RSS

Schlagwort-Archive: Cars

Cars 3 – Evolution: Goodbye Lightning

Cars 3

Kinostart: 28. September 2017

Von Matthias Holm

Computertrick-Abenteuer // Dass Pixar gute Fortsetzungen inszenieren kann, hat die Trickschmiede mit der „Toy Story“-Reihe bewiesen. Dass sie das aber auch ganz schön in den Sand setzen können, sah man bei „Cars 2“. Nachdem der erste Film zwar kein Geniestreich war, aber solide und charmante Unterhaltung bot, gilt der zweite als einer der wenigen Tiefpunkte des Studios. Umso skeptischer durfte man sein, als ein dritter Teil angekündigt wurde. Aber auch wenn „Cars 3 – Evolution“ nichts daran ändert, dass die Reihe um Lightning McQueen die qualitativ schwächste von Pixar ist, hat der Film mehr mit dem ersten Teil gemein als mit dem zweiten.

Auslaufmodell Lightning McQueen

Die Rennwelt ändert sich. Das merkt Lightning bald am eigenen Leib, als eine neue Generation von Autos mit Hilfe von modernster Technologie auf den Strecken der Welt immer wieder Rekorde bricht. Das kann der ehemalige Champion nicht auf sich sitzen lassen. Mit seiner neuen Trainerin Cruz Ramirez will er sich wieder auf die Pole Position katapultieren. Doch Lightning scheint einfach nicht für die gleichen Methoden gemacht zu sein, die die neuen Autos benutzen. So begibt er sich mit Ramirez auf eine kleine Reise – in die Vergangenheit und zu sich selbst.

Cruz Ramirez (l.) soll Lightning trainieren

Das klingt alles nicht sonderlich originell, und tatsächlich ist „Cars 3“ ein äußerst vorhersehbarer Film. Viele der großen Wendungen sind Meilen gegen den Wind zu riechen. Daraus resultiert aber auch, dass die Geschichte sich treu bleibt. Lightning wird immer wieder mit seinem Alter konfrontiert, aber auch damit, dass dies eben der normale Lauf der Dinge ist. Zu welcher Erkenntnis das führt und wie er am Ende reagiert, ist dementsprechend die logische Folge der Erzählung.

Melancholische Autos

Dabei tut es auch gut, dass der Film seinen Fokus auf andere Dinge legt als vorher. Die Bewohner von Radiator Springs, die einem im ersten Teil ans Herz gewachsen sind, kommen nur vereinzelt vor. Das bedeutet auch, dass Hook im Gegensatz zu „Cars 2“ nur eine Nebenrolle spielt – hier hat Pixar wohl erkannt, dass manche Figuren nicht als Hauptteil einer Geschichte funktionieren. Der Großteil des Films konzentriert sich auf das Ende von Lightnings Reise, sein letztes großes Rennen. Ständig umweht ein Hauch Melancholie den Film, was man bei dem Franchise nicht erwartet hätte.

Die Crew aus Radiator Springs steht zum Anfeuern bereit

Durch den Wechsel des Schwerpunktes fällt aber auch ein weiterer wichtiger Teil hinten weg – die Komik. Es gibt einige Gags, die auch durchaus zünden. Aber viel mehr konzentriert sich der Film auf seine Hauptfiguren. Dadurch kommt es nur selten zum Slapstick, was ungewöhnlich ist. „Cars“ war nämlich immer die Marke von Pixar, die am besten an ein junges Zielpublikum vermarktet werden konnte – man denke nur an die unzähligen Produkte wie Kleidung mit Lightning-McQueen- oder Hook-Motiven. Der Mangel an Komik hat allerdings zur Folge, dass der Film eher vor sich hin plätschert. Richtige Höhen oder Tiefen gibt es nicht, der Film läuft am Zuschauer vorbei, ohne einen großen Eindruck zu hinterlassen.

Technik, die begeistert

Die Optik bleibt allerdings über jeden Zweifel erhaben. Das Design der vermenschlichten Autos mag nicht jedem zusagen, aber wenn sie durch Wälder fahren oder in einem Demolition Derby teilnehmen, kann man sich an den Umgebungen kaum sattsehen. Wenn die Macher dann noch anfangen, mit Tiefenunschärfen zu spielen, fragt man sich als Zuschauer wirklich, ob das alles noch animiert ist.

