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Ridley Scott (IX): The Last Duel – Historischer Zweikampf mit aktueller Botschaft

The Last Duel

Kinostart: 14. Oktober 2021

Von Andreas Eckenfels

Historiendrama // Mit einem Zweikampf begann Ridley Scotts Regiekarriere: Für „Die Duellisten“ mit Harvey Keitel und Keith Carradine gewann er 1977 bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für das beste Debüt. Seitdem wurden viele weitere Kämpfe in seinen Filmen ausgefochten: Ellen Ripley gegen den Xenomorph in „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979), Rick Deckard gegen den Replikantenanführer Roy Batty in „Blade Runner“ (1982) oder Maximus gegen Commodus in „Gladiator“ (2000). Nun blickt Ridley Scott in „The Last Duel“ auf ein historisch verbrieftes Duell um Leben und Tod zurück, welches zum Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich stattgefunden haben soll.

Freunde werden zu Rivalen

1386 stehen sich in einer Arena der Ritter Jean de Carrouges (Matt Damon) und der Junker Jacques Le Gris (Adam Driver) auf ihren Pferden in voller Rüstung mit Lanzen unter dem Arm geklemmt gegenüber. Nachdem die zwei Duellanten das erste Mal ineinandergekracht sind, springt die Handlung zurück ins Jahr 1370. Damals, so erfahren wir, kämpften der tapfere Recke Carrouges und der gebildete Le Gris, Sohn eines normannischen Gutsherrn, Seite an Seite für den französischen König. Le Gris verteidigt seinen Freund sogar vor dem Lehnsherren Graf Pierre d’Alençon (Ben Affleck), als Carrouges in finanzielle Not gerät und seine Pacht nicht zahlen kann.

Die Freunde Jean de Carrouges (l.) und Jacques Le Gris kämpfen Seite an Seite für den französischen König

Carrouges Geldsorgen und der Zwang einen männlichen Erben zu bekommen, führen dazu, dass er Marguerite (Jodie Comer) zur Frau nimmt. Die Tochter von Sir Robert de Thibouville (Nathaniel Parker) bringt eine beträchtliche Mitgift in die Ehe ein, darunter an sich auch einen Landbesitz, den sich aber zuvor schon Le Gris unter den Nagel gerissen hatte. Carrouges legt Klage ein. Doch da Graf Pierre d’Alençon im Grundstücksstreit natürlich zugunsten seiner rechten Hand Le Gris entscheidet, beginnt die Freundschaft zwischen Le Gris und Carrouges langsam zu bröckeln. Die Rivalität zwischen den zwei Männern steigert sich über die Jahre durch weitere Ereignisse immer mehr und gipfelt schließlich in einer brutalen Attacke: Als Carrouges von einer Reise nach Paris zurückkehrt, berichtet Marguerite ihm, Le Gris habe sie überraschend besucht und vergewaltigt. Obwohl Le Gris die Tat bestreitet, bleibt Marguerite bei ihrer Aussage – für die sie ihr Gatte in diesen Zeiten töten könnte.

Doch Carrouges entscheidet sich dagegen: Um die Schande von seiner Familie zu nehmen, zieht er schließlich zum Justizpalast nach Paris und bittet Charles VI. (Alex Lawther) erfolgreich um ein Gottesurteil: Ein Duell zwischen Carrouges und Le Gris um Leben und Tod soll über die Wahrheit in dem Streit entscheiden. Verliert Carrouges, muss auch Marguerite sterben – auf dem Scheiterhaufen.

Erzählmuster à la Akira Kurosawa

Angeblich soll dies der letzte offiziell dokumentierte gerichtliche Zweikampf seiner Art in Europa gewesen sein. Nach jahrelanger Recherche hatte der US-Autor und Mittelalterexperte Eric Jager die wahre Geschichte in „The Last Duel: A True Story of Trial by Combat in Medieval France“ 2004 in Romanform veröffentlicht. Matt Damon und Ben Affleck übernahmen in Ridley Scotts mitreißender Verfilmung nicht nur tragende Rollen, erstmals seit ihrem mit dem Oscar-gekrönten Skript für „Good Will Hunting“ (1997) schrieben beide auch gemeinsam wieder das Drehbuch. Um der weiblichen Perspektive auf den Fall gerecht zu werden, engagierten sie zusätzlich Nicole Holofcener („Can You Ever Forgive Me?“, 2018) als Unterstützung hinzu.

