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Inferno – Jules Verne, James Bond und Joe McCarthy

Hell and High Water

Von Ansgar Skulme

Kriegs-Spionagethriller // Angesichts einer wachsenden nuklearen Bedrohung nimmt ein Team um den Wissenschaftler Montel (Victor Francen) im Sommer 1953 privat finanziert alle denkbaren Risiken auf sich: In einer abgelegenen Inselregion Asiens bereiten die Chinesen offenbar einen Atombombenabwurf vor. Unklar ist allerdings, was genau vor sich geht, ebenso das Ziel des Anschlags. Professor Montel will daher gemeinsam mit seiner Assistentin (Bella Darvi) vor Ort herausfinden, was los ist. Er und der organisatorische Leiter der Expedition, Fujimori (Richard Loo), engagieren den früheren US-Navy-Offizier Adam Jones (Richard Widmark), um mit einem alten japanischen U-Boot und einer überwiegend nach den Wünschen des kommandierenden Offiziers zusammengestellten Besatzung ins Feindesland aufzubrechen.

Dicke Luft in den Tiefen des Meeres

Rot ist hier leider nicht nur die atmosphärische nächtliche Beleuchtung im U-Boot, sondern auch das Feindbild, auf das der Film Jagd macht. „Inferno“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass man im Kino immer wieder zwischen ästhetischem und/oder erzählerischem Funktionieren, wenn nicht gar Brillieren, sowie inhaltlich-thematischer Relevanz unterscheiden muss. Ich mag diesen Film sehr gern und hatte ihn mir auch schon aus jungen Jahren in bleibender Erinnerung bewahrt, weil er sowohl spannend als auch visuell ansehnlich inszeniert und mit charismatischen, guten Schauspielern besetzt ist und zudem spektakuläre, im Gedächtnis bleibende Explosionen sowie dynamisch inszenierte Feuergefechte zeigt. Politisch jedoch ist er hanebüchen flach und naiv – was mir heute natürlich weit mehr als früher auffällt.

Du bist schuld! Nein, du!

Die Oscar-Nominierung für die Spezialeffekte gab es zu Recht – und das ist auch nicht der einzige hervorragende Aspekt an diesem von Samuel Fuller als Gefallen für 20th-Century-Fox-Legende Darryl F. Zanuck inszenierten Projekt. Auf eine Art tragisch allerdings ist, dass „Inferno“ somit eine Art Gegenleistung Fullers dafür war, dass Zanuck ihn gegenüber FBI-Chef J. Edgar Hoover verteidigt hatte, weil diesem Fullers „Polizei greift ein“ (1953) – ebenfalls mit Richard Widmark in der Hauptrolle – nicht patriotisch und vor allem FBI-freundlich genug war und Hoover in Fullers Arbeit schon damals offenbar generell zu viele eher linke Tendenzen sah. Zanuck nahm Fuller daraufhin in Schutz und so wollte dieser ihm den Wunsch nicht abschlagen, „Inferno“ zu inszenieren, wenn er denn wenigstens maßgeblich das ursprüngliche Drehbuch umgestalten durfte.

Widerstand gegen die Feindesgewalt

Bedeutet im Rückschluss: Fuller inszenierte einen antikommunistischen Film wie „Inferno“, der den Kommunismus – oder um im Jargon des Films zu bleiben: die „Roten“ – pauschal und ohne Gründe zu nennen als gesichtsloses Feindbild darstellt, das zu äußersten Mitteln zu greifen bereit ist. Und das als Dank dafür, dass Zanuck ihn vorher Filme hatte machen lassen, die tendenziell eher das Gegenteil aussagten und zumindest keine Werbung fürs Vaterland in dem Sinne waren, wie es der FBI-Chef am liebsten gesehen hätte; und als Dank dafür, dass Zanuck diese Projekte sogar gegenüber Hoover verteidigte. Spätestens am Set von „Inferno“ hätte Fuller durchaus die Zeichen der Stunde anders verstehen können, denn dort erfuhr er, dass er für „Polizei greift ein“ mit dem Bronzenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet worden war (ein Goldener Löwe wurde bei dieser Preisverleihung nicht vergeben, nur silberne und bronzene) – mochte J. Edgar Hoover den Film nun verabscheut haben oder nicht. Trotzdem aber geriet Fullers erster Film nach der Auszeichnung von Venedig dann zum antikommunistischen Reißer – ein „Inferno“ also in jedem Fall, auf welche Art nun auch immer man es betrachtet.