Auf der Überholspur …

Das „Cars“-Franchise war immer ein wenig das schwarze Schaf bei Pixar. Wo andere Filme generationsübergreifend funktionierten, waren die sprechenden Autos immer in erster Linie für die Kleineren gedacht – die dann allerdings mit der Komplexität der Story von „Cars 2“ überfordert wurden. Ob „Cars 3 – Evolution“ an diesem Bild etwas ändern kann, bleibt abzuwarten. Es ist ein erwachsener, besonnener Film, der allerdings jede Überraschung ausspart. Als Abschluss der Trilogie ist Lightning McQueens letztes Rennen aber gut gelungen.

… lebt es sich gefährlich

Länge: 102 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Originaltitel: Cars 3
USA 2017
Regie: Brian Fee
Drehbuch: Kiel Murray, Bob Peterson, Mike Rich
Originalstimmen: Owen Wilson, Cristela Alonzo, Chris Cooper, Nathan Fillion, Larry the Cable Guy, Armie Hammer, Tony Shalhoub, Bonnie Hunt, Kerry Washington, Lewis Hamilton, Paul Newman, Cheech Marin
Verleih: The Walt Disney Company Germany GmbH

Copyright 2017 by Matthias Holm

Filmplakate, Szenenbilder & Trailer: © 2017 Disney/Pixar. All rights reserved.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Planes (3D) – Etwas flügellahm

Kinostart: 29. August 2013

Computertrick-Abenteuer // „Hook hebt ab“ lautet der Titel eines liebevoll inszenierten Kurzfilms im Bonusmaterial der Blu-ray und DVD von „Cars 2“. Darin besucht der gutmütige Abschleppwagen Hook eine Flugschule und nimmt an einer Flugschau teil. Am Ende sagt er: „Hey, die sollten mal ’n ganzen Film über Flugzeuge machen“ – und zwinkert den Zuschauern zu. Nun kommt also tatsächlich „Planes“, angesiedelt im „Cars“-Universum. Doch nicht PIXAR hat den Film inszeniert, verantwortlich zeichnen die ebenfalls zu Walt Disney gehörenden DisneyToon Studios.

Dusty Traum

Dusty träumt vom Hochgeschwindigkeitsflug

Tagein, tagaus fliegt Sprühflugzeug Dusty gemächlich über die Felder und träumt davon, ein schneller Flitzer zu sein. Er will unbedingt beim berühmten Flugzeugrennen „Wings Around the Globe“ teilnehmen und überredet sogar den zurückgezogen lebenden Marineflieger Skipper, ihn zu trainieren. Dustys Freunde, Gabelstapler Dottie und Tanklastwagen Chug, stärken dem Sprühflugzeug den Rücken. Es naht der Tag des Qualifikationsrennens …

Liegt’s am Wechsel des produzierenden Studios, dass „Planes“ weniger charmant und ideenreich daherkommt als „Cars“ und „Cars 2“? Die beiden Vorgängerfilme können Eltern mit ihren Kindern zusammen schauen und sich dabei sehr schön amüsieren. Das ist beim Flugzeugfilm nicht der Fall. Der wird vielen Kindern zweifellos gefallen, Erwachsene aber eher kaltlassen. Immerhin bietet die solide 3D-Umsetzung einige gelungene Effekte.

Dustys Freunde

Seine Freunde unterstützen ihn

Das deutsche Rennflugzeug Heidi wird in der deutschen Synchronfassung von Marie Bäumer gesprochen. „Mattscheibe“-Satiriker Oliver Kalkofe leiht dem Autoflugzeug Franz Fliegenhosen die Stimme – auch im Original übrigens. Als Rennkommentator Brent Mustangburger ist Sportreporter Kai Ebel zu hören. Die Hauptfiguren allerdings sind nicht mit prominenten Sprechern besetzt worden. In der Original-Sprachfassung sind unter anderen Stacy Keach, Teri Hatcher, John Cleese und Val Kilmer zu hören.

Länge: 92 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
USA 2013
Regie: Klay Hall
Drehbuch: Jeffrey M. Howard
Stimmen: Marie Bäumer, Matthias Dolderer, Oliver Kalkofe, Kai Ebel
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Dusty

Geht Dustys größter Wunsch in Erfüllung?

Copyright 2013 by V. Beautifulmountain
Fotos: © 2013 Disney Enterprises Inc. All rights reserved

 

Schlagwörter: , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: