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Sidney Lumet (III): Tödliche Entscheidung – Im Teufelskreis des verpatzten Raubzugs

Before the Devil Knows You’re Dead

Von Tonio Klein

Krimidrama // Ist jeder zu allem fähig? „Tödliche Entscheidung“ beantwortet die Frage relativ eindeutig mit „ja“. Schon nach wenigen Minuten zeigt der Film einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft. Der Täter flucht wild herum, scheint nicht besonders professionell zu sein, lässt sich anschließend von der älteren Dame, die im Geschäft Dienst tat, über den Haufen schießen, nicht ohne sie zuvor ins Koma geschossen zu haben. Es ist klar: Dieser Film wird nicht das klassische Heist-Movie sein, in dem der Raubzug auch immer etwas Erhabenes, Kunstvolles, Witziges oder in seiner Brutalität Monströses hat. Hier ist nichts larger than life.

Folgen des Raubmordes, bis es kein Halten mehr gibt

In den darauffolgenden gut 100 Minuten zeigt der Film in nicht linearer Erzählweise das Davor und Danach des Raubes, wiederholt teilweise Szenen, setzt aber bei jedem Kapitel eine andere Person ins Zentrum. Es zeigt sich: Wer keine Probleme hat, der macht sich welche, und wozu braucht man eigentlich die Gewalt der Tat, wenn man schon in einer Gewalt der Familie gefangen ist? Dies führt dazu, dass ganz gewöhnliche Menschen zu etwas Ungewöhnlichem fähig werden, ja sie verstricken sich immer tiefer in ihre Probleme, und das verpatzte Verbrechen setzt einen Teufelskreis ungeahnten Ausmaßes in Gang.

Der Kintopp-Traum von Rio

Andy (Philip Seymour Hoffman) und Hank (Ethan Hawke) sind Brüder, die trotz jeweils eines offenbar anständig dotierten Bürojobs ihre Probleme haben. Hank ist ständig mit den Unterhaltszahlungen im Rückstand, und seine Ex lässt ihn deutlich spüren, dass sie ihn für einen Loser hält. Er braucht dringend Geld, auch um sich die Liebe der Tochter in einer Welt zu erkaufen, in der nur das Materielle zählt. Andy ist schwer drogensüchtig und sowieso frustriert; er fühlte sich zeitlebens vom Vater ungeliebt, in der Ehe mit Gina (Marisa Tomei) läuft es nicht mehr, obwohl das weder bei Ginas Verhalten noch ihrem Aussehen groß einleuchtet. Es ist wohl einfach die Suche nach dem Kick nach 13 Jahren kinderloser Ehe, im Bett mit Gina wie beim Dealer. Den Kick hatte Andy während eines Rio-Urlaubs, und seine schlichte Weltsicht ist aus falschem Kintopp zusammengeklaut: Er zitiert Stanley Donens Komödie „Schuld daran ist Rio“ (1984) und glaubt ernsthaft, sein Glück wiederherstellen zu können, wenn er aussteigt und dauerhaft in Rio mit Gina lebt. Dass Brasilien und die USA kein Auslieferungsabkommen geschlossen haben, wissen die beiden bezeichnenderweise ebenfalls aus einem Film.

Wer Geld nicht nur will, sondern braucht, hat ein Problem

Die für die Auswanderung nach Rio nötigen Tantiemen soll der Raubzug bringen, doch wenn es im Kino heißt, das sei ein todsicheres, einfaches Ding, bei dem niemand zu Schaden komme, dann ist das Gegenteil wahr. Bloß hat das vielleicht noch niemand so radikal und unglamourös gezeigt wie Sidney Lumet, der Mann, der nach Fernseh-Lehrjahren schon 1957 als Kino-Regisseur debütierte. Von Altersmilde keine Spur! Der Regisseur seziert messerscharf menschliche Schwächen und familiären Druck, dass es einem die Kehle zuschnürt. Das überfallene Geschäft ist nämlich dasjenige der Eltern von Hank und Andy, die eingangs erwähnte ältere Dame ist ihre Mutter, die an dem Tag eigentlich nicht hätte im Laden sein sollen und wenige Tage später sterben wird. Am Ende werden einige Personen gestorben sein, oder sonstwie zerstört von Willensschwäche oder umgekehrt Verbitterung und Hass.