Graf Pierre d’Alençon fördert den belesenen Jacques Le Gris

Die Autoren bedienen sich dabei eines alten Drehbuchkniffs, der seit Akira Kurosawas „Rashomon – Das Lustwäldchen“ (1950) weit verbreitet ist: Die Geschichte ist in drei Kapitel unterteilt. Wie bei einer Zeugenbefragung erfahren wir zunächst Jean de Carrouges’ Sicht auf die Ereignisse, die zu dem Konflikt führten, anschließend folgt die Perspektive von Jacques Le Gris, zuletzt ist Marguerite an der Reihe. Somit bekommen die Zuschauer und Zuschauerinnen mehrmals die gleiche Geschichte erzählt. Obwohl sich einige Passagen zwangsläufig wiederholen, kommt keine Langeweile auf: Es sind die kleinen, aber feinen Unterschiede in den Aussagen, die für Spannung sorgen und zuvor gefasste Meinungen verschieben. Zudem ist der authentische Blick auf das mittelalterliche Rechtssystem höchst interessant – Jager konnte für seinen Roman die originale, handgeschriebene Akte mit den juristisch gültigen Zeugenaussagen einsehen, die dank des im 14. Jahrhundert benutzten robusten Pergaments sehr gut erhalten und klar leserlich waren.

An Originalschauplätzen gedreht, verströmen die epischen Bilder zusammen mit den Kostümen und der Ausstattung mittelalterliches Flair durch und durch. Wer bei „The Last Duel“ ein großes Schlachtenepos erwartet hat, wird aber etwas enttäuscht werden. Das Drama steht hier mehr als die Action im Vordergrund – allerdings: Wenn im Finale das letzte Duell ausgefochten wird, geschieht dies mit solch brachialer Gewalt und enormer Intensität, dass einem der Atem stockt. Da werden Erinnerungen an die Kämpfe aus Ridley Scotts „Gladiator“ wach.

Parallelen zu #metoo

Was der Geschichte von „The Last Duel“ für ein modernes Publikum die nötige Relevanz verleiht, ist nicht der Streit der beiden Männer, sondern die Rolle von Marguerite de Carroughes. Sie wird zur eigentlichen Heldin der Handlung, nicht die tapferen Rittersleute. In einer Zeit, als Frauen über keinerlei Rechte verfügten und nur als Gebärmaschinen sowie für den Triebabbau der Männer dienten, fasste sie den Mut, nicht zu schweigen – trotz des hohen Risikos, von ihrem Ehemann wegen Untreue getötet oder für immer öffentlich gebrandmarkt zu werden. Hier werden unübersehbare Parallelen zur #metoo-Bewegung gezogen – selbst heutzutage werden Frauen leider noch stigmatisiert, wenn sie ihre Stimmen wegen sexuellen Missbrauchs erheben. Dass es zwischen mächtigen Männern eine Art „Schweigegelübde“ bei solchen Taten gibt, wird im Film durch die Beziehung von Graf Pierre d’Alençon und Jacques Le Gris demonstriert, die sich für ihre Gelüste gern mal die Frauen teilen. Zudem will Jean de Carrouges mit dem damals schon veralteten Brauch des Gottesurteils nur seinen eigenen Namen reinwaschen und seine Ehre wieder herstellen. Das Schicksal seiner Ehefrau ist ihm relativ egal – Hauptsache sie bringt ihm einen männlichen Nachkommen auf die Welt.

Marguerite will nicht schweigen

Wenn man bedenkt, dass Matt Damon und Ben Affleck zu Beginn ihrer Karrieren stark von Harvey Weinstein profitiert haben und gefördert wurden – unter anderem wurden „Good Will Hunting“, „Dogma“ (1999) und „Der talentierte Mr. Ripley“ (1999) von dessen Firma Miramax produziert beziehungsweise verliehen –, kann man „The Last Duel“ fast als reumütiges Entschuldigungsschreiben der beiden Hollywood-Stars interpretieren. Vielleicht haben sie sich zur Buße deshalb auch solche schrägen – wenn auch historisch wohl korrekten – Frisuren für ihre Figuren auferlegt.

Ridley Scott und die Frauen

Betrachtet man die Filmografie von Ridley Scott sind solche selbstbewussten Frauenfiguren, die in typische Männerrollen schlüpfen oder sich gegen Männer behaupten, nicht ungewöhnlich: Die schon erwähnte Ellen Ripley gilt nicht umsonst als eine der ersten weiblichen Actionheldinnen der Filmgeschichte. Im gefloppten „Die Akte Jane“ (1997) will Demi Moore als Soldatin als erste Frau bei den US Navy SEALs aufgenommen werden – hartes Ausbildungsprogramm und Glatze inklusive. Dann ist da natürlich das Roadmovie „Thelma & Louise“ (1991) mit Susan Sarandon und Geena Davis, die sich als Freundinnen gegen die Unterdrückung durch die Männerwelt auflehnen. Zudem startet am 25. November Scotts „House of Gucci“ in den Kinos, in welchem Lady Gaga als Patrizia Reggiani das Modehaus Gucci zum Wanken bringt.

