RSS

Schlagwort-Archive: Burt Lancaster

Gewinnspiel: 3 x Die letzte Schlacht auf Blu-ray

Verlosung

Ein US-Major (Burt Lancaster) erhält während des Vietnamkriegs die Order, eine Einheit seiner Soldaten zur Besetzung eines strategisch bedeutungslosen Dorfes zu entsenden. Das Label explosive media hat Ted Posts Kriegsdrama „Die letzte Schlacht“ (1978) als Blu-ray und DVD veröffentlicht, der Vertrieb Koch Films hat uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank, auch im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 27. Juni 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Mike Hennig,
– Klaus,
– Markus Tump.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Die letzte Schlacht“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Die letzte Schlacht – Sinnloser Kampf um vietnamesisches Dorf

Go Tell the Spartans

Von Volker Schönenberger

Kriegsdrama // 1954 endete nach acht Jahren der Indochinakrieg mit der Niederlage der Kolonialmacht Frankreich, die somit ihre Kolonien in Indochina verlor. Aus ihnen gingen das kommunistische Nordvietnam sowie das von den USA unterstützte Südvietnam hervor. Im ab etwa 1955 geführten Vietnamkrieg entsandten die US-Amerikaner sogenannte militärische Berater der Military Assistance Advisory Group in die Region, die der Armee der Republik Vietnam mit Rat und Tat gegen den Vietcong zur Seite stehen sollten. Ab 1962 kam verstärkt das Military Assistance Command, Vietnam mit etlichen Kampfeinheiten zum Einsatz.

Nicht gerade ein Karrieresoldat: Major Barker

1964 leitet Major Asa Barker (Burt Lancaster) einen abgelegenen Stützpunkt in Südvietnam ohne große strategische Bedeutung. Bei einer der seltenen Inspektionen durch General Harnitz (Dolph Sweet) befiehlt dieser Barker, im verlassenen Dörfchen Muc Wa einen Stützpunkt aufzuziehen. Weil er den Einsatz aufgrund einer alten Beinverletzung selbst nicht leiten kann, bestimmt Barker den unerfahrenen Raymond Hamilton (Joe Unger), die Mission anzuführen (Burt Lancaster laborierte tatsächlich an einer alten Beinverletzung). Der Major stellt Hamilton den abgeklärten Sergeant Oleonowski (Jonathan Goldsmith) zur Unterstützung an die Seite. Auch der mit Gefangenen brutal umspringende vietnamesische Übersetzer „Cowboy“ (Evan C. Kim) ist mit von der Partie.

Verweis auf die Schlacht bei den Thermopylen

Wanderer, kommst du nach Sparta, verkünde dort, du habest uns hier liegen sehen, wie das Gesetz es befahl. Diesen Spruch entdecken die GIs in französischer Sprache am Eingang eines Friedhofs in Muc Wa. Er bezieht sich auf die Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 480 v. Chr., wo König Leonidas I. dem Mythos nach mit seinen 300 Spartanern das persische Heer von König Xerxes I. an einem Engpass aufhielt, bis er und all seine Männer gefallen waren – siehe dazu auch Zack Snyders „300“ (2007) und Rudolph Matés „Der Löwe von Sparta“ (1960). „Go Tell the Spartans“ lautet auch der etwas verräterische Originaltitel von „Die letzte Schlacht“. Der deutsche Titel erscheint allerdings eher unpassend. Zwar stellen die Kämpfe für etliche Soldaten tatsächlich die letzte Schlacht dar, der Vietnamkrieg jedoch befand sich 1964 noch lange nicht auf dem Höhepunkt.

Dolmetscher „Cowboy“ geht mit Gefangenen nicht zimperlich um

Das Dorf Muc Wa ist völlig unbedeutend, strategisch ist die Gegend für den Vietnamkrieg ohne jeden Belang, so viel wird schnell deutlich. Dass die Amerikaner dort von den Vietcong angegriffen werden, liegt einzig daran, dass sie dort sind. Insofern trifft „Die letzte Schlacht“ eine passende Aussage zur Intervention der Amerikaner in Vietnam. Sie hatten dort nichts zu suchen. Ich werde jetzt heimgehen, wenn ihr mich lasst. So die letzten Worte des Films, gesprochen von einem GI, der über den Friedhof wankt. Doch er spricht nur für sich, im Jahr 1964 jedenfalls nicht für die US-Streitkräfte.

