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Zum 100. Geburtstag von Peter Ustinov: Quo Vadis – Kaiser Nero, die Christen und der Brand Roms

16 Apr

Quo Vadis

Von Volker Schönenberger

Historiendrama // Eine dreiminütige Ouvertüre ohne Bilder leitet „Quo Vadis“ (1951) ein. Derlei konzertante Eröffnungsstücke waren im Monumentalfilm der 1950er- und 1960er-Jahre durchaus üblich, starben irgendwann aber aus. Zuletzt belebte Quentin Tarantino diese Tradition 2015 bei den Vorführungen der 70mm-Fassung seines Westerns „The Hateful Eight“. Aber das wird wohl eine seltene Reminiszenz bleiben.

Nach dem Roman von Henryk Sienkiewicz

Der Roman „Quo Vadis?“ von Henryk Sienkiewicz (1846–1916) erschien erstmals 1895. Zehn Jahre später wurde der polnische Schriftsteller für sein literarisches Wirken mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. „Quo Vadis?“ thematisiert die Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Nero (37–68) und bleibt Sienkiewicz’ bekanntestes Werk. Es wurde mehrfach verfilmt, darunter 1924 als deutsch-italienische Produktion mit Emil Jannings als Nero. In einer westeuropäischen Miniserie von 1985 verkörperte Klaus Maria Brandauer den Kaiser. 2001 schließlich entstand mit „Nero – Der Tyrann Roms“ eine polnische Produktion.

Der ruhmreiche Feldherr kehrt nach Rom zurück

Untrennbar verbunden ist der filmische Nero zweifellos mit Peter Ustinov in Mervyn LeRoys berühmtem Monumentalfilm von 1951. Die Handlung setzt im Jahr 64 nach Christi Geburt ein. Rom beherrscht die Welt. Der römische Kommandeur Marcus Vinicius (Robert Taylor) kehrt als siegreicher Feldherr mit seinen Legionären auf der Via Appia nach Rom zurück. In Britannien hat er Aufstände niedergeschlagen. Doch statt ihn mit offenen Armen und einem Triumphzug zu empfangen, erhält Marcus die imperiale Order, mit seinen Truppen vor den Toren der Stadt ein Lager aufzuschlagen. Ihn selbst kann immerhin sein Onkel Petronius (Leo Genn) bequem beim im Ruhestand befindlichen General Plautius (Felix Aylmer) unterbringen. Dort lernt er erst den so großen wie starken Ursus (Buddy Baer) und dann die zierliche Lygia (Deborah Kerr) kennen, die er für Sklaven hält, bis Lygia ihm berichtet, im Hause des Plautius gebe es keine Sklaven. Beim abendlichen Mahl gesellt sich mit dem Juden Paulus von Tarsus (Abraham Sofaer) ein frommer Besucher zu ihnen. Nachdem sich Marcus Vinicius zurückgezogen hat, kündigt Paulus dem General und seiner Frau Pomponia (Nora Swinburne) die baldige Ankunft eines gewissen Petrus (Finlay Currie) an; eine Nachricht, die das Ehepaar in Aufregung versetzt: Stellt euch vor – wir werden mit einem Mann reden können, der mit Christus gesprochen hat. So entfährt es Pomponia. Kein Zweifel: Ohne dass er es selbst bemerkt hat, ist Marcus Vinicius zu Gast bei Christen, Anhängern einer neuen Religion, die von den Römern milde ausgedrückt mit Misstrauen beobachtet wird.

Rom bereitet dem siegreichen Feldherr Marcus Vinicius einen triumphalen Empfang

Oh, lodernd Feuer, oh, göttliche Macht … Beim ersten Aufeinandertreffen Marcus Vinicius’ mit seinem Kaiser ergeht sich dieser gerade darin, eine seiner musikalischen Kompositionen zu verfeinern. Dass er in der Hinsicht absolut talentlos ist, traut sich natürlich niemand zu sagen, denn den Zorn des so eitlen wie grausamen Nero will niemand auf sich ziehen. Auch nicht Petronius, der es gleichwohl versteht, ihm bei aller Schmeichelei auch ein paar Widerworte mit auf den Weg zu geben oder ihm eine Meinung in den Mund zu legen.

Hat Kaiser Nero den Brand gelegt?