Gott soll sie richten!

In diese Riege passt Marguerite de Carroughes bestens hinein, hervorragend verkörpert von Jodie Comer, die dank ihrer Leistung in der grandiosen schwarzhumorigen Thrillerserie „Killing Eve“ nun den Sprung nach Hollywood geschafft hat, zuletzt in „Free Guy“ (2021). Auch Ridley Scott setzt erneut auf das Talent der Britin und besetzte sie neben Joaquin Phoenix in seinem kommenden Napoleon-Biopic „Kitbag“. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2022 beginnen. Ach, ja. Danach will der aktuell 83-jährige Ridley Scott wirklich noch „Gladiator 2“ drehen, wie er in einem Interview bekräftigte.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Ridley Scott haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ben Affleck, Matt Damon, Adam Driver, Zeljko Ivanek und Michael McElhatton unter Schauspieler.

Das Duell auf Leben und Tod beginnt

Länge: 152 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: The Last Duel
USA/GB 2021
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Matt Damon, Ben Affleck, Nicole Holofcener
Besetzung: Matt Damon, Ben Affleck, Jodie Comer, Adam Driver, Harriet Walter, Alex Lawther, Zeljko Ivanek, Michael McElhatton, Marton Csokas, Nathaniel Parker, Serena Kennedy
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Copyright 2021 by Andreas Eckenfels

Filmplakat & Trailer: © 2021 Walt Disney Studios Motion Pictures Germany,
Fotos: © 2021 20th Century Studios, Fotos 1, 3 & 4: Patrick Redmond, Foto 2: Jessica Forde

 

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Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers: Palpatines Rückkehr

Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker

Kinostart: 18. Dezember 2019

Von Volker Schönenberger

SF-Abenteuer // Wohin steigt Skywalker auf? In den Himmel? In die Macht? In die Erste Liga? Ist die deutsche Titelübersetzung womöglich ungenau? „Rise“ kann immerhin auch „Auferstehung“ bedeuten. Und welche/r Skywalker ist gemeint? Fragen, für die man nach der Sichtung von „Star Wars: Episode IX – Der Aufstieg Skywalkers“ unterschiedliche Antworten finden kann. Um Spoiler zu vermeiden, will ich darauf aber nicht weiter eingehen.

Rey perfektioniert ihre Jedi-Fähigkeiten

Keinen Spoiler stellt es dar, auf die Wiederkehr des ehemaligen Imperators Palpatine (Ian McDiarmid) hinzuweisen, wird der Sith-Lord doch bereits im traditionell zu Beginn des Films eingeblendeten Text erwähnt. An düsterer Stätte trifft Kylo Ren (Adam Driver) auf der Suche nach der Quelle der dunklen Macht auf Palpatine. Der verspricht ihm eine gigantische Flotte von Sternenzerstörern; als Gegenleistung soll Kylo dem Sith-Lord Rey (Daisy Ridley) ausliefern. Dem Sohn von Leia Organa (Carrie Fisher) und Han Solo (Harrison Ford) winkt unbeschreibliche Macht – sein Regime der Ersten Ordnung würde als „Final Order“ der Rebellion endgültig den Garaus machen.

Von der Schrottsammlerin zur Jedi-Ritterin

Rey ahnt davon anfangs nichts, die vormalige Schrottsammlerin trainiert hart, um ihre Jedi-Fähigkeiten zu perfektionieren. Doch bald schon bricht sie mit ihren wackeren Weggefährten Poe Dameron (Oscar Isaac), Finn (John Boyega), Chewbacca (Joonas Suotamo) und C-3P0 (Anthony Daniels) auf, sich der dunklen Bedrohung entgegenzustemmen.

Unsere Helden werden …

Disney ist für „Der Aufstieg Skywalkers“ auf Nummer Sicher gegangen und hat J. J. Abrams auf den Regiestuhl gesetzt, der bereits „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ (2015) inszeniert hatte. Bei „Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi“ (2017) war er lediglich als Executive Producer in Erscheinung getreten, die Regie hatte Rian Johnson („Brick“, „Knives Out – Mord ist Familiensache“) übernommen. Abrams weiß, dass er Fan-Erwartungen erfüllen muss, was angesichts der Fülle ikonischer Figuren, Motive und Elemente keine Schwierigkeit darstellt. Der aus bekannten Versatzstücken der vorherigen Soundtracks zusammenkomponierte Score von John Williams trägt dazu bei und macht das immerhin gut.

… von Sturmtruppen gejagt

Das vertraute Gefühl stellt sich natürlich zwangsläufig mit dem ersten Fanfarenstoß, dem „Star Wars“-Schriftzug und dem sich von unten ins Sternenbild schiebenden Text ein und verlässt uns bis zum Ende nicht mehr. Kylo Rens und Reys Lichtschwerter kommen ausgiebig zum Einsatz, wobei mir das Design von Kylos Waffe nach wie vor ein Schmunzeln abringt – der Oberste Anführer der Ersten Ordnung musste immerhin trainieren, wie er es vermeidet, sich im Kampf ständig die kurzen Parierstangen am Griff seines Lichtschwerts in den Oberschenkel zu rammen. Auf dem von Sand bedeckten Planeten Pasaana bekommen wir eine rasante Verfolgungsjagd mit schlittenartigen Fahrzeugen geboten, und auch die Raumschiffe bieten großen Wiedererkennungswert, angeführt natürlich vom „Millennium Falcon“.

In den Trümmern des Todessterns

Ihre Mission führt unsere Heldinnen und Helden auf einen weiteren neuen Schauplatz: den von stürmischen Ozeanen bedeckten Mond Kef Bir nicht allzu weit entfernt vom Waldmond Endor, den wir aus „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) kennen. Dort befinden sich Trümmer des zweiten Todessterns, in deren Innern sich ein dringend benötigtes Artefakt befindet.

Alter Bekannter: Lando Calrissian

Neue Figuren gibt es hüben wie drüben ein paar, sie können es jedoch an Bedeutung nicht mit Rey, Poe, Finn und Kylo Ren aufnehmen. Genannt seien General Pryde (Richard E. Grant) als erster Untergebener von Kylo Ren sowie die Amazonen Zorii Bliss (Keri Russell) und Jannah (Naomi Ackie). Beide Frauen scheinen aber in erster Linie als Love Interest für Poe Dameron und Finn installiert worden zu sein, auch wenn diese Romantik lediglich angedeutet wird. Das wirft die Frage auf, weshalb nicht Finns Beziehung zu Rose Tico (Kelly Marie Tran) ausgebaut worden ist – die beiden hatten in „Die letzten Jedi“ prima harmoniert. Hat Disney etwa Angst vor der eigenen Courage bekommen, eine sexuelle Beziehung zwischen einem Dunkelhäutigen und einer Asiatin zuzulassen, sodass Finn nun unbedingt eine Partnerin gleicher Hautfarbe an die Seite gestellt bekommen musste? Auch Spekulationen über eine Homosexualität Poe Damerons sind nun beendet. Das kann man bedauern oder ignorieren. Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sucht man vergebens, aber „Star Wars“ stand in meinen Augen immer auch für Eskapismus in Reinkultur. Wenn ich in diese Welt eintauche, dürfen die Probleme der Realität gern draußen bleiben.

Carrie Fisher ruhe in Frieden

Leia Organa hat mit wenigen Szenen durchaus tragende Bedeutung. Der Tod Carrie Fishers im Dezember 2016 stellte Produktion und Regie vor einige Probleme, die gelöst wurden, indem man nicht verwendete Aufnahmen der beiden Vorgängerfilme einmontierte. Das fällt nicht weiter auf und geht in Ordnung, „Der Aufstieg Skywalkers“ erweist der Verstorbenen in würdiger Manier die letzte Ehre. Sie ruhe in Frieden.

BB-8 findet einen Freund

Die 2014 für ihre Nebenrolle im Sklavereidrama „12 Years a Slave“ mit dem Oscar prämierte Lupita Nyong’o („Black Panther“) tritt wieder als Maz Kanata in Erscheinung, auch wenn sie als Alienwesen nicht erkennbar ist. Domhnall Gleeson („Ex Machina“) ist erneut als „First Order“-General Hux zu sehen, seine Rolle hinterließ bei mir allerdings ein Achselzucken.

Kurz vor dem Showdown beschlich mich die Furcht, auch bei „Der Aufstieg Skywalkers“ könne sich das dramatische Logikloch öffnen, eine gewaltige Bedrohung mit einer simplen Achillesferse bezwingbar zu machen. Man erinnere sich nur an die Verwundbarkeit der Todessterne, und auch die Starkiller-Basis in „Das Erwachen der Macht“ ließ sich letztlich recht einfach zerstören. Diese Gefahr umschiffte J. J. Abrams glücklicherweise dann doch, was mich aufatmen ließ. Bei ein paar Aspekten stellen sich mir andere Logikfragen, etwa die der Herkunft der neuen Sternenzerstörer-Flotte, die so gewaltig ist, dass ihr Bau kaum unbemerkt hätte bleiben können. Und auf welche Weise hat Palpatine ihre Besatzungen rekrutiert? Oder lenkt er sie mit Sith-Kräften gar selbst? Wie konnte er überhaupt aus dem Tod zurückkehren?

Ist das gut oder schlecht?