Fullers Richtungswechsel wirkt zumindest auf den ersten Blick ein wenig enttäuschend – wie ein Hürdenläufer, der sich nach Überwinden aller Hindernisse auf der Zielgeraden plötzlich zum Umkehren entscheidet, obwohl er eigentlich schon durch war. Die Frage „Warum das denn jetzt eigentlich, Herr Fuller?“ schwebt ein wenig über diesem Film, vor allem, da das Drehbuch ja entscheidend von Fuller überarbeitet werden durfte und Zanuck demnach gar nicht einmal besonders repressiv war. Dass es überdimensionale Feinde geben muss, wenn man einen Film über eine Atombombe dreht, finde ich sogar noch nachvollziehbar, und da alle dementsprechenden Feinde der USA damals (angebliche) Kommunisten waren – sei es drum. Enttäuschend aber ist vor allem die Profil- und Motivlosigkeit des Gegners, die dieser Film suggeriert. Da sind eben irgendwo „drüben“ einfach Böse, die einfach nur böse sind und Amerika schaden wollen – wer genau das ist oder warum das Ganze, bleibt ziemlich unklar. Als ob es rein mordlustige Wesen ohne jegliche Ideale und Überzeugungen wären, die auch für keinen Zweck agieren, sondern aus reiner Boshaftigkeit. Es lässt sich in groben Umrissen natürlich ableiten und erschließen, auf wen der Thriller hinaus will beziehungsweise wen er alles meinen könnte, Gesichter oder Gemeinte kann man auch erahnen, ohne sie wirklich zu sehen, aber insbesondere die Motive des Feindes werden quasi so gut es geht ausgespart und der Film bleibt konsequent das Gegenteil von konkret oder von stichhaltig – nämlich erschreckend oberflächlich und pauschal. Entscheidend ist offenbar nur: Amerika ist in Gefahr und muss beschützt werden und alle, als deren Beschützer Amerika sich sieht – egal warum eigentlich, aber dafür um jeden Preis. Da kommen Weltbilder zum Vorschein, die es den gebildeten Zuschauer angst und bange werden lassen können. So als ob jemand einem kleinen Jungen dessen Schokoriegel weggenommen hätte – aber wer es war, weiß er nicht. Und dann fängt er eben einfach an zu weinen und wettert pauschal gegen alle, die in Frage kommen, und wenn man ihn jetzt nicht gleich in Ruhe lässt, dann nimmt er Rache. Tiefgang sieht wirklich anders aus. In Frankreich – wohlgemerkt der Heimat der Figur Professor Montel im Film – war „Inferno“ aufgrund seiner politischen Marschroute sogar für eine Weile verboten und wurde, wie aus der Begründung hervorgeht, ähnlich wie sowjetische Propaganda-Filme auf der Gegenseite behandelt beziehungsweise auf Augenhöhe mit diesen angesiedelt.

Meine Hobbys sind: Kernkraft, Atombomben, U-Boote und Flugzeuge

Ein bisschen sieht man von den „Roten“ aber schon. Ein paar Schergen sieht man, wie sie sich beim Belauschen zusammenrotten, dann sind da ein paar herumballernde Angreifer, die man kaum erkennt, die zudem genau dann angreifen, als der Professor gerade vom Willen zum Dialog redet, und einen Gefangenen sieht man noch, der brutal einen Wehrlosen angreift – dieser ist die Figur, von der man auf Seiten des Gegners noch am meisten hört und erkennen kann –, Gehaltvolleres ist da aber einfach nicht. Zum Glück kann „Inferno“ handwerklich und künstlerisch weit mehr, als er mit seiner tapsigen Naivität auf der politischen Ebene draufhat. Die asiatischen Kommunisten sind hier in diesem Genre, zumindest in diesem Film, gewissermaßen das, was im Western die Indianer sind, wobei man diesen Spionagethriller in dieser Hinsicht schon etwas anders und strenger beurteilen sollte als einen Western, da er immerhin topaktuelle politische Diskurse kommentierte und verharmloste. Mag der Western kein Historiengenre sein und nun einmal seine Geschichtchen erzählen – das ist ein anderes Paar Schuhe. Ich bin schließlich selbst kein Freund davon, den Western zu einem historisch ambitionierten Genre zu verklären, was ich hier im Blog auch schon ausführlich dargelegt habe – eine Entschuldigung dieser Sorte gilt für „Inferno“ und seine Machart aber auf keinen Fall. Der Film bezog damals Stellung zu laufenden politischen Prozessen, beförderte Feindbilder ohne Argumente und lässt selbst ein Interesse daran vermissen, die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Natürlich erschwerte auch der Western eine korrekte historische Aufarbeitung der US-amerikanischen Geschichte, allerdings geht es in „Inferno“ eben nicht um historische Aufarbeitung, sondern eher um das Neuerschaffen von Feindbildern. Und das ist der letztlich entscheidende Unterschied zwischen den Indianern im Western und den „roten“ Asiaten in „Inferno“, an deren Dämonisierung sich der Film gewissermaßen tagesaktuell beteiligte.