War das Rom Neros so, wie Mervyn LeRoy es inszenierte? War Nero so, wie Peter Ustinov ihn unter dem Regisseur charakterisierte? Es darf bezweifelt werden, aber als monumentales Historiendrama verfolgt „Quo Vadis“ keinen dokumentarischen Anpruch. Das Epos bietet massig Gelegenheit, historische Ungenauigkeiten zu finden. Das kann auch interessant sein, ist aber sekundär. Hier geht es vordergründig erst einmal um Schauwerte, und die sind gewaltig, sei es beim Großen Brand Roms oder bei der anschließenden Verfolgung und Bestrafung der Christen, denen Nero die Schuld an der Katastrophe in die Schuhe schieben lässt. Ob der Kaiser den Brand tatsächlich selbst hat legen lassen, wie es „Quo Vadis“ darstellt, lässt sich heute nicht mehr feststellen – die historische Quellenlage gibt darüber kein zweifelsfreies Urteil her. Den Verdacht hatten jedenfalls schon namhafte Zeitgenossen der römischen Antike. Für den dramatischen Spannungsbogen im Film ist das allerdings irrelevant. Die Opferungen der Christen hat es wohl gegeben.

Nero steht unter dem Einfluss von Poppaea

In „Quo Vadis“ gibt es diverse Beziehungen zu beobachten, etwa die von Petronius zu seiner Sklavin Eunice (Marina Berti), die ihren Meister und Eigentümer anhimmelt, auch wenn der das lange nicht bemerkt. Hinter Kaiser Nero wiederum steht die durchtriebene Poppaea (Patricia Laffan), seine zweite Frau (die erste hat der Tyrann ebenso wie seine Mutter beseitigen lassen). Poppaea wirft ihrerseits ein Auge auf Marcus Vinicius. Der allerdings hat seit der ersten Begegnung mit Lygia nur noch Augen für sie, die sich von einer lygischen Geisel zur Adoptivtochter von Plautius und Pomponia entwickelt hat.

Der römische Soldat und die Christin

Die Liebesgeschichte zwischen dem selbstbewussten römischen Legionär und der unschuldigen Christin überstrahlt alle anderen Affären und Beziehungen. Nachdem er Nero dazu gebracht hat, ihm Lygia zum Geschenk zu machen, sieht Marcus die junge Frau anfangs naturgemäß als seinen Besitz an. Doch nach und nach wandelt sich sein Begehren in Liebe. Diese Liebe dient auch als Katalysator für seine Transformation vom arroganten Römer, der die Existenz der vielen Götter seines Volks nicht in Frage stellt, zum wahren Christen – ein zentrales Motiv des Films. Christen? Sind das die, die so einen toten Zimmermann anbeten? Ja, viel mehr weiß er anfangs nicht über diese neue Religion.

Schon die Rückkehr des siegreichen Feldherrn nach Rom gleich zu Beginn schlägt einen Bogen zum Christentum, als die Stimme des Erzählers davon berichtet, 30 Jahre zuvor sei ein Mann in Judäa am Kreuz gestorben, um die Menschheit zu befreien. So sehr ich als Atheist über den missionarischen Impetus von „Quo Vadis“ schmunzle, so sehr erkenne ich doch die Kraft, die die Story daraus zieht. Wer bin ich auch, eine Kraft zu leugnen, der Millionen und Abermillionen von Menschen erliegen? Erwähnung finden muss aber die arge Glättung, die Mervyn LeRoy und die Drehbuchautoren den Lehren von Paulus und Petrus angedeihen ließen. „Liebe all deine Nächsten“ galt seinerzeit für die christlichen Wortführer sicher nicht, da gab es feine Unterschiede, die natürlich heute von den Verfechtern des wahren christlichen Glaubens sowieso gern unter den Tisch gekehrt werden.

