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Gewinnspiel: 2 x The Killing – Die Rechnung ging nicht auf auf Blu-ray

Verlosung

An einem Sommertag will eine Verbrecherbande eine Pferderennbahn überfallen, um sich aller materiellen Sorgen zu entledigen. Koch Films hat Stanley Kubricks Krimidrama „The Killing – Die Rechnung ging nicht auf“ von 1956 vor wenigen Tagen erstmals hierzulande auf Blu-ray veröffentlicht und uns zwei Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 22. Juli 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Rezension von „The Killing – Die Rechnung ging nicht auf“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

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The Machine – They Rise. We Fall. Haben Roboter eine Seele?

The Machine

Von Volker Schönenberger

Science-Fiction // Durch den Kalten Krieg mit China befindet sich die westliche Welt in der tiefsten Rezession der Geschichte. Im Fokus des Rüstungswettlaufs steht die Entwicklung immer leistungsfähigerer intelligenter Maschinen. Wie wir von dieser Texteinblendung zu Beginn erfahren, befinden wir uns in einer nahen Zukunft oder etwas alternativen Gegenwart. Der britische Wissenschaftler Vincent McCarthy (Toby Stephens) hat dem Soldaten Paul Dawson (John-Paul Macleod), der im Gefecht schwere Hirnverletzungen erlitten hat, ein kybernetisches Implantat eingesetzt, das eine Hirnhälfte ersetzen soll. Doch das Experiment in dem unterirdischen Forschungskomplex gerät auf tödliche Weise außer Kontrolle.

Gelingt das Experiment?

Zu seiner Unterstützung engagiert Vincent die begabte junge Ingenieurin Ava (Caity Lotz). Sie hat zwar Hemmungen, weil seine Arbeit vom Militär finanziert wird, kann aber der Versuchung nicht widerstehen, an der Erschaffung superintelligenter Maschinen mitzuwirken – und sei es, um sie als Waffen einzusetzen. Die Krise mit China spitzt sich derweil zu, der asiatische Riese steht kurz davor, das abtrünnige Taiwan zu annektieren. Das Vereinigte Königreich braucht dringend schnelle Fortschritte in der militärischen Forschung. Vincent gelingt ein entscheidender Durchbruch – doch zu einem hohen Preis.

Filmpreise für Independent-Science-Fiction

Ansehnlich für einen Independent-Science-Fiction-Film: Drei BAFTA Cymru Awards (Waliser Ableger der britischen BAFTA Awards 2013 stehen für „The Machine“ zu Buche – als bester Film, fürs Kostümdesign und die Originalmusik. Zudem gab’s im selben Jahr bei den British Independent Film Awards den Raindance Award. Die Lorbeeren sind durchaus berechtigt, haben wir es doch mit einer intelligenten Vision zu tun, deren Skizzierung der gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Zustände gar nicht so fern erscheint.

Mensch oder Maschine? Oder Maschinenmensch?

Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Drehbuchautor und Regisseur Caradog W. James hat seine Science-Fiction-Hausaufgaben gemacht, nimmt bei der Frage nach dem Wesen künstlicher Intelligenz Anleihen bei Ridley Scotts Philip-K.-Dick-Verfilmung „Blade Runner“ (1982) und fügt auch Details aus der Realität wie den Turing-Test hinzu. In Verbindung mit dem Titelzusatz „They Rise. We Fall.“ enthält die Story gegen Ende sogar einen Hauch „Terminator“ (1984), wobei es weniger um einen Aufstand der Maschinen geht als um die Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz womöglich einen Evolutionsschritt der Menschheit darstellt, wenn auch einen kybernetisch produzierten. Kann daraus so etwas wie eine Seele enstehen?

Im Retro-Look

Der Regisseur setzt Actionelemente sparsam dosiert und dabei überzeugend ein. Zur Untermalung des düsteren Retro-Looks in den unterirdischen Räumen wählte Caradog W. James einen passenden Synthie-Sound, beides versetzt „The Machine“ ein wenig in die 80er. Stark ist obendrein die in erster Linie aus dem Fernsehen bekannte Caity Lotz („Arrow“, „Legends of Tomorrow“), über deren Rolle ich allerdings nicht mehr verraten kann, ohne ein paar überraschende Wendungen im ersten Drittel des Films zu verraten.

Tödliche Eskalation

Erstmals 2014 bei uns erschienen, hat splendid film „The Machine“ zwei Jahre später als Bonus dem Mediabook des Science-Fiction-Films „400 Days – The Last Mission“ beigelegt, in welchem Caity Lotz ebenfalls mitwirkt. Eine schöne Veröffentlichung, die zudem vergleichsweise preiswert erworben werden kann. „The Machine“ sei allen Freunden intelligenter Science-Fiction ans Herz gelegt.

Veröffentlichung: 26. Februar 2016 als Blu-ray-Bonus-Disc im Mediabook von „400 Days – The Last Mission“, 25. April 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 87 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Originaltitel: The Machine
GB 2013
Regie: Caradog W. James
Drehbuch: Caradog W. James
Besetzung: Toby Stephens, Caity Lotz, Denis Lawson, Sam Hazeldine, Pooneh Hajimohammadi, John-Paul Macleod, Helen Griffin, Siwan Morris, Nicola Reynolds, Jade Croot, Jonathan Byrne
Zusatzmaterial: Trailershow
Label: splendid film
Vertrieb: WVG Medien GmbH

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos, Blu-ray-Packshot & Trailer: © 2014 splendid film / WVG Medien GmbH

 

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Salem’s Lot – Brennen muss Salem: Rob Lowe gegen Stephen Kings Vampire

