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Frankensteins Höllenmonster – Darth Vader als haariges Ungetüm

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Frankenstein and the Monster from Hell

Von Volker Schönenberger

Horror // Ein verkommenes Subjekt öffnet auf einem Friedhof ein Grab und stiehlt sich mit der Leiche davon. Er bringt es zu Dr. Simon Helder (Shane Briant). Der junge Arzt veranstaltet mit Verstorbenen merkwürdige Experimente. Zu merkwürdig für die Obrigkeit: Weil ein Polizist dem Leichenräuber vom Friedhof gefolgt ist, wird Helder erwischt und in eine geschlossene Einrichtung für geistesgestörte Kriminelle eingewiesen. Der Anstaltsarzt Dr. Carl Victor (Peter Cushing) erkennt das Talent seines neuen Insassen und macht ihn zu seinem Assistenten.

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Dr. Simon Helder wird verurteilt

Der Kreis schließt sich: 1957 drehte Regisseur Terence Fisher (1940–1980) mit „Frankensteins Fluch“ den ersten Farbfilm der Hammer Studios und leitete damit die Ära der schaurigen Hammer-Produktionen ein. „Frankensteins Höllenmonster“ ist der fünfte und letzte Hammer-Frankenstein-Film – und Fishers letzte Regiearbeit. Außer den fünf Frankenstein-Filmen stehen für ihn auch „Dracula“, „Die Rache der Pharaonen“, „Der Fluch von Siniestro“ und andere Hammer-Perlen zu Buche. Was wäre die Produktionsfirma ohne Terence Fisher?

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Dr. Victor entpuppt sich als Dr. Frankenstein

In „Frankensteins Höllenmonster“ packt er noch einmal alles aus, was möglich ist. Das ist budgetbedingt deutlich weniger als vormals, was sich speziell an der titelgebenden Kreatur bemerkbar macht – die Maske wirkt nicht rund, das Kostüm des stark behaarten Wesens unfreiwillig komisch. Darunter verbirgt sich immerhin eine interessante Personalie: David „Darth Vader“ Prowse, der bereits 1970 in „Frankensteins Schrecken“ bei Hammer in die Rolle des Monsters geschlüpft war.

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Ersatzhände sind problemlos zu beschaffen

Die Handlung spielt sich über weite Strecken in den Räumen von Dr. Victor ab, der sich zügig als Dr. Frankenstein entpuppt. Das macht das Ganze ein wenig eintönig. Dafür ist „Frankensteins Höllenmonster“ deutlich drastischer, als wir es von Hammer gewohnt sind. Eine Augapfel-Sammlung, eine Leiche, der die Hände amputiert worden sind, eine Operation am offenen Hirn – bemerkenswert. Seine Momente hat der Film auf jeden Fall: Wenn die entfesselte Kreatur ein Grab öffnet und sich quasi selbst erblickt – Frankenstein und Helder hatten dem Toten das Hirn entnommen und es der Kreatur eingepflanzt –, so bekommt man den Hauch einer Ahnung davon, dass Mary Shelley seinerzeit mit ihrer Romanvorlage „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ auch eine Aussage über die Verantwortung des Forschers gemacht hat. Das Ende ist Splatter. „Frankensteins Höllenmonster“ sieht so höllisch nun nicht aus und ist sicher nicht unter den Spitzenproduktionen des Studios anzusiedeln, als Abgesang aber aller Ehren wert.

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Die Kreatur ist nichts weiter als ein Versuchskaninchen …

Was die Blu-ray von Anolis Entertainment angeht, fällt es schwer, etwas anderes zu schreiben als über vorherige Mediabooks (eine Softcase-Version ist ebenfalls erschienen), also fasse ich mich kurz: Bild und Ton, haptische Anmutung des Mediabooks, Zusatzmaterial, die Booklettexte von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad – alles aus einem Guss. Kurz überlegt, ob ich aus dem Booklet etwas abschreibe, um meinen Text mit fremden Federn aufzuwerten, aber ach was: Beschafft euch das Teil! Wer Hammer etwas abgewinnen kann, muss hier zuschlagen. Die einzig wahre Adresse für Hammer-Veröffentlichungen in Deutschland ist Anolis!

