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Destroyers – Wissenschaftler will Weltherrschaft

Eliminators

Von Volker Schönenberger

SF-Abenteuer // „Mad Scientists“ sind nicht totzukriegen und speziell im Segment niedrig budgetierter Science-Fiction-Streifen ein Quell immerwährender Freude. So auch in dem vom umtriebigen Charles Band („TerrorVision“, „Robot Wars“) 1986 für seine Empire Pictures produzierten „Destroyers“, im Original „Eliminators“ betitelt. Der verrückte Wissenschaftler ist hier Abbott Reeves (Roy Dotrice), der mit Unterstützung seines Assistenten Takada (Tad Horino) aus dem mit seinem Kleinflugzeug über der Wildnis Mexikos abgestürzten John (Patrick Reynolds) kurzerhand einen „Mandroid“ zusammengebastelt hat – einen Cyborg, halb Mensch, halb Maschine, zum Kämpfen gebaut. Ein Schelm, wer „RoboCop“ (1987) dabei denkt, aber Paul Verhoevens dystopischer Actionklassiker kam erst anderthalb Jahre nach „Destroyers“ in die Kinos.

Aus John wurde der Mandroid

Reeves schickt seinen Mandroid auch gern per Zeitmaschine in die Vergangenheit, damit er beispielsweise den Schild eines römischen Legionärs als Souvenir mitbringt. Doch es gelingt dem Wissenschaftler nicht, die menschliche Seele seines Geschöpfs auszumerzen. John alias Mandroid begehrt auf und flieht. Bald findet er sich in Gesellschaft der Robotikexpertin Nora Hunter (Denise Crosby) und des schlagkräftigen Bootsverleihers Harry Fontana (Andrew Prine) wieder. Das Trio macht sich auf, Reeves das Handwerk zu legen, denn dieser strebt nichts Geringeres als die Weltherrschaft an. Bald gesellt sich der Ninja Kuji (Conan Lee) zu ihnen, der ebenfalls ein Hühnchen mit dem Wissenschaftler zu rupfen hat. Unterstützung erhält das Quartett vom schwebenden Miniroboter „Spot“, den Nora konstruiert hat.

Nora Hunter weiß, wo der Hammer hängt

Ihr merkt schon: Es wimmelt von skurrilen bis hanebüchenen Ideen. Wenn irgendwann Affenmenschen den Weg unserer Heldin und Helden kreuzen, war allerdings schon vorher klar, dass wir es mit einem durchgeknallten Werk zu tun haben. Ein typischer Charles Band eben. Das kann man mit einigem Recht für trashig halten, aber da es sich um eine Produktion der 1980er-Jahre handelt, sind die visuellen Effekte und Tricks immerhin handgemacht, was auch im Billigsegment meist viel mehr Charme hat als CGI. Und Charme gibt es hier zuhauf, allein schon bei diversen völlig sinnlosen Explosionen.

Wo kommt der denn her?

Ein zusammengewürfelter Trupp ungleicher Gestalten kämpft sich durch die Wildnis, um einem Schurken Einhalt zu gebieten. Nach einer Weile fällt gar nicht mehr auf, dass einer von ihnen ein Cyborg ist. Seine Fähigkeiten kommen ebenso gelegen wie die der anderen. In Spanien gedreht, erweist sich „Destroyers“ als Mischung aus actionlastiger Science-Fiction und Dschungel-Abenteuer. Die comichafte Überzeichnung der Story wie auch der Figuren macht viel Freude, sodass ich bei der einen oder anderen Unzulänglichkeit in puncto Storytelling gern ein Auge zudrücke.

Auch Harry Fontana ist nicht auf den Kopf gefallen

Kurzer Blick auf die Filmografien der Darsteller, begonnen mit der Darstellerin: Denise Crosby hat in „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989) die Ehefrau Rachel Creed gespielt (wusste ich’s doch, dass ich sie von irgendwoher kenne) und auch in Walter Hills „Nur 48 Stunden“ (1982) mitgewirkt. Sie ist auch heute noch aktiv, etwa mit Auftritten in der letzten Staffel der Serie „Suits“ (2011–2019). Andrew Prine hatte eine Rolle als Brigadegeneral der Konföderierten im Bürgerkriegsdrama „Gettysburg“ (1993). Denselben Offizier spielte er 2003 auch in „Gods and Generals“. Prine wurde zudem von Rob Zombie in dessen okkultem Schocker „The Lords of Salem“ (2012) als Reverend besetzt. Für Mandroid-Darsteller Patrick Reynolds stehen immerhin Auftritte als Tänzer in den Film-Musicals „Hair“ (1979) und „Xanadu“ (1980) zu Buche, für die er leider nicht mal Credits einheimste. Der Part als Cyborg in „Destroyers“ wurde seine größte Rolle. Besser als nichts.

Sogar ein Ninja mischt munter mit

Die Wicked Vision Entertainment GmbH hat „Destroyers“ als 36. Teil ihrer „Collector’s Series“ im Mediabook mit Blu-ray und DVD veröffentlicht. Die drei Covervarianten des Wicked-Mediabooks können im Online-Shop des Labels direkt geordert werden, wobei sie aktuell nicht immer alle dort gelistet sind. Labelboss Daniel Perée teilte mir aber mit, dass alle drei Motive noch lieferbar sind, im Zweifel also nachfragen! Im Booklet lässt sich der erfahrene Texter Christoph N. Kellerbach kenntnisreich über die Entstehung des Films und „die Glorie von Peter Manoogian“ aus. Wobei „Glorie“ natürlich relativ und ironisch zu sehen ist, wenn man sich die überschaubare Filmografie des Amerikaners anschaut, der so bedeutsame Werke der Filmgeschichte wie „Terror Night – Hochhaus in Angst“ (1987) und „Demonic Toys“ (1992) inszeniert hat. Zwischen 1984 und 2018 stehen lediglich elf Regiearbeiten zu Buch, 13 Mal war er immerhin als Produzent aktiv, kann auch einige Credits als Regieassistent, Second Unit Director und Produktionsmanager vorweisen.

Mad Scientist aus dem Lehrbuch: Abbott Reeves

Aus dem Zusatzmaterial auf den Discs stechen das Video-Vorwort von Produzent Charles Band und die deutsche Diskussionsrunde „Empire of the Full Moon“ mit Dr. Rolf Giesen, Dr. Gerd Naumann und Matthias Künnecke heraus. Wir wollen ja etwas erzählen über die Herstellung von billigen Filmen, die erfolgreich sind. So Giesen. Schön, wenn es solche wertigen Boni in eine Veröffentlichung schaffen, zumal diese beiden exklusiv für die Wicked-Veröffentlichung produziert worden sind. Für Freunde des rührigen Produzenten und gelegentlich auch Regisseurs Charles Band stellt „Destroyers“ ein Pflichtprogramm dar. Alle anderen dürfen ein Auge riskieren, wenn sie mit derlei billiger, aber liebevoll inszenierter Genreware inklusive leichter Trash-Schlagseite umgehen können.

Die Filme der „Collector’s Series“ der Wicked Vision Distribution GmbH haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Es geht rund

Veröffentlichung: 31. Juli 2020 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD, drei Covermotive, eins à 444 und zweimal 222 Exemplare)

Länge: 96 Min. (Blu-ray), 92 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Eliminators
USA/SP 1986
Regie: Peter Manoogian
Drehbuch: Paul De Meo, Danny Bilson
Besetzung: Andrew Prine, Denise Crosby, Patrick Reynolds, Conan Lee, Roy Dotrice, Peter Schrum, Peggy Mannix, Fausto Bara, Luis Lorenzo, José Moreno
Zusatzmaterial: Vorwort von Charles Band, „Empire of the Full Moon“ – Diskussionsrunde mit Dr. Rolf Giesen, Dr. Gerd Naumann und Matthias Künnecke (52 Min.), deutscher VHS-Vorspann, Originaltrailer, Bildergalerie, 24-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach
Label/Vertrieb: Wicked Vision Distribution GmbH

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & 3er-Packshot: © 2020 Wicked Vision Distribution GmbH

 

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Lucio Fulci (VI): Wolfsblut – Goldrausch am Klondike

Zanna Bianca

Von Volker Schönenberger

Western-Abenteuer // Den 1906 erstveröffentlichten Roman „Wolfsblut“ („White Fang“) von Jack London habe ich als Jugendlicher wiederholt gelesen. Überhaupt mochte ich Jack London sehr (weiß leider nicht, wo seine Bücher abgeblieben sind). Ein Grund mehr, die 1973er-Verfilmung „Wolfsblut“ von Lucio Fulci im Rahmen unserer Werkschau des italienischen Regisseurs unter die Lupe zu nehmen.

Mitsah und Wolfsblut werden dicke Freunde

Im Jahr 1896 ist das Gebiet um den Klondike River in der nordkanadischen Yukon-Region fest in der Hand des Goldrauschs. Charlie (Daniel Martín) und seinen Sohn Mitsah (Missaele) kümmert das vorerst wenig. Die beiden Angehörigen der First Nations des Landes haben gerade einen Wolfshund gefangen, den sie „Wolfsblut“ nennen. Trotz der Ermahnungen seines Vaters freundet sich Mitsah mit dem wilden Tier an. Wolfsblut rettet dem Jungen sogar das Leben, als der auf einem See beim Eisangeln einbricht.

Kriminelle Umtriebe in Dawson City

Charlies Freund Kurt Jansen (Raimund Harmstorf), ein Regierungsbeamter, hat einen Bekannten mit in die Gegend gebracht: den Journalisten und Schriftsteller Jason Scott (Franco Nero). Im nahe gelegenen Dawson City führt der verbrecherische Geschäftsmann Beauty Smith (John Steiner) ein hartes Regiment.

Eine handfeste Keilerei darf nicht fehlen

Ich bin mehr mit Lucio Fulcis Horrorschockern wie „Ein Zombie hing am Glockenseil“ (1980) und „Über dem Jenseits“ (1981) vertraut, in denen der Italiener übliche Pfade des Storytellings zugunsten einer geradezu surrealen Atmosphäre verließ. Umso interessanter, ältere Regiearbeiten Fulcis zu schauen. Der Filmemacher hat auch Komödien, Abenteuer und Italowestern inszeniert, seine Filmografie ist geradezu schillernd.

Kurt Jansen will für Ordnung sorgen

Die Literaturverfilmung „Wolfsblut“ geht als Kreuzung aus Italowestern und Abenteuerfilm durch und wartet mit sympathischen Protagonisten auf. Allen voran natürlich der vierbeinige Titeldarsteller – gegen Hunde im Film können menschliche Darstellerinnen und Darsteller ja selten anspielen. Da verzeiht man es gern, dass das Wolfsblut verkörpernde Tier sein Dasein als deutscher Schäferhund nicht verleugnen kann. Für das verschneite Yukon-Gebiet musste Norwegen herhalten, weitere Aufnahmen entstanden in Spanien und in den berühmten Cinecittà-Studios in Rom. Die Naturaufnahmen hätten etwas üppiger geraten können, nur selten spielt die raue Natur eine gewichtige Rolle – hier nimmt sich Fulci einige Freiheiten gegenüber der Romanvorlage. Dafür beeindruckt die Tierfotografie, insbesondere in einigen Kampfszenen. Eine Schlägerei unter Kerlen hingegen wirkt fast schon klamaukig und erinnert an Bud Spencer und Terence Hill, nicht zuletzt in der deutschen Synchronisation und dank der Toneffekte.

Franco Nero und Raimund Harmstorf

Franco „Django“ Nero und Raimund „Der Seewolf“ Harmstorf ragen als Stars natürlich etwas aus der Besetzung heraus, aber „Wolfsblut“ ist auch in den Nebenrollen mit namhaften und damals gut beschäftigten Darstellerinnen und Darstellern besetzt, etwa Virna Lisi („Blaubart“, 1972) als Schwester Evangelina, Fernando Rey („French Connection – Brennpunkt Brooklyn“, 1971) als Priester und John Steiner („Knallt das Monstrum auf die Titelseite!“, 1972) als Schurke.

Der schurkische Beauty Smith schreckt vor nichts zurück

Aufgrund des Erfolgs an den Kinokassen drehte Fulci nur ein Jahr später die Fortsetzung „Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe“ („Il ritorno di Zanna Bianca“, 1974), die ebenfalls als sehenswert gilt. „Wolfsblut“ mangelt es am stimmungsvollen Einfangen der Natur, gleichwohl hat die Jack-London-Adaption ihre Qualitäten als fesselndes Western-Abenteuer. Die bisherigen deutschen DVD-Veröffentlichungen lassen in puncto Ausstattung und Qualität allerdings Luft nach oben.

Jason Scott badet gern mit Hund

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Lucio Fulci haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Franco Nero unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 16. April 2021 und 20. Mai 2016 als DVD, 25. März 2004 als 2-Disc Special Edition DVD (mit „Wolfsblut kehrt zurück“ / „Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe“)

Länge: 100 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, nur 2016er-DVD: Italienisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Zanna Bianca
Alternativtitel: Jack Londons Wolfsblut
Internationaler Titel: White Fang
IT/SP/F 1973
Regie: Lucio Fulci
Drehbuch: Roberto Gianviti, Piero Regnoli, Harry Alan Towers (als Peter Welbeck), Guy Elmes, Thom Keyes, Guillaume Roux, nach dem Roman von Jack London
Besetzung: Franco Nero, Virna Lisi, Fernando Rey, John Steiner, Raimund Harmstorf, Daniel Martín, Rik Battaglia, Daniele Dublino, Maurice Poli, John Bartha, Missaele
Zusatzmaterial 2021: Trailershow, Wendecover
Zusatzmaterial 2016: Originaltrailer, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb 2021: Studio Hamburg Enterprises
Label/Vertrieb 2016: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
Label 2004: Black Hill Pictures
Vertrieb 2004: WVG Medien GmbH

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © Studio Hamburg Enterprises / 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

 

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Raubzug der Wikinger – Auf der Suche nach der goldenen Glocke

The Long Ships

Von Volker Schönenberger

Historien-Abenteuer // Ein heftiger Sturm lässt ein Wikingerboot an einer Küste zerschellen. Als einziger Überlebender wird Rolf (Richard Widmark) von Mönchen aufgefunden, die ihn in ihrem Kloster pflegen. Dort angefertigte Mosaiken berichten von der Legende einer riesigen goldenen Glocke, der „Mutter der Stimmen“ („Mother of Voices“). Nach seiner Genesung berichtet der Wikinger als Geschichtenerzähler auf dem Marktplatz einer südspanischen Ortschaft von dieser Legende. Daraufhin schnappen ihn sich die Schergen des maurischen Herrschers Aly Mansuh (Sidney Poitier).

Aly Mansuh ist scharf auf die sagenumwobene goldene Glocke

Der Scheich ist überzeugt davon, dass die Legende wahr ist und die Glocke existiert. Er will ihr Versteck aus Rolf herausfoltern lassen, doch dem gelingt die Flucht. Zurück in seiner Heimat, erfährt der Wikinger von dem prachtvollen Boot, das sein Vater Krok (Oskar Homolka) gerade für König Harald von Dänemark (Clifford Evans) als Bestattungsschiff konstruiert hat. Weil er ein neues Schiff braucht, stiehlt Rolf es kurzerhand mit seinem Bruder Orm (Russ Tamblyn). Weil Orm in Haralds Tochter Gerda (Beba Loncar) verliebt ist, nimmt er sie gleich mit. Die Suche nach der „Mutter der Stimmen“ hat gerade erst begonnen.

Wenn Männer wie Kinder herumtoben dürfen

Ob die Darsteller ihre Rollen und Dialoge ernst genommen haben? Speziell Richard Widmark und Sidney Poitier betreiben ihr schauspielerisches Handwerk auf eine Weise, dass man beinahe schon von „Overacting“ sprechen kann. Es muss Spaß gemacht haben, als ernsthafter Schauspieler in einem zünftigen Wikinger-Abenteuer mitzuwirken und die Sau rauslassen zu können. Da jauchzt das Kind im Manne. „Raubzug der Wikinger“ strahlt dann auch Spielfreude aus, auch wenn Richard Widmark dem Vernehmen nach von den Dreharbeiten in Jugoslawien nicht begeistert war. Auch die Ausstatter und Kostümbildner dürften ihre helle Freude an ihrer Arbeit gehabt haben. Zwischendurch kommt es auch zu einem blutigen Gemetzel am Strand, insgesamt überwiegt aber heitere Ausgelassenheit, ab und zu am Rande unfreiwilliger Komik oder sogar etwas darüber hinaus. Dass es zwischen Wikingern und Mauren keinerlei Sprachbarrieren gibt, sei am Rande erwähnt. Derlei historische Schlampigkeiten haben sich das klassische Hollywood und auch der britische Film ja gern geleistet.

Die Wikinger gehen auf Schatzsuche

Aus heutiger Sicht wirkt einiges arg altbacken, etwa das Frauenbild und das Bild vom Umgang mit Frauen, das der Film transportiert. Erwähnt sei in dem Zusammenhang insbesondere die Erstürmung von Aly Mansuhs Harem durch die Wikinger. Das hat „The Long Ships“, so der Originaltitel, mit Richard Fleischers „Die Wikinger“ (1958) gemein. Für mich bewegen sich beide Abenteuer auf etwa einem Niveau. Welches von ihnen man bevorzugt, erscheint mir rein als persönliche Präferenz, also: Geschmackssache.

Orm will Gerda beschützen

Die Regie-Filmografie von Jack Cardiff ist gar nicht so groß. Sein bekanntester Film mag die britische D.-H.-Lawrence-Verfilmung „Söhne und Liebhaber“ (1960) mit Dean Stockwell und Trevor Howard sein, der ihm einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung einbrachte. Ungleich aktiver und erfolgreicher war Cardiff als Kameramann: Für die Kamera von „Die schwarze Narzisse“ (1947) hatte er den Oscar und den Golden Globe erhalten. Weitere bedeutsame Kameraarbeiten Cardiffs sind „African Queen“ (1951), „Krieg und Frieden“ (1956) und „Fanny“ (1961). Schon bei „Die Wikinger“ hatte er Erfahrung damit gesammelt, die kriegerischen Nordmänner ins rechte Licht zu rücken.

Mediabook von Koch Films

Koch Films hat „Raubzug der Wikinger“ in anständiger Bild- und Tonqualität als Mediabook veröffentlicht. Der Film liegt darin als Blu-ray und DVD vor. Das Bonusmaterial auf den Discs ist eher spärlich geraten. Über das Booklet und die Aufmachung des Mediabooks kann ich keine Angaben machen, da mir das Endprodukt nicht vorlag. Es dürfte die übliche Qualität der Koch-Mediabooks halten. Wer Wikinger-Abenteuern ohne Anspruch auf historische Akkuratesse etwas abgewinnen kann, macht mit „Raubzug der Wikinger“ nichts falsch.

Ein ganzer Kerl: Rolf

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Jack Cardiff haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Sidney Poitier und Richard Widmark unter Schauspieler.

Wikingerkrieger Orm tritt gegen den Mauren-Scheich an, um seine Liebste zu retten

Veröffentlichung: 27. Mai 2021 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), 8. Juli 2003 als DVD

Länge: 126 Min. (Blu-ray), 121 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Long Ships
GB/JUG 1964
Regie: Jack Cardiff
Drehbuch: Berkely Mather, Beverley Cross, nach einem Roman von Frans G. Bengtsson
Besetzung: Richard Widmark, Sidney Poitier, Russ Tamblyn, Gordon Jackson, Colin Blakely, Rosanna Schiaffino, Oskar Homolka, Edward Judd, Lionel Jeffries, Beba Loncar, Clifford Evans, David Lodge
Zusatzmaterial Mediabook: deutscher und englischer Trailer, Bildergalerie, Booklet
Zusatzmaterial DVD: Trailer, Trailershow
Label/Vertrieb Mediabook: Koch Films
Label/Vertrieb DVD: Sony Pictures Entertainment

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Mediabook-Packshot: © 2021 Koch Films,
DVD-Packshot: © 2003 Sony Pictures Entertainment

 
 

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