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Schlagwort-Archive: Backwoods-Horror

Gewinnspiel: 2 x What the Waters Left Behind auf Blu-ray

Verlosung

In einer argentinischen Geisterstadt gerät eine Dokumentarfilm-Crew an eine Horde Hinterwäldler mit mörderischen Absichten. Die Busch Media Group hat den argentinischen Backwoods-Horrorfilm „What the Waters Left Behind“ fürs Heimkino veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 24. Februar 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Jens Albers,
– Dominik Götz.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „What the Waters Left Behind“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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What the Waters Left Behind – Auch Argentinien hat seine Backwoods

Los olvidados

Von Volker Schönenberger

Horror // Eine Springflut nach wochenlangen Regenfällen führte im November 1985 zum Untergang der argentinischen Kleinstadt Villa Epecuén – der Lago Epecuén ließ die Dämme brechen und ergoss seine stark salzhaltigen Wassermassen in den Ort, der aufgegeben werden musste. Nach einem knappen Vierteljahrhundert bewirkte eine Phase der Trockenheit das Zurückweichen des Wassers, was eine bizarre Ruinenlandschaft der salzverkrusteten Gebäude und Fahrzeuge enthüllte.

Geisterstadt: Villa Epecuén

Dieses reale Ereignis nahmen die argentinischen Brüder Luciano und Nicolas Onetti als Aufhänger von „What the Waters Left Behind“: Zu Beginn rennt eine Unbekannte in Unterwäsche im gleißenden Sonnenlicht panisch durch die Straßen von Villa Epecuén. Ihre Todesangst erweist sich als berechtigt, als sich ihr ein Maskierter mit Keule in den Weg stellt …

Von Villa Epecuén zur Berlinale?

Im Anschluss an diesen kurzen Prolog sehen wir einen VW Bulli, der in Richtung Villa Epecuén unterwegs ist. An Bord: eine Filmcrew, die einen Dokumentarfilm über den Ort drehen will – der soll doch tatsächlich ein Jahr später auf der Berlinale laufen, wie Regisseur Vasco (Damián Dreizik) irgendwann verlauten lässt. Mit Carla (Victoria Maurette) hat die kleine Gruppe sogar eine Überlebende der Katastrophe dabei.

Ein Filmteam trifft ein

Schon mit dem Tankstopp kurz vor Erreichen des Ziels macht „What the Waters Left Behind“ klar, wohin die Reise geht: ins argentinische Hinterland, wo Zustände herrschen, wie wir sie aus „The Texas Chainsaw Massacre“ (1974), „The Hills Have Eyes“ (1977) und ähnlich gelagerten Backwoods-Slasherfilmen kennen. Ein schmieriger Tankwart und sein noch schmierigerer Genosse geben den Neuankömmlingen einen kleinen Vorgeschmack darauf, was für Gestalten sie in Villa Epecuén erwarten. In einer erwartungsgemäß übel verschmutzten Toilette belegen einige Zeitungsausschnitte an der Wand, dass über die Jahre offenbar vermehrt Menschen in der Gegend verschwunden sind.

Speziell mag „Chernobyl Diaries“ (2012) als jüngster Ideengeber für „What the Waters Left Behind“ hergehalten haben, in welchem sich die Protagonisten in die Geisterstadt Pripyat bei Tschernobyl begeben und dort mit einer grauenhaften Bedrohung konfrontiert werden. Mit „Sonno Profondo“ (2013) und „Francesca“ (2015), bei denen allerdings nur Luciano Onetti auf dem Regiestuhl saß, wilderte das Brüderpaar in Giallo-Gefilden, nun folgt also ein Backwoods-Slasherfilm. Ein familiäres Festmahl bedient sich dann auch ganz unverfroren bei Tobe Hoopers texanischem Blutgericht. Wir können also davon ausgehen, dass die beiden Argentinier Horrorkenner sind, somit wissen sie auch: Auf Originalität darf verzichtet werden, der gemeine Horrorfan mag Bewährtes. Dazu gehört, dass außerehelicher Sex bestraft wird, wie die Filmcrew-Mitglieder Nacho (Victorio D’Alessandro) und Carla (Paula Brasca) auf schmerzhafte Weise erfahren müssen. Überhaupt sind die Figuren eher Schablonen üblicher Protagonisten und Bösewichter des Backwoods-Sujets, weder Opfer noch Täter gewinnen Profil, sie bleiben als Individuen uninteressant. Letztlich läuft die gesamte Handlung darauf hinaus, dass die Filmcrew abgemurkst wird. Ob ein Mitglied überlebt oder gar zurückschlägt und die Reihen der Meuchelmörder lichtet, mag manchen Filmguckern ein paar Spannungsmomente bringen, bei mir war das nicht der Fall.