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… aber einmal losgelassen, kennt sie keine Gnade

Die Anolis-Entertainment-Reihe mit Produktionen von Hammer Films haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Terence Fisher sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Peter Cushing in der Rubrik Schauspieler. Ein lesenswerter Text zu „Frankensteins Höllenmonster“ findet sich auch bei den Kollegen von Evil Ed.

Veröffentlichung: 9. September 2016 als Blu-ray im Mediabook und Blu-ray, 19. August 2004 als DVD (E-M-S)

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 91 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Frankenstein and the Monster from Hell
GB 1974
Regie: Terence Fisher
Drehbuch: Anthony Hinds (als John Elder)
Besetzung: Peter Cushing, Shane Briant, Madeline Smith, David Prowse, John Stratton, Michael Ward, Elsie Wagstaff, Bernard Lee, Clifford Mollison, Patrick Troughton, Philip Voss
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad, Audiokommentar mit Madeline Smith, Shane Briant und Marcus Hearn, Making-of: „Taking Over the Asylum“, Dokumentation „Terence Fisher – Charming Evil“, Interviews mit David Nathan und Friedrich Schoenfelder, US-Trailer, US-Pressbook, Bildergalerien, nur Mediabook: 28-seitiges Booklet mit Texten von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad
Vertrieb: Anolis Entertainment GmbH

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2016 Anolis Entertainment GmbH

 

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Schrei, wenn der Tingler kommt – Wenn die Angst langsam übers Rückgrat krabbelt

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The Tingler

Von Andreas Eckenfels

Horror // In den 50er-Jahren muss es einen Heidenspaß gemacht haben, einen Horrorstreifen von William Castle im Kino zu besuchen. Der Regisseur ließ sich immer neue Dinge einfallen, um das Publikum auch jenseits der Leinwand ordentlich zu erschrecken. Mit dem Eintrittspreis von „Macabre“ (1958) schloss man gleichzeitig eine Lebensversicherung über 1.000 Dollar ab, falls man während der Sichtung vor Furcht sterben sollte. Bei „House on Haunted Hill” (1959) wurden während der Vorstellung Skelette per Angelschnur durch den Kinosaal gezogen. Und für „Schrei, wenn der Tingler kommt“ ließ Gimmick-Meister Castle kleine Summer unter den Kinositzen anbringen, die während der Vorstellung kurze Vibrationen unter den Hinterteilen der überraschten Kinobesucher auslösten. Er gab der Technik den Namen „Percepto!“.

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Dr. Chapin (l.) erforscht die Angst

Zu Beginn von „Schrei, wenn der Tingler“ gibt sich Castle persönlich die Ehre und gibt den Zuschauern in seiner Einführung eine Warnung mit auf dem Weg, welche mit den Worten „Ein Schrei zur rechten Zeit könnte Ihr Leben retten“ endet. Da steigt die Vorfreude auf ein schreckliches Vergnügen.

Der Tingler ist unter uns

Dr. Warren Chapin (Vincent Price) experimentiert mit der Angst: Der Pathologe ist davon überzeugt, dass eine Kreatur im menschlichen Körper lebt, welche sich von der Angst seines Wirtes ernährt. Seine Vermutung: Nur ein erlösender Schrei kann den Menschen davor schützen, dass der „Tingler“, wie er ihn nennt, nicht zur vollen Größe heranwachsen und dem Wirt das Rückgrat brechen kann. Da sie nicht schreien kann, entpuppt sich die gehörlose Martha (Judith Evelyn) als perfektes Versuchskaninchen, um seine Theorie zu untermauern. Tatsächlich stirbt die Frau kurze Zeit später, nachdem sie sich zu Tode erschrocken hat. Während der Autopsie kann Dr. Chapin einen ausgewachsenen Tingler aus ihrem Rücken entfernen. Doch das Krabbeltier entkommt …

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Dabei schreckt der Pathologe auch vor Selbstexperimenten nicht zurück