Stilistisch ist „Tödliche Entscheidung“ äußerst interessant und dabei nie selbstzweckhaft. Die einzelnen Rückblenden und Perspektivwechsel werden durch ein schnelles Hin- und Herspringen zwischen der ausgehenden und der beginnenden Ebene eingeleitet, dadurch anzeigend, dass die Vergangenheit die Protagonisten nicht loslässt. Lumet hatte dieses Stilmittel nach eigenem Bekunden für „Der Pfandleiher“ (1965) erfunden: In einer Szene geht eine New Yorker U-Bahn dergestalt über in einen KZ-Deportationszug (das Trauma des Protagonisten). Weitere Auffälligkeiten: Lumet bedient sich zwar häufig des gleißenden Lichts und der Weitwinkelfotografie, aber hell und weit ist hier nichts, eher kann die Sonne blenden und können die Räume erdrücken, wenn sie durch Weitwinkel größer erscheinen und den Menschen darin verloren wirken lassen. Den gleichen Effekt hat die bei Lumet öfter einmal verwendete Tiefenschärfe, bei der zum Beispiel auch eine Hauptfigur im Hintergrund scharf gehalten wird, statt sie durch einen Zoom oder Schnitt näher heranzuholen. Lumets Figuren sind meist erbärmliche Wichte, aber mit der Kraft zur (Selbst-)Zerstörung tragischen Ausmaßes, die jedoch wie der Raub völlig ihrer Kontrolle entgleitet. Daher erscheint es angemessen, Personen ab und an ganz klein und Gegenstände (Umstände?) ganz groß werden zu lassen. Völlig verloren wirkt Andy beispielsweise, wenn er durch die riesige, kühle, gestylte Wohnung seines Dealers wandelt. Minutenlang folgt die Kamera dem Umherirrenden, verloren Wirkenden. Dass wir dabei als fast einziges Geräusch Scott Bradys lustige Musik eines alten MGM-Cartoons hören, ist so fehl am Platze, dass wir besonders deutlich wahrnehmen, wie fehl am Platze sich Andy an diesem Ort und in seinem Leben fühlt.

Bei Schimanski ist „Scheiße“ cool

Weitere Stilmittel transportieren diese Trostlosigkeit. Es ist auffällig, wie oft in „Tödliche Entscheidung“ geflucht und „Scheiße“ gesagt wird, wobei die Figuren genau der Coolness beraubt sind, mit der charismatische Tarantino-Figuren oder coole Bullen wie Schimanski fluchen. Lumets Protagonisten sind einfach nur billig und ordinär, dabei zudem höchst unkontrolliert. Sie wirken dadurch verdammt normal. Ihre äußere Situation ist gar nicht so weit außerhalb unserer Vorstellungswelt, anders als beispielsweise bei Berufskillern, bei denen es mir immer ein bisschen aufgesetzt vorkommt, wenn etwa Tarantino durch bewusst blödsinnige Dialoge sagen will, dass Killer auch nur Menschen sind. Der Tarantinovergleich liegt durch die nichtlineare Erzählweise nahe, obwohl sich beide Regisseure stark unterscheiden. Lumet macht etwas völlig anderes: Bei ihm werden nicht Killer zu normalen Menschen, sondern normale Menschen zu Killern und Räubern. In dieser Tragik, die sich aus dem Gewöhnlichen entwickelt, steckt eine beunruhigende Kraft: Jeder kann zu allem fähig sein, auch du, auch ich. Sogar alte Menschen (die wir ja häufig mit „nett“ assoziieren, wenn es nicht gerade Altnazis sind); sie sind Berufshehler oder aber entwickeln ebenfalls Abgründe, so wie Charles (Albert Finney), der Vater von Andy und Hank. Zu dieser Vaterfigur folgt im nächsten Absatz ein Spoiler. Der Schluss des Films ist brillant, wie überhaupt das ganze Werk (ob man es mag, dass Carter Burwells Musik nur von einem einzigen, leicht variierten Thema lebt, ist Ansichtssache). Und wer es noch etwas genauer wissen will, der gehe nun zum nächsten Absatz über.