Salem’s Lot

Von Volker Schönenberger

Horror // Eine Einrichtung für Obdachlose in Detroit: Pfarrer Donald Callahan (James Cromwell) gibt gerade Essen aus, als ihn ein Heruntergekommener (Rob Lowe) attackiert. Der Geistliche rettet sich ins erste Stockwerk, doch Benjamin Mears – wir erfahren den Namen des Mannes kurz darauf – folgt ihm. Obwohl Callahan mit einer Pistole auf seinen Angreifer schießt, stürzt der auf ihn zu, und beide krachen durchs Fenster und auf ein unten parkendes Polizeiautor. Schwer verletzt werden der Priester und sein Angreifer ins Krankenhaus eingeliefert. „Nennen Sie mir einen Grund, warum ich Sie als guter Christ nicht einfach verrecken lassen sollte!“ So spricht ein Krankenpfleger Ben Mears an. Dessen Erwiderung: „Jerusalem’s Lot!“ Er beginnt, dem Mann mit letzter Kraft zu berichten, was ihn zu der Tat getrieben hat. Seine Geschichte beginnt einige Jahre zuvor.

Im Marsten-Haus geht etwas vor

Ben Mears trifft in seinem Heimatort Jerusalem’s Lot ein. An sich wollte der erfolgreiche Schriftsteller das alte Marsten-Haus mieten, um dort ein Buch über dessen düstere Vergangenheit zu schreiben. Doch der Makler Larry Crockett (Robert Grubb) hat es trotz bestehenden Vorvertrags mit Mears an zwei Antiquitätenhändler verkauft – Richard Straker (Donald Sutherland) und Kurt Barlow (Rutger Hauer). Mit diesen beiden hält Unheil Einzug in den Ort.

Brennen muss Salem“ von 1979, die erste Verfilmung von Stephen Kings Roman, spielte zur Zeit ihrer Entstehung. Das gilt auch für den TV-Zweiteiler von 2006, was dessen Ausstattung natürlich vereinfacht. In vielen Sequenzen stellt sich dennoch ein hoher Wiedererkennungswert gegenüber der ersten Umsetzung ein, aber das mag daran liegen, dass ich die zweite Version nur wenige Tage nach der ersten geschaut habe. Einige eigene Ideen hat „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ dann aber doch zu bieten, so etwa Ben Mears’ Marsten-Haus-Trauma aus seiner Kindheit.

Nicht nur Rob Lowe adelt die Besetzung

Der im Lauf der Zeit für sechs Golden Globes nominierte Rob Lowe („The West Wing“) hatte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits 25 Jahre Schauspielerfahrung auf dem Buckel, eine Erfahrung, die man ihm ansieht. Trotz der illustren Ko-Stars Donald Sutherland, James Cromwell und Rutger Hauer trägt Lowes Präsenz „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ über die gesamten knapp drei Stunden. Aber natürlich hat speziell Donald Sutherland („Die Tribute von Panem“-Reihe) einige großartige Szenen als vermeintlich großzügiger und großväterlicher Antiquitätenhändler mit vollem grauem Bart, der die Ankunft seines vampirischen Herrn Barlow vorbereitet. Rutger Hauer („Blade Runner“) wird als Obervampir leider etwas unter Wert verkauft, da er zu wenig Bildschirmzeit erhalten hat.

Von Anfang an wissen wir, dass der Ort Jerusalem’s Lot der Verdammnis geweiht ist. Wie das vonstatten geht, wird mit kontinuierlich anziehender Spannungsschraube fesselnd gezeigt. Das Kleinstadt-Setting überzeugt, die schönste Location stellt zweifellos das in Verrottung befindliche Marsten-Haus dar. Spätestens nach der Hälfte des Films – oder in Teil zwei, wenn man so will – legt sich die Atmosphäre der Ausweglosigkeit drückend über Salem’s Lot.

Was würde Stephen King sagen?

Welcher der beiden Verfilmungen ist der Vorzug zu geben? Kaum zu beantworten. Bei mir gewinnt knapp die 1979er-Version die Oberhand, das mag aber daran liegen, dass ich sie häufiger geschaut habe und länger kenne. Es gibt auch gute Gründe, die zweite Adaption zu favorisieren. Gekonnten Grusel bieten beide, in puncto harter Horror halten sich beide zurück, da wir es mit TV-Verfilmungen zu tun haben. Welche mag Stephen King wohl lieber?

Regisseur Mikael Salomon („Hard Rain“) sitzt bis heute mehr fürs Fernsehen auf dem Regiestuhl als fürs Kino, aber das ist ja schon lange kein Makel mehr, wenn es denn überhaupt mal einer war. Interessanterweise hat er in anderen filmischen Tätigkeitsfeldern Meriten erworben, war für James Camerons „Abyss – Abgrund des Todes“ 1990 als Kameramann und für die visuellen Effekte von Ron Howards „Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen“ 1992 für den Oscar nominiert. Mit „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ hat er dem Vampir-Sujet zwar keine neuen Impulse gegeben, aber bewiesen, dass er die Blutsauger gekonnt in Szene setzen kann.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Stephen-King-Adaptionen sind in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet, Filme mit Rutger Hauer und Donald Sutherland in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 14. Juli 2006 als DVD

Länge: 174 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Türkisch, Polnisch, Tschechisch
Originaltitel: Salem’s Lot
USA 2004
Regie: Mikael Salomon
Drehbuch: Peter Filardi, nach dem Roman von Stephen King
Besetzung: Rob Lowe, Donald Sutherland, Rutger Hauer, Andre Braugher, Samantha Mathis, Robert Mammone, Dan Byrd, James Cromwell, Andy Anderson, Robert Grubb, Penny McNamee
Zusatzmaterial: keins
Label/Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 
 

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