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Godzilla vs. Kong – Es kann nur einen König geben

27 Jun

Godzilla vs. Kong

Kinostart: 1. Juli 2021

Von Florian Schneider

Fantasy-Action // Godzilla oder Kong, wer ist der wahre König unter den Monstern des 2014 als Franchise gestarteten MonsterVerse? Mein Herz schlägt ganz klar für den Affen und dies nicht nur aufgrund seiner menschlichen Züge. Filmgeschichtlich hält Kong bereits 1933 mit „King Kong und die weiße Frau“ Einzug in die Kinosäle – deutlich zu früh für mich, doch mit Nachdruck und legendärer Tricktechnik.

Die gehörlose Jia kann sich mit Kong verständigen

Die erste große Neuverfilmung aus dem Jahr 1976, „King Kong“ von Regisseur John Guillermin, mochte zwar ein veritabler Flop bei Kritikern und an den Kinokassen gewesen sein, doch mich als Kind beziehungsweise später als pubertierender Teenager konnten sowohl Jessica Lange als auch der riesige Gorilla begeistern. Als dann Peter Jackson 2005 seine Version dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte als gleichsam aktionsgeladenes wie emotionales Spektakel inszenierte, schien Kong endgültig auf dem Thron angekommen zu sein.

Kong ist auf Skull Island nicht mehr sicher …

Die zahlreichen über den heimischen Bildschirm flimmernden Kaijū-Filme mit der mächtigen Riesenechse aus Japan, die beim Kampf mit anderen Ungeheuern allerlei Miniaturstädte in Schutt und Asche legt, konnten mich hingegen als Teenager nicht in diesem Maße fesseln und blieben auch später lediglich Randerscheinungen in meiner filmmischen Rezeptionswelt. Daran änderte natürlich auch der durchwachsene Neuaufguss „Godzilla“ von Roland Emmerich aus dem Jahr 1998 wenig.

… denn Godzilla scheint außer Rand und Band

Doch beim Blick über die Autorenbrille, vor allem hin nach Japan, ist das Kräfteverhältnis keineswegs so eindeutig. Schließlich ist Godzilla dort nicht nur der unstrittige König der Monster und mit 32 japanischen Filmen seit 1954 eines der umfangreichsten und das langlebigste Franchise der Filmgeschichte, sondern Godzilla gilt im Land der aufgehenden Sonne schlicht als Teil der Kulturgeschichte. Mit den Filmen der MonsterVerse erfährt dieser königliche Status nun seit „Godzilla“ (2014) zunehmend eine globale Ausdehnung, auch wenn sich Godzilla in den ersten vier Filmen der Reihe bereits einmal den Platz an der Sonne mit Kong teilen musste: in „Kong – Skull Island“ (2017).

Als die beiden Monster zum ersten Mal aufeinandertreffen …

Nun steht mit „Godzilla vs. Kong“ vom sich aus dem Horrorgenre freischwimmenden Regisseur Adam Wingard („You’re Next“) der vielleicht entscheidende Titelkampf der Monsterlegenden an: Kong ist inzwischen dank der Regierungsorganisation Monarch auf Skull Island unter einer gigantischen Kuppel von der Außenwelt abgeschirmt. Nur so kann eine Konfrontation mit Godzilla vermieden werden. Auch wenn die Riesenechse inzwischen als Helfer der Menschen im Kampf gegen andere Titanen verehrt wird, hätte eine Begegnung wohl tödliche Konsequenzen für den Riesenaffen, der lediglich mit seiner Körperstärke und Wendigkeit punkten kann, nicht aber wie Godzilla über eine mächtige Waffe wie den atomaren Atem verfügt.

… können die menschlichen Protagonisten nur mit offenen Mündern zusehen

Gehegt und gepflegt wird Kong unter seiner Kuppel von der anthropologischen Linguistin Dr. Ilene Andrews (Rebecca Hall) und ihrer gehörlosen Adoptivtochter Jia (Kaylee Hottle). Jia hat ein ganz besonders vertrauensvolles Verhältnis zu Kong und kann sich mit ihm sogar durch Zeichensprache verständigen. Als Godzilla außer Kontrolle geraten zu sein scheint und eine Forschungseinheit des Technologiekonzerns Apex Cybernetics angreift, machen sich Ilene, Jia und Kong gemeinsam mit dem Monarch-Geologen Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgård) auf den Weg in die Hohlerde.

Ring frei für die erste Runde!

Klar, etwas Story gibt es bei „Godzilla vs. Kong“ schon und sie ist tatsächlich nicht einmal grottenschlecht. Allerdings interessiert das doch sowieso niemanden, weder die Filmemacher noch die Millionen Zuschauer, die auch beim fünften Teil der Reihe wieder in die Kinos strömen werden. Schließlich geht es doch auch in der Fortsetzung von „Godzilla II – King of the Monsters“ (2019) in erster Linie darum, die Monster kämpfen zu sehen und am besten nicht nur die Titelhelden, sondern auch weitere Vertreter des MonsterVerse. Soviel sei verraten: Kämpfe gibt es reichlich, gekonnt in Szene gesetzt und choreografiert. Das sieht alles so gut aus und ist dermaßen unterhaltsam, dass für mich „Godzilla vs. Kong“ die Krone des bislang besten Films der Reihe trägt.

Armes Hongkong!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Adam Wingard haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Kyle Chandler und Alexander Skarsgård unter Schauspieler.

Kann King Kong Hongkong retten?

Länge: 114 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Godzilla vs. Kong
USA/AUS/KAN/IND 2021
Regie: Adam Wingard
Drehbuch: Eric Pearson, Max Borenstein
Besetzung: Alexander Skarsgård, Kyle Chandler, Demián Bichir, Millie Bobby Brown, Rebecca Hall, Brian Tyree Henry, Shun Oguri, Eiza González, Kaylee Hottle, Hakeem Kae-Kazim, Ronny Chieng, John Pirruccello
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2021 by Florian Schneider

Filmplakat Trailer: © 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. Alle Rechte vorbehalten, Szenenfotos: Courtesy of Warner Bros. Pictures and Legendary Pictures, © 2021 Legendary and Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved. Godzilla TM & © Toho Co., Ltd.

 

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