Frauen auf einem U-Boot? Soweit kommt’s noch! Genau …

Vielleicht wollte Samuel Fuller gerade dadurch, dass er Gesichter des Feindes vermied und die feindliche Macht so gut wie gar nicht zu Wort kommen ließ – und wenn, dann in fremder Sprache –, einen abstrakten Eindruck erzeugen, der das Feindbild noch vergleichsweise harmlos wirken lässt; zumindest harmloser als wenn man exakt greifbare Superschurken mit Namen und Thesen vor sich hätte, denen man gleichzeitig auch Authentizität unterstellt. Erreicht wird jedoch meiner Ansicht nach genau das Gegenteil. Oberflächlich irgendwelchen Personengruppen oder Erdteilen oder implizit einer Nation einen Atombombenbau anzuhängen und dann noch nicht einmal genau zu erläutern, warum sie das überhaupt machen wollen sollte(n) oder implizit den Gedankengang „Weiß doch eh jeder, warum die Atombomben bauen und dass sie deswegen eine Gefahr für uns sind! Die sind ja alle gleich.“ mitschwingen zu lassen, ist schon ein sehr starkes Stück. Und vor allen Dingen tut man damit genau das, was man im Film eigentlich dem Gegner vorwirft – der den Abwurf der Bombe den Amerikanern anhängen will. Man beschuldigt und dämonisiert, ohne klare Argumente zu formulieren. Im Film wird es als verwerflich dargestellt, dass der „rote“ Feind in Asien eine Atombombe abwerfen will, um danach einfach zu behaupten, die Amerikaner seien es gewesen. Der Film selbst beziehungsweise seine Macher behaupten aber gleichsam, dass es eben in Asien Elemente gibt, die einfach so Atombomben abwerfen und so wickelt sich die komplette Story davon ausgehend ab. Das Wort „grotesk“ wäre für diese freche Paradoxie noch sehr freundlich gewählt.

Phönix aus der Asche

Gerade weil „Inferno“ thematisch umso absurder wird, umso genauer man ihn betrachtet, ist die Leistung der künstlerischen Verantwortlichen und Schauspieler umso höher einzustufen. Denn so viel populistischen Unsinn, der aufgrund der Tragweite der Entgleisungen im Rahmen dieser Rezension auch als erstes genannt werden musste, muss man auf der anderen Seite wirklich erst einmal in einen dennoch so spannenden und ansehnlichen Film verpacken. Wie „Inferno“ mit dem Untersee-Expeditionsmotiv sowie dem alten Professor an Bord immer wieder an Jules Verne erinnert, hat Charme – Jules Verne als Kriegsfilmvariation, wenn man so will. Dazu der Aspekt, dass das Zielobjekt eine mysteriöse Nuklearbasis auf einer abgelegenen Insel ist und lange unklar bleibt, was genau dort vor sich geht – politisch gesehen reißerischer Humbug, aber andererseits ein amüsanter Vorgriff auf die späteren James-Bond-Filme, in denen es allerdings auch immer einen Superschurken gab, der der feindlichen Macht ein Gesicht und Motive verlieh, wenn er auch manchmal erst sehr spät zum Vorschein kam. Die zugehörigen Romane von Ian Fleming begannen etwa zu der Zeit, als „Inferno“ ins Kino kam, langsam auf den Markt zu strömen, aber die den Bond-Filmen, die punktuell am ehesten an „Inferno“ erinnern, zugrundeliegenden Romane erschienen erst nach Ende der Dreharbeiten zum vorliegenden Film von Samuel Fuller – einzig „Casino Royale“ war schon als Buch veröffentlicht worden, bevor „Inferno“ in die Kinos gebracht wurde.

Die Falle ist gestellt, die Abhöraktion läuft

Man könnte im Rückschluss also auch zu der Folgerung gelangen, dass „Inferno“ im Prinzip eigentlich versucht, mit wesentlichen Bausteinen der Logik, der Ästhetik und der Dramaturgie von (teils später entstandenen) James-Bond- und Jules-Verne-Filmen ein politisch topaktueller, anspruchsvoller, glaubwürdiger, möglichst authentisch verpackter Spionage-Kriegsfilm zu sein. Ein Ansatz, der – gelinde gesagt – sehr mutig ist. So mag „Inferno“ für Bond-Fans am Ende vielleicht sogar teils visionäre, beeindruckende Züge haben, während er dem einen oder anderen Diplomaten der Weltpolitik wiederum wahrscheinlich das blanke Grausen einjagen wird.

Tiefgang? Niedergang? Untergang? Tauchgang!