„Der Aufstieg Skywalkers“ eignet sich vorzüglich dazu, sowohl positiv als auch negativ rezensiert und rezipiert zu werden, weshalb es mir schwerfällt, mich für eine Seite zu entscheiden. An der Tricktechnik und den Effekten ist nichts auszusetzen. Derartige Welten mit einer Vielzahl exotischer Schauplätze und Figuren zu erschaffen, erfordert nach wie vor enormen Aufwand, aber so viel Know-how, Kunstfertigkeit und Fantasie haben die Studios. Abrams führt die Story der dritten Trilogie zu einem logischen Finale, so weit, so gut. Die Action inszeniert er mitreißend, sie hält das Niveau der Saga. Auch die Entwicklung der beiden wichtigsten Charaktere Kylo Ren und Rey wirkt jederzeit nachvollziehbar. Besonders Adam Driver überzeugt mit seiner Darstellung der inneren Zerrissenheit seiner Figur. Die Kluft zwischen seinem guten und bösen Ich erscheint mir zwar arg groß, denn immerhin hat er seinen Vater ermordet und ist auch sonst für jede Schandtat zu haben, aber seinerzeit wurden seinem Großvater Anakin Skywalker monströseste Missetaten verziehen – Darth Vader durfte am Ende sogar gütig lächelnd an der Seite von Yoda und Obi-Wan Kenobi eins mit der Macht sein. Daisy Ridley hat es da etwas einfacher, angesichts von Reys Güte stellt sich gar nicht erst die Frage, ob sie Kylo Rens Werben nachgeben wird. Zwar fühlt sie ein sonderbares Band zwischen ihm und ihr, das hindert sie aber nicht daran, mit Macht gegen ihn anzutreten.

Der „Millennium Falcon“ tut’s noch immer

Fanbedienung hat in „Der Aufstieg Skywalkers“ größte Bedeutung, dafür steht nicht zuletzt die Rückkehr von Lando Calrissian (Billy Dee Williams), der beizeiten wieder auf dem Pilotensitz des „Millennium Falcon“ Platz nehmen darf. Für die Star-Wars-Jünger gibt es viel zu entdecken, vor allem wiederzuentdecken. Mutig sieht anders aus, und das verhindert auch, dass „Der Aufstieg Skywalkers“ zu einem herausragenden Film wird. Episch? Ganz sicher. Von epischer Größe? Ganz sicher nicht, dafür mangelt es zu sehr an Originalität.

Das waren noch Zeiten

Ich entsinne mich, am Tag der deutschen Premiere – dem 9. Dezember 1983 – im rappelvollen Kino in Hamburg gesessen und gierig darauf gewartet zu haben, dass „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ endlich beginnt. Mehr als ein halbes Jahr zuvor hatte das vermeintliche Finale der Saga bereits seine Weltpremiere in den USA gefeiert – kein Vergleich zur heutigen Zeit mit ihren weltweiten Startterminen innerhalb weniger Tage. Wie auch immer, jedenfalls hatten wir monatelang auf dieses Kino-Großereignis hingefiebert. Derlei Larger-than-Life-Blockbuster waren damals noch deutlich rarer gesät als heute und daher so oder so etwas Außergewöhnliches. Es mag Krieg-der-Sterne-Junkies geben, die seit „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ jedes Jahr kurz vor Weihnachten unruhig auf ihrem Hosenboden hin und her rutschen, weil sie die neueste Episode oder die nächste „Star Wars Story“ nicht abwarten können, aber die Inflation der Blockbuster von Marvel über DC und Godzilla nebst King Kong usw. lässt all diese Produktionen leider beliebig erscheinen. Damit tut man und tue ich dem einen oder anderen Beitrag sicher unrecht, aber es stellt sich einfach kein Gefühl eines besonderen Erlebnisses mehr ein. Ein solches Gefühl vermitteln zumindest mir nur noch kleinere Produktionen bis hin zum Independent-Film.

Kein Wunder – bei der Besatzung

Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass sich in Cast wie Crew der Star-Wars-Saga etliche Beteiligte tummeln, die sich mit Leib und Seele diesem Projekt verschrieben haben und Herzblut investieren. Es schimmert auch immer wieder durch, sei es mittels toller Tricks oder liebevoll gestalteter Figuren. Dennoch bleibt der schale Beigeschmack, dass es Disney letztlich nur darum geht, den an George Lucas gezahlten horrenden Kaufbetrag fürs Franchise wieder hereinzubekommen.

Werden sich Zorii Bliss und …

Die Sequel-Trilogie aus „Das Erwachen der Macht“ und „Die letzten Jedi“ endet mit „Der Aufstieg Skywalkers“. Die finale Auseinandersetzung erscheint mir dem angemessen und bildet einen echten Schlussstrich. Wobei es meiner Ansicht nach den Disney-hauseigenen Konkurrenten von Marvel besser gelungen ist, die Vorgängerfilme so zu inszenieren, dass alles auf den gigantischen Showdown in „Avengers – Endgame“ hinausläuft, was dazu führte, dass dieser an den Kinokassen explodierte und sogar „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ als erfolgreichsten Film überhaupt ablöste. Im direkten Vergleich ist „Endgame“ fürs Marvel Cinematic Universe deutlich höher einzuschätzen als „Der Aufstieg Skywalkers“ für die Krieg-der-Sterne-Welt.

Wie geht es weiter im „Star Wars“-Universum?

Bleibt abzuwarten, welche Ideen den Machern dereinst für etwaige Episoden X, XI und XII und weitere Star Wars Storys kommen werden, so es denn dazu kommen wird. Im Kino pausiert der Krieg der Sterne vorerst, die Jedi-Jünger können aber auf Serien ausweichen: Der vielgepriesene Ableger „The Mandalorian“ ist zeitlich zwischen „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ und „Das Erwachen der Macht“ angesiedelt. Für 2021 ist eine Prequel-Serie zu „Rogue One – A Star Wars Story“ angekündigt, auch eine Obi-Wan-Kenobi-Serie ist in Planung. Der Krieg der Sterne kennt kein Ende.

… Jannah der Rebellion anschließen?

George Lucas’ Prequel-Trilogie „Die dunkle Bedrohung“ (1999), „Angriff der Klonkrieger“ (2002) und „Die Rache der Sith“ (2005) hatte seinerzeit viel Kritik auf sich gezogen, wobei sich die Fangemeinde längst damit abgefunden hat. Wird sich die jüngste Trilogie mit den Episoden VII, VIII und IX dereinst in puncto Anerkennung zwischen den beiden vorherigen platzieren oder gar hinter den Prequels zurückbleiben? Das vermag ich nicht zu beurteilen. Die Zeit wird es zeigen.

Kylo Ren erliegt der Verlockung der Macht …

Den „Krieg der Sterne“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Carrie Fisher und Lupita Nyong’o sind unter Schauspielerinnen aufgeführt, Filme mit Adam Driver, Harrison Ford, Domhnall Gleeson, Richard E. Grant, Mark Hamill, Oscar Isaac, James Earl Jones und Dominic Monaghan in der Rubrik Schauspieler.

… und tritt erneut gegen Rey an

Länge: 141 Min.
Altersfreigabe: FSK
Originaltitel: Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker
USA 2019
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: Chris Terrio, J. J. Abrams
Besetzung: Adam Driver, Daisy Ridley, Oscar Isaac, Billie Lourd, Keri Russell, Mark Hamill, Ian McDiarmid, Kelly Marie Tran, Lupita Nyong’o, Domhnall Gleeson, John Boyega, Billy Dee Williams, Joonas Suotamo, Dominic Monaghan, Richard E. Grant, Anthony Daniels, Naomi Ackie, Carrie Fisher, Mark Hamill, Harrison Ford, James Earl Jones (nur Stimme)
Verleih: Walt Disney Studios Motion Picture Germany

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2019 ILM & Lucasfilm Ltd. All rights reserved.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2019/12/18 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Jim Jarmusch (III): The Dead Don’t Die – Zombies in Starbesetzung

The Dead Don’t Die

Kinostart: 13. Juni 2019

Von Anja Rohde

Horror(komödie) // Was haben dieses Blog und der neue Film von Jim Jarmusch gemeinsam? Beide Macher nutzten George Romeros Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“ als Inspiration! Volker Schönenberger lässt beim Titel seines Weblogs keine Zweifel daran, welches Filmgenre er gut leiden mag und welcher Film ihn da wohl besonders beeindruckte, und auch Jim Jarmusch scheint diesen Zombie-Klassiker nicht nur einmal gesehen zu haben, so viele nette kleine Reminiszenzen finden sich in seinem aktuellen Werk.

Jim Jarmusch und Zombies – funktioniert!

Eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der in allen Genres beheimatete Jarmusch sich endlich Zombies annehmen würde. Nach dem psychedelischen Western „Dead Man“, dem Samurai-Gangsterdrama „Ghost Dog – Der Weg des Samurai“, dem existentialistischen „Limits of Control“, dem Liebesfilm „Broken Flowers“ und dem sensationellen Vampirfilm „Only Lovers Left Alive“ dürfen nun Horden von Untoten durch einen Jarmusch-Film wanken.

Da kommen sie aus ihren Gräbern

Warum? Weil die Menschen durch „Polar Fracking“ die Erde kaputt gemacht haben. Da sich die Erdachse verschoben hat, wird es erst nicht dunkel, dann drehen die Haustiere durch, und als es doch endlich Nacht wird, erheben sich die Toten aus ihren Gräbern. Das ist physikalisch schwer erklärbar, aber welcher Zombiefilm liefert schon eine logische Begründung für das Phänomen? Dass die Menschheit selbst an ihrem Unglück schuld ist, welcher Art auch immer es sein mag, das jedenfalls steht ja wohl außer Frage.

Lieblingslied der jungen Frau in der Mitte: „The Dead Don’t Die“

Im Moment der Katastrophe befinden wir uns in Centerville. Diese Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, besteht aus einer langen Straße mit den wichtigsten Einrichtungen (ein Diner, ein Werkzeugladen, eine Tankstelle, ein Motel) und wird bewacht von einem Polizeitrio, welches sich ein Einraumbüro teilt, in das die Gefängniszellen locker eingebaut sind. So richtig viel zu tun gibt’s nicht, mal ist ein Streit zu schlichten, mal eine Tote aufzubewahren (in einer der Zellen), bis die Bestatterin Zeit hat.

Wie tötet man Untote?

Schnell überschlagen sich die Ereignisse, denn mit einer Zombie-Epidemie war nicht zu rechnen. Polizist Ronald Peterson (Adam Driver) ist schnell klar, dass es nichts anderes sein kann und dass die Sache bestimmt nicht gut ausgehen wird (ein Satz, den er mantramäßig den ganzen Film über wiederholen wird – ob er wohl recht behält?); sein Chef Cliff Robertson (Bill Murray) ist erst skeptisch, dann aber Bill-Murray-mäßig stoisch und unerschrocken. Mindy Morrison (Chloë Sevigny) gibt den unglücklichen und überforderten Gegenpart, schlägt sich aber wacker.

Farmer Miller sucht seine Tiere

Denn natürlich muss die Polizei das Städtchen beschützen, und natürlich weiß Peterson, was zu tun ist: Kopf ab! Hierbei zeigt sich eine erste Spezialität der Jarmuschschen Zombies: Da er sie laut eigener Aussage „bloodless and fluidless“ haben wollte, entweicht nur eine kleine Wolke schwarzer Rauch aus ihren abgetrennten Torsi.

„Kill the Head!“

Noch schöner ist allerdings die Idee, allen Zombies einen eigenen Charakter mitzugeben, indem sie mit dem Wunsch nach etwas, das ihnen auch im Leben viel bedeutete, zum Leben erwachen. Das kann ihr Lieblingsgetränk sein (bei dem einen Kaffee, bei der anderen Chardonnay) oder auch die Suche nach WLAN – und bei dieser Sorte Zombies sieht man gleich, dass sich Jarmusch an echten Menschen orientieren konnte. Wer kennt sie nicht, die Leute, die mit stierem Blick auf ihr Smartphone durch die Straßen schlurfen und den Rest um sich herum vergessen? „We’re all attached to things in the material world and we’re all zombies in one form or another — it’s not a huge stretch that we would yearn for those exact same things if we were re-animated.“ (Carter Logan, der zusammen mit Jarmusch in der Band „SQÜRL“ spielt, die für den Soundtrack dieses Films verantwortlich zeichnet.)

Iggy Pop – Zombie der Herzen

Ein besonderer Blick lohnt sich bei einem der beiden Kaffeezombies. Wer den Trailer gesehen und freudig festgestellt hat „Iggy Pop als Zombie! Was für eine sensationelle Besetzung!“, wartet sehnsüchtig auf den ersten Auftritt – und denkt vielleicht, na, den musste man wohl gar nicht sehr herrichten. Weit gefehlt! Zwar wurde seine Frisur laut Produktionsnotizen weitesgehend unangetastet gelassen, und auch das Make-up ging wohl recht flott von der Hand, nur ein paar Verkrustungen und Melierungen wurden aufgemalt, aber Jarmusch bemerkte: „Iggy looks too healthy to be a zombie, you need to rough him up“. Und so bekam der sehnige, jung gebliebende Körper ein Latex-Airbrush, um alt und tot zu wirken. Umso herrlicher, ihn dann auf der Suche nach Kaffee ins Diner wanken und sich das Zeug kannenweise ins Gesicht schütten zu sehen.

Die Frisur sitzt: Iggy Pop

Der andere Kaffeezombie ist übrigens Sara Driver, die wir als Production Managerin der ersten Jarmusch-Filme „Permanent Vacation“ und „Stranger Than Paradise“ kennen. Die Liste der Promis in kleinen Rollen hört damit nicht auf. Eszter Balint, das zauberhafte Teenagermädchen aus „Stranger Than Paradise“ spielt die Wirtin des Diners. RZA vom Wu-Tang Clan gibt den UPS-, nein WuPS-Fahrer, und Teenie-Star Selena Gomez ist die jugendliche Touristin, die, verzeiht mir den Spoiler, auch als abgeschlagener Zombiekopf noch gut aussieht.

