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Archiv der Kategorie: In eigener Sache

Von Hamburg nach Glasgow ist nur ein Katzensprung – Der Celtic-Trip der St.-Pauli-Kapeiken 2006

Dieser Text erschien erstmals irgendwann 2006 im FC-St.-Pauli-Fanzine „Übersteiger“ (bestes Fußball-Fanzine wo gibt). Für „Die Nacht der lebenden Texte“ habe ich ihn minimal aufpoliert. Erwähnt sei, dass in all den Jahren seitdem unsere Leidenschaft für Celtic Glasgow stark nachgelassen hat. An den Trip erinnern wir uns dennoch nach wie vor gern zurück.

Von Volker Schönenberger

Zur Erinnerung an Drummi (1965–2019)

Reisebericht // Sich als Celtic-Supporter zu bezeichnen aber niemals ein Heimspiel der Hoops in Glasgow besucht zu haben – diesem erbärmlichen Dasein wollte eine Schar St.-Pauli-Fans aus Hamburg und Umgebung im Januar 2006 endlich ein Ende bereiten. Mitglieder des FC-St.-Pauli-Fanclubs „Kiezwichtel“ hatten im Vorfeld Eintrittskarten für das Ligaspiel gegen Dundee United besorgt sowie die Unterkunft gebucht. Meine Wenigkeit als einziger Teilnehmer des Fanclubs „Die Netten“ hatte dem Glasgower Stephen unser Erscheinen angekündigt.

Vor Abflug erst mal einen heben

An einem verschneiten Winterfreitag war frühes Aufstehen angesagt – der Billigflieger startete um 10.30 Uhr von Lübeck-Blankensee. Vom Flughafen Prestwick ging es per Bahn nach Glasgow, wo uns Stephen am Bahnhof in Empfang nahm und zum nahe gelegenen Euro Hostel führte. Zur Begrüßung überreichte er uns eine Tüte voll kleiner Flaschen eines 17 Jahre alten Whiskys. Der Aufenthalt ließ sich gut an. Über den mitgebrachten St.-Pauli-Celtic-Freundschaftsschal freute sich Stephen.

Kaufrausch!

Im Euro Hostel bezogen wir unsere drei Vier-Bett-Zimmer. Sie waren sauber und ebenso einfach wie geschmacklos eingerichtet. Leider roch unser Raum etwas muffig, und aus dem Duschkopf kamen nur Eiswürfel. Na ja, das Zimmer unserer Damenfraktion ging nach hinten raus, und dort befand sich eine Baustelle, auf der mitten in der Nacht mit Presslufthammer gearbeitet wurde. Dumm gelaufen, aber da das Hostel zentral gelegen und günstig ist, kann ich es dennoch empfehlen – zumal es an Wochenenden mit Celtic-Heimspiel fest in grün-weißer Hand ist.

Ein Bier und schon versteht man die Schotten

Nun wurde es endlich Zeit für das erste Pint Bier. Der Pub Crystal Palace bot sich an. Nach den ersten Schlucken verstanden wir Stephens schottischen Akzent gleich viel besser. So gestärkt, enterten wir den offiziellen Celtic-Store an der Argyle Street und verfielen dem Konsumwahn. Grün-weiße Fanartikel in Massen – ein Gedicht für jeden Celtic-Fan, der die Aussicht auf die nächste Kreditkarten-Abrechnung ignoriert. Später stand einigen von uns erneut der Sinn nach einem gepflegten Bier. Susanne und Sven erinnerten sich vage an einen netten Laden, in den sie bei einem früheren Glasgow-Aufenthalt eingekehrt waren. Nach einiger Zeit ward er denn auch von uns gefunden: der Irish Pub Ol Tolbooth, wo wir sogleich als St.-Pauli-Fans erkannt und freundlich begrüßt wurden. Es gab Live-Musik von einem sehr guten Gitarristen, der uns in deutscher Sprache begrüßte und alsbald Reinhard Meys „Über den Wolken“ anstimmte. Sensationell! Im späteren Gespräch erfuhr ich, dass er häufig in Irish Pubs in Deutschland auftritt. Bleibt zu erwähnen, dass einige der dort anwesenden Iren ankündigten, am folgenden Wochenende in einer Stärke von 52 Personen die Celtic-St.-Pauli-Party in Hamburg zu besuchen. Ach ja: Unseren lieben Drummi hielt einer der Gäste für einen Pornostar. Ob das an Drummis gepflegtem Vokuhila- und Oliba-Styling lag? Dafür schenkte mir ein anderer Gast sein T-Shirt mit dem etwas schlüpfrigen „Cock-Inn“-Motiv. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Matchday!