Familiendrama mit falschen Verbindungen

Das Ende scheint mir bemerkenswert, weil Lumet hier noch einmal seine gnadenlose Essenz auf die Spitze treibt und gleichzeitig seinen Stil symbolisch überhöht, ihm aber dennoch treu bleibend. Hank kann von einem Tatort entkommen, der Film lässt sein Schicksal offen, weil er sich eher für die Abgründe der Familie als für den Krimi interessiert. Andy ist angeschossen und wird von seinem Vater Charles ermordet, der mittlerweile weiß, dass Andy indirekt für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist. Lumet zeigt in dieser Szene nicht nur, dass Altersmilde Andy nicht mehr retten kann, sondern dass sie auch Charles nicht mehr retten kann, denn mit seinem Akt zerstört sich Charles zugleich selbst. Zunächst überlistet er den Schwesternnotruf, indem er sich bei der Tat den Herzfrequenzmesser einfach selbst an die Brust klemmt; so werden gleichzeitig beide Figuren parallelisiert und vereint. Charles setzt seine Herzschläge an die Stelle derer von Andy. Er IST in diesem Moment Andy, genauso verbittert wie Andy über die beiderseits kaputte Vater-Sohn-Beziehung. Wenn Andy dann tot ist, geht Charles fort, und das den ganzen Film prägende gleißende Licht wird in der langen Fluchtperspektive des Krankenhausflures noch weißer, bis alles gleißend hell ist. Soll dies nicht angeblich der Gang sein, den man beim Übertritt vom Leben in den Tod passiert? Ist Charles nicht mit der Tat ebenfalls im übertragenen Sinne gestorben? Ich denke: ja, aber sein geistiger Tod wird ihm nicht Erlösung oder gar himmlische Verheißung sein. Denn als das Bild gänzlich weiß ist, folgt ein Schnitt, und dann ist es abrupt völlig schwarz. Abspann. In jeder Hinsicht das Ende.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Sidney Lumet haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Marisa Tomei unter Schauspielerinnen, Filme mit Ethan Hawke, Philip Seymour Hoffman und Michael Shannon in der Rubrik Schauspieler.

Friedhof? Den Tod wird’s geben, aber keinen Frieden

Veröffentlichung: 10. Oktober 2008 als Blu-ray und DVD

Länge: 117 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Before the Devil Knows You’re Dead
USA 2007
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Kelly Masterson
Besetzung: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Michael Shannon, Marisa Tomei, Amy Ryan, Sarah Livingston, Rosemary Harris
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Regisseur Sidney Lumet und den Darstellern Ethan Hawke & Philip Seymour Hoffman, „How the Devil was made“ (25 Min.), Behind the Scenes (10 Min.), deutscher Trailer, Originaltrailer
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2020 by Tonio Klein

Szenenfotos & oberer Packshot: © 2008 Koch Films

 

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Wolfen – 80er-Horror mit den Augen der Tiere

Wolfen-Cover

Wolfen

Von Volker Schönenberger

Horror // Manche Filme werden an den Kinokassen schlicht verkannt, erst die Zeit macht sie zum Klassiker. Ganz sicher gilt das für „Wolfen“, dem 1981 kein Erfolg beschieden war und der sich erst über die Jahre und Videotheken seinen verdienten Ruf als intelligenter Hochspannungs-Horror erarbeitet hat. Das liegt nicht zuletzt an der großartigen Idee, immer wieder Sequenzen mit subjektiver Wärmebildkamera einzufügen, die den Blick der Kreaturen abbilden – eine 1987 auch in „Predator“ mit Arnold Schwarzenegger ebenso perfekt verwendete Technik.