Erwähnt werden muss aber auch: Der Umstand, dass Samuel Fuller Schauspieler wie Gene Evans und David Wayne in ziemlich kleinen Rollen, ohne auch nur eine einzige Szene, die sie in den Vordergrund stellen würde, gewinnen konnte, weist seinen so oder so damals schon recht hohen Stellenwert in der Branche nach – und auch ein gewisses Urvertrauen in dieses Projekt, das bei vielen vorhanden gewesen sein dürfte. Zwei Schauspieler, die zuvor bereits wesentlich größere Parts, also Hauptrollen oder Hauptgegenspieler, in anderen Filmen verkörpert hatten – Wayne hatte man beispielsweise im Hollywood-Remake von Fritz Langs „M“, das 1951 herauskam, als Kindermörder in den Fußstapfen von Peter Lorre sehen können. „Inferno“ war unstrittig ein großes Prestige-Projekt und zudem auch an den Kinokassen kommerziell sehr erfolgreich. Stark vor allem darin, die klaustrophobisch stickige Atmosphäre im U-Boot immer wieder glaubhaft einzufangen und die taktischen Manöver des kommandierenden Offiziers spannend widerzuspiegeln, aber auch energiegeladen mitreißend in actionreichen Momenten. Darüber hinaus mit interessanten Lichtstimmungen verziert – manchmal denkbar einfach und doch genial gelöst, insbesondere in der Liebesszene, die vom tiefen Rot der U-Boot-Nachtbeleuchtung gerahmt wird – und mit einem denkwürdigen, facettenreichen Score von Alfred Newman gesegnet, der zu Recht auch als reine Musik-Tonspur auf der neuen Blu-ray- und DVD-Veröffentlichung von explosive media zu finden ist.

Schickes Update

Sogar wer bereits die alte deutsche DVD-Veröffentlichung von Universum Film aus dem Jahr 2008 besitzt, tut sich allein schon mit der neuen DVD von explosive media einen Gefallen. Der Ton ist jetzt besser – vor allem bei der Originalfassung –, der Bonus auf der Disc umfangreicher und zusätzlich sind Untertitel vorhanden. Die alte Veröffentlichung hatte zwar noch eine kleine, gedruckte Textbeigabe mit Schauspielerbiografien und -filmografien, deren Fehlen man aber verschmerzen kann. Und dass die Blu-ray hinsichtlich Bild- und Tonqualität noch mal einen draufsetzt, versteht sich in diesem Kontext ohnehin fast von selbst. Die deutsche Synchronfassung ist wunderbar atmosphärisch gelungen und interessant besetzt. Richard Widmark gehört zu den Hollywoodklassiker-Stars, die jeweils mehrfach mit unterschiedlichen außerordentlich gut passenden deutschen Synchronstimmen besetzt worden sind. Mitte der 50er war der auch hier zu hörende E. W. Borchert für ihn gesetzt, der mir sehr gut als Widmark gefällt. Daneben gibt es in „Inferno“ unter anderem Harald Juhnke als Stimme von Cameron Mitchell und Walther Suessenguth für Victor Francen zu erleben – zwei sehr versierte Sprecher, die zu hören immer eine Freude ist. Bella Darvi, die in „Inferno“ ihr Spielfilmdebüt gab und damals eine Liaison mit Darryl F. Zanuck hatte, nachdem sie sich zunächst mit ihm und seiner Ehefrau Virginia angefreundet und aus deren beider Vornamen ihren Künstlernachnamen „Darvi“ abgeleitet hatte, spricht in der deutschen Fassung mit der Stimme von Tina Eilers. Die polnische Newcomerin, die die Rolle nur aus persönlichen Gründen von Zanuck erhalten hatte und am Set von „Inferno“ nicht sonderlich beliebt war, blieb allerdings nicht lange erfolgreich. Samuel Fuller überzeugte Gene Evans, sie während der Dreharbeiten zu coachen, um das Beste aus ihr herauszuholen, doch nach rund 15 weiteren Auftritten vor der Kamera – die wenigsten davon in Hollywood-Filmen – endete ihre Karriere schließlich in mehreren Selbstmordversuchen, von denen einer dann auch gelang. Die neue deutsche Veröffentlichung von explosive media ist fast auf den Tag genau 65 Jahre nach dem deutschen Kinostart des Films erschienen. Ein Kauf, der sich für Fans des klassischen Hollywood-Kinos in jedem Fall lohnt.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Richard Widmark sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Veröffentlichung: 25. Juli 2019 als Blu-ray und DVD, 26. Mai 2008 als DVD