Mit dem dritten Titel beglückt uns Anolis mit einem weiteren Grusel-Sahnestück innerhalb der auf zehn Filme angelegten „Die Rache der Galerie des Grauens“-Reihe. Die Geschichte ist absurd, originell und trashig zugleich. Die Angst manifestiert Castle schließlich als eine Art Tausendfüßer, bei dessen Anblick es den zeitgenössischen Zuschauern sicher eiskalt den Rücken hinuntergelaufen ist – und das, obwohl die Schnur deutlich zu sehen ist, mittels der die Kreatur bewegt wird. Lebt der Tingler tatsächlich in unseren Körpern? So ganz abwegig erscheint es nicht, wenn man den Ausführungen von Dr. Chapin Glauben schenken mag. Diese abstrakte Angst vor der versinnbildlichten Angst ist ein geschickter Schachzug von Castle.

Und dann wird die Leinwand schwarz

Immerhin gibt uns Castle auch gleich die Gebrauchsanleitung an die Hand, wie wir den Tingler besiegen können: In der grandiosen Kino-im-Kino-Szene wuselt die Kreatur durch die Stuhlreihen, dann wird die Leinwand auf einmal für eine Zeitlang komplett schwarz. Vincent Price fordert die Zuschauer dazu auf, zu schreien, was die Stimmbänder hergeben. Nur so könne man sich schließlich vor dem Bösen schützen. Das ist Mitmachkino vom Feinsten, welches man im heutigen Heimkinozeitalter nur schwer nachvollziehen kann, aber seine Wirkung deshalb dennoch nicht verfehlt. Bei dem Film-im-Film, welcher in dem Stummfilmkino in Ausschnitten gezeigt wird, handelt es sich übrigens um „Der Überfall auf die Virginiapost“ („Tol’able David“, 1921) von Henry King.

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Die gehörlose Martha wird zu Tode erschreckt

Die Axt über dem Gesicht von Martha ist als gruselige Momentaufnahme in die Horrorgeschichte eingegangen. Selbst, wer „Schrei, wenn der Tingler kommt“ noch nicht gesehen hat, kennt dieses bedrohliche Bild kurz vor dem Schreckenstod der Figur. Welche Überraschungen Castle in dieser Sequenz seinen verblüfften Zuschauern auftischt, will ich hier für Noch-nicht-Kenner nicht verraten. Diese zeigt bestens, dass der Regisseur einerseits ein Meister seines Fachs ist, andererseits, aber auch Spaß dabei hatte, spektakuläre Effekte auch auf der Leinwand zu nutzen, die für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Filmhistorisch ist „Schrei, wenn der Tingler kommt“ zudem interessant, weil darin erstmals die damals noch legale Droge LSD geschluckt wird, mit der der wie immer hervorragende Vincent Price als Dr. Chapin sich als Selbstexperiment in einen Zustand der Angst versetzen will.

Die Filme der Anolis-Reihe „Die Rache der Galerie des Grauens“:

01. Der Fluch des Dämonen (Night of the Demon / Curse of the Demon, 1957)
02. Planet der toten Seelen (War of the Satellites, 1958)
03. Schrei, wenn der Tingler kommt (The Tingler, 1959)
04. Ausgeburt der Hölle (The Beast with a Million Eyes, 1955)
05. Im Sumpf des Grauens (The Alligator People, 1959)
06. Das Grauen schleicht durch Tokio (Bijo to ekitai ningen, 1958)
07. Angriff der Riesenkralle (The Giant Claw, 1957)
08. Krieg im Weltenraum (Uchû daisensô, 1959)
09. Der 27. Tag (The 27th Day, 1957)
10. Die Schreckenskammer des Dr. Thosti (The Black Sleep, 1956)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Vincent Price sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet. Ein lesenswerter Text zu „Schrei, wenn der Tingler kommt“ findet sich auch bei den Kollegen von Evil Ed.

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Den Tingler gibt es wirklich!