Burt Lancaster bleibt präsent

Dieser Antikriegs-Aspekt steht nicht im Vordergrund. Vornehmlich lebt „Die letzte Schlacht“ von der Spannung der Bedrohung durch den im Dschungel lauernden Vietcong. Ein paar interne Konflikte der nach Muc Wa abkommandierten Soldaten würzen das Kriegsgeschehen. Der Titel „Die letzte Schlacht“ führt auch insofern etwas in die Irre, als wir es keineswegs mit einem Schlachtengemälde zu tun haben. Es handelt sich eher um diverse Scharmützel mit begrenzter Teilnehmerzahl. Burt Lancaster spielt seine Routine aus, einen inneren Zwiespalt glaubhaft zu machen. Gleichwohl wird die Rolle des Majors bei einer Aufzählung seiner Karrierehöhepunkte selten genannt. Als Barker zu einem frühen Zeitpunkt seine Soldaten nach Muc Wa entsendet, ohne selbst mitzufahren, stand zu befürchten, dass Lancasters Part eher dazu dient, einen prominenten Namen in der Besetzung zu haben, aber er bleibt doch durchgehend präsent. Der den Übersetzer „Cowboy“ spielende Evan C. Kim mag einigen Filmguckern bekannt vorkommen. Er war von Mitte der 70er bis Anfang der 90er im US-Fernsehen gut beschäftigt und im Kino in Nebenrollen in der Steinzeitkomödie „Caveman – Der aus der Höhle kam“ (1981) sowie dem fünften „Dirty Harry“-Film „Das Todesspiel“ (1988) zu sehen. Am bekanntesten ist vielleicht Kims Part als Bruce Lee parodierendes Kampfkunst-Ass Loo in „A Fistful of Yen“, einer Episode der irrwitzigen Komödie „Kentucky Fried Movie“ (1977).

Auf dem Weg nach Muc Wa

Regisseur Ted Post („Hängt ihn höher“, „Rückkehr zum Planet der Affen“, „Dirty Harry II – Callahan“) liefert mit „Die letzte Schlacht“ routiniertes Kriegskino ab. Seine 1978er-Regiearbeit taugt auch als Kommentar zum Vietnamkrieg und zu sinnlosen militärischen Unternehmungen mit Himmelfahrtskommando-Charakter, obgleich das Attribut Antikriegsfilm mir doch etwas zu hoch gegriffen scheint.

Die GIs erreichen ihr Ziel

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Burt Lancaster haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet. Welche dort noch nicht aufgeführten Werke sind zur Würdigung seiner langen und großen Karriere unverzichtbar?

Der Vietcong greift an

Veröffentlichung: 10. September 2020 als Blu-ray und DVD

Länge: 114 Min. (Blu-ray), 110 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Go Tell the Spartans
USA 1978
Regie: Ted Post
Drehbuch: Wendell Mayes, nach einem Roman von Daniel Ford
Besetzung: Burt Lancaster, Craig Wasson, Jonathan Goldsmith, Marc Singer, Joe Unger, David Clennon, Hilly Hicks, Evan C. Kim, Hilly Hicks
Zusatzmaterial: Originaltrailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Label: explosive media
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2021 explosive media

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Zum 100. Geburtstag von Walter Matthau: Der Mann aus Kentucky – Burt Lancaster wollte auch mal Regie führen

The Kentuckian

Von Volker Schönenberger

Western // Burt Lancaster verstand es vortrefflich, sich selbst ins beste Licht zu rücken. Sein Status als Top-Star Hollywoods ermöglichte es ihm, dies in die Tat umzusetzen. In elf seiner 14 Arbeiten als Produzent übernahm er auch die Hauptrolle. Regie führte Lancaster offiziell nur zweimal (die IMDb listet ihn für „Weißer Herrscher über Tonga“ von 1954 zusätzlich als „uncredited“ Regisseur), darunter für „Der Mitternachtsmann“ (1974) als Co-Regisseur. „Der Mann aus Kentucky“ markierte somit 1955 sein Regiedebüt und blieb seine einzige alleinige Regiearbeit.

Der Mann aus Kentucky …

Lancaster spielt den titelgebenden Mann aus Kentucky, den Witwer Elias „Big Eli“ Wakefield, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinem neunjährigen Sohn „Little Eli“ (Donald MacDonald) und dem Hund Faro auf den Weg Richtung Texas gemacht hat. Das Trio hat die 1.000-Meilen-Strecke kaum begonnen, schon stellen sich ihm Schwierigkeiten in den Weg. Weil Big Eli beschuldigt wird, in Kentucky ein Mitglied der Frome-Familie getötet zu haben, lässt ihn der korrupte Sheriff (Rhys Williams) in eine Gefängniszelle stecken. Bald tauchen auch zwei Mitglieder der Fromes (Douglas Spencer, Paul Wexler) auf, die Wakefield ans Leder wollen. Glücklicherweise nimmt sich Hannah (Dianne Foster) nicht nur Elias’ Sohn an: Die junge Frau befindet sich beim örtlichen Gastwirt in Vertragsknechtschaft und befreit den Auswanderer. Der nächste Halt führt den nun zum Quartett angewachsenen kleinen Trupp zu seinem Bruder Zack (John McIntire) und dessen Frau Sophie (Una Merkel).