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 100 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Hell and High Water
USA 1954
Regie: Samuel Fuller
Drehbuch: Samuel Fuller, Jesse Lasky Jr., nach einer Geschichte von David Hempstead
Besetzung: Richard Widmark, Bella Darvi, Victor Francen, Cameron Mitchell, Gene Evans, David Wayne, Richard Loo, John Wengraf, Wong Artarne, Stephen Bekassy
Zusatzmaterial: Original-Trailer, Original-Teaser, Bildergalerie, Musik-Tonspur
Label: explosive media
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2019 by Ansgar Skulme

Szenenfotos & Packshot Blu-ray: © 2019 explosive media

 

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Centurion – Fight or Die: Römer gegen Pikten

Centurion

Von Volker Schönenberger

Action-Abenteuer // Erstmals nahm ich Neil Marshall im Sommer 2002 wahr, als sein Langfilm-Regiedebüt „Dog Soldiers“ beim Fantasy Filmfest lief. Der Werwolf-Schocker mit humorigen Einlagen gehört zu meinen Lieblingsfilmen mit den haarigen Kreaturen. Drei Jahre später drehte The Descent – Abgrund des Grauens unerbittlich an der Spannungsschraube und etablierte Marshall für mich endgültig als einen der besten Genre-Regisseure. Den Horror verließ er dann – eine Episode der Anthologie „Tales of Halloween“ (2015) bildete eine Ausnahme –, blieb aber dem weiten Feld der Genrefilme verhaftet, wie etwa der Endzeit-Actioner „Doomsday – Tag der Rache“ (2008) belegt.

Die Schlachten von „Game of Thrones“

Nicht zu vergessen seine beiden großen Schlachtenepisoden „Blackwater“ (2012) und „The Watchers on the Wall“ (2014) für die zweite beziehungsweise vierte Staffel des Serien-Highlights „Game of Thrones“. Gerade diese beiden Regiearbeiten weckten in mir die Lust, endlich wieder „Centurion – Fight or Die“ zu schauen, den ich erstmals 2010 auf der großen Leinwand gesichtet hatte – einmal mehr war das Fantasy Filmfest verantwortlich. Seinerzeit hatte ich Michael Fassbender („X-Men – Dark Phoenix“) noch gar nicht als den großen Schauspieler auf dem Zettel, der er ist. Dass es bis zur Zweitsichtung dann doch bis 2019 gedauert hat, ist dem großen Ungesehen-Stapel an Filmen geschuldet. Wer davon frei ist, werfe den ersten Stein.

Ruhe vor dem Sturm

Wer denkt bei der römischen Besetzung Britanniens nicht gleich an „Asterix bei den Briten“? Okay, viel hat Neil Marshalls Film damit nicht zu tun, aber immerhin leisten die Pikten unbeugsamen Widerstand. Die historische Einordnung der Handlung erfolgt zu Beginn über Texteinblendungen: Im Jahr 117 n. Chr. erstreckte sich das Römische Reich von der afrikanischen Wüste bis zum Kaspischen Meer. Aber seine entlegenste und am wenigsten gesicherte Grenzlinie war der Norden Britanniens. In diesem gnadenlosen Land trafen die römischen Legionen auf den erbitterten Widerstand der heimischen Völker, die man Pikten nannte. Durch ihre Überfälle aus dem Hinterhalt und die Nutzung ihrer Ortskenntnisse zu ihrem Vorteil geboten sie der römischen Invasion Einhalt. Fast zwanzig Jahre währte dieser Patt-Zustand. Nun gab Rom Order, die festgefahrene Situation mit allen Mitteln zu beenden.

Endlich die Pikten bezwingen

Mit nacktem Oberkörper und gefesselten Händen rennt der römische Zenturio Quintus Dias (Fassbender) durch den Schnee. Dann springt die Handlung zwei Wochen zurück, zur Garnison Inch-Tuth-II, dem nördlichsten römischen Außenposten des Grenzgebiets. Des Nachts überfallen die Pikten das Fort und metzeln die Römer nieder. Einzig Quintus Dias wird verschont, weil er die Sprache der Angreifer spricht. Die Pikten verschleppen ihn zu ihrem König Gorlacon (Ulrich Thomsen). Der Römer wird gefoltert, bis ihm die Flucht gelingt. Er wird gejagt, aber in letzter Sekunde von einem von General Titus Flavius Virilus (Dominic West) angeführten Trupp der Neunten Legion gerettet. Die legendäre Einheit soll im Auftrag des römischen Statthalters Agricola (Paul Freeman) endlich die Pikten besiegen.