Staraufgebot bis zum Abwinken

Wer möchte nicht in einem Jarmusch-Film mitspielen? Mit einem derart beeindruckenden Cast musste der Film einfach gut werden. Dass Bill Murray jeden Film aufwertet, braucht man gar nicht zu erwähnen. Ähnlich ist es mit Tilda Swinton, die allerdings im Gegensatz zu Murray, der ja doch immer sehr ähnliche, lakonische Rollen gibt, wieder etwas völlig Neues aus dem Hut zaubert: Bestatterin Zelda Winston ist freundlich, aber extrem seltsam – was ihre Umgebung einfach damit erklärt, dass sie Schottin sei. Ach so. Warum sie allerdings überirdisch gut mit dem Samuraischwert umgehen kann, darf an dieser Stelle nicht verraten werden.

Aufmerksam und weise: Hermit Bob

Steve Buscemi! Wie viele Kotzbrocken hat der schon gespielt, und nun kommt ein neuer hinzu. Als rassistischer, polemischer Farmer mit „Keep America White Again“-Baseballkappe überzeugt er ebenso wie Tom Waits, der mit zunehmendem Alter ein immer besserer, weil immer kauzigerer Schauspieler wird. Sein „Hermit Bob“ lebt im Wald und beobachtet das Geschehen in Centerville mit Abstand – und Weisheit. Seine Erzählstimme bleibt im Gedächtnis.

Centerville und andere Nettigkeiten

Hallo Musikfans, klingelt’s beim Namen „Centerville“? Genau. Im Musikfilm „200 Motels“ über das Tourleben einer Rockband beschreibt Frank Zappa den Ort Centerville, durch den sie auf ihrer Fahrt kommen, als „A Real Nice Place to Raise Your Kids Up“, und als Hommage platziert Jarmusch den Slogan „A Real Nice Place“ auf dem Ortsschild von Centerville. Nice!

Zelda kann mit einem Schwerthieb mehrere Zombies niederstrecken

Der Titelsong „The Dead Don’t Die“ des traditionellen US-Countrysängers Sturgill Simpson begleitet uns durch den Film. Er läuft im Radio, die CD gibt’s in der Tanke zu kaufen, und dann läuft er erneut im Auto. Dafür gibt es Gründe … Und auch hier gibt es eine zauberhafte Anekdote: Der Zombie, der „Guitar!“ murmelnd sein Saiteninstrument hinter sich her zieht, wird natürlich von Simpson verkörpert.

„Having already appeared in what I consider to be the greatest zombie movie of all time, ,Zombieland‘, I felt like ,The Dead Don’t Die‘ could almost typecast me. Maybe I’ll become synonymous with the zombie horror genre!“ (Bill Murray, mit Chloë Sevigny und Adam Driver)

Besonderen Spaß machen einige Textpassagen auf der Metaebene, die hier nicht zitiert werden sollen, um selbigen nicht zu verderben. Einfach selbst gucken und freuen!

Sinn und Unsinn

Einige Kritiken, die man im Netz schon über „The Dead Don’t Die“ finden kann, fragen nach dem Sinn des Films. Da kann man sich diverse schöne Sachen ausdenken: der Gesellschaft den Spiegel vorhalten, allgemein die Lage der Nation Amerika, vielleicht auch zeigen, dass es Menschen gibt, die auch in der größten Katastrophe nicht den Humor verlieren. In den Produktionsnotizen ist zu lesen, der Film wolle die inhaltliche Interpretation komplett dem Publikum überlassen – warum auch nicht, schließlich funktionieren viele Kunstwerke so. Und ganz vielleicht hatten Jim Jarmusch und sein illustres Team auch einfach Bock drauf, einen guten Zombiefilm zu drehen. Das ist gelungen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Jim Jarmusch haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Tilda Swinton unter Schauspielerinnen, Filme mit Steve Buscemi, Adam Driver, Danny Glover, Caleb Landry Jones und Bill Murray in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 103 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: The Dead Don’t Die
USA/SWE 2019
Regie: Jim Jarmusch
Drehbuch: Jim Jarmusch
Besetzung: Bill Murray, Tilda Swinton, Adam Driver, Chloë Sevigny, Steve Buscemi, Tom Waits, Iggy Pop, Selena Gomez, Danny Glover, Rosie Perez, RZA, Caleb Landry Jones, Austin Butler, Eszter Balint, Carol Kane
Verleih: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2019 by Anja Rohde

Filmplakate & Trailer: © 2019 Universal Pictures Germany GmbH,
Szenenfotos: © 2019 Image Eleven Productions, Inc.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2019/06/10 in Film, Kino, Rezensionen

 

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