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Horror für Halloween (XX) – Das nächste Gewinnspiel: Cat Sick Blues – 1 x auf Blu-ray, 1 x auf DVD

Verlosung

Welch sonderbarer Film! Ein Typ mit Katzenmaske und Klauen an den Handschuhen metzelt sich nach dem Tod seines Katers durch Melbourne. Die Busch Media Group hat den australischen Horrorfilm „Cat Sick Blues“ (2014) für deutsche Heimkinos veröffentlicht und uns eine Blu-ray und eine DVD zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank, auch im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Es geht los

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 24. Oktober 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Teilnahmebedingungen

Achtung! Aufgrund gesteigerten Portoaufkommens während „Horror für Halloween“ und „Horror nach Halloween“ gilt für alle diesbezüglichen Gewinnspiele im Gewinnfalle die Übernahme des Portos als Teilnahmevoraussetzung. In diesem Fall werden 1,55 Euro fällig. Ich versichere euch, dass „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor völlig unkommerziell ist und ich mit dem Blog keinerlei Einnahmen generiere.

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nur von Erwachsenen entgegengenommen werden kann. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray oder DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Rezension von „Cat Sick Blues“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

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Horror für Halloween (XVI): Two Heads Creek – Blutig-humoriger Trip ins australische Hinterland

Two Heads Creek

Von Volker Schönenberger

Horrorkomödie // Eine unbedachte Bemerkung einer Bekannten bei der Trauerfeier ihrer Mutter enthüllt dem introvertierten Metzger Norman (Jordan Waller) und seiner exaltierten Zwillingsschwester Annabelle (Kathryn Wilder): Die Frau, die sie aufgezogen hat, war gar nicht ihre leibliche Mutter. Eine alte Postkarte aus dem australischen Two Heads Creek gibt den beiden einen Hinweis, und so fliegen Norman und Annabelle von England auf die andere Seite des Erdballs.

Von England verschlägt es Norman und Annabelle …

Im etwas heruntergekommenen Kaff Two Heads Creek in der hintersten Ecke des australischen Bundesstaats Queensland angekommen, treffen die Zwillinge auf eine skurrile Einwohnerschar. Die erweist sich zwar einerseits als recht gastfreundlich, scheint aber andererseits nicht daran interessiert, dass die beiden lange bleiben. Annabelle und Norman erfahren, dass ihre leibliche Mutter Mary Pearce (Kerry Armstrong) erst kürzlich gestorben ist. Am australischen Nationalfeiertag Australia Day soll sie zu Grabe getragen werden. Etwas ist faul in Two Heads Creek – gewaltig faul.

… ins australische Hinterland

Mit seinem Langfilm-Regiedebüt „Arrowhead“ (2016) bereicherte Jesse O’Brien das Science-Fiction-Genre um eine feine kleine Dystopie nach eigenem Drehbuch. Für den Nachfolger wechselte er ins Fach der Horrorkomödie und verfilmte das Skript des Schauspielers Jordan Waller („Die dunkelste Stunde“), der in dem Hinterwäldler-Ulk auch gleich die Hauptrolle übernahm. Heraus kam ein ausgelassener Spaß, der das Backwoods-Motiv sicher nicht neu erfindet, dem man aber die Freude seiner Macher jederzeit ansieht.

FSK 18 für die ungeschnittene Fassung

Eine Weile lebt „Two Heads Creek“ von den gegensätzlichen Zwillingen, und das mit durchaus scharfzüngigen Dialogen. Norman kneift gern mal, wenn es drauf ankommt, während sich seine Schwester Annabelle tough gibt. Sie bleibt es auch, und es wird nicht überraschen, dass Norman eine Wandlung durchlebt. Die Figuren sind hüben wie drüben nicht unbedingt mit dem feinen Strich gezeichnet, aber die grobe Linie gehört in diesem Metier nun mal zum guten Ton. Recht unvermittelt, wenn auch zu erahnen, entwickelt sich der Film zum Splatterspektakel, das sich seine FSK-18-Freigabe redlich verdient hat. Schnittauflagen wurden dem deutschen Publisher Busch Media Group dafür nicht auferlegt.

