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Survive – Die Lebensmüde, die mit dem Flugzeug abstürzte und von einem Berg herabstieg

Survive

Von Volker Schönenberger

Abenteuerdrama // Jane (Sophie Turner, „X-Men – Dark Phoenix“) wird nach einem Jahr aus einer Einrichtung für psychisch gestörte junge Leute entlassen. Sie gilt als geheilt (aber ihre als Stimme aus dem Off zu hörenden inneren Monologe offenbaren, dass sie immer noch mit großen Problemen zu kämpfen hat). Kurz vor ihrem Weggang stiehlt sie aus der Hausapotheke der Einrichtung reichlich Tabletten. Denn sie hat einen Plan: All diese Pillen will sie während des Flugs einwerfen, auf diese Weise aus dem Leben scheiden.

Jane will aus dem Leben scheiden

Doch es kommt anders: Gerade, als Jane ihr Vorhaben auf der Bordtoilette in die Tat umsetzen will, stürzt das Flugzeug ab. Die junge Frau findet sich in der zerborstenen Maschine in einer eingeschneiten Gebirgsgegend wieder. Außer ihr hat nur noch Paul (Corey Hawkins) den Absturz überlebt, ein junger Mann, mit dem sie zuvor schon ins Gespräch gekommen war. Weil die Katastrophe in einer unzugänglichen Gegend geschah und die beiden nicht mit dem Eintreffen von Rettern rechnen, brechen sie bald auf, um sich auf eigene Faust in Sicherheit zu bringen.

Im Angesicht des Todes überlegt sie es sich anders

Der stets etwas leidende Blick prädestiniert „Game of Thrones“-Star Sophie Turner für Rollen angeknackster Figuren. Und so nimmt man ihr den Part der psychisch derangierten Jane auch ohne Weiteres ab. Da hätte es der Beschreibung ihrer Absichten und Befindlichkeiten per Voice-over in der Ausführlichkeit gar nicht mehr bedurft. Regisseur Mark Pellington („Arlington Road“) macht es sich hier etwas einfach, seinem Publikum zu erklären, wie es Jane geht und was sie vorhat.

Das Flugzeugwrack bietet keine Sicherheit

Nachdem wir Jane in erwähnter Einrichtung kennengelernt haben, geht es mit dem Flugzeugabsturz zügig zur Sache, und auch der Beginn von Janes und Pauls beschwerlichem Weg zurück in die Zivilisation lässt sich dramatisch an, bevor das Abenteuerdrama im Anschluss an zwei brenzlige Situationen erst einmal in ruhigere Fahrwasser gerät.

In den Dolomiten gedreht

Die Innenaufnahmen entstanden in einem Studio in Lettlands Hauptstadt Riga, Außenaufnahmen in den Dolomiten in der Umgebung von Cortina d’Ampezzo in der nordsostitalienischen Region Venetien. Kameramann David Devlin dreht wie Regisseur Mark Pellington vornehmlich Musikvideos, was ihn nicht daran hintert, die Faszination der Dolomiten in schönen Bildern einzufangen. Das Südalpengebirge hält übrigens für die Rocky Mountains Montanas her, wo das Flugzeug abstürzt (was das Filmpublikum erst am Ende erfährt).

Jane und Paul beschließen aufzubrechen

Bei „Survive“ handelt es sich im Übrigen um einen Zusammenschnitt einer Serie des kurzlebigen Streamingkanals Quibi. Der Anbieter existierte von 2018 bis 2020. Sein Konzept war es, Episoden mit Längen unter zehn Minuten über eine App ausschließlich auf mobilen Geräten zu streamen. Es ging offensichtlich nicht auf. Im Falle von „Survive“ stelle ich mir die häppchenweise Darbietung des Überlebenskampfes von Jane und Paul auch schwierig vor.

Ein gefährlicher Weg

Apropos Überleben: Auch wenn Corey Hawkins („Kong – Skull Island“) Sophie Turner ein ebenbürtiger Partner ist, geht es doch vornehmlich um Janes Überleben. „Survive“ gerät hier etwas vorhersehbar, da sich früh abzeichnet, dass die lebensmüde und suizidale Jane im Angesicht der Bedrohung, in der Wildnis zu sterben, neuen Lebensmut schöpft. Kein großes Werk, dafür ein kleines Abenteuerdrama mit zwei glaubwürdigen Charakteren, das sich gut schauen lässt, ohne nachhaltig zu beeindrucken.

Ein gewagter Sprung

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Sophie Turner haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Werden die beiden die rettende Zivilisation erreichen?

Veröffentlichung: 2. Dezember 2022 als Blu-ray und DVD, 3. November 2022 als Video on Demand

Länge: 109 Min. (Blu-ray), 104 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Survive
USA 2022
Regie: Mark Pellington
Drehbuch: Richard Abate, Jeremy Ungar, nach einem Roman von Alex Morel
Besetzung: Sophie Turner, Corey Hawkins, Terence Maynard, Laurel Marsden, Lewis Hayes, Elliot Wooster, Makgotso M, Jo-Stone Fewings, Marta Timofeeva, Dane Foxx, Caroline Goodall
Zusatzmaterial: Trailer
Label/Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos, Artwork & Packshots: © 2022 Tiberius Film

 

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Cliff Walkers – Streng geheime Mission in der Mandschurei

Xuan ya zhi shang

Von Volker Schönenberger

Thriller // Im September 1931 besetzte die japanische Kwantung-Armee die im Nordosten Chinas gelegene Mandschurei. Das Kaiserliche Japan errichtete dort mit Mandschukuo einen Vasallenstaat mit einer Marionettenregierung, um die dortigen Rohstoffe auszubeuten (die sogenannte Mandschurei-Krise gilt als Vorläufer des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs und damit des Zweiten Weltkriegs).

Gefährlicher Einsatz im besetzten Gebiet

In dieser historischen Gemengelage spielt „Cliff Walkers“ (2021): Zwei Paare landen per Fallschirm in einem eingeschneiten Gebiet der Mandschurei: die Eheleute Zhang Xianchen (Yi Zhang) und Wang Yu (Hailu Qin) sowie die recht frisch verliebten Chu Liang (Yawen Zhu) und Xiao Lan (Haocun Liu). Die vier trennen sich auf, sogar die Paare: Xianchen und Lan auf der einen sowie Liang und Yu auf der anderen Seite schlagen sich jeweils zu zweit durch. Ihre Mission: der Besatzungsmacht einen chinesischen Informanten zu entreißen. Verrat erschwert den heiklen Auftrag. Wem kann man trauen?

Gefährlicher Einsatz im Schnee …

Prächtiges Ausstattungskino und komplexe Geheimagentenstory in Einem – das ist die chinesische Produktion „Cliff Walkers“ (2021). Hier gilt es, der Story und den Figuren aufmerksam zu folgen, um nicht den Faden zu verlieren oder Figuren miteinander zu verwechseln. Dann entwickelt das wendungsreiche Katz-und-Maus-Spiel einen Sog, der einen packt und nicht mehr loslässt.

Yimou Zhang – Liebling europäischer Filmfestivals

Regisseur und Co-Drehbuchautor Yimou Zhang hat hochkarätige Festivalpreise gewonnen, insbesondere in Europa: So etwa bei der Berlinale 1988 den Goldenen Bären für sein Historiendrama „Rotes Kornfeld“, 2000 an gleichem Ort für „Heimweg“ den Silbernen Bären und den Preis der Ökumenischen Jury. In Cannes gewann sein Kriegsdrama „Leben!“ 1994 den Großen Preis der Jury und den Preis der Ökumenischen Jury. In Venedig gewann er unter anderem zweimal den Goldenen Löwen – 1992 für „Die Geschichte der Qiu Ju“ und 1999 für „Keiner weniger“. Um nur einige seiner Trophäen zu nennen (weitere finden sich hier aufgelistet). Nach der Jahrtausendwende machte er auch mit den Wuxia-Filmen „Hero“ (2002) und „House of Flying Daggers“ (2004) auf sich aufmerksam.

… und im Zug nach Harbin

Die Agentengeschichte von „Cliff Walkers“ gibt eine derart kunstvolle Atmosphäre wie beispielsweise bei „Hero“ nicht her, gleichwohl legen Yimou Zhang und sein für „House of Flying Daggers“ 2005 Oscar-nominierter Stammkameramann Xiaoding Zhao auch in diesem Fall Wert auf eine gediegene visuelle Umsetzung der Geschichte. Dazu tragen auch Ausstattung und Kostüme bei. Das Szenenbild wechselt zwischen verschneiten Landschaften und urbanen Handlungsorten, etwa der Mandschurei-Metropole Harbin, Zielort des chinesischen Quartetts, das von der Roten Armee in der Sowjetunion ausgebildet und auf den Einsatz vorbereitet wurde.

Die Bedeutung des internationalen Titels „Cliff Walkers“ hat sich mir nicht erschlossen, und den Originaltitel „Xuan ya zhi shang“ zu übersetzen, ist mir nicht gelungen. Wer einer raffinierten und optisch betörenden Spionage- oder Agentengeschichte etwas abgewinnen kann, wird mit diesem Thriller bestens bedient. Eine Fortsetzung scheint bereits in Auftrag gegeben zu sein.

Es droht Verrat

Veröffentlichung: 23. Juni 2022 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray und DVD

Länge: 120 Min. (Blu-ray), 115 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Mandarin
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Xuan ya zhi shang
CHN/HK 2021
Regie: Yimou Zhang
Drehbuch: Yongxian Quan, Yimou Zhang
Besetzung: Hewei Yu, Yi Zhang, Hailu Qin, Haocun Liu, Yawen Zhu, Naiwen Li, Dahong Ni, Ailei Yu, Fan Fei, Jiayin Lei, Yi Sha, Neixun Wang, Yongsheng Chen, Lei Yan, Chao Liu
Zusatzmaterial: Behind the Scenes (41:17 Min.), Originalteaser, 2 Originaltrailer, Trailershow, nur Mediabook: Booklet, nur Blu-ray und DVD: Wendecover
Label/Vertrieb: Plaion Pictures (vormals Koch Films)

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & 3er-Packshot: © 2022 Plaion Pictures

 

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Die letzten Amerikaner – Verloren im Cajun-Sumpf

Southern Comfort

Von Volker Schönenberger

Action-Abenteuer // Im Jahr 1973 sammeln sich Einheiten der Louisiana Army National Guard in den Sümpfen Louisianas zum Manöver. Der texanische Bohringenieur (im Original „Chemical Engineer“) Corporal Charles Hardin (Powers Boothe) wird der Gruppe von Sergeant Crawford Poole (Peter Coyote) zugeteilt. Mit den Rednecks wie Reece (Fred Ward) kann er nicht viel anfangen. Immerhin findet er im Gefreiten Spencer (Keith Carradine) einen Kameraden, mit dem er ein paar Worte wechseln kann.

Ein erstes Opfer

Der Marsch gestaltet sich nass und beschwerlich. Ein Fischernetz im Weg wird von Reece kurzerhand zerschnitten. Rücksicht gegenüber den einheimischen Cajuns wird ohnehin nicht großgeschrieben. Als der neunköpfige Trupp überraschend auf ein tiefes und breites Gewässer stößt, nimmt er sich kurzerhand drei Kanus aus einem menschenleeren Jagdlager am Ufer. Während der Überfahrt bemerken die Männer ein paar Cajuns, die am Ufer aufgetaucht sind und die Nationalgardisten beobachten. Der Gefreite Stuckey (Lewis Smith) macht sich einen Spaß, richtet seine Maschinenpistole auf die Cajuns und feuert eine Salve Platzpatronen ab. Ein Fehler, der sich schnell rächen soll. Kurz darauf finden sich die Männer in einer Kriegssituation wieder. Als sie nach einiger Zeit auf einen Trapper (Brion James) und seine Hütte treffen, nehmen sie ihn kurzerhand gefangen.

Sumpfdreh im Winter

Gedreht wurde unter erschwerten Bedingungen „on location“ in der Gegend des Caddo Lake an der Grenze zwischen Texas und Louisiana. Regisseur Walter Hill, auch einer der drei Drehbuchautoren, sagte dazu später in einem Interview anlässlich der Veröffentlichung von „Shootout – Keine Gnade“ (2012): Es war viel härter, als es vielleicht im Film aussieht. (…) Ich entsinne mich an so viele Momente, als wir nur ein paar Minuten hatten, die Kamera zu platzieren, weil der sumpfige Boden nachgab. (…) Das Wetter war erbärmlich. Aber wie auch immer, lassen Sie mich sagen: Wer sich entscheidet, mitten im Winter einen Film im Sumpf zu drehen, verdient vielleicht das, was er bekommt.

Der beschwerliche Marsch …

In der Tat merkt man „Die letzten Amerikaner“ die Entbehrungen von Cast und Crew beim Dreh nicht an. Zwar kann man den durch den Sumpf stapfenden Nationalgardisten ihrerseits die Strapazen ansehen, die Bilder machen aber technisch einen absolut sauberen Eindruck. So, als seien sie von Profis unter professionellen Bedingungen produziert worden.

Walter Hill und die Vietnambezüge

„Southern Comfort“, so der Originaltitel, lässt sich natürlich als Reflexion des Vietnamkriegs deuten – US-Soldaten, die den Konflikt von einem fernen Land in die Heimat getragen haben. Walter Hill ahnte das wohl, und es gefiel ihm überhaupt nicht. In einem anderen Interview berichtete er 2009: Wir waren uns sehr wohl bewusst, dass die Leute die Story als Metapher für Vietnam sehen würden. Am Tag, bevor wir in die Sümpfe gingen, sagte ich zu allen: Die Leute werden sagen, dies sei über Vietnam. Sie können sagen, was sie wollen, aber ich will kein Wort mehr darüber hören. Er ergänzte, Vietnam sei heute nicht mehr so präsent wie 1980, die Geschichte wirke daher viel universeller.

… wird nicht leichter …

Vietnam hin oder her, zum einen sind die Analogien natürlich unverkennbar, zum anderen ist der Überlebenskampf einer Gruppe von Leuten aus der Zivilisation in einer unbekannten, so wilden wie feindseligen Umgebung in der Tat universell. Unbekannt trifft es auch gut, denn über die im Cajun County (auch: Acadiana) von Louisiana angesiedelten Cajuns dürften viele US-Bürgerinnen und -Bürger nicht viel wissen (wir Deutsche schon mal gar nicht). Bei dieser frankokanadisch-stämmigen Bevölkerungsgruppe handelt es sich um Nachfahren der Akadier, die wiederum Nachfahren französischer Siedler sind, die sich im 17. Jahrhundert in der im Nordosten Nordamerikas gelegenen damaligen französischen Kolonie Akadien niedergelassen hatten. Ab 1713 war Akadien im Besitz Englands und 1755 wurde ein Großteil der Bevölkerung gewaltsam deportiert. Ein bedeutsamer Teil der Deportierten ließ sich in den Bayous von Louisiana nieder, wo sie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Sitten und Gebräuche unberührt von der US-Umgebung bewahrten. Aufgrund des fehlenden Kontakts zu ihren französischen Wurzeln entwickelten die Cajun im Lauf der Zeit auch ihren eigenen Dialekt, Cajun-Französisch genannt.

Soundtrack von Ry Cooder

Zurück zu „Die letzten Amerikaner“: Den Soundtrack steuerte Ry Cooder bei. Der begnadete Slide-Gitarrist hatte gerade erst Walter Hills Western „Long Riders“ (1980) mit einem feinen Score versehen und kannte sich ohnehin mit „Southern“-Klängen aus. Die zurückhaltende, spärlich instrumentierte musikalische Untermalung von „Southern Comfort“ fällt präzise aus – sie kündet schon zum Auftakt von kommenden Unheil, setzt in dialogfreien Szenen ein, um Stimmung zu erzeugen, und verstummt, um Action oder Gesprächen Raum zu geben. Ry Cooder ließ sich eigenen Angaben zufolge von der Delta-Blues-Legende John Lee Hooker inspirieren. Er lieferte später Soundtracks zu weiteren Regiearbeiten Walter Hills ab, darunter „Straßen in Flammen“ (1984), „Johnny Handsome – Der schöne Johnny“ (1989), „Last Man Standing“ (1996) und „Geronimo – Eine amerikanische Legende“ (1993).

… und kostet viel Kraft

Parallelen zu John Boormans „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (1972) mit Burt Reynolds, Jon Voight und Ned Beatty sind nicht von der Hand zu weisen. Hier wie dort dringt eine Schar Männer aus der „Zivilisation“ in eine störrische Natur vor und muss sich unter großen Opfern feindseliger Einheimischer erwehren. Unterschiede und Parallelen beider Filme lassen sich sehr schön herausarbeiten. Das hat David von „The Howling Men“ bereits 2019 ausführlich erledigt, weshalb ich es mir an dieser Stelle spare. Ein gewichtiger Unterschied sei aber erwähnt: Obwohl sowohl Boormans als auch Hills Regiearbeit gleichermaßen hohe Qualität aufweisen, hat es lediglich „Beim Sterben ist jeder der Erste“ zu großer Bekanntheit gebracht. Das belegt allein schon ein Blick auf die Zahl der Bewertungen in der Internet Movie Database (IMDb): Setzt sich die 7,7-Durchschnittswertung von „Beim Sterben ist jeder der Erste“ aus stattlichen 108.282 abgegebenen Stimmen zusammen, so wurde die 7,1-Wertung von „Die letzten Amerikaner“ lediglich aus 19.702 abgegebenen Stimmen ermittelt (Stand August 2022). Welchen der beiden Filme man bevorzugt, ist so oder so und auch des Wertungsunterschieds von 0,6 in der IMDb zum Trotz reine Geschmackssache – ich gebe „Die letzten Amerikaner“ knapp den Vorzug.

Mediabook von Turbine

Walter Hills in jedem Moment fesselnde Menschenjagd hat weitere Verbreitung verdient, weshalb es löblich ist, dass Turbine Medien „Die letzten Amerikaner“ als Mediabook veröffentlicht hat. Die zwei Covervarianten mit der niedrigen Limitierung von 222 und 333 Exemplaren sind bereits vergriffen, lediglich das auf 999 Exemplare limitierte Motiv ist noch exklusiv im Online-Shop von Turbine zu beziehen. Im Bonusmaterial findet sich eine Open-Matte-Retro-Fassung in 4:3-Vollbild – für mich verzichtbar, aber für viele Filmfans sicher ein willkommener Zusatz. Das dreiviertelstündige Interveiw mit Regisseur Walter Hill stellt ebenfalls einen wertigen Zusatz dar. Das gilt auch für das Booklet. Auf 24 fein bebilderten Seiten lässt sich Tobias Hohmann unter dem Titel „Im Sumpf des Filmemachens“ über den Werdegang des Regisseurs und die Entstehungsgeschichte von „Die letzten Amerikaner“ aus. Da es an der Bild- und Tonqualität des Films auch nichts auszusetzen gibt, stellt die Veröffentlichung von Turbine einmal mehr eine vorbildliche Edition dar.

Die Nerven liegen blank

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Walter Hill haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Powers Boothe, Brion James und Fred Ward unter Schauspieler.

Reece will töten

Veröffentlichung: 29. Juli 2022 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD, 3 Covermotive à 999, 333 und 222 Exemplare), 17. Januar 2008 als DVD im limitierten Metallschuber, 5. August 2004 als DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Southern Comfort
Alternativtitel: Kommando Bravo
USA 1981
Regie: Walter Hill
Drehbuch: Michael Kane, Walter Hill, David Giler
Besetzung: Keith Carradine, Powers Boothe, Fred Ward, Franklyn Seales, T. K. Carter, Lewis Smith, Les Lannom, Peter Coyote, Brion James
Zusatzmaterial Mediabooks: „Wird er leben oder wird er sterben“ –Walter Hill über „Die letzten Amerikaner“ (44 Min.), Retro-Fassung (4:3, Open Matte), US-Kinotrailer, deutscher Kinotrailer, 24-seitiges Booklet von Tobias Hohmann
Label/Vertrieb Mediabooks: Turbine Medien
Label/Vertrieb DVDs: EMS GmbH

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & 3er-Packshot: © 2022 Turbine Medien

 

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