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Archiv der Kategorie: Blu-ray/DVD

Moskito-Bomber greifen an – Britische Bomben auf Frankreich

Mosquito Squadron

Von Volker Schönenberger

Kriegsdrama // Im Sommer 1944 tobt der Zweite Weltkrieg an allen Fronten. Trotz der für die Briten erfolgreich beendeten Luftschlacht um England ist die Gefahr aus dem Himmel für das Inselreich nicht vorüber: Vom europäischen Kontinent aus feuern die Deutschen zahlreiche V1-Marschflugkörper auf England ab. Auch die gefürchtete Weiterentwicklung V2 soll bald zum Einsatz kommen, sogar V3 und V4 befinden sich angeblich schon in der Entwicklungsphase. Nach Geheimdienst-Informationen wird daran in einer unterirdischen Anlage in unmittelbarer Nähe zu Schloss Charlon in Nordfrankreich gearbeitet.

Beth und Quint spenden einander Trost – und mehr

Flieger-Ass Quint Munroe (David McCallum) erhält den Befehl, die Anlage in Begleitung seines Navigators Wiley Bunce (Nicky Henson) mit seinem Moskito-Bomber anzufliegen und sie mit speziellen Roll- oder Hüpfbomben zu zerstören. Deren Abwurf im Tiefflug macht allerdings ausgiebiges Training erforderlich, wozu ihm und seinen Leuten ganze zehn Tage bleiben. Munroe hat kurz zuvor bei einem Einsatz mit ansehen müssen, wie das Flugzeug seines besten Freundes David „Scotty“ Scott (David Buck) abgeschossen wurde, am Boden zerschellte und in Flammen aufging. In ihrer Trauer kommen der Bomberpilot und Scottys Ehefrau Beth (Suzanne Neve) einander näher.

Ein Himmelfahrtskommando steht bevor

Bald darauf fordert ein Angriff der deutschen Luftwaffe auf das Flugfeld von Munroes Einheit zahlreiche Opfer unter den britischen Soldaten. Eins der feindlichen Flugzeuge wirft eine Filmrolle ab, deren Abspielen eine so überraschende wie verstörende Erkenntnis mit sich bringt. Munroes Einsatz artet nicht nur zum Himmelfahrtskommando aus, sondern wird auch ein moralisches Dilemma mit sich bringen.

Unerschrocken: Navigator Wiley Bunce

Die Eröffnungssequenz des Films wurde „Geheimaktion Crossbow“ (1965) entnommen, einige weitere Flugszenen entstammen der Produktion „Kampfgeschwader 633“ (1964). Bei einem Quint Munro gezeigten Film mit Übungsabwürfen von Rollbomben handelt es sich sogar um authentisches Bildmaterial aus der Zeit des Zweiten Weltkrieg. Dennoch wirkt „Moskito-Bomber greifen an“ über weite Strecken homogen, nur ein paar Mal ist unterschiedliches Bildmaterial erkennbar. Auch ein paar Rückprojektionen sind zu bemerken. Die Vorbereitung des Einsatzes nimmt breiten Raum ein, was auch für den erwähnten moralischen Konflikt gilt. Der wird durch die sich anbahnende Romanze zwischen Quint und Beth noch verstärkt, was gar nicht Not getan hätte, aber es sollte wohl noch ein melodramatisches Element vorkommen.

Gnadenlos: die Deutschen

Der Einsatz der Moskito-Bomber schließlich gerät mitreißend, zumal am Boden die französische Resistance eingreift, was dramatische Feuergefechte mit sich bringt. Allerdings fällt das Ganze nicht gerade zeitlos aus, insgesamt wirkt das Kriegsdrama recht antiquiert. Man merkt der Produktion auch das geringe Budget an – es wird schon seinen Grund gehabt haben, weshalb auf Material zweier anderer Filme zurückgegriffen wurde.

Attacke!