Dort herrschen raue Sitten …

Ein paar Klischees werden auf die Schippe genommen, etwas Gesellschaftskritik wird auch geboten. Die britisch-australische Produktion thematisiert Ausländerfeindlichkeit in England wie Down Under gleichermaßen, wobei in Australien das Element der Unterdrückung der Ureinwohner zum Tragen kommt – und das sogar sehr feinfühlig mit Sinn fürs Detail. Der Humor schwankt zwischen schwarz und blutrot. „Two Heads Creek“ wartet nicht mit infernalischem Gemetzel auf, ist aber angetan, Splatterfans eine gute Zeit zu bereiten.

… und die Zwillinge erleben ihr blutiges Wunder

Veröffentlichung: 27. August 2021 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min. (Blu-ray), 81 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Two Heads Creek
GB/AUS 2019
Regie: Jesse O’Brien
Drehbuch: Jordan Waller
Besetzung: Jordan Waller, Kathryn Wilder, Kerry Armstrong, Gary Sweet, Stephen Hunter, Helen Dallimore, Don Bridges, Kevin Harrington, Anna Tolputt, Kasha Bajor, Ilana Collins, Gregory J. Fryer, David Adlam, Kent Lee, Paul Armstrong
Zusatzmaterial: Making-of der Stunts (2 Min.), Trailershow, Wendecover
Label: Busch Media Group
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2021 Busch Media Group

 

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Cat Sick Blues – Indie-Horror für Katzenfans oder Katzenhasser?

Cat Sick Blues

Von Volker Schönenberger

Horror // Zwei junge Frauen werden des Abends in Melbourne von einem Typen (Matthew C. Vaughan) abgemurkst, der sich einen künstlichen Katzenkopf über die Birne gestülpt hat. In seinem Heim hat er ein Foto seiner Katze an der Wand hängen. Offenbar trauert er um sie (etwas später erfahren wir, dass er Ted heißt und sein Kater den Namen Patrick trug).

Szenenwechsel: Claires (Shian Denovan) schneeweiße Katze Imelda hat es in den Sozialen Medien zu einiger Berühmtheit gebracht. Als der verschrobene Fan Francis (Noah Moon) ihre Adresse herausfindet und bei ihr klingelt, denkt sich Claire nichts dabei. Doch bei einem Gerangel bricht er Imelda versehentlich das Genick, woraufhin er die Katze kurzerhand aus dem Fenster wirft. Anschließend vergewaltigt er Claire, während eine Videokamera läuft. Der Katzenkopfträger hat sich derweil einen überdimensionalen Phallus mit scharfen Widerhaken anfertigen lassen, den er bei weiteren Missetaten umgeschnallt trägt. Und anwendet.

Selbsthilfegruppe für trauernde Tierliebhaber

In einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die den Verlust ihrer Haustiere betrauern, treffen Ted und Claire aufeinander. Die beiden kommen einander in ihrem Seelenschmerz näher. Doch das hindert Ted nicht daran, mit Katzenmaske und rassiermesserscharfen Handschuhklauen weiterhin seinem Verlangen nach blutigen Morden zu frönen. Er scheint damit ein bestimmtes Ziel zu verfolgen.

Nach der Bluttat erst mal abhängen

Das ist doch krank! Ich kann sie schon hören, die Filmfans, die jedes blutige Gemetzel an unschuldigen Menschen ertragen können, aber nicht darüber hinwegkommen, wenn in einem Film ein Haustier stirbt. Und ja, dies geschieht hier auf der Leinwand beziehungsweise dem Bildschirm. Es wird somit einige mehr empören als die üblen Morde, die in aller Deutlichkeit gezeigt werden.