Der nächste Tag – Spieltag. Ein Wettbüro, an dem wir vorbeikamen, bot eine interessante Wette an: Bei einem 3:2-Sieg von Celtic und Hartson als erstem Torschützen sollte es 710 für 10 Pfund Einsatz geben. Die Versuchung war da, aber wir gaben ihr nicht nach. Stephen gabelte uns auf und geleitete uns sicher zur Hoops Bar Gallowgate. Dort das gewohnte Bild: als St.-Paulianer erkannt und sofort freundlich begrüßt. Nach zwei Guinness ging’s endlich gen Celtic Park. Der gemeine wie der besondere Celtic-Fan betritt das Stadion erst unmittelbar vor Spielbeginn und verlässt es unmittelbar nach Spielende sofort. Wie Kiezwichtel Jens später sagte: „Der Schlusspfiff kam einem Aufruf zur Räumung des Stadions gleich.“

Sogar Fußball gab’s!

Unsere Plätze lagen knapp unter dem Stadiondach, als wir saßen, rollte der Ball bereits. Das Match hatte niedriges Niveau, aber Unterhaltungswert. Zwischendurch bekamen wir es mit der Angst zu tun: Nach Celtics 1:0 durch Hartson stand es 15 Minuten vor Schluss 3:2. Wir schwitzten Blut und Wasser: Hätten wir beim Buchmacher wetten sollen? Der Kelch ging an uns vorüber, leider nicht durch ein 4:2, sondern durch Dundees Ausgleich zum leistungsgerechten 3:3-Endstand – obwohl Celtic bereits 3:1 geführt hatte. Die Abwehr der Bhoys ist mit dem Wort Trümmerhaufen einigermaßen zutreffend beschrieben. Na ja, die Führung in der Liga ist komfortabel (und die Meisterschaft 2006 wurde eingefahren, Anm. d. Verf.).

Stimmung so lala

Der Support von den Rängen ernüchterte uns allerdings etwas: Das hätte viel mehr Pfeffer haben können, erst recht, als Dundee den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielte und kurz vor Schluss zum Ausgleich kam. Da hätte das Publikum die Mannschaft nach vorn peitschen müssen, aber Pustekuchen. Im Gegenteil: Ziemlich genau zehn Minuten vor Spielende setzte ein stetiger Abgang von Zuschauern ein, die offenbar mit ihrem Auto nicht im Stau stehen wollten – und deshalb vermutlich häufig späte Tore verpassen. Sehr befremdlich. Nach dem Spiel befragte ich Stephen dazu: Er klagte, das sei bei einigen sogenannten Fans so üblich, und der Support während des Spiels habe allgemein nachgelassen.

Wie man sieht – dem Toddy noch ein Trulala!

Zurück in der Hoops Bar spülten wir den Ärger über den verpassten Sieg mit dem einen oder anderen Guinness herunter. Stephen und seine Freundin Sharon verabschiedeten sich bald darauf. Auf bald ihr beiden, vielleicht in Hamburg. Andere Celtic-Anhänger baten um Schaltausch; dem kamen wir bereitwillig nach. Boah ey – ein Schal vom irischen Celtic Supporters Club „Wolfe Tone“ aus Kilkenny. Was für ein traumhaftes und seltenes Souvenir (später sollte es noch besser kommen). Als Randnotiz bemerkenswert ist, dass ein Schotte Drummi erneut für einen Pornostar hielt. Fiel der Name Michael Stone in der Hoops Bar oder bei anderer Gelegenheit? Drummi fragen wir lieber nicht … Wie auch immer, wir dachten die ganze Zeit, Michael Stone sei ein bekannter Pornostar, bis wir im Nachhinein erfuhren, dass Michael Stone ein protestantischer Terrorist ist, der 1988 eine IRA-Beerdigung mit Handgranaten beworfen und dabei drei Menschen ermordet hatte. Hm, in Glasgow einerseits für einen Pornostar, andererseits für einen Terroristen gehalten zu werden – vielleicht ist Pornostar doch die bessere Wahl …