Niemand will diese Frau zur Feindin haben

Ich mag diese Schlachtengemälde, sei es der in derselben historischen Phase und Lage angesiedelte „Der Adler der Neunten Legion“ (2011) oder die Mittelalter-Metzelei „Ironclad – Bis zum letzten Krieger“ (2011). „Centurion – Fight or Die“ überragt die beiden genannten, nicht zuletzt dank der guten Besetzung. Als römische Soldaten sind Liam Cunningham (Davos Seaworth aus „Game of Thrones“) und David Morrissey (der Governor aus „The Walking Dead“) zu sehen. Das ukrainische Topmodel Olga Kurylenko („The Man Who Killed Don Quixote“) sowie Imogen Poots („Green Room“) sind als Piktinnen zu sehen, beide sogar mit nicht unbedeutenden Parts, aber da will ich nicht zu viel verraten.

Geschichtlich wenig akkurat

Um historische Authentizität scherte sich Neil Marshall nicht besonders, also halten wir uns gar nicht erst damit auf. Im weiteren Verlauf mutiert „Centurion – Fight or Die“ zum kernigen Survival-Abenteuer, wenn eine Gruppe Römer unter Führung von Zenturio Quintus Dias ihr Heil in der Flucht durch feindliches Gebiet sucht. Es spricht für Marshalls Geschick als Regisseur, dass bei all der kostümierten Action Raum für die charakterliche Entwicklung der Figuren bleibt. Das ändert nichts daran, dass Marshall die brutale Action mitreißend inszeniert hat, und das weitgehend handgemacht – gelegentlich mit dem Computer eingefügte Blutspritzer trüben den Eindruck nur gering. Visuell dominieren kühle Blautöne.

Auf ins Getümmel

Marshalls jüngste Regiearbeit „Hellboy – Call of Darkness“ wurde zwiespältig aufgenommen. Ich habe sie mir gespart, weil mein Interesse an diesen hoch budgetierten Comicverfilmungen gering ist. Mit dem im England der Frühen Neuzeit, der Hexenverfolgung und der Pest angesiedelten „The Reckoning“ hat sich der Regisseur wieder in Horrorgefilde begeben – ich bin gespannt. Einen Starttermin hat das Werk noch nicht, zuletzt befand es sich noch in der Vorproduktionsphase. Und was aus „Skull Island – Blood of the Kong“ werden wird, für dessen Regiestuhl Marshall schon lange im Gespräch ist, steht in den Sternen. „Centurion – Fight or Die“ hat mir jedenfalls auch bei der zweiten Sichtung viel Freude bereitet.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Neil Marshall sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Olga Kurylenko unter Schauspielerinnen, Filme mit Michael Fassbender in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 30. September 2010 als Blu-ray und DVD

Länge: 97 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel:
Originaltitel: Centurion
GB/F/USA 2010
Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Neil Marshall
Besetzung: Michael Fassbender, Dominic West, Olga Kurylenko, David Morrissey, Ulrich Thomsen, Andreas Wisniewski, Dave Legeno, Axelle Carolyn, Simon Chadwick, Paul Freeman, Imogen Poots, Liam Cunningham
Zusatzmaterial: Featurette, entfernte Szenen, Outtakes, Interviews, Blick hinter die Kulissen, Darstellerinfos, DVD-Empfehlung, Trailershow
Label/Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © 2010 Constantin Film

 

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The Man Who Killed Hitler and Then the Bigfoot – Die Jagd nach dem Monster

The Man Who Killed Hitler and Then the Bigfoot

Von Lucas Gröning

Abenteuerdrama // Ein Mann (Aidan Turner), uniformiert in Nazi-Kluft, dringt in ein Gebäude ein. Darin warten weitere Menschen in Uniformen der Nationalsozialisten. Der Mann kommt zu einer Rezeption. Er gibt dort seine Waffen ab und kann passieren. Plötzlich findet er sich in einem langen Gang wieder. Sein Ziel: die Tür am Ende des Ganges. Er nähert sich ihr mit langsamen Schritten. Auf seinem Weg holt er allerhand Materialien aus verschiedenen Winkeln seiner Kleidung heraus. Er greift unter seinen Hut, in seine Jacke, seine Hose, in einen seiner Schuhe. Aus all diesen Materialien hat er sich in Sekundenschnelle eine Waffe gebaut. Es wird klar, dass sich hinter der Tür eine Zielperson befindet. Eine Zielperson, die es zu infiltrieren gilt. Doch wer soll überhaupt getötet werden? Und wer ist der Mann, der mit dem Mord beauftragt wurde? Fragen über Fragen, die sich beim Sehen des illustren Schauspiels stellen. Mit schnelleren Schritten nähert sich der Mann seinem Ziel und wir Zuschauer nähern uns den Antworten auf unsere Fragen. Als der Mann angekommen ist öffnet er die Tür, tritt herein und … Cut.

Calvin Harris führt im Alter ein ruhiges Leben

Es ist der Beginn von Robert D. Krzykowskis Debütfilm „The Man Who Killed Hitler and Then the Bigfoot“ nach eigenem Drehbuch. Der Regisseur, vorher lediglich durch seinen Kurzfilm „Elsie Hooper“ und kleinere Produktionsjobs bekannt, hat es bereits mit dieser einen Szene, die auch gut aus einem James-Bond-Film hätte stammen können, geschafft, beim Zuschauer ungeheure Neugier zu wecken. Eine fantastische Szene, die so viele Fragen aufwirft, welche der Jungregisseur uns allerdings bereits mit dem Titel seines Werkes beantwortet. Die geheimnisvolle Zielperson des Mannes ist der Führer des nationalsozialistischen Deutschlands von 1933 bis 1945: Adolf Hitler. Der Mann, der den Flur entlang auf die Tür zuläuft, ist der Mann, der ihn töten wird und auch der Mann, der voraussichtlich das legendäre Monster Bigfoot töten wird. Wem das alles jetzt sehr verwirrend und trashig vorkommt, der hat zumindest teilweise recht, denn Geschichte, Fiktion und das Verhältnis beider zueinander wird von „The Man Who Killed Hitler and Then the Bigfoot“ tatsächlich in Teilen auf diese Art verhandelt.

Der alte Mann

Wir machen einen Zeitsprung. Jahre später, irgendwann in den 1980er-Jahren, sehen wir einen alten Mann (Sam Elliott) am Tresen einer Bar. Es ist der Mann, der viele Jahre zuvor Adolf Hitler getötet hat. In der Folge zeigt uns der Film das Leben des Mannes, der auf den Namen Calvin Barr hört. Er zeigt uns die langsamen, gequälten Schritte, die er geht, sein bescheidenes Heim, seinen Hund und seinen Alltag, der aus täglichen Spaziergängen zu seinem Bruder (Larry Miller) und dem nächtlichem Schauen von Fernsehserien besteht – ein tristes Leben. Immer wieder beobachten wir Calvin dabei, wie er einen traurigen Blick in den Spiegel wirft. Gleichbedeutend mit dem Spiegelblick ist die Ankündigung eines Zeitsprunges. Krzykowski zeigt uns dann das Leben des Mannes, wie es früher war, vor dem Mord am nationalsozialistischen Despoten. Er zeigt uns den Job, den Calvin vor dem Hitler-Attentat hatte. Er zeigt uns das Kennenlernen und die ersten Dates mit der Frau (Caitlin FitzGerald), mit der sich Calvin später verloben wollte, was jedoch aus unterschiedlichen Gründen nie funktionierte. Außerdem zeigt er uns die Vorbereitung auf die wichtige Mission, den Diktator des „Dritten Reichs“ zu ermorden. Es sind gerade diese zwei Aspekte, die das Leben des Calvin Barr in der Vergangenheit so sehenswert machen – Die Liebe zu Maxine und die abenteuerliche Mission, das Monster des Nationalsozialismus zu vernichten. Beide Lebensinhalte fehlen dem alternden Calvin in der Gegenwart der 80er, jedoch soll sich bald ein neues Monster zeigen, das zur Strecke gebracht werden muss.

Die Suche nach dem Guten

Eines Tages klopfen zwei FBI-Agenten (Ron Livingston, Rizwan Manji) an seine Tür und überreden ihn, sich einer neuen Gefahr anzunehmen. Er, der Adolf Hitler unter der Vertuschung aller beteiligten Regierungen ermordet hat, soll sich aufmachen, den Bigfoot zu töten. Dieser ist im Film der Überträger einer gefährlichen, tödlichen Krankheit, die sich im Falle eines Weiterlebens des Wesens über die gesamte Welt ausbreiten könnte. Nach ein wenig Überzeugungsarbeit willigt Calvin ein und begibt sich auf die Reise. Dabei wird er stets von seinem inneren Drang getrieben, das Böse und Schlechte aus der Welt zu verbannen. Viele Szenen zeigen uns, wie sich das herzensgute Wesen und die Suche nach dem Guten in der Welt in den Aktionen des Hitler-Mörders manifestieren. So ist er im Rahmen einer ständig mitschwingenden Melancholie nach bestem Willen freundlich und gibt beispielsweise einen gefundenen Lottoschein mit einem Gewinn zurück, ohne den Gewinn einzustreichen. Zugleich manifestiert sich dieses absolut Gute in seiner damaligen Freundin Maxine, die stehts nach Moralvorstellungen handelt, die die meisten Menschen wohl als richtig und gut ansehen würden. Im Zuge dessen wird sie von Calvin sogar als Heilige bezeichnet. Nach diesem absolut Guten strebt auch Calvin, findet in der Gegenwart jedoch erst mit der Jagd auf Bigfoot seine Chance, dieser Suche in einem angemessenen Rahmen nachzugehen, obwohl er selbst dem Zuschauer bereits seit Beginn als rechtschaffende Person vorgestellt wird. Nicht umsonst ist der Protagonist als einer der wenigen Menschen immun gegen die Krankheit des Bigfoot. Somit wird Calvin selbst zum Repräsentanten des Guten und Heiligen, findet jedoch von sich selbst abgesehen zu wenig davon in einer von Egosimus, Korruption und Bosheit geprägten Welt.