Vom Kurzfilm mittels Crowdfunding zum Langfilm

Der 1985 im australischen Melbourne geborene und seit einiger Zeit im japanischen Osaka lebende Drehbuchautor und Regisseur Dave Jackson hat zuvor lediglich einige Kurzfilme und kurze Fernsehbeiträge gedreht. Um seinen 2013er-Kurzfilm „Cat Sick Blues“ als Langfilm neu zu inszenieren, sammelte er per Kickstarter-Crowdfunding 14.500 australische Dollar, nachdem das eigene Budget des Produktionsteams an seine Grenzen gekommen war. Auch Hauptdarsteller Matthew C. Vaughan gehörte zu den Produzenten, obendrein stießen über die Kickstarter-Kampagne vier Associate Producer dazu, die dafür jeweils 1.000 Dollar beisteuerten.

Claire und ihre Katze Imelda ahnen nichts Böses

Das Geld floss in Handarbeit, und das sieht man. Es war Dave Jacksons erklärter Anspruch, auf computergenerierte Bilder und Effekte zu verzichten – und das ist speziell im Horrorgenre immer lobenswert. Hier war natürlich kein Tom Savini am Werk, der Splatter-Großtaten wie die in George A. Romeros „Zombie 2 – Das letzte Kapitel“ (1985) verantwortete. Aber billige Effekte in billigen Filmen sehen als Handwerksarbeit stets besser aus, als wenn man sie mit CGI produziert hätte, und das gilt auch für „Cat Sick Blues“. Der Film ist mit Liebe zum Detail gedreht worden, denn für ein derart bizarres Werk muss man schon Leidenschaft haben. Eine achselzuckend inszenierte 08/15-Arbeit sieht jedenfalls anders aus. Einfallslosigkeit ebenfalls – tatsächlich strotzt die Low-Budget-Produktion vor schrägen Ideen, die „Cat Sick Blues“ zu einem so eigenständigen wie verstörenden Werk machen.

Der Serienmörder-Sonderling

Produzent und Hauptdarsteller Matthew C. Vaughan hat keinerlei Hemmungen, Ted mit viel Körpereinsatz als den perversen Sonderling zu porträtieren, der er ist. Mit Maske, Klauen und rotem Pullover kann man den „Catman“ visuell sogar als skurrile Hommage an Freddy Krueger sehen. Der Killer mit der Katzenmaske sieht ohnehin aus wie aus einem Albtraum entsprungen. Ist Ted ein Katzenfetischist? Womöglich schon. Seine Motivation zu den Bluttaten erfahren wir recht spät, weshalb ich darauf verzichte, sie hier zu nennen, auch wenn sie überall zu finden ist, sogar im Covertext der Veröffentlichungen. Letztlich geht es ihm aber nicht um seinen toten Kater Patrick, sondern um sich selbst, wie Claire messerscharf erkennt, denn: Er sucht sich nur Frauen als Mordopfer.

Ted hat ein paar Probleme im Oberstübchen

Die Sozialen Medien bekommen ihr Fett weg. Natürlich ist das Video mit dem Tod der Katze Imelda und der Vergewaltigung ihrer Besitzerin Claire im Internet gelandet. Dass sich Menschen dabei filmen, wie sie sich dieses Video anschauen und dazu empathielose Kommentare abgeben, kann man sich heutzutage leider nur zu gut vorstellen. Junge Leute suchen sogar die Straße auf, in der Claire lebt, und knipsen ein Foto des Flecks, den die tote Katze auf dem Bürgersteig hinterlassen hat.

Schräger Stoff von der Busch Media Group

Mit „Bullets of Justice“ (2019) und „African Kung-Fu Nazis“ (2020) hat die Busch Media Group bereits höchst schrägen Filmstoff in die deutschen Heimkinos gebracht. „Cat Sick Blues“ hält dieses Niveau locker und legt dabei in puncto Härte eine Schippe drauf, was dem Werk die erhobenen Augenbrauen der FSK einbrachte, die eine Freigabe verweigerte. So kommt der Film mit dem SPIO/JK-Siegel „keine schwere Jugendgefährdung“ auf den deutschen Markt.