Als französisches Schloss hielt für die Dreharbeiten das Minley Manor in der südenglischen Grafschaft Hampshire her. In der Rolle des Befehlshabers Air Commodore Hafford ist Charles Gray zu sehen, dessen bekanntester Part der des Superschurken Blofeld in „James Bond 007 – Diamantenfieber“ (1971) sein dürfte und der in der „Rocky Horror Picture Show“ (1975) als Erzähler in Erscheinung trat.

Vom Regisseur von „Der Omega-Mann“

Regisseur Boris Sagal arbeitete während seiner von Mitte der 1950er- bis Anfang der 1980er-Jahre dauernden Karriere viel fürs Fernsehen, ab und zu bekam er auch den Regiestuhl für Kinoproduktionen anvertraut. Sein bekanntester Film ist die Richard-Matheson-Adaption „Der Omega-Mann“ (1971) mit Charlton Heston. „Moskito-Bomber greifen an“ gehört sicher nicht zu den Klassikern des Luftkriegsfilms, hat sich aber die deutsche Neuveröffentlichung als DVD und Erstveröffentlichung als Blu-ray im August 2021 durch explosive media verdient – die alten DVD-Auflagen sind im Handel vergriffen. Welche Luftkriegsdramen oder -actionfilme könnt Ihr empfehlen?

Veröffentlichung: 26. August 2021 als Blu-ray und DVD, 4. Juni 2007 und 15. September 2003 als DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Mosquito Squadron
GB/USA 1969
Regie: Boris Sagal
Drehbuch: Donald S. Sanford, Joyce Perry
Besetzung: David McCallum, Suzanne Neve, Charles Gray, David Buck, David Dundas, Dinsdale Landen, Nicky Henson, Bryan Marshall, Michael Anthony, Peggy Thorpe-Bates, Peter Copley, Vladek Sheybal, Michael McGovern, Bernard Barnsley, Roy Beck, Derek Benfield, Susan Brodrick, Harold Coyne
Zusatzmaterial: Originaltrailer, Bildergalerie seltener Artworks, Wendecover
Label 2021: explosive media
Vertrieb 2021: Koch Films
Label/Vertrieb 2007/2003: MGM

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Blu-ray-Packshot: © 2021 explosive media, DVD-Packshot: © 2003 MGM

 

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Hard Hit – Bombenstimmung in Busan

Balsinjehan

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // An diesem Tag will der Lee Sung-gyu (Jo Woo-jin) seine Tochter Hye-in (Lee Jae-in) und seinen Sohn Min-joon (Darsteller unbekannt) zur Schule bringen, bevor der leitende Angestellte einer Bank ins Büro fährt. Doch daraus wird nichts: Ein Unbekannter ruft ihn auf einem im Handschuhfach platzierten Smartphone an und behauptet, unter Lees Sitz befinde sich eine Bombe. Sie explodiere, sobald er aussteige. Der Anrufer behauptet, jede Bewegungen des Fahrzeugs per GPS zu verfolgen. Er fordert 800.000 US-Dollar in bar und eine Banküberweisung in Höhe von 1,5 Millionen Dollar, ansonsten gehe die Bombe hoch. Sie gehe auch hoch, wenn eins der Kinder das Auto verlasse, ebenso, wenn Lee Sung-gyu dem Anrufer auf den Sack gehe. Kurz darauf klingelt das Handy des Bankiers. Sein Vizedirektor gibt an, im Auto ebenfalls einen Anruf mit einer solchen Bombendrohung erhalten zu haben.

Lee Sung-gyu bangt um sein Leben …

Wer meint, den Plot bereits zu kennen, liegt richtig: Im April 2018 startete „Steig. Nicht. Aus!“ (2018) mit Wotan Wilke Möhring in den deutschen Kinos. Der Actionthriller von Christian Alvart („Abgeschnitten“) war allerdings selbst nur ein Remake der spanischen Produktion „Anrufer unbekannt“ („El desconocido“, 2015) von Dani de la Torre. Zu guter Letzt: Das in Berlin gedrehte US-Remake „Retribution“ mit Liam Neeson befindet sich bereits in der Postproduktion.