Pub-Tour

Abends hieß unser Ziel Brazen Head. Dort sollten Charlie and the Bhoys spielen. Der Pub liegt vom Zentrum aus auf der anderen Seite des Flusses Clyde und ist wie die Hoops Bar ein echter Celtic-Pub. Grün-Weiß dominiert, die Wände sind voll von Devotionalien der Hoops und befreundeter Vereine. Klar, dass auch der FC St. Pauli dort verewigt ist. Wenige Minuten nach unserem Eintreten waren wir einmal mehr als St.-Paulianer identifiziert. Folge: Plötzlich ertönte im Brazen Head ein vielstimmiges und lautes „We love St. Pauli, we do…“. Gänsehaut vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Einer der Anwesenden hängte mir umgehend einen grün-weißen Schal um den Hals.

Pub-Tour

Nun anzunehmen, das seien alles St.-Pauli-Fans, wäre natürlich vermessen. Aber die Sympathie, die uns mit dieser Begrüßung entgegenschlug, war überwältigend – ein Verdienst des Haufens Hamburger Celtic-Fans, der seit Jahren als braun-weiße Botschafter dem FC St. Pauli in Glasgow und bei internationalen Spielen der Hoops einen guten Namen verschafft. Ich will mich an dieser Stelle gar nicht zum Thema Fanfreundschaft auslassen, sondern verweise auf Heikos Essay im Fanladen-Jubiläumsbuch (kaufen!).

You’ll Never Walk Alone

Im Brazen Head rüsteten sich Charlie and the Bhoys nun zu ihrem Auftritt. Auch Charlie begrüßte die St.-Pauli-Fans aus Deutschland freundlich und legte einen klasse Gig hin, von dem ich nur die beiden größten Gassenhauer erwähnen will: Dachten wir, die Gänsehaut bei der Begrüßung ließe sich nicht mehr steigern, wurden wir spätestens bei „You’ll Never Walk Alone“ eines Besseren belehrt. Gibt es den perfekten Ort für diesen Song? Ein mit zwangsläufig textsicheren Celtic-Fans überfüllter Pub in Glasgow kommt dem sehr nah (ein vergleichbares Etablissement in Liverpool vielleicht noch etwas näher).

Angeschlagen? Von wegen

Ähnlich verhielt es sich beim letzten Titel, dem unvermeidlichen, aber großartigen „Fields of Athenry“. Die lauten „Sinn Fein“- und „The IRA“-Zwischenrufe stören mich zwar immer, wenn dieser Song von Fußballfans gesungen wird, in einem mit Iren und Schotten gefüllten Celtic-Pub kann ich jedoch darüber hinweghören. Ob die meisten St.-Pauli-Fans, denen „The IRA“ ebenso flott über die Lippen kommt, sich ernsthaft mit der Geschichte des irischen Freiheitskampfes auseinandergesetzt haben? Na ja, wer als mündiger deutscher St.-Pauli-Fan den Namen einer Organisation skandiert, die mittels Bomben und Granaten auch Zivilisten auf dem Gewissen hat, wird wohl wissen, was er tut …