Der Catman benötigt Blut

Außer Blu-ray und DVD im herkömmlichen Softcase hat das Label „Cat Sick Blues“ auch ein auf 2.000 Exemplare limitiertes Mediabook mit ansprechendem Cover spendiert, das nicht nur eine Blu-ray mit dem Film enthält, sondern auch eine zweite Blu-ray mit massig Bonusmaterial. Dazu gehören unter anderem drei Kurzfilme, darunter der zehnminütige Vorgänger „Cat Sick Blues“, und zwei Webserien à sieben Episoden. Im Booklet lässt sich die Schriftstellerin und Journalistin Faye Hell (ein Pseudonym) überaus kenntnisreich über die Entstehung des Films und die Einflüsse des Regisseurs (von Troma über Jean Rollin bis Takashi Miike) aus und liefert auch sehr interessante Interpretationsansätze. Ein von ihr geführtes Interview mit Dave Jackson rundet das sehr lesenswerte Booklet ab.

Was war das gerade?

„Cat Sick Blues“ ist absolut eigenständig, der Catman ein Serienkiller, wie es ihn zuvor noch nicht gegeben hat. Bei einigen Aspekten sind budgetbedingt Abstriche zu machen, etwa der Schauspielkunst und der Dialogregie. Aber angesichts des kaum fassbaren blutigen Treibens fällt das nicht groß ins Gewicht. Wer nicht den Fehler begeht, einen Mainstream-Film ohne Ecken und Kanten zu erwarten, kommt in den Genuss eines im Übrigen sogar auf Festivals prämierten, dreckigen kleinen Independent-Horrorstreifens, bei dem man sich nach dem Abspann fragt, was man da eigentlich gerade gesehen hat. Aber das ist ja nicht das Schlechteste. Bei welchen nach der Jahrtausendwende entstandenen Filmen habt Ihr euch das gefragt?

Im Hostel lauert Beute

Veröffentlichung: 20. August 2021 als limitiertes 2-Disc Edition Mediabook (2 Blu-rays), Blu-ray und DVD

Länge: 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: SPIO/JK keine schwere Jugendgefährdung
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Cat Sick Blues
AUS 2015
Regie: Dave Jackson
Drehbuch: Andrew Gallacher, Dave Jackson
Besetzung: Matthew C. Vaughan, Meg Spencer, Jen Bezuidenhout, Danae Swinburne, Rob Alec, Mahalia Brown, Shian Denovan, Rachel Rai, Noah Moon, Matthew Revert, Andrew Gallacher, James Arnold-Garvey, Tom Liddy, Kelly Neilsen, Mark Reed, Victoria Haslam, Hwee Hall
Zusatzmaterial: Doku „Catboy“ über den Regisseur (13 Min.), Trailershow, nur Mediabook: Webserie, Kurzfilme „Cat Sick Blues“ (2013, 10 Min.), „Kappa“ (2012, 5 Min.) & „Gacha Gacha“ (2018, 15 Min.), Behind the Scenes of „Gacha Gacha“ (11 Min.), Webserie „Serving up Scrab“ (7 Folgen, 17 Min.), Webserie „Fever Dreams“ (7 Folgen, 38 Min.), Musikvideos „Instant Junkie“ (6 Min.), „Lady Flash“ (3 Min.) & „Maboroshi“ (7 Min.), deutscher Trailer, abnehmbares Deckblatt, 24-seitiges Booklet mit einem Text von Faye Hell und einem Interview mit Regisseur Dave Jackson
Label: Busch Media Group
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Doppel-Packshot: © 2021 Busch Media Group

 
 

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