… und um das seiner Kinder

Der in der südkoreanischen Hafenstadt angesiedelte und „on location“ gedrehte Plot verspricht Mordsspannung, dieses Versprechen löst „Hard Hit“ auch ein. Und das ohne die zahlreichen Logiklöcher und dämlichen Verhaltensweisen, die Rezensent Philipp Ludwig bei „Steig. Nicht. Aus!“ ausgemacht hatte. Die Handlung lehnt sich wohl einigermaßen eng an Original und deutsches Remake an, ein paar eigene Wege glaube ich aber aufgrund meiner Lektüre von Philipps Text zu erkennen. Da ich weder die deutsche Verfilmung noch das spanische Original kenne, entfallen ansonsten jedwede Vergleiche des südkoreanischen Remakes mit den beiden Vorgängern.

Ehefrau Yeon-su greift ins Geschehen ein

Nach einiger Zeit wird deutlich, dass hinter dem Anruf mehr steckt als ein Erpresser, der sich auf gerissene Weise viel Geld unter den Nagel reißen will. Das kann man sich allerdings auch ohne Kenntnis der beiden früheren Verfilmungen denken, ebenso, dass damit Kritik am Bankwesen verbunden ist. Diese bleibt aber an der Oberfläche, schließlich haben wir es mit einem Actionthriller zu tun und nicht mit einem Wirtschaftsthriller.

Ein Kammerspiel im Auto

Das Geschehen beschränkt sich nahezu ausschließlich auf Lee Sung-gyus Auto, sodass sogar ein wenig Kammerspiel-Atmosphäre aufkommt. Wie gut das funktioniert, steht und fällt auch mit den schauspielerischen Leistungen des Hauptdarstellers Jo Woo-jin und der jungen Lee Jae-in, die Lees Tochter verkörpert (sein Sohn kann das Auto beizeiten verlassen). Beiden gelingt es vorzüglich, uns die Angst ihrer Figuren spürbar zu machen. Als Anrufer und Antagonist Jin Woo tritt irgendwann Ji Chang-wook („Rampant“) in Erscheinung, der seinen Part ebenfalls glaubwürdig ausfüllt, aber insgesamt zu kurz zu sehen ist, um prägend zu sein. Das gilt ebenso für Kim Ji-hoo als Lees Ehefrau Yeon-su und Kim Ji-hoo als Leiterin des Bombenräumkommandos, wobei Letztgenannte eine starke Figur darstellt, die mehr Präsenz verdient hätte.

Der Leiterin des Bombenräumkommandos schwant etwas

Für Kim Changju markiert „Hard Hit“ sein Leinwanddebüt. Zuvor war er im Schneideraum tätig, hat als Cutter unter anderem an „Snowpiercer“ (2013), „Tunnel“ (2016), „The Attack“ (2018) und „Bataillon der Verdammten – Die Schlacht um Jangsari“ (2019) mitgewirkt. Mit dem Remake des spanischen Actionthriller zeigt er nun auch Potenzial auf dem Regiestuhl. Das Label capelight pictures hat „Hard Hit“ im Oktober 2021 beim Fantasy Filmfest in einigen deutschen Großstädten gezeigt und veröffentlicht das Werk für hiesige Heimkinos nicht nur als Blu-ray und DVD in herkömmlichen Softcases, sondern auch als Mediabook mit beiden Disc-Formaten. Im Booklet findet sich ein ausführlicher Text zur Produktion.

Alle als „Limited Collector’s Edition” von capelight pictures veröffentlichten Filme haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Lees Auto ist umstellt

Veröffentlichung: 21. Januar 2022 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray und DVD, 16. Dezember 2021 als Video on Demand

Länge: 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Koreanisch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Balsinjehan
KOR 2021
Regie: Kim Changju
Drehbuch: Kim Changju
Besetzung: Ji Chang-wook, Jo Woo-jin, Kim Ji-hoo, Jin Kyung, Lee Jae-in, Ryu Seung-su
Zusatzmaterial: Making-of, Trailer, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Dreifach-Packshot: © 2022 capelight pictures

 

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John Carpenter (XVII): Das Dorf der Verdammten (1995) – Die Krux mit den Remakes

Village of the Damned

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // An einem ganz normalen Sommertag fallen um 10 Uhr morgens alle Menschen von Midwich in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Mit ihnen auch die Haus- und Nutztiere des kalifornischen Küstenstädtchens. Für Frank (Michael Paré), den seine Ehefrau Jill (Linda Kozlowski) um eine Besorgung im Nachbarort gebeten hatte, endet das fatal: Weil er gerade mit dem Auto unterwegs ist, als ihn die Ohnmacht ereilt, verunglückt er tödlich, sein Fahrzeug geht in Flammen auf. Als herbeieilende Polizisten ebenfalls in Ohnmacht fallen, wird Midwich abgeriegelt. Der ebenfalls abwesende örtliche Arzt Dr. Alan Chaffee (Christopher Reeve) trifft an der Abgrenzung auf die Wissenschaftlerin Dr. Susan Vurner (Kirstie Alley). Exakt sechs Stunden nach Einsetzen der Bewusstlosigkeit erwachen alle wieder zum Leben. Fast alle: Einer der Einwohner Midwichs war auf seinen Grill gefallen und ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Einige Wochen später stellt Dr. Chaffee bei zehn Frauen eine Schwangerschaft fest, unter ihnen seine Gattin Barbara (Karen Kahn), die nunmehr verwitwete Jill und die Jungfrau Melanie Roberts (Meredith Salenger). Es stellt sich heraus, dass die Schwangerschaft wohl am Tag der kollektiven Bewusstlosigkeit einsetzte. Weil Dr. Vurner im Namen ihres staatlichen Forschungsinstituts die Übernahme aller Kosten der Schwangerschaft plus monatlich 3.000 Dollar in Aussicht stellt, beschließen die Frauen durchweg, die Kinder zu gebären. Ein Fehler …

Noch ahnt Dr. Chaffee nicht, was in Midwich vorgeht

Ein Remake eines Klassikers stellt stets ein heikles Unterfangen dar, wird es doch zwangsläufig am Original gemessen und wird in der Regel daran scheitern (wobei John Carpenter selbst 1982 mit „Das Ding aus einer anderen Welt“ eine Ausnahme dieser Regel inszeniert hat). Dieses Schicksal ereilte auch Carpenters Adaption des britischen Schockers „Das Dorf der Verdammten“ (1960) von Wolf Rilla. Sparen wir uns an dieser Stelle die Diskussion, ob es sich bei der Zweitverfilmung eines Romans – hier: John Wyndhams „The Midwich Cuckoos“ – um ein Remake handelt oder eine Neuverfilmung; die Bezeichnung Remake ist in diesem Fall meines Erachtens legitim. Jedenfalls floppte Carpenters Regiearbeit ein Jahr nach dem bemerkenswerten „Die Mächte des Wahnsinns“ (1994) an den Kinokassen, und auch die heimische Filmkritik ließ kaum ein gutes Haar daran. So Richard Harrington am 28. April 1995 in der Washington Post: Hat John Carpenter den Verstand oder lediglich sein Talent verloren? Leider mache Carpenter Hackfleisch aus dem Klassiker. Gary Kamiya wiederum stellte am selben Tag im San Francisco Examiner die gemeine, aber nicht ganz unberechtigte Frage: Weshalb wurde dieser Film gemacht?

Ein böses Erwachen

So schlecht ist der neue „Das Dorf der Verdammten“ nun auch wieder nicht, tatsächlich gar nicht so schlecht. Die Bewusstlosigkeitssequenz zu Beginn ist sogar verdammt (die Pointe gönne ich mir) stark. Ebenfalls stark ist grundsätzlich sowieso der Gedanke an Kinder, denen eine eiskalte Skrupellosigkeit bis hin zur Bösartigkeit innewohnt, die der Film konsequent zu Ende verfolgt. Die Midwich-Kuckuckskinder entwickeln mit schlohweißen Haaren große Ähnlichkeit zueinander und paranormale Fähigkeiten, die sie in furcheinflößender Weise zu ihrem Vorteil einsetzen. Das ist in Original wie Remake angetan, uns frösteln zu lassen. Die leuchtenden Augen der Kinder müssen einem nicht gefallen, sie erfüllen aber ihren Zweck.

