichernden Beitrag zu diesem Blog geleistet haben zu können. Von daher freue ich mich auf das Schreiben künftiger Rezensionen und hoffe, dieser Unternehmung noch lange erhalten bleiben zu können (aber sicher doch! Anm. des Blogbetreibers).

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Ingmar Bergman haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Max von Sydow unter Schauspieler. Die Filme der Arthaus Collection von Studiocanal Home Entertainment sind in der Rubrik Filmreihen aufgeführt.

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Veröffentlichung: 12. Juli 2018 als Blu-ray und DVD (jeweils Ingmar Bergman 100th Anniversary Edition, mit 9 weiteren Filmen), 9. Oktober 2014 als DVD (Reclam Edition), 25. September 2014 als Blu-ray (Ingmar Bergman Edition), 21. November 2013 als Blu-ray (Ingmar Bergman Edition, mit 3 weiteren Filmen), 6. Oktober 2012 als DVD (Süddeutsche Zeitung Cinemathek), 3. Februar 2011 als DVD (Arthaus Close-up, mit zwei weiteren Filmen), 16. September 2010 als DVD (Arthaus Collection Klassiker), 25. Juli 2008 als 2-Disc Edition Digipack-DVD (Arthaus Premium), 24. Mai 2005 als DVD (Ingmar Bergman Edition)

Länge: 97 Min. (Blu-ray), 93 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Schwedisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Det sjunde inseglet
SWE 1957
Regie: Ingmar Bergman
Drehbuch: Ingmar Bergman
Besetzung: Max von Sydow, Gunnar Björnstrand, Bengt Ekerot, Nils Poppe, Bibi Andersson, Gunnel Lindblom, Åke Fridell, Inga Gill, Maud Hansson, Inga Landgré, Tommy Karlsson
Zusatzmaterial Blu-ray: Dokumentation „Ingmar Bergman – Über Leben und Arbeit“ (91 Min.), Trailer, Trailershow
Zusatzmaterial DVD Arthaus Premium: schwedische Dokumentation „Bergmans Insel“ (OmdU, 83 Min.), Trailer, Biografie Ingmar Bergman (14 Texttafeln), Produktionsnotizen (9 Texttafeln), Bildergalerie, Trailershow, Schuber, 24-seitiges Booklet mit einem Text des Bergman-Experten Hauke Lange-Fuchs
Label/Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Label/Vertrieb 2012: Süddeutsche Zeitung GmbH

Copyright 2021 by Lucas Gröning

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Untere 3 Packshots: © Studiocanal Home Entertainment

 
 

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