Veröffentlichung: 19. August 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 81 Min. (Blu-ray), 78 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Tingler
USA 1959
Regie: William Castle
Drehbuch: Robb White
Besetzung: Vincent Price, Judith Evelyn, Darryl Hickman, Patricia Cutts, Pamela Lincoln, Philip Coolidge
Zusatzmaterial: Audiokommentare, Dokumentation „Scream For Your Life“, US-Trailer, deutscher Trailer, „Scream“-Szene Kinosaal, „Scream“-Szene Autokino, Bildergalerie
Vertrieb: Anolis Entertainment GmbH

Copyright 2016 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2016 Anolis Entertainment GmbH

 

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Schock – The Quatermass Xperiment: Wenn der Schrecken durch die Nacht schleicht

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The Quatermass Xperiment

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // Eine bemannte Rakete geht im ländlichen England auf einem Feld nieder. Ihr entsteigt der Astronaut Victor Carroon (Richard Wordsworth, „Der Fluch von Siniestro“), der umgehend zusammenbricht. An Bord müssten zwei weitere Astronauten sein, doch es finden sich nur ihre leeren Raumanzüge, darin eine gallertartige Masse. Während Professor Bernard Quatermass (Brian Donlevy) und sein Assistent Dr. Gordon Briscoe (David King-Wood) von der britischen Raumfahrtbehörde untersuchen, was während der Weltraummission geschehen sein mag, verändert sich Carroon auf groteske und furchterregende Weise …

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Astronaut Carroon (r.) hat etwas aus dem All mitgebracht

Zwischen Horror und Science-Fiction angesiedelt, läutete „Schock – The Quatermass Xperiment“ für die britische Produktionsfirma Hammer Films deren Goldenes Zeitalter des Horrors ein – zwei Jahre später startete Hammer mit „Frankensteins Fluch“ in Richtung klassischer Horror durch. „Schock“ steht als recht typischer Vertreter der 50er-Jahre in einer Tradition mit Filmen wie „Formicula“ („Them!“, 1954), „Die Dämonischen“ („Invasion of the Body Snatchers“, 1956) und „Blob – Schrecken ohne Namen“ („The Blob“, 1958). Speziell zum Letztgenannten weist er Parallelen auf. Diese im Grenzbereich zwischen Science-Fiction und Horror angesiedelten Filme spielten mit einer verbreiteten, diffusen Angst vor einer Herrschaft des Bösen, bisweilen – besonders in den USA – war damit weniger diffus der Bolschewismus Stalinscher Prägung gemeint. Auch Warnungen vor ungezügelter Forschung sind zu bemerken. Ist es in „Tarantula“ (1955) die Arbeit an einem Wachstumsserum, die fatale Folgen hat, bringt in „Schock“ das Raumfahrtprogramm eine Bedrohung auf die Erde – und dennoch will Professor Quatermass seine Arbeit am Ende fortsetzen.

Von H. P. Lovecraft zu David Cronenberg

Wenn in „Schock“ der Schrecken durch die Nacht schleicht, fesselt das auch heute noch – es hätte H. P. Lovecraft gefallen. Dieser Schrecken kann als Frühform des „Body Horror“ gesehen werden, den viel später erst David Cronenberg begründet hat – ein menschlicher Körper wird vor den Augen des so faszinierten wie angeekelten Publikums zerstört. Die Wirkung dieser Zersetzung auf die Zuschauer verdanken wir Richard Wordsworth („Der Fluch von Siniestro“), der das Entsetzen seiner Figur angesichts ihrer voranschreitenden Deformation spürbar macht – Carroon weiß, was mit ihm geschieht, kann aber nichts dagegen tun. Flucht ist zwecklos, wir fühlen mit ihm, zumal es bei den übrigen Akteuren an Sympathieträgern mangelt.

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Was hat es mit der gallertartigen Masse auf sich?

Auch wenn der Schrecken, den das zeitgenössische Publikum im Kino verspürt haben wird, heute beim Schauen nicht mehr ganz so präsent ist, lässt es sich mit „Schock“ nach wie vor ganz wunderbar gruseln. Make-up und Maske haben ganze Arbeit geleistet; was womöglich veraltet wirken würde – wenn überhaupt –, wird durch das Schwarz-Weiß-Bild kaschiert.