FSK-18-Freigabe für die Uncut-Fassung

Besser gut geklaut als schlecht erdacht. Was den Onettis an Innovationskraft fehlt, gleichen sie wenigstens teilweise mit Liebe zum blutigen Detail aus. Auf Unterstützung durch den Computer verzichteten die Filmemacher, ihre praktischen Effekte können sich sehen lassen, auch wenn der Splatter stets nur kurz zum Einsatz kommt. So gab’s für die FSK immerhin keinen Anlass zu meckern, Folge: die 18er-Freigabe der ungeschnittenen Fassung. Auch das Setting darf als atmosphärischer Pluspunkt gewertet werden – die Außenaufnahmen entstanden an Originalschauplätzen in Villa Epecuén und wissen zu gefallen.

Opfer

„What the Waters Left Behind“ lief im Oktober 2017 erst beim katalanischen Sitges Film Festival, dann in Berlin beim Obscura Film Festival, es folgten weitere Festival-Präsentationen in Europa und Lateinamerika. Mit dem Nachfolger „Abrakadabra“ haben sich die Onetti-Brüder wieder dem Giallo zugewandt. Die Kunst des Zitierens und Kopierens beherrschen die beiden. Bleibt ihnen zu wünschen, dass sie eine eigene Handschrift und originelle Storys entwickeln, dann klappt’s auch nachhaltig mit der internationalen Karriere. Welche Backwoods-Horrorfilme aus exotischen Filmländern könnt Ihr empfehlen?

Noch ein Opfer

Veröffentlichung: 16. November 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 93 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Los olvidados
ARG/NZ 2017
Regie: Luciano Onetti, Nicolás Onetti
Drehbuch: Luciano Onetti, Nicolás Onetti, Carlos Goitia
Besetzung: German Baudino, Paula Brasca, Mirta Busnelli, Agustín Pardella, Victorio D’Alessandro, Damián Dreizik, Chucho Fernandez, Tamara Garzón, Pablo Guisa Koestinger, Evan Leed, Victoria Maurette, Paula Sartor
Zusatzmaterial: Q&A mit Agustín Pardella auf dem Obscura Festival, Interview mit Agustín Pardella, Trailershow, Wendecover
Label: Busch Media Group
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2018 Busch Media Group

 
 

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Wrong Turn 5 – Bloodlines: Auftritt Pinhead

Wrong Turn 5 – Bloodlines

Von Volker Schönenberger

Horror // Ein Pärchen zeltet im Wald und gibt sich der körperlichen Liebe hin – da wir uns in der „Wrong Turn“-Reihe befinden, wissen wir, was kommt: Ätsch, angeschmiert, ins Zelt dringen nur ein paar maskierte Freunde des Paars. Das „Mountain Man Festival“ steht bevor, bei dem im Örtchen Fairlake in West Virginia zu Halloween gruselige Gestalten das Stadtbild bestimmen. Deshalb nimmt die TV-Reporterin Kaleen Webber die finsteren Gestalten auch nicht ernst, denen sie beim Joggen im Wald begegnet. Der letzte Fehler ihres jungen Lebens. Zwar hilft ihr ein zufällig anwesender Fremder (Doug Bradley), sich vor One Eye (Radoslav Parvanov), Saw Tooth (George Karlukovski) und Three Finger (Borislav Iliev) zu verbergen, doch dann zückt er selbst eine Axt.

Vom „Hellraiser“-Franchise zur „Wrong Turn“-Reihe

Doug Bradley? Jawohl, im fünften Teil des „Wrong Turn“-Franchises macht der Darsteller des Ober-Zenobiten Pinhead aus der „Hellraiser“-Reihe seine Aufwartung. Als Serienkiller Maynard Odets schließt er sich der kannibalistischen Sippschaft an, übernimmt auch gleich die Führung über die drei degenerierten Dödel.

Dem Ordnungshüter wird übel mitgespielt

Im Auto immer anschnallen! Normalerweise geht es ansonsten nicht so glimpflich aus, wenn man gegen einen Baum prallt, wie beim ersten Aufeinandertreffen von Maynard Odets und den fünf Protagonisten, die als Hauptopfer auserkoren sind. Nur Fahrer Billy (Simon Ginty) schnallt sich ab, seine Freundin (Amy Lennox), Julian (Oliver Hoare) sowie Lita (Roxanne McKee) und ihr Freund Gus (Paul Luebke) entsteigen dem Wrack nahezu unverletzt. Ein grober Schnitzer, aber natürlich letztlich ein unbedeutendes Detail.

Es geht schmerzhaft zu

Die Begegnung der fünf jungen Leute mit Odets bildet den Auftakt für eine erwartungsgemäß blutige Schneise des Terrors, die das mörderische Trio bestehend aus One Eye, Saw Tooth und Three Finger durch Fairlake zieht. Odets hingegen sitzt den größten Teil der Handlung in einer Zelle. So stereotyp und vorhersehbar all das inszeniert ist – die Mordszenen sind einmal mehr drastisch und einfallsreich inszeniert. Speziell in den Sequenzen, in denen das jeweilige Opfer seines nahenden Ablebens gewahr wird, kann man die Panik vor den überaus schmerzhaften Momenten, die da kommen werden, sehr gut nachvollziehen.

Das hat hierzulande wieder mal nicht für eine ungeschnittene Veröffentlichung gereicht. Immer wieder unverständlich und widersprüchlich, dass die zuständigen Institutionen in Deutschland Erwachsenen unter dem Deckmantel des Jugendschutzes den Filmkonsum madig machen. Was hat das mit Jugendschutz zu tun, es Erwachsenen zu erschweren, sich Filme in der von ihnen bevorzugten Fassung zu beschaffen? Oder ahnt man, dass der Handel – ob stationär oder online – es Jugendlichen ohne Maßnahmen wie Indizierung und Beschlagnahmung noch leichter machen würde, sich nur für Erwachsene vorgesehene Filme oder Schnittfassungen zugänglich zu machen? Das allerdings wäre ein Kotau der Kontrollinstanzen vor dem Handel. Will oder kann man nicht kontrollieren, inwiefern die Händler ihren Jugendschutzverpflichtungen nachkommen?

Kopfrasur der drastischen Art

Die „Wrong Turn“-Reihe hat es wiederholt erwischt – lediglich der erste und sechste Teil sind ungeschnitten davongekommen. Mein Favorit ist Teil 1, gefolgt von Teil 4. Letztlich geben sich aber alle sechs Filme nicht viel; dem Splatter-Fan geben sie eine ganze Menge, das Franchise erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, sonst wäre es nicht so langlebig. Teil 7 ist in Vorbereitung.

Die Reihe im Überblick:

Wrong Turn (2003)
Wrong Turn 2 – Dead End (2007)
Wrong Turn 3 – Left for Dead (2009)
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)
Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)
Wrong Turn 6 – Last Resort (2014)

Veröffentlichung: 8. Mai 2013 als Blu-ray und DVD

Länge (geschnitten): 89 Min. (Blu-ray), 85 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Wrong Turn 5 – Bloodlines
USA 2012
Regie: Declan O’Brien
Drehbuch: Declan O’Brien
Besetzung: Doug Bradley, Radoslav Parvanov, George Karlukovski, Borislav Iliev, Camilla Arfwedson, Simon Ginty, Roxanne McKee, Oliver Hoare, Paul Luebke, Amy Lennox
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Highlight Communications / Constantin Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2013 Highlight Communications / Constantin Film

 

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