… findet beim Muschelsammeln mit dem Sohn eine Perle

Auftritt Walter Matthau! 20 Minuten nach Beginn von „Der Mann aus Kentucky“ tritt er als windiger Kneipier Stan Bodine in Erscheinung, der gerade sein Geschick mit der Peitsche beweist – er bestreitet gegen einen seiner Gäste einen Wettkampf im Kerzenlöschen. Während sich Wakefield Senior und Junior bei Big Elis Bruder etwas dazuverdienen, heuert Hannah bei Bodine an. Für den am 1. Oktober 1920 in Manhattan geborenen Matthau markierte das Western-Abenteuer sein Debüt auf der großen Leinwand. Zuvor hatte er sich als Bühnendarsteller einen gewissen Namen gemacht und war ab 1950 auch in Nebenrollen in Fernsehserien in Erscheinung getreten; die Serienfolgen wurden damals übrigens oft als Live-TV inszeniert. Bis zum Oscar als bester Nebendarsteller in Billy Wilders Komödie „Der Glückspilz“ (1966) war es also noch ein weiter Weg. Der Part als geldgieriger Rechtsverdreher war seine erste Zusammenarbeit mit Jack Lemmon – der Rest ist Geschichte. Walter Matthau starb am 1. Juli 2000 im Alter von 79 Jahren im kalifornischen Santa Monica.

Walter Matthau als Schurke

In „Der Mann aus Kentucky“ hat er eine schurkische Nebenrolle, die für mehrere Aspekte der Handlung bedeutsam ist; interessant genug ist sie allemal geraten, was auch daran liegen mag, dass Lancasters Debüt insgesamt nur leidlich interessant ausgefallen ist. Dabei inszeniert sich der Superstar phasenweise sogar vergleichsweise uneitel als ungebildeten Trapper, der das zivilisierte Leben nicht gewohnt ist und sogar zünftig veräppelt wird, weil er sich weismachen lässt, eine von ihm gefundene Süßwasserperle sei von beträchtlichem Wert. Diese Nebenhandlung nimmt vergleichsweise viel Raum ein – Little Eli muss sich dafür sogar den Spott seiner Schulkameraden gefallen lassen. Derweil verguckt sich Big Eli in die Lehrerin Susie (Diana Lynn), beschließt gar, an Ort und Stelle sesshaft zu werden, statt seinen Traum – und den seines Sohns – von Texas zu verwirklichen.

Kneipier Stan Bodine kann mit der Peitsche umgehen

Der in schönen Technicolor-Farben und prächtigem CinemaScope-Format gedrehte Familien-Western entstand in Kentucky und Indiana. So recht ist mir nicht klar geworden, was Lancaster als Regisseur mit „Der Mann aus Kentucky“ aussagen wollte. Er porträtiert die Titelfigur als einfachen Mann mit klaren moralischen Prinzipien, der entscheiden muss, wo er im Leben hinwill. Die Familienfehde mit den Fromes nimmt dabei lediglich als eher nebensächliches Spannungsvehikel etwas Raum ein, wobei die beiden Wakefield verfolgenden Frome-Brüder als wortkarges Nemesis-Duo fast schon wie Karikaturen wirken. Sie tauchen ohnehin nur kurz zu Beginn und zum Showdown am Ende auf – etwas schwach für eine gewaltige Familienfehde, die sogar besungen wird. Als kommender Meisterregisseur hat sich Burt Lancaster mit „Der Mann aus Kentucky“ jedenfalls nicht präsentiert, was er wohl auch selbst gemerkt hat. Vielleicht haben ihn auch der ausbleibende Erfolg an den Kinokassen und die Beurteilung in der zeitgenössischen Filmkritik davon abgehalten, sich künftig auf den Regiestuhl zu setzen. Ein gefälliger Western, mehr aber nicht.

Auch Hannah will nach Texas

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Burt Lancaster und Walter Matthau haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Die Frome-Brüder machen nicht viele Worte

Veröffentlichung: 28. Juni 2019 als Blu-ray und DVD, 6. April 2004 als DVD

Länge: 104 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Kentuckian
USA 1955
Regie: Burt Lancaster
Drehbuch: A. B. Guthrie Jr., nach einem Roman von Felix Holt
Besetzung: Burt Lancaster, Walter Matthau, Diana Lynn, Dianne Foster, John Carradine, Donald MacDonald, John McIntire, Una Merkel, John Litel, Rhys Williams, Edward Norris, Douglas Spencer, Paul Wexler
Zusatzmaterial: Biografien, Trailer, Bildergalerie, Wendecover
Label 2020: Spirit Media
Vertrieb 2020: WVG Medien GmbH
Label/Vertrieb 2004: MGM (Twentieth Century Fox Home Entertainment)

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Blu-ray-Packshot: © 2019 Spirit Media,
DVD-Packshot: © 2004 MGM (Twentieth Century Fox Home Entertainment)

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: