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Hard Target 2 – Menschenjagd im Dschungel von Myanmar

Hard Target 2

Von Volker Schönenberger

Action // In einer fernöstlichen Ortschaft werden zwei Männer von zwei Motorradfahrern durch enge Gassen gehetzt. Einer der beiden Flüchtenden bekommt unvermittelt von einem dritten Jäger zwei Pfeile aus einer Armbrust in den Körper gejagt. Ein weiterer Jäger mit Armbrust taucht auf, dem verbleibenden Opfer bleibt kaum noch ein Ausweg …

Baylor (r.) schlägt sich mit illegalen Kämpfen durch

Orts- und Zeitsprung – sechs Monate zuvor in Las Vegas: Wes „The Jailor“ Baylor (Scott Adkins) steigt zu einem Mixed-Martial-Arts-Kampf gegen seinen guten Freund und langjährigen Trainingspartner Jonny „Solid Gold“ Sutherland (Troy Honeysett) in den Ring. Doch der Abend endet tragisch; noch im Ring erliegt Jonny seinen Verletzungen. Gebrochen zieht sich Wes aus dem Profisport zurück. Sechs Monate später lebt er in einer heruntergekommenen Hütte in Bangkok, trinkt zu viel und hält sich mit illegalen Faustkämpfen über Wasser. Nach einem dieser Kämpfe nimmt der zwielichtige Aldrich (Robert Knepper) Kontakt zu ihm auf. Er sei Boxpromoter und biete Baylor einen großen Kampf in Myanmar für üppiges Salär. Am Ort des Geschehens eingetroffen, erfährt Baylor, was es tatsächlich mit dem Wettkampf auf sich hat: Er ist Jagdbeute einiger gelangweilter Gesellen mit zu viel Geld und zu wenigen Skrupeln. Mit einem Gürtel voller Rubine – sein Honorar im Erfolgsfall – und einer Wasserflasche muss er die Flucht in Richtung thailändische Grenze antreten. Auf den Fersen sind ihm unter anderen die reiche Großwildjäger-Erbin Sofia (Rhona Mitra), der Stierkämpfer Esparto (Adam Saunders), Aldrich selbst sowie sein Assistent Madden (Temuera Morrison). Um unbehelligt zu bleiben, hat sich Aldrich die Dienste des korrupten Militärs von Myanmar gesichert. Im Dschungel trifft Baylor auf die junge Tha (Ann Truong).

Die reiche Erbin Sofia und …

1993 debütierte John Woo („The Killer“, „Bullet in the Head“) mit „Harte Ziele“ in Hollywood, und trotz „Im Körper des Feindes – Face/Off“ (1997) und „Mission: Impossible 2“ gilt das Jean-Claude-Van-Damme-Vehikel vielen als Woos bester Hollywoodfilm. Anfang der 90er war es noch möglich, einen Actioner wie „Harte Ziele“ mit viel Aufwand ins große Kino zu bringen. „Hard Target 2“ hat diese Möglichkeit nicht, die Fortsetzung ist dem Direct-to-DVD-Markt für B-Action vorbehalten. Wobei von Fortsetzung an sich nicht die Rede sein kann, schon eher von Remake: Beide Filme verbindet außer dem Titel lediglich das Motiv der von einem skrupellosen Verbrecher organisierten Menschenjagd.

Mit Actionstar Scott Adkins

Regisseur Roel Reiné („Dead in Tombstone“) verlegte die Handlung von New Orleans in den fernöstlichen Dschungel. Mit Scott Adkins („Universal Soldier – Day of Reckoning“, „The Expendables 2“, „Doctor Strange“) verpflichtete er einen der derzeit angesagtesten B-Movie-Actionstars. Um Adkins herum bringen Rhona Mitra („Shooter“, „Underworld – Aufstand der Lykaner“) und Temuera Morrison („Die letzte Kriegerin“, „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“) zusätzliche Prominenz ins Spiel. Dem markanten Gesicht von Robert Knepper („Die Tribute von Panem – Mockingjay (1)“ nebst Fortsetzung) wiederum begegnet man oft in TV-Serien wie „Prison Break“ und „iZombie“.

… der Stierkämpfer Esparto gehen auf die Jagd

Diese illustre Schar schmückt einen explosiven Actionthriller, der trotz seiner eindeutigen Verortung im B-Sektor Hochglanz-Atmosphäre verströmt. Der mal hämmernde, mal dräuende Elektro-Score treibt die Jagd-Handlung vorzüglich voran. Die Story ist simpel und schnörkellos, mehr braucht’s zur Inszenierung brutalen Krawalls auch nicht. Roel Reiné erfindet das Actionrad nicht neu, setzt die Versatzstücke aber gekonnt ein, bei uns ungeschnitten mit FSK-18-Freigabe versehen. So soll moderne B-Action aussehen.

Auf der Flucht begegnet Baylor Elefanten und der jungen Tha

Veröffentlichung: 10. April 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 104 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Hard Target 2
USA 2016
Regie: Roel Reiné
Drehbuch: Matt Harvey, Dominic Morgan, George Huang
Besetzung: Scott Adkins, Amarin Cholvibul, Thira Chutikul, Rhona Mitra, Temuera Morrison, Robert Knepper, Ann Truong, Geoffrey Giuliano, Adam Saunders, Troy Honeysett
Zusatzmaterial: „A Fighting Chance – Behind the Scenes of Hard Target 2“ (5:13), „Into the Jungle – On Location of Hard Target 2“ (2:25), „Hard Target 2 – Through the Lens“ (2:43), Thrill of the Hunt“ (3:13), deleted shots montage (1:59), deleted scenes (10:04), Trailer, Bildergalerie
Vertrieb: KSM GmbH

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 KSM GmbH

 

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Gewinnspiel: The Demon Hunter – 1 x Blu-ray, 1 x DVD

Verlosung

Dämonen, seid gewappnet, hier kommt Dolph Lundgren! Ob die Kreaturen der Unterwelt schon vor Angst schlottern? Schaut „The Demon Hunter“, dann wisst Ihr mehr. Koch Films hat uns eine Blu-ray und eine DVD des trashigen Horror-Actioners zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Dämonisches mit Dolph zu gewinnen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 21. Mai 2017, 22.30 Uhr, im Kommentarfeld die beiden Fragen am Ende des Textes. Falls Ihr keinen Blu-ray-Player besitzt und für euch somit als Gewinn nur die DVD in Frage kommt, erwähnt das bitte.

Könnt Ihr sie mangels Kenntnis von Dolph Lundgrens Filmografie nicht beantworten, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Aufgrund von Erfahrungen mit vorherigen Gewinnspielen gilt: Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Gewinner sind ausgelost:

Die Blu-ray geht an Robin M, die DVD geht an Mike Hennig. Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet gesondert benachrichtigt.

Meine Rezension von „The Demon Hunter“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

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King Arthur – Legend of the Sword: All Hail the King

King Arthur – Legend of the Sword

Kinostart: 11. Mai 2017

Von Matthias Holm

Fantasy-Action // Es wird immer wieder gesagt, das Blockbuster-Kino stecke in einem kreativen Loch. Für originelle Filmstoffe gibt es kaum Geld, viel lieber quetscht man aus Vorlagen ganze Franchises, produziert Remakes von europäischen oder fernöstlichen Filmen oder bedient sich an Material, das man gefühlt tausendfach auf der Leinwand gesehen hat. Einer dieser Stoffe ist die Artus-Sage um die Ritter der Tafelrunde. Ob als Historien-Film im Bruckheimer-Bombast-Gewand („King Arthur“), als Disney-Zeichentrickfilm („Die Hexe und der Zauberer“) oder als Romanze im Mittelalter („Der erste Ritter“), die Geschichten rund um das magische Schwert Excalibur sind fest in der Popkultur verankert – „Excalibur“ lautet übrigens der Titel einer sehr gelungenen 1981er-Umsetzung von John Boorman. Wie soll man da noch einen frischen Blickwinkel auf das Thema haben? Ganz einfach: Man setzt Guy Ritchie („Sherlock Holmes“) ans Drehbuch und in den Regiestuhl.

Wer holt das Schwert aus dem Stein?

England durchlebt düstere Zeiten. Der König Vortigern (Jude Law) konnte den Thron nur durch Intrigen gegen seinen Bruder Uther (Eric Bana) besteigen und unterjocht sein Volk. Doch eines Tages sinkt der Meeresspiegel und enthüllt das magische Schwert Excalibur. Nur der Sohn des wahren Königs, der während Vortigerns Putsch entkommen konnte, ist in der Lage, das Schwert aus dem Stein zu ziehen. Doch Arthur (Charlie Hunnam) hat gar nicht so viel Lust darauf, König zu sein, er will lieber in Frieden leben. Eine Gruppe von Freiheitskämpfern rund um eine Magierin (Astrid Bergès-Frisbey) muss also noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten.

Arthur zieht Excalibur aus dem Stein

Vor Beginn des Films sollte man sich als Zuschauer einer Sache klar sein. Mit dem Ursprungsstoff hat Guy Ritchies Artus-Version nur einige Namen gemeinsam. Statt sich groß mit Erklärungen oder Vorgeplänkel aufzuhalten, wird man direkt in den Kampf um Camelot geworfen, denn der böse Zauberer Mordred (Rob Knighton) beansprucht das Königreich für sich. Kennern der Artus-Sage rollen sich bereits hier die Fußnägel hoch. Und wer in dieser Auftaktsequenz überfordert ist, sollte gar nicht erst weiter gucken. Bald greifen Elefanten, groß wie Hochhäuser, eine schmale Brücke an, während Eric Bana als König Uther in den Kampf reitet. Das ist bombastischer Quatsch, sieht aber beeindruckend aus.

Ritchies Markenzeichen

Wenn dann der eigentliche Plot rund um Arthur ins Rollen kommt, spielt Ritchie seine Stärken voll aus. Da gibt es zum Beispiel hektische Schnitte, die perfekt zum fantastischen Score von Daniel Pemberton gesetzt sind. Auch läuft die Erzählung nicht streng linear ab, manche Szenen vom Beginn des Films werden erst gegen Ende komplett gezeigt. Damit steht und fällt auch das gesamte Erlebnis. Wenn man mit diesem Brimborium nichts anfangen kann, wird man keinen Spaß an „King Arthur – Legend of the Sword“ haben.

Vortigern will immer mehr Macht

Apropos Spaß – Jude Law scheint es eine diebische Freude gemacht zu haben, den Bösewicht zu geben. Als getriebener Schurke ist er ein Antagonist, wie er im Buche steht, Gewissensbisse hat er kaum. Wenn Vortigern doch mal zweifelt, wird das durch die Aussicht auf mehr Macht schnell weggewischt. Das zeigt sich auch in den Kostümen. Denn hier wird der Begriff Schwarz-Weiß-Malerei wörtlich genommen. Während Arthur, der von Charlie Hunnam sympathisch dargestellt wird, die gesamte Zeit über helle Kleidung trägt, tritt Vortigern mit seinen Schergen immer vollständig in Schwarz auf. Subtilität ist nun mal keine Stärke des Films.

Die Magierin hilft Arthur

Leider gibt es jedoch auch einige Punkte, bei denen sich Ritchie verzettelt. Bei der Pressevorführung gab es vor allem in dunklen Aufnahmen in den Hintergründen starkes Filmkorn. Ob das ein Stilmittel ist oder ein Fehler, spielt keine Rolle – zusammen mit den eher mittelmäßigen 3D-Effekten schlägt das stark auf die Augen. Außerdem gibt sich der Film zwar sehr dreckig, aber sobald es zu den Kämpfen kommt, bleibt kein Blut an den Schwertern kleben. Das führt zu einem Bruch mit der eigentlich düsteren Grundstimmung, hier hätte der Mut zu einer höheren Altersfreigabe gutgetan.

Gelangweilte Zauberin

Auch die Darsteller abseits von Law und Hunnam sind nicht sonderlich lobenswert. Eric Bana und Djimon Hounsou liefern gewohnte Kost ab, ohne nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Astrid Bergès-Frisbey hingegen wirkt als Magierin, die Arthur leiten soll, so gelangweilt, dass man sich fragt, wieso der Protagonist auf diese Dame hören sollte. Und so eindrucksvoll die Kriegselefanten und manche magischen Kräfte auch aussehen, sobald Arthur die Macht von Excalibur einsetzt, sieht es einfach so aus, als ob nicht eine reale Person dem unbarmherzigen Schwert ausgesetzt wird, so offensichtlich ist die Herkunft aus dem Computer.

Zwar weder Ritter, noch eine Tafelrunde, aber ein Anfang

„King Arthur – Legend of the Sword“ ist ein roher Film, dem sein Macher einen unnachahmlichen Stempel aufdrückt. Das sorgt für einigen frischen Wind im Fantasy-Genre. Allerdings gibt es auch einige Kleinigkeiten, die einem ungehemmten Spaß im Weg stehen. Das größte Problem aber: Die Geschichte ist nicht abgeschlossen. Für den Erfolgsfall sind bereits sechs weitere Projekte in Planung, die das Ganze zu einem „Ritter der Tafelrunde“-Filmuniversum machen sollen – diese Figuren kommen in diesem Film dann auch deutlich zu kurz. Und das bräuchte „King Arthur – Legend of the Sword“ eigentlich nicht.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jude Law sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 126 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: King Arthur – Legend of the Sword
USA/AUS 2017
Regie: Guy Ritchie
Drehbuch: Joby Harold, Guy Ritchie, Lionel Wigram
Besetzung: Charlie Hunnam, Jude Law, Eric Bana, Djimon Hounsou, Astrid Bergès-Frisbey, Aiden Gillen, Freddie Fox, Craig McGinlay, Tom Wu
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2017 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2017 Warner Bros. Entertainment GmbH

 

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