Aufgrund des Filmtitels weiß der Zuschauer von vornherein, um was für Kreaturen es sich handelt, die New York heimsuchen. Die Protagonisten wissen es zu Beginn noch nicht. Erste Opfer sind ein Immobilienmagnat, seine Frau und der Leibwächter der beiden. Sie werden des Nachts im Battery Park an der Südspitze Manhattans angegriffen und getötet.

Terror in der Bronx

Ex-Cop Dewey Wilson (Albert Finney) wird reaktiviert. Seine Ermittlungen führen ihn und die Psychologin Rebecca Neff (Diane Venora) in den heruntergekommenen Stadtteil Bronx, wo Wilson Rebecca knapp vor einer kaum greifbaren Bedrohung rettet. Der Gerichtsmediziner Whittington (Gregory Hines) findet an einigen der verstümmelten Leichen Tierhaare, die er nicht zuordnen kann.

Bald darauf erkennt ein Zoologe, woher sie stammen: von canis lupus, dem Wolf – allerdings keiner der bekannten Unterarten. Der vorbestrafte Indianer Eddie (Edward James Olmos) tischt Wilson eine Geschichte über Gestaltwandler auf, doch die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Erst „Woodstock“, dann „Wolfen“

Kaum zu glauben: „Wolfen“ markiert Michael Wadleighs einzige Spielfilm-Regiearbeit. 1969 inszenierte er den „Woodstock“-Film, sonst nichts. Ein Jammer, beweist er mit dem urbanen Horrorfilm doch ein Händchen für Dramaturgie, Spannungsaufbau und Originalität. Wadleighs Erfahrung als Kameramann kommt „Wolfen“ sehr zugute, die Kamerafahrten und Perspektiven sind brillant, nicht nur die der oben erwähnten subjektiven Kamera aus Wolfssicht.

Die übrige Tricktechnik hält heutigen Maßstäben nicht mehr ganz stand, was besonders bei einer Attacke auf Wilsons Vorgesetzten Warren (Dick O’Neill) kurz vor dem Finale deutlich wird. Das stört aber nicht im Übermaß, viel spielt sich ohnehin im Halbdunkel oder im Kopf des Zuschauers ab. Die Angriffe sind jedenfalls rasant, die Folgen drastisch und blutig, Splatter-Fans kommen punktuell auf ihre Kosten.

Score von „Titanic“-Komponist James Horner

Musikalisch wird der Film perfekt und unaufdringlich untermalt, der Score passt sich stets der Dramaturgie an. Komponist James Horner ist seit 1987 immerhin zehn Mal für Oscars nominiert worden, 1998 gewann er die Trophäe gleich zwei Mal: für den von Céline Dion interpretierten Song „My Heart Will Go On“ und den Score von „Titanic“.

Wenn Wilson am Ende das Modell eines überdimensionierten Bauprojekts zerstört, wird die politisch-ökologische Botschaft etwas dick aufgetragen, bis dahin hat Wadleigh seine Intentionen aber perfekt umgesetzt. „Wolfen“ verpackt seine intelligente Geschichte in jederzeit hoch spannenden Horror, dem der Zahn der Zeit kaum etwas angetan hat. In den USA ist der Film bereits auf Blu-ray erschienen, höchste Zeit für eine Neuveröffentlichung bei uns – die DVD von 2006 ist schon lange im Handel vergriffen.

Veröffentlichung: 13. Oktober 2006 als DVD

Länge: 109 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Wolfen
USA 1981
Regie: Michael Wadleigh
Drehbuch: David Eyre, Michael Wadleigh, nach dem Roman von Whitley Strieber
Besetzung: Albert Finney, Diane Venora, Edward James Olmos, Gregory Hines, Tom Noonan, Dick O’Neill, Peter Michael Goetz, Sam Gray, Tom Waits
Zusatzmaterial: keins
Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

 
 

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Ridley Scott (II): Ein gutes Jahr – Sinneswandel in der Provence

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A Good Year

Von Simon Kyprianou

Liebeskomödie // Der Film beginnt mit einer Rückblende: Als kleiner Junge verbringt Max Skinner (Freddie Highmore) die Ferien auf dem Weingut seines Onkels (Albert Finney) in der Provence. Das nächste Mal sehen wir Max in London, wo er sich zu einem kalten Wirtschafts-Manager (Russell Crowe) entwickelt hat. Eines Abends erfährt er vom Tod seines Onkels, der ihm das Weingut vermacht hat. Also reist Max widerwillig in die Provence, um es zu verkaufen. Doch natürlich kommt alles ganz anders.

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Kindheit in der Provence

„Ein gutes Jahr“ ist ein ungewöhnlicher Film in Ridley Scotts Werk, das ja eher von Thrillern, Historienepen und Science-Fiction dominiert wird. Die Verfilmung von Peter Mayles Roman „Ein guter Jahrgang“ ist von Kontrasten geprägt: Die Kindheit wird dem Erwachsensein gegenübergestellt, die Finanzwelt dem einfachen Leben und London der Provence.

Ein_gutes_Jahr-07

Aus dem coolen Manager …

Max Skinner ist ein Mann, der genau wegen dieser Gegensätze innerlich zerrissen ist. Natürlich verliebt er sich bei seiner Rückkehr in die Provence in eine hübsche Französin (Marion Cotillard, „Zwei Tage, eine Nacht“), natürlich macht er nach und nach einen Sinneswandel durch. Ridley Scott frisst sich geradezu fest, in jedem nur erdenklichen Klischee – man kann die Komödie beinahe schon als lustvolles Spiel mit den Genre-Klischees sehen.

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… wird ein Genießer …

Man könnte „Ein gutes Jahr“ sicher in Grund und Boden stampfen, ist er doch einer dieser unsäglichen Wohlfühlfilme ohne Fallhöhe, ohne Aufrichtigkeit dem Leben gegenüber. Schlimmer sind freilich jene Vertreter, die sich ein Thema wie Rassismus („Ziemlich beste Freunde“) oder eine schlimme Krankheit („Honig im Kopf“) zu eigen machen und es in ihrer Unehrlichkeit verhandeln. Scotts Film ist dann doch zu frivol, zu spaßig, und zu harmlos, als das man ihn nicht mögen könnte – jongliert er doch ausschließlich mit unverfänglichen Themen. Ja, er erzählt sogar eine schöne Geschichte, deren utopischer Charakter von Scott stets mit augenzwinkernd-ironischer Regie kommentiert wird. Gut inszeniert und gut gespielt ist er sowieso. Auch Marc Streitenfelds Soundtrack macht Spaß. Herausgekommen ist ein durch und durch vergnüglicher Film.

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… der es sich gut gehen lässt

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Ridley Scott sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Marion Cotillard und/oder Russell Crowe in der Rubrik Schauspielerinnen bzw. Schauspieler.

Veröffentlichung: 5. Februar 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 117 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch u. a.
Originaltitel: A Good Year
USA/GB 2006
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Marc Klein, nach einem Roman von Peter Mayle
Besetzung: Russell Crowe, Marion Cotillard, Abbie Cornish, Albert Finney, Freddie Highmore, Rafe Spall, Richard Coyle, Archie Panjabi, Tom Hollander
Zusatzmaterial: Erweiterter Wiedergabemodus: Postkarten aus der Provence, Promo: Russell Crowe und Ridley Scott, Kinotrailer, TV-Spots, Musikvideos
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Ein_gutes_Jahr-04

Die Liebe, die Liebe …

Copyright 2015 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2015 Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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