Vom Heiland in den Tod genötigt

Quo vadis? Oder vollständig: Domine, quo vadis? Diese im Johannes-Evangelium formulierte Frage gab Roman und Film den Titel. Die Szene findet sich in kaum zu überbietendem frömmelndem Kitsch – diese Farben! – auch im Film, wenn Petrus nach dem Brand Roms die Stadt verlassen hat und auf dem Fußmarsch eine Jesus-Erscheinung hat. Tief ergriffen fragt der Jünger: Quo vadis, domine? Wohin gehst du, Herr? Durch die Stimme seines jungen Begleiters Nazarius (Peter Miles) erwidert der Messias: Meine Mitbrüder in Rom bedürfen deiner. Wenn du jetzt mein Volk verlässt, gehe ich nach Rom, um ein zweites Mal gekreuzigt zu werden. Wer diesem psychischen Druck seines Gebieters standhalten würde, werfe den ersten Stein. Auch Petrus hält ihm nicht stand: Er kehrt stehenden Fußes um und geht zurück nach Rom, fröhlich seinem Ende am Kreuz entgegen. Das kann man als Gläubiger gern richtig finden. Es ist eben Gottes Wille.

Die Bekehrten

Dass ein Außenstehender wie Marcus Vinicius den Blick aufs Christentum wirft und in der Folge zum neuen Glauben bekehrt wird, ist kein Alleinstellungsmerkmal von „Quo Vadis“. Auch Richard Burton als römischer Tribun in „Das Gewand“ (1953) und Charlton Heston als jüdischer Titelheld in „Ben Hur“ (1959) ging es nicht anders. Robert Taylor vermittelt diesen Wandel auf glaubwürdige Weise, wozu ihm die schiere Länge des knapp dreistündigen Epos ausreichend Zeit gibt. So belauscht er zufällig eine Predigt von Petrus. Auch der eine oder andere Satz des kräftigen Ursus fällt bei Marcus auf fruchtbaren Boden, ebenso ein Gespräch mit Paulus. Wie oft haben sich Filme mit einem derart großen Gesinnungswechsel kaum Mühe gegeben? Der Held muss plötzlich an dies oder jenes glauben oder von irgendeinem Sachverhalt überzeugt sein – dann geschehe es. Hier jedoch treten die Motive von Marcus’ Entwicklung gut zutage, gleichzeitig fällt er ab und zu in alte Gewohnheiten zurück, was sein inneres Ringen unterstreicht. Die Reinheit Lygias führt ihn aber zwangsläufig auf den Pfad des guten Christen zurück.

Ursus gegen den Stier

Aufgrund seiner Länge kann es sich „Quo Vadis“ erlauben, mehrfach von den intimen Beziehungsthemen zum großen römischen Schauplatz und zurück zu wechseln. Von der Entwicklung des Christentums zu Neros Größenwahn ist es ebenfalls kein weiter Weg. Ich hatte das Werk als keine Sekunde zu lang in Erinnerung, und meine x-te Sichtung anlässlich dieses Textes hat mich in dieser Einschätzung bestätigt. Sitzfleisch benötigt ein Dreistünder aber zweifelsohne. Und zwischen manch spektakulärer Szene auch Erholung in Form zurückhaltender Sequenzen. Das ist gegeben. Mit dem Brand Roms erhöht sich die Taktzahl der atemraubenden Ereignisse des Films spürbar. Und die grausamen Ereignisse in der Arena während des letzten Drittels des Films hinterlassen auch heute noch nachhaltig Eindruck, von der Attacke etlicher Löwen über die Kreuze auf den Scheiterhaufen bis zum Kampf des mächtigen Ursus gegen den Stier. Das ist großes, monumentales Kino.

Loren, Spencer, Taylor – wo sind sie nur?

Wer Sophia Loren als bei Marcus Vinicius’ Triumphzug Blumen werfende Römerin oder Sklavin, Elizabeth Taylor als Christin im Kerker oder in der Arena und Bud Spencer als Prätorianer-Wache entdeckt, möge mir die exakten Zeiten ihrer Auftritte mitteilen; mir ist es angesichts all der Menschenmassen nicht gelungen, das in Kleinstauftritten auftretende Trio ausfindig zu machen. Spencer hatte damals sicher noch nicht seinen beeindruckenden Bauchumfang entwickelt, war er doch noch als Leistungsschwimmer aktiv. Loren war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten hauptsächlich als Fotomodell tätig, mehr als ein Part als Statistin war da nicht drin. Elizabeth Taylor war Anfang der 1950er-Jahre zwar schon ein Star, der keine solchen Miniauftritte mehr nötig hatte. Sie zwängte sich in ein Komparsinnenkostüm, um etwas Ruhe vor ihrem ersten Ehemann Nicky Hilton zu haben, der seiner Gemahlin gegenüber wohl gern handgreiflich wurde. Ihre Freundschaft mit Regisseur Mervyn LeRoy ermöglichte ihr diese kleine Alltagsflucht. Die Ehe wurde folgerichtig wenig später geschieden.