Eleganz setzt sich durch

Überflüssig zu erwähnen – ich tu es dennoch –, dass Drummi im Brazen Head einmal mehr für einen Pornostar gehalten wurde. Oder war’s einen Abend später in einem anderen Pub? Egal, dreimal – das kann keine Verwechslung mehr sein. Nach Ende des Konzerts wurden die Gäste ziemlich schnell aus dem Pub gefegt. Draußen flirtete Kiezwichtel Katja noch eine Zeitlang mit einem Iren. Ich gesellte mich hinzu und schenkte ihm – ohne Hintergedanken – meine St.-Pauli-Schirmmütze. Wer ahnt denn, dass der Typ mir umgehend sein geniales Polohemd aufdrängt – eine Sonderanfertigung seines irischen Celtic Supporters Clubs in der Hagan’s Bar, dessen Namen ich zu schreiben und auszusprechen leider unfähig bin? Zum Glück trug ich ein St.-Pauli-T-Shirt, das er gern annahm. Katja wurde vor Neid ebenso grün wie das Shirt. Sorry, Katja, aber als ich das Polohemd bei der Celtic-St.-Pauli-Party trug, hab’ ich’s immerhin dir gewidmet.

Zur Abwechslung mal wieder in den Pub

Den Sonntag verbrachten wir mit einer missglückten Kathedralen-Besichtigung, Bummeln und weiteren Einkäufen. Hüstel – und dem einen oder anderen Kaltgetränk in Pint-Maß. Nun konnten wir auch endlich die Bairds Bar schräg gegenüber der Hoops Bar betreten; die war vor dem Celtic-Match zu voll gewesen. Ein weiterer sehr empfehlenswerter Celtic-Pub mit spannendem Wandschmuck. Abends besuchten wir ein letztes Mal den Ol Tolbooth. Kaum drin, schon hielt ich wieder ein geschenktes T-Shirt in der Hand – diesmal mit IRA-Motiv. Es waren erneut diverse Iren anwesend, die ein Wochenende später in Hamburg auflaufen wollten. Wir tauschten Badges aus und schnackten über Gott und die Welt.

Pub-Tour

Die Nacht war kurz: Um 3 Uhr morgens hieß es aufstehen. 4.45 Uhr sollte der Bus gen Flughafen fahren. Zugverbindungen gibt es für den frühen Flug Glasgow-Lübeck leider nicht. Empfehlung für künftige Glasgow-Reisende: Busticket vorab buchen (geht auch übers Internet); wer ohne erscheint, kann Pech haben und kriegt keinen Platz mehr. Und das Taxi zum Flughafen ist deutlich teurer, auch wenn man’s sich mit anderen Reisenden teilt. Fazit unseres ersten Glasgow-Trips: Der nächste kommt bestimmt (er kam allerdings doch nicht).

Live-Mucke

Copyright 2006/2021 by Volker Schönenberger
Fotos: © 2006 Toddy

 

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Gangsters – The Essex Boys: Der Dreifachmord von Rettendon

Essex Boys

Von Volker Schönenberger

Krimidrama // This story is inspired by a single true event. It left three men dead, two serving life imprisonment and another living under an assumed identity. The rest is fiction, as are all the characters. So verrät es eine Texttafel zu Beginn des Films. Die Rede ist vom Dreifachmord von Rettendon, einer Bluttat in der englischen Grafschaft Essex: Am Nikolaustag 1995 wurden drei in einem Range Rover sitzende Männer auf einem Waldweg bei Rettendon mit Schüssen ins Gesicht hingerichtet. Bei den Opfern handelte es sich um Drogengangster, die als „Essex Boys“ bekannt waren.

Jason Locke: Racheakt nach der Knastentlassung

Die filmische Umsetzung des Geschehens beginnt damit, dass sich der junge Billy Reynolds (Charlie Creed-Miles) anheuern lässt, den frisch aus dem Knast entlassenen Jason Locke (Sean Bean) herumzukutschieren. Locke ist ein unkontrollierbarer Gewalttäter, der missliebigen Gestalten Säure ins Gesicht schüttet und auch seine Frau Lisa (Alex Kingston) schlägt. Billys Auftraggeber John Dyke (Tom Wilkinson) und andere von Lockes alten Kumpanen sind während dessen Gefängnisaufenthalts reich geworden. Das weckt Lockes Gier. Als sein Fahrer gerät Billy immer tiefer in die kriminellen Machenschaften von Essex.

