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Gewinnspiel: 5 x Duell in Diablo auf DVD

Verlosung

Vier Jahre vor seinem ultrabrutalen „Das Wiegenlied vom Totschlag“ („Soldier Blue“) inszenierte Ralph Nelson 1966 mit „Duell in Diablo“ bereits einen Western, der einige Härten aufwies. Koch Films hat den Film mit James Garner gerade als 52. Beitrag der schönen „Edition Western Legenden“ veröffentlicht und uns fünf DVDs zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns dafür herzlich im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 6. Mai 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die beiden Fragen am Ende des Textes.

Fallen euch keine Antworten ein, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Jens Albers,
– Dirk Busch,
– Mike Hennig,
– Krautkopp,
– Mike Patzer.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Duell in Diablo“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Duell in Diablo – Soldaten gegen Apachen

Duel at Diablo

Von Volker Schönenberger

Western // Eine Frau – Ellen Grange (Bibi Andersson) – wankt erschöpft durch die Wüste. Aus der Ferne erblickt der Scout Jess Remsberg (James Garner) einige Apachen, die ihr auf den Fersen sind. Er rettet sie und bringt sie zu ihrem Ehemann Willard Grange (Dennis Weaver) zurück, der sie nur widerwillig entgegennimmt. Weil sie nach wiederholter Gefangenschaft bei den Apachen nicht Selbstmord begangen hat, wird Ellen im Ort wie eine Aussätzige behandelt. Sie flieht kurz darauf und kehrt zu den Apachen zurück.

Jess Remsberg sucht den Mörder seiner Frau

Remsberg trägt die Last des Todes seiner Frau mit sich herum. Sie gehörte zum Stamm der Comanche und wurde von einem unbekannten Weißen ermordet und skalpiert. Remsbergs alter Freund Lieutenant McAllister (Bill Travers) berichtet ihm, der Sheriff von Concho wisse etwas über die Tat. Bald darauf bricht McAllister mit einem Munitionstransport in Richtung Concho auf, begleitet von jungen und unerfahrenen Rekruten, Remsberg als Scout sowie dem Pferdehändler und -zureiter Toller (Sidney Poitier). Doch der Apachenhäuptling Chata (John Hoyt) lauert schon.

Vom Regisseur von „Das Wiegenlied vom Totschlag“

Schon vier Jahre vor seinem ultrabrutalen Western-Abgesang „Das Wiegenlied vom Totschlag“ („Soldier Blue“) zeigte Ralph Nelson 1966 in „Duell in Diablo“ einige Grausamkeiten, in diesem Fall nicht begangen von Soldaten, sondern Indianern, die Gefangene einer ausgedehnten Marter unterziehen. Er inszeniert das sehr clever, indem er das Grauen in den Köpfen der Zuschauer entstehen lässt: Zuvor zeigte er kurz einen Foltertoten, dem die Apachen die Hände verbrannt hatten. Später wird ein Weißer gefangen und über einem Feuer an ein Wagenrad gefesselt, mit dem ihn seine Folterknechte mittels Drehung über die Flammen bewegen können. Im Anschluss hören die in der Nähe von den Indianern belagerten anderen Weißen nur noch die Schmerzensschreie des Gepeinigten – sehr effektiv und seine Wirkung nicht verfehlend.

Auch Pferdehändler Toller mischt mit

Der Regisseur versucht auch, das Thema Rassismus gegenüber den Ureinwohnern Nordamerikas aufzuwerfen. Er ignoriert dabei allerdings den von Sidney Poitier verkörperten Pferdehändler Toller, der zum Zeitpunkt der Handlung als Schwarzer zweifellos einigen rassistischen Aktionen und Reaktionen ausgesetzt gewesen wäre – „Duell in Diablo“ zeigt allerdings nichts dergleichen. Wenige Jahre zuvor hatte Poitier für seine Hauptrolle in Nelsons „Lilien auf dem Felde“ als erster Schwarzer überhaupt den Oscar erhalten (erste schwarze Frau war Hattie McDaniel, die 1940 als Nebendarstellerin in „Vom Winde verweht“ prämiert worden war). So bleibt der Verdacht, dass Poitier für „Duell in Diablo“ lediglich aufgrund seiner Prominenz als Oscar-Preisträger besetzt wurde.

James Garner – von „Maverick“ zu „Duell in Diablo“

Der raue Western überzeugt mit seiner actionreichen Darstellung der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Soldaten und Indianern. Das inszeniert Nelson spannungsgeladen. Auch den Fokus auf Ellen Grange und ihre Demütigungen durch Ehemann und Kleinstädter bringt der Regisseur gut zur Geltung – wir fühlen mit der zwischen Weißen und Indianern hin und her gerissenen Frau. James „Rockford“ Garner spielt den Scout Remsberg zudem vielschichtiger und weniger glatt, als ich es vermutet hätte (vielleicht tat ich ihm ohnehin Unrecht). Seinen Durchbruch hatte er in der Titelrolle der Western-Fernsehserie „Maverick“ (1957–1962). Insgesamt ergibt das einen sehenswerten Western, dessen alte deutsche DVDs mittlerweile nicht mehr lieferbar sind, weshalb die Neuveröffentlichung als Teil der Koch-Films-Reihe „Edition Western Legenden“ gerechtfertigt erscheint. Welche Filme mit James Garner könnt Ihr empfehlen?

