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American Horror Story – Asylum: Willkommen in der Irrenanstalt

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Gastrezension von Matthias Holm

Horror-Serie // In der Gegenwart streift ein frisch vermähltes Pärchen durch ein verfallenes Gebäude: Es handelt sich um Briarcliff, eine ehemalige psychiatrische Anstalt. Dort soll ein irrer Serienmörder namens „Bloody Face“ eingesessen haben. Über 13 Folgen hinweg wird der Zuschauer erfahren, welche Geschehnisse sich in den 60er-Jahren wirklich in Briarcliff abgespielt haben.

Die Erzählstruktur von „American Horror Story“ ist in der heutigen Fernsehwelt einzigartig: Jede Staffel erzählt eine komplett neue, eigene Geschichte mit immer wiederkehrenden Schauspielern. War in der ersten Staffel ein von Geistern heimgesuchtes Haus Dreh- und Angelpunkt, haben wir es in der zweiten Auflage also mit einer Psychiatrie zu tun. Die größte Gefahr geht dort jedoch nicht immer von den Patienten aus …

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Schwester Jude hat in Briarcliff das Sagen

Aliens, ein Serienmörder, Mutanten, ein ehemaliger Nazi-Arzt und der Teufel höchstpersönlich – die Welt von „American Horror Story – Aslyum“ ist so vollgepackt mit irren Einfällen und bösen Figuren, dass es den Zuschauer gerade am Anfang vielleicht etwas überfordert. Doch irgendwie schaffen die Autoren es meistens, alles unter einen Hut zu bekommen und wie aus einen Guss wirken zu lassen.

Was „American Horror Story“ bereits in der ersten Staffel von der herkömmlichen Serienwelt abgehoben hat, waren der Mut zu drastischen Bildern und originelle visuelle Einfälle. Auch in „Asylum“ gibt es eine Menge Gore zu betrachten. Die Kamera hält dabei meist voll drauf, gerade in der ersten Hälfte sollte man einen stabilen Magen besitzen. Das Treiben in Briarcliff wird mit verschiedenen Effekten und Filtern eingefangen, die dem ganzen stets eine gewisse Unnatürlichkeit verleihen; im Kontext der Serie wirkt das aber plausibel.

Leider halten die Autoren das Niveau nicht durchgängig hoch. Ab der Hälfte der Staffel wird das Tempo deutlich gedrosselt. Zudem wirkt die Staffel gefühlt um zwei Folgen zu lang, in denen der Fokus zu sehr auf der Gegenwartsgeschichte liegt. Das ist schade, denn so bremst sich „Asylum“ selbst aus. Auch das versöhnliche Finale will nicht recht zum zynischen und brutalen Anfang passen.

Dennoch verbringt meine seine Zeit gern bei den Patienten und Bediensteten in der Irrenanstalt. Die Schauspieler sind gut, heraus stechen dabei am ehesten Jessica Lange und eine dem Affen richtig Zucker gebende Lily Rabe. Und so hofft man, dass den Machern mit der dritten Staffel „Coven“ nicht wieder vor der Ziellinie das Pulver ausgeht – darin soll es um einen Hexenzirkel gehen.

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Der Monsignore weiß nicht immer, was in seiner Anstalt vorgeht

Die Episoden der zweiten Staffel:

01. Welcome to Briarcliff
02. Tricks and Treats
03. Nor’easter
04. I Am Anne Frank (1)
05. I Am Anne Frank (2)
06. The Origins of Monstrosity
07. Dark Cousin
08. Unholy Night
09. The Coat Hanger
10. The Name Game
11. Spilt Milk
12. Continuum
13. Madness Ends

Veröffentlichung: 28. Februar 2014 als 4-DVD-Box

Länge: mehr als 540 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
USA 2013
Regie: diverse
Idee: Ryan Murphy, Brad Falchuk
Besetzung: Joseph Fiennes, Zachary Quinto, Sarah Paulson, Evan Peters, Lily Rabe, Lizzie Brocheré, James Cromwell, Jessica Lange
Zusatzmaterial: Entfallene Szenen, Der Wächter, Was ist „American Horror Story – Asylum“? Willkommen in Briarcliff Manor, Die Kreaturen
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Lana (l) geht durch die Hölle

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Twentieth Century Fox Home Entertainment

 
 

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