Sean Bean überzeugt

Billys Stimme aus dem Off kommentiert die Handlung des knallharten englischen Gangsterdramas, in dem vor allem Sean Bean überzeugt. Dem von ihm verkörperten Ex-Knacki möchte man nicht über den Weg laufen. Auch Charlie Creed-Miles spielt glaubwürdig den schüchternen jungen Möchtegern-Ganoven, dem das Format fehlt, den anderen Gangstern auf Augenhöhe zu begegnen. Einzig Tom Wilkinson fällt unerklärlicherweise etwas ab.

Der Ex-Knacki ist jähzornig und unkontrollierbar

Bei all dem vermeintlichen Glamour und Geld, das abfällt, wird doch auch deutlich, dass das Dasein als Krimineller von Trostlosigkeit geprägt ist. Sonderlich originell wirkt all das nicht, derartige Gangsterdramen hat das englische Kino nicht erst seit Guy Ritchie („Bube Dame König grAS“) zu bieten. „Essex Boys“ kommt allerdings deutlich ironiefreier daher als Ritchies Regiearbeiten. Für ein Highlight am Gangsterhimmel reicht die etwas stereotype Story nicht aus, für fesselnde und actionreiche Krimi-Unterhaltung aber allemal.

Wahre Begebenheit schon mehrfach verfilmt

Obwohl der Dreifachmord von Rettendon vor vergleichsweise kurzer Zeit geschah, existieren bereits einige Filme, in denen er Thema ist, ob zentral oder am Rande: so etwa in „Rise of the Footsoldier“ (2007) und „Bonded by Blood“ (2010), wobei letztgenannter Film in Deutschland unter dem irreführenden Titel „Footsoldier 2 – Bonded by Blood“ als Sequel des erstgenannten in den Handel gelangte. Zuletzt arbeitete 2013 „The Fall of the Essex Boys“ das Geschehen auf. Dessen Regisseur Paul Tanter inszenierte im selben Jahr auch die Fortsetzung von „Essex Boys“: „Essex Boys – Vergeltung“ („Essex Boys – Retribution“).

Auch seine Frau Lisa behandelt er wenig respektvoll

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Sean Bean sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Billy gerät zwischen die Fronten

Veröffentlichung: 15. November 2010 als DVD unter dem Titel „The Hooligan Gangsters – Essex Boys“, 5. November 2009 als DVD unter dem Titel „Gangsters – The Essex Boys“

Länge: 99 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Essex Boys
GB 2000
Regie: Terry Winsor
Drehbuch: Jeff Pope, Terry Winsor
Besetzung: Charlie Creed-Miles, Sean Bean, Gareth Milne, Alex Kingston, Tom Wilkinson, Amelia Lowdell, Larry Lamb, Michael McKell, Holly Davidson, Terence Rigby, Billy Murray
Zusatzmaterial: keine Angabe
Label/Vertrieb: KSM GmbH

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos & Packshots: © KSM GmbH

 

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Wir halten inne

Paris-Peace-2

Musikalische Reflexion über eine der großen Illusionen der Menschheit – das Paradies. Der Glaube daran lässt manche Mitmenschen das Hier und Jetzt aus den Augen verlieren; andere treibt er zu so entsetzlichen Taten wie in der vergangenen Nacht.

Gestern vor dem Fernseher habe ich für wenige Minuten das Fußball-Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland im Stade de France in Saint-Denis bei Paris geschaut, dann ausgeschaltet und mich auch aus dem Internet verabschiedet. Umso größer das Erschrecken heute.

Zu Optimismus über die Welt besteht wohl derzeit kein Anlass. Allerdings sollte man in diesen Momenten vielleicht nicht sogleich politischen oder gar militärischen Aktionismus betreiben oder Ängste schüren, sondern an die Opfer und ihre Angehörigen denken.

Grüße,
Volker

#ParisAttacks
Motiv: Jean Jullien (used without permission)

 

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