Ein wilder Genremix

Diese Suche nach dem Guten erzählt Robert D. Krzykowski, indem er sich bei verschiedensten Filmgenres bedient. In Grundzügen sehen wir ein Drama, das von der Suche nach der eigenen Existenz, dem Sinn des Lebens und dem, wie bereits erwähnt, absolut Guten in der Welt geprägt ist. Darüber hinaus werden uns Szenen gezeigt, die an Agentenfilme angelehnt sind. Andere Abschnitte wie die Anfangsszene der Gegenwartserzählung erinnern an Western, gepaart mit einem Schuss klassischer Action. Zu guter Letzt sehen wir klare Referenzen an das Trashgenre – vor allem beim Aufeinandertreffen des Protagonisten und des Bigfoots und natürlich bei der grundlegenden Ausgangslage des Films, indem Geschichte bewusst verfälscht und mit bekannten fiktionalen Erzählungen vermischt wird. Damit macht uns der Regisseuer und Verfasser des Drehbuchs klar, dass wir diesen Film aus historischer Sicht nicht ernst zu nehmen haben. Auf Basis dieser einigermaßen abwegigen, aber immerhin logisch hergeleiteten Geschichte erzählt uns der Filmemacher tatsächlich eine schöne Story, die viele Fragen rund um das Alter, den Sinn des Lebens und das Streben nach einem bestimmten Lebenszustand stellt. Krzykowskis Werk weiß dabei von der ersten bis zur letzten Sekunde zu unterhalten, auch wenn dem Film die intellektuelle Tiefe anderer großer Werke abgeht, die dieselben Fragen aufwerfen. Darüber hinaus stimmt das Verhältnis der Längen in den einzelnen Szenen ab und an nicht. Manche wirklich spannende Szenen brechen teilweise abrupt ab, während andere, weniger fesselnde Passagen sich oft sehr langgezogen anfühlen. Die tolle Geschichte, die starken schauspielerischen Leistungen, allen voran von Hauptdarsteller Sam Elliott, die schönen Kulissen, sowie die wundervolle Musik von Joe Kraemer („Jack Reacher“, „Mission: Impossible – Rogue Nation“) machen jedoch vieles wieder wett. Auch die tolle Kameraarbeit von Alex Vendler („The Woman“, „Melvin Goes to Dinner“) soll hier Erwähnung finden.

Bald muss sich Calvin auf die Jagd nach einer neuen Gefahr machen

Somit bleibt ein technisch hervorragendes Drama, das seine Zuschauer unterhalten dürfte, dabei die großen Fragen des Lebens stellt, im Hinblick auf eine zufriedenstellende Beantwortung oder zumindest den Versuch dieser Beantwortung gegenüber vergleichbaren Filmen jedoch abfällt.

capelight pictures hat das Werk kürzlich im Mediabook-Format veröffentlicht. Die gewohnt sorgfältig produzierte Edition enthält den Film als Ultra HD Blu-ray, Blu-ray, und DVD. Im Booklet findet sich ein interessantes Interview mit Regisseur Robert D. Krzykowski. Geführt wurde es von „Die Nacht der lebenden Texte“-Autor Leonhard Elias Lemke im Auftrag von „Deadline – Das Filmmagazin“.

14. Juni 2019 als 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Ultra HD Blu-ray, Blu-ray & DVD) Blu-ray und DVD

Länge: 98 Min. (Ultra HD Blu-ray und Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Man Who Killed Hitler and Then the Bigfoot
USA 2018
Regie: Robert D. Krzykowski
Drehbuch: Robert D. Krzykowski
Besetzung: Sam Elliott, Aidan Turner, Sean Bridgers, Ron Livingston, Caitlin FitzGerald, Larry Miller, Ellar Coltrane, Rizwan Manji, Mark Steger, Nikolai Tsankov
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Robert D. Krzykowski, Behind the Scenes, entfallene Szenen, Interview mit Soundtrack-Komponist Joe Kraemer, Robert D. Krzykowskis Kurzfilm „Elsie Hooper“, Trailershow, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit einem Interview mit Regisseur und Drehbuchautor Robert D. Krzykowski
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Lucas Gröning

Szenenfotos & 3er-Packshot: © 2019 capelight pictures

 

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