Am Drehort von „The Fog“

So effektiv wie effektvoll setzt John Carpenter nicht nur seinen eigenen Elektro-Score ein, sondern auch die pittoreske Landschaft, für die er im Übrigen an einige Drehorte seines Klassikers „The Fog – Nebel des Grauens“ (1980) zurückkehrte. Und wer weiß? Vielleicht hätte Carpenters Verfilmung des Romans ohne die Existenz der 1960er-Umsetzung einen viel höheren Status? Vielleicht liegt es aber auch an der etwas zu glatten Besetzung, dass die Neufassung bei manchen Fans und Kritikern nicht gerade wohlgelitten ist. Kirstie Alley („Kuck’ mal, wer da spricht“) als mysteriöse Wissenschaftlerin, die zwischen skrupellosem Forschungsdrang und Sorge vor einer kosmischen Bedrohung laviert – na ja. Michael Paré hätte uns sicher Freude bereitet, aber seine Figur stirbt ja gleich zu Beginn. Auch Mark „Luke Skywalker“ Hamill als Geistlicher vermag keine Akzente zu setzen. Christopher Reeve macht als Protagonist einen sympathischen, aber auch etwas hölzernen Eindruck. Für den „Superman“-Darsteller war es eine seiner letzten Rollen kurz vor seinem Reitunfall, der eine Querschnittslähmung zur Folge hatte. Reeve starb im Oktober 2004 im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer Infektion aufgrund einer wundgelegenen Körperstelle.

Diese Kinder führen nichts Gutes im Schilde

Koch Films hat „Das Dorf der Verdammten“ bereits 2014 als Blu-ray veröffentlicht und im November 2021 eine Neuauflage im Steelbook folgen lassen. Bild und Ton sind hervorragend, wobei ich nicht beurteilen kann, ob es sich gegenüber der älteren Version um eine aufpolierte Fassung handelt. Aber das Steelbook sieht großartig aus, ein Schmuckstück für jede Sammlung. Für John Carpenter war „Das Dorf der Verdammten“ nur eine Auftragsarbeit. Das und die Tatsache, dass es sich „nur“ um ein Remake handelt, verhinderten womöglich ein Werk mit mehr Schockerqualitäten, weshalb es zu keinem Zeitpunkt an die Glanzleistungen des Regisseurs anknüpfen kann. Aber auch darunter ist Platz für soliden Horror, und der ist Carpenter gelungen.

Das bekommt auch der Dorfpfarrer zu spüren

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von John Carpenter haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Mark Hamill, Michael Paré und Christopher Reeve unter Schauspieler.

Unwiderstehlich

Veröffentlichung: 18. November 2021 als 2-Disc Limited Steelbook Edition (Blu-ray & DVD), 7. November 2014 als Blu-ray, 31. Mai 2012, 2. September 2004 und 7. November 2000 als DVD

Länge: 98 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch (Universal-DVD auch Französisch, Spanisch, Italienisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch (Universal-DVD auch weitere)
Originaltitel: Village of the Damned
USA 1995
Regie: John Carpenter
Drehbuch: David Himmelstein, nach John Wyndhams Roman „The Midwich Cuckoos“
Besetzung: Christopher Reeve, Kirstie Alley, Linda Kozlowski, Michael Paré, Meredith Salenger, Mark Hamill, Pippa Pearthtree, Peter Jason, Constance Forslund, Karen Kahn, Thomas Dekker, Lindsey Haun, Cody Dorkin, Trishalee Hardy Jessye Quarry
Zusatzmaterial 2021: Featurettes, Making-of, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Trailer
Zusatzmaterial 2014: Bildergalerie, Originaltrailer
Zusatzmaterial 2012/2004/2000: Production Notes, Cast and Filmmakers, Kinotrailer, Universal-Weblinks
Label/Vertrieb 2021 & 2014: Koch Films
Label/Vertrieb bis 2012: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot Steelbook: © 2021 Koch Films,
Packshot DVD: © 2004 Universal Pictures Germany GmbH

 

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