Was weiß der Sheriff von Concho?

Die „Edition Western Legenden“ von Koch Films:

01. Die weiße Feder (White Feather, 1955)
02. Rache für Jesse James (The Return of Frank James, 1940)
03. Der letzte Wagen (The Last Wagon, 1956)
04. Union Pacific (Union Pacific, 1939)
05. Rio Conchos (Rio Conchos, 1964)
06. Schieß zurück Cowboy (From Hell to Texas, 1958)
07. Herrin der toten Stadt (Yellow Sky, 1948)
08. Die schwarze Maske (Black Bart, 1948)
09. Ritt zum Ox-bow (The Ox-Bow Incident, 1943)
10. 100 Gewehre (100 Rifles, 1969)
11. Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill (Shoot Out, 1971)
12. Der große Aufstand (The Great Sioux Uprising, 1953)
13. Der Tag der Vergeltung (Untamed Frontier, 1952)
14. Duell mit dem Teufel (The Man from Bitter Ridge, 1955)
15. Grenzpolizei Texas (The Texas Rangers, 1936)
16. El Perdido (The Last Sunset, 1961)
17. Trommeln des Todes (Apache Drums, 1951)
18. Drei Rivalen (The Tall Men, 1955)
19. Quantez, die tote Stadt (Quantez, 1957)
20. Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders, 1950)
21. Die Höhle der Gesetzlosen (Cave of Outlaws, 1951)
22. Western Union (Western Union, 1941)
23. Ritt in den Tod (Walk the Proud Land, 1956)
24. Vorposten in Wildwest (Two Flags West, 1950)
25. Santiago der Verdammte (The Naked Dawn, 1955)
26. Verschwörung auf Fort Clark (War Arrow, 1953)
27. Vom Teufel verführt (The Rawhide Years, 1955)
28. Der große Bluff (Destry Rides Again, 1939)
29. Gold aus Nevada (The Yellow Mountain, 1954)
30. Rivalen im Sattel (Bronco Buster, 1952)
31. Feuer am Horizont (Canyon Passage, 1946)
32. Noch heute sollst du hängen (Star in the Dust, 1956)
33. Frisco Express (Wells Fargo, 1937)
34. Schieß oder stirb (Gun for a Coward, 1957)
35. Der große Minnesota Überfall (The Great Northfield, Minnesota Raid, 1972)
36. Mit roher Gewalt (The Spoilers, USA 1955)
37. Die Welt gehört ihm (The Mississippi Gambler, USA 1953)
38. Rebellen der Steppe (Calamity Jane and Sam Bass, USA 1949)
39. Der Vagabund von Texas (Along Came Jones, USA 1945)
40. Auf verlorenem Posten (The Lone Hand, USA 1953)
41. California (California, USA 1947)
42. Der blaue Mustang (Black Horse Canyon, USA 1954)
43. Die Meute lauert überall (Raw Edge, USA 1956)
44. Rächer der Enterbten (The True Story of Jesse James, USA 1957)
45. Schüsse peitschen durch die Nacht (Showdown at Abilene, USA 1956)
46. Flucht vor dem Tode (The Cimarron Kid, USA 1952)
47. Stunden des Terrors (A Day of Fury, USA 1956)
48. Der große Zug nach Santa Fé (Cattle Drive, USA 1951)
49. Der eiserne Kragen (Showdown, USA 1963)
50. Garten des Bösen (Garden of Evil, USA 1954)
51. Trommeln am Mohawk (Drums Along the Mohawk, USA 1939)
52. Duell in Diablo (Duel at Diablo, USA 1966)
53. Massai – Der große Apache (USA 1954)
54. Zwischen zwei Feuern (The Indian Fighter, USA 1955)

Nach erbittertem Kampf

Veröffentlichung: 12. April 2018 als Blu-ray und DVD, 14. März 2008 und 6. April 2004 als DVD (MGM)

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 100 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Duel at Diablo
USA 1966
Regie: Ralph Nelson
Drehbuch: Marvin H. Albert, Michael M. Grilikhes, nach Marvin H. Alberts Roman „Apache Rising“
Besetzung: James Garner, Sidney Poitier, Bibi Andersson, Dennis Weaver, Bill Travers, William Redfield, John Hubbard, Ralph Nelson, Bill Hart, John Hoyt, Eddie Little Sky, John Crawford
Zusatzmaterial: Trailer, Bildergalerie, Booklet
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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