Adaption einer Fernsehserie

„Schock – The Quatermass Xperiment“ ist die Kinoumsetzung einer 1953 entstandenen TV-Serie mit sechs Episoden. Der Film zog zwei Fortsetzungen nach sich: Zum einen ist „Feinde aus dem Nichts“ („Quatermass 2“, 1957) zu nennen, bei uns 2004 in der alten Hammer-Edition von Anolis & E-M-S auf DVD erschienen. Das zweite Sequel „Das grüne Blut der Dämonen“ („Quatermass and the Pit“, 1967) wurde ebenfalls 2004 von Anolis & E-M-S veröffentlicht, im Dezember 2013 dann auch von Anolis als Blu-ray im Mediabook und in herkömmlicher Softbox sowie zehn Monate später als DVD in Hartbox. Letztgenannter Film bildete 2013 den Auftakt der Anolis-Veröffentlichungen von Klassikern von Hammer Films. „Schock“ markiert den elften Teil der Reihe.

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Der bedauernswerte Carroon ist auf aussichtsloser Flucht

Regisseur Val Guest inszenierte 1961 das beeindruckende Endzeitdrama „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“, für dessen Drehbuch er den britischen Filmpreis BAFTA erhielt. Guest war einer von fünf Regisseuren der James-Bond-Parodie „Casino Royale“ (1967), zu seinen bekannten Filmen zählt auch das Agenten-Abenteuer „Dolche in der Kasbah“ (1966).

Blu-ray mit üppigem Bonusmaterial

Wo Anolis draufsteht, ist ganz viel interessantes Zusatzmaterial drin, das gilt auch für „Schock“. Das beginnt beim ausführlichen Booklet des Mediabooks. Zwar lag mir zum Rezensieren lediglich die Softbox vor, die ohne Booklet daherkommt, aber es ist wohl keine gewagte Behauptung, den Texten von Uwe Sommerlad und Dr. Rolf Giesen sowohl Fachkunde als auch unterhaltsame Lektüre zu unterstellen. Das Zusatzmaterial auf der Disc der Softbox immerhin ist mit dem des Mediabooks identisch und reicht von der Super-8-Fassung (schaut jemand sowas eigentlich?) über den Comic zum Film, der immerhin über eine Viertelstunde hinweg abgespult wird, zwei Interviews mit Regisseur Val Guest bis hin zu zwei Featurettes. Auch bei Bild- und Tonqualität gibt es nichts zu mäkeln – „Schock“ reiht sich nahtlos in die herausragenden Veröffentlichungen aus dem Hause Anolis ein. Wer die Blu-ray seiner Sammlung einverleiben will, möge sich sputen: Die beiden Mediabook-Varianten sind im Handel nicht mehr zu finden, ihre Preise ziehen an, auch für einen Schnäppchenpreis der Keep-Case-Fassung muss man suchen. Es lohnt sich.

Die Anolis-Entertainment-Reihe mit Produktionen von Hammer Films haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt.

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Der Tod macht auch vor dem Zoo nicht Halt

Veröffentlichung: 3. Juni 2016 als als Blu-ray im limitierten Mediabook (in zwei Covervarianten) und Blu-ray, 18. September 2003 als DVD (E-M-S)

Länge: 82 Min. (Blu-ray), 78 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch (Kinofassung und TV-Fassung), Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Quatermass Xperiment
Alternativtitel: Das Quatermass-Experiment
GB 1955
Regie: Val Guest
Drehbuch: Richard H. Landau, Val Guest, nach einer TV-Vorlage von Nigel Kneale
Besetzung: Brian Donlevy, Jack Warner, Richard Wordsworth, Margia Dean, Gordon Jackson, Thora Hird, David King-Wood, Harold Lang, Lionel Jeffries
Zusatzmaterial Anolis: Audiokommentar mit Val Guest und Marcus Hearn, Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, deutsche Kinofassung (1:1.37), Interview mit Val Guest, Interview mit Val Guest (Manchester 2000), Featurette „From Reality to Science-Fiction“, Featurette „ A Creeping Xperiment“, US-Trailer, US-Titelsequenz, Super-8-Fassung (27 Min.), Comic (16 Min.), Filmprogramme, Bildergalerie, nur Mediabook: 28-seitiges Booklet mit Texten von Dr. Rolf Giessen und Uwe Sommerlad, nur Softbox: Wendecover
Vertrieb: Anolis Entertainment GmbH

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

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Fotos & Packshots: © 2016 Anolis Entertainment GmbH

 

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