Peter Ustinov

Gesangseinlagen von solch famoser Atonalität, dass sich Dieter Bohlen im Grab umdrehen würde, Monologe, die zwischen Selbstgerechtigkeit und Selbstmitleid lavieren, dazu eine geradezu kindliche Freude an kleinen Dingen und großen Grausamkeiten – der Part des größenwahnsinnigen Tyrannen Nero gehört für den am 16. April 1921 in London geborenen Peter Ustinov zweifellos zu seinen ikonischsten Rollen, wenn es nicht die ikonischste überhaupt ist. Ich jedenfalls denke beim Gedanken an Ustinov stets umgehend an Nero. Ob’s am schrägen Gesang liegt? Natürlich verbindet man mit ihm auch sehr den von Agatha Christie ersonnenen belgischen Privatdetektiv Hercule Poirot, den er mehrfach verkörperte, so in „Tod auf dem Nil“ (1978) und „Das Böse unter der Sonne“ (1982), letztmals in „Rendezvous mit einer Leiche“ (1988). Dem Unterhaltungswert der Filme tut es keinen Abbruch, dass der Detektiv darin immer mehr Peter Ustinov war als Hercule Poirot nach Agatha Christies Vorstellungen.

Die Sklavin Eunice liebt ihren Gebieter Petronius

Ustinov war nicht nur als Schauspieler sehr rührig, er führte auch mehrfach Regie, etwa bei der Herman-Melville-Verfilmung „Die Verdammten der Meere“ (1961), zu deren Drehbuchautoren er ebenfalls gehörte. Auch betätigte er sich als Schriftsteller und bildender Künstler. Mit dem Ausdruck Multitalent werden manche Menschen nur deshalb bezeichnet, weil sie vieles tun. Ustinov hingegen tat vieles nicht nur, vielmehr tat er es tatsächlich mit Talent – er war ein echtes Multitalent. Selbst sah er sich als Weltbürger, engagierte sich für Kinder und Jugendliche, beispielsweise seit 1968 als Sonderbotschafter des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. Zudem betätigte er sich als Friedensaktivist. Ustinov wurde vielfach ausgezeichnet, für sein soziales Engagement 1998 auch mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Deutschland mochte ihn ohnehin all die Jahre, was diverse Ehrungen fürs Gesamtwerk belegen, etwa der Silberne Bär der 1972er-Berlinale, der Ehren-Bambi 1994, eine Goldene Kamera 2001 und ein Bayerischer Filmpreis 2004. Verdienter Lohn auch für seine Präsenz auf deutschen Bühnen und in deutschen Fernsehproduktionen. International wurde er mit Orden von Staaten und Institutionen überhäuft, diverse Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.

Schauspielerisch war er weniger ein Chamäleon, das mit Haut und Haaren in eine Rolle schlüpfte, sondern er drückte einer Rolle eher seine eigene Persönlichkeit auf. Seine bedeutendsten Filmtrophäen bilden die beiden Nebenrollen-Oscars: 1961 für seine Darstellung des Gladiatorenmeisters Batiatus in Stanley Kubricks „Spartacus“, 1965 als Kleinganove in Jules Dassins Krimikomödie „Topkapi“. Für „Quo Vadis“ war ihm der Oscar trotz Nominierung noch verwehrt worden, immerhin gab’s dafür zum einzigen Mal den Golden Globe. Ohnehin zählte der Film bei der Oscar-Verleihung 1952 zu den großen Verlierern, ging er doch trotz acht Nominierungen leer aus. An „Ein Amerikaner in Paris“ (sechs Oscars, darunter als bester Film), „Ein Platz an der Sonne“ (sechs Oscars, übrigens ebenfalls mit Elizabeth Taylor) und „Endstation Sehnsucht“ (vier Oscars) biss sich „Quo Vadis“ die Zähne aus. Ustinov und der für seine Rolle des Petronius ebenfalls nominierte Leo Genn unterlagen Karl Malden, der den Oscar als bester Nebendarsteller für seinen Part in „Endstation Sehnsucht“ erhielt. Peter Ustinov starb am 28. März 2004 im Alter von 82 Jahren in seiner Wahlheimat Schweiz, deren Staatsbürgerschaft er besaß. Bis kurz vor seinem Tod war er noch schauspielerisch aktiv gewesen.

Kein Breitwandformat möglich

Der Transfer des prächtigen Technicolor-Bilds ins HD-Format der Blu-ray erscheint partiell gelungen. In vielen ruhigen Szenen kommen die Farben und Konturen sehr gut zur Geltung, auch wenn Gesichter bisweilen etwas gefiltert erscheinen. Im Bewegtbild kommt es ab und zu zu ein paar Unsauberkeiten, die für mein laienhaftes Empfinden aber im Bereich des Akzeptablen liegen. Puristen mit schärferem Blick mögen hier kritischer sein als ich. Am 4:3-Bild des Films haben schon viele DVD- und Blu-ray-Käufer herumgemäkelt. Sie lassen außer Acht, dass 1:1,375 Anfang der 1950er-Jahre der Standard war – auf das Format wurden damals Filme nach dem Dreh nun mal gebracht. Für die Blu-ray ein 16:9-Format zu generieren, wäre nur unter Verlust von Bildausschnitten am Rande möglich, insofern genau die richtige Entscheidung, das zu unterlassen. Lieber links und rechts schwarze Balken akzeptieren, das sollte doch keine Schwierigkeit darstellen?! Natürlich wünscht man sich „Quo Vadis“ im fetten Breitbild, aber CinemaScope kam erst zwei Jahre später auf.

Rom befindet sich in Aufruhr

Bedauerlich, dass Warner Home Video bei der Neuveröffentlichung 2008 lediglich die DVD einer Collector’s Edition für würdig erachtete. Der ansprechende Schuber enthält den Film im Digipack, aufgrund der Länge aufgeteilt auf zwei DVDs, was nach etwa der Hälfte einen Wechsel erforderlich macht. Das gedruckte Bonusmaterial sucht seinesgleichen: Der 20-seitige Nachdruck des englischen Original-Programmhefts ist klasse, ebenso die Karten-Sets – 16 Kino-Aushangfotos, 6 Postermotive, 10 Szenen vom Dreh, allesamt in Hochglanz auf Fotopapier. Das ist aller Ehren wert. Ob Warner 2008 den Siegeszug der Blu-ray noch nicht vorausahnte und die Collector’s Edition mit diesen Schmankerln deshalb nur als DVD veröffentlicht hat? Das gilt immerhin nicht fürs digitale Bonusmaterial auf den Discs, etwa das dreiviertelstündige Featurette „Am Anfang – Quo Vadis und die Genesis eines Epos“. „Quo Vadis“ ist so episch und monumental, wie man es sich nur wünschen kann. In einer Rangliste der großen Historiendramen ist das Werk bei mir ganz vorn dabei.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Mervyn LeRoy haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Deborah Kerr und Elizabeth Taylor unter Schauspielerinnen, Filme mit Robert Taylor und Peter Ustinov in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 7. November 2008 als Blu-ray, 2-Disc Ultimate Collector’s Edition DVD und 2-Disc Special Edition DVD

Länge: 174 Min. (Blu-ray), 167 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte u. a.
Originaltitel: Quo Vadis
USA 1951
Regie: Mervyn LeRoy
Drehbuch: John Lee Mahin, S. N. Behrman, Sonya Levien, nach dem Roman von Henryk Sienkiewicz
Besetzung: Robert Taylor, Deborah Kerr, Peter Ustinov, Leo Genn, Patricia Laffan, Finlay Currie, Abraham Sofaer, Marina Berti, Buddy Baer, Felix Aylmer, Nora Swinburne, Norman Wooland, Walter Pidgeon, Peter Miles, Elizabeth Taylor, Sophia Loren, Bud Spencer
Zusatzmaterial: Audiokommentar des Filmhistorikers F. X. Feeney, Featurette „Am Anfang – Quo Vadis und die Genesis eines Epos“ (43:54 Min.), US-Kinotrailer, Teaser, nur Ultimate Collector’s Edition: Hochglanz-Digipack-Aufmachung, 20-seitiger Nachdruck des englischen Original-Programmhefts, Set von 16 Original-Lobbycards, 6 Postkarten mit Original-Kinoposter-Motiven, Set von 10 seltenen Behind-the-scenes-Fotokarten
Label/Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2008